Helmut Greier

Aron der Vampir Kapitel 1/1

 

Aron der Vampir

Kapitel 1/1

 

Die Reise ins Land der Mythen und Sagen

 

Aron war damit beschäftigt, seinen Urlaub mit Frank vorzubereiten. Beide schwärmten schon lange davon, einmal Urlaub in Rumänien zu machen. Aron saß vor seinem Laptop und sah sich die aktuellen Angebote im Internet an, während Frank zuhause saß und mit seinem Chef telefonierte. Frank diskutierte mit seinem Chef, der ihm wie immer keinen Urlaub genehmigen wollte. Nach langem hin und her hatte Frank ihn endlich überredet, er bekam drei Wochen, nun war der Weg nach Rumänien frei. Frank fuhr also ins Geschäft und unterschrieb den Urlaubsantrag, dann nahm er sein Handy und rief Aron an,  ja Hallo? Ja ich bin’s Frank! Du ich habe mein Urlaub bekommen, ist dass nicht Geil? Gut! Ich habe auch schon ein Angebot von Euroline! 139 €  hin und zurück pro Person! Klingt nicht schlecht! Antwortete Frank, und fügte hin zu, ich komme jetzt bei dir vorbei dann besprächen wir alles, bis nachher.  Nach einer halben Stunde trafen sich die beiden in Arons Wohnung, hi, und? Zeig mal das Angebot! Aron zeigte ihm also das Angebot im Internet: von Ulm bis Sibiu (Hermanstadt) für 139 € über Euroline. Klingt nicht schlecht, war das, dass billigste? Ja momentan schon! Meinte Aron und zeige ihm alle Angebote. Sollen wir unser Zelt dort kaufen? In Rumänien ist es immerhin billiger als hier!? Ja gute Idee wir könnten auch, die erste Nacht in einem Hotel schlafen! Schau doch mal nach!  Al Gato Nero 33 € pro Tag! Klingt nicht schlecht! Meinte Frank. Am nächsten Tag trafen sich die beiden Kumpels in Ulm, am Bußbahnhof, beide hatten zwei große Reisetaschen dabei, Essen wollten sie Unterwegs einkaufen, sicherlich würde der Buß irgendwo Rast machen. An diesen Juni Morgen schien die Sonne, es war mollig warm draußen, und Aron und Frank waren bestens gelaunt. Nach etwa 20 Minuten traf auch schon der Buß ein, es dauerte eine Weile bis alle den Buß bestiegen, jeder Reisende bekam ein Kärtchen für sein Gepäck und dann ging es los. Aron und Frank saßen ganz hinten im Buß und vertrieben sich die Zeit mit Musik hören, schlafen und Schach spielen, außerdem hatte Aron sein Laptop dabei und drei Ersatzakkus. Nach 19 Stunden erreichten sie Sibiu, an der Bußhaltestelle stand eine Reihe von Taxis, Aron und Frank hatten Glück, einer der Taxifahrer sprach deutsch. Er wies sie darauf hin, dass sie ihre Euros in RON umtauschen müssten, und fuhr sie erstmal zur nächsten Bank. Von hier aus fuhren sie direkt zum Hotel, an der Anmeldung  begrüßte sie eine hübsche Blondine, bine ati venit!   Die Dame an der Rezeption merkte schnell dass die beiden Kumpel aus Deutschland kamen, und sagte dann mit rumänischem Akzent, Herzlich Willkommen im Al Gato Nero! Was kann ich für euch tun? Wir hätten gerne ein Doppelzimmer oder das Zimmer aus dem Angebot! Antwortete Aron und grinste sie verlegen an, sie einigten sich auf das Zimmer im ersten Stock für 166 RON. Beide waren erschöpf von der Reise und gingen nach dem Essen direkt auf ihr Zimmer, dort stöberte Aron noch ein bisschen im Internet. Am nächsten Tag schlenderten sie durch die Stadt, zu ihrem Erstaunen fanden sie viele deutsch sprechende Leute, meistens Sachen, sie bekamen einige Tipps, wo man günstig einkaufen konnte, und wo es die Sehenswürdigkeiten der Stadt gab. In einem Geschäft fanden die beiden ein Igluzelt und Schlafsäcke, alles zusammen für 124 RON. Am Abend schauten sich Aron und Frank nach einem geeigneten Platz wo sie Zelten konnten um, sie fanden bald einen Platz, außerhalb von der Stadt, mitten in den Karpaten. Aron hatte etwas darüber im Internet gelesen, dort waren noch Umrisse einer Kathedrale zu sehen, der ideale Platz zum campen. Sie ließen sich mit einem Taxi dort hinfahren, und machten mit dem Fahrer ein Zeitpunkt aus, wann er sie wieder abholen sollte. Aron und Frank sahen sich um, es waren ringsum schroffe Kalksteinfelsen, weit und breit kein Mensch. Der Himmel war schon etwas bewölkt, aber es blieb trocken. Die beiden machten sich daran ihr Zelt aufzubauen, dann sammelten sie abwechselnd in den nahe gelegenen Wäldchen Feuerholz. Nachdem das Feuer fast runter gebrannt war, grillten sie Würstchen und Kartoffeln über die Glut. Später legten sie Feuerholz nach, inzwischen war es schon am dämmern draußen, beide saßen stumm am Feuer, nur Aron schaute in seinem Laptop. Er fand etwas über diesen Ort, schau mal Frank, hier steht was über diese  Kathedrale, sie wurde im 16 Jahrhundert von der Bruderschaft der Engel  erbaut. Die Bruderschaft der Engel, hatten sich zum Ziel gesetzt, alle Vampire in Siebenbürgen zu vernichten. Ach was!? Du machst Witze! Meinte Frank und schaute ihn fragend an. doch schau selber hier steht es: die Bruderschaft der Engel war eine Bürgerwehr der Siebenbürger, die sich der Vampirjagt verschworen hatten. Mehr steht hier nicht, nur das sie diese Kathedrale erbaut hatten und das sie bald darauf zerstört wurde. Aron schloss seinen Laptop und legte ihn zurück ins Zelt, dann setzte er sich zurück ans Feuer. Inzwischen war die Nacht angebrochen, Aron und Frank fingen an sich Gruselgeschichten zu erzählen, sie tranken rumänisches Bier und Schnaps, hin und wieder hörten sie einen Uhu oder das Geheule der Hunde die sich hier in der nähe aufhielten. Von hier aus hatte man einen guten Blick auf die Stadt, die ganz und gar nicht zu schlafen schien, aus der ferne hörte man sogar Motorengeräusche oder hin und wieder mal eine Sirene. Es war ganz und gar nicht gruselich, die beiden fürchteten sich dennoch, vor Gangstern oder gar vor der Organmaffia. Doch bald wurden sie Müde, und krochen der Reihe nach in ihre Schlafsäcke. Frank schlief schon fest und tief, während Aron sich hin und her wälzte. Aber bald schlief auch Aron tief und fest, und träumte von dieser Kathedrale, er stand nun mitten drin, zwischen einigen Mönchen die sich in graue Kutten gehüllt hatten. Plötzlich ein krachen, die große Tür öffnete sich, und ein dämonischer aussehender Hüne betrat den Saal. Mit einen teuflische grinsen, schnappte er sich einen der Mönche und schlitzte ihn auf. Dann schnappte er sich den nächsten, einen nach den anderen. Einer der Mönche schrie um Hilfe, er rief nach Stefan, doch der Hüne grinste nur und verhöhnte ihn, ruf deine Hunde! Hier wartet ein Leichschmaus auf sie! Dabei blitzten seine Zähne hervor, er hatte riesige Eckzähne, die sich nun in den Hals des Mönches bohrten, als der Hüne mit ihm fertig war schleuderte er ihm einfach auf die Seite. Plötzlich stürmte Stefan herbei, der Hüne versteckte sich hinter einer Marmor Statur, Stefan schaute sich um, und beugte sich über einen der toten Mönche, dann bekam er ein hieb von hinten und sank zusammen. Aron träumte weiter er sah wie man Stefan weg schleppte, und er folgte den Leuten bis auf den Marktplatz, dort stand ein anderer Mönch namens Julius mit finsterer Miene, in mitten von Menschen. Der Mönch sah ihn vorwurfsvoll an und sagte, weil du die Bruderschaft im Stich gelassen hast, bist du hiermit verflucht, Stefan vom Geschlecht der Paladin. Auf die Freuden der Fleischeslust musst du von nun an verzichten, du bist in aller Zeit unser, so soll es sein!  Es schien so als würde Stefans Körper nun mit seiner Rüstung verschmelzen. Schweißgebadet wurde Aron wach, Frank stand schon draußen vor einen Baum und erleichterte seine Blase. Zum Frühstück aßen die beiden Weißbrot mit Nussnugatkreme, Aron erzählte während dessen seinen Traum. Frank grinste nur schadenfroh, und sagte, du solltest nicht so viel saufen! Wie sieht’s aus? Schau dir mal die Felsen an, die verführen doch geradezu zum klettern oder nicht? Ja meinte Aron, und fügte hinzu, ich bin ein wenig aus der Übung, aber diese Felsen sind einfach! Beide waren begeisterte Kletterer, und so ging es los, Aron band sich seine Kletterausrüstung um und stieg in die Felsen, Frank stand unten und schaute zu wie Aron Stück für Stück immer höher kletterte. Er war inzwischen schon etwa acht Meter hochgeklettert als er plötzlich den Halt verlor, Aron stürze ab, er schrie vor schmerzen, Frank war zunächst wie gelähmt, doch dann holte er sein Handy aus seinem Rucksack und wählt den Notruf, doch er befand sich in Rumänien, und er sprach kein Wort rumänisch, darum versuchte er es auf englisch, aber auch hier hatte man ihm nicht verstanden. Also versuchte er Aron von den Felsen weg zu ziehen, aber er schrie vor schmerzen, darum legte er Aron vorsichtig auf seinen Schlafsack, und zog ihn dann vorsichtig ins Zelt. Er sagte dann, ich gehe in die Stadt und hole Hilfe!  Frank lief dann los, und hatte Glück, er musste gar nicht soweit laufen, denn unterwegs traf er einen Traktorfahrer, der glücklicher Weise auch deutschstämmig war. Er verständigte sofort den Rettungsdienst, Frank bedankte sich und lief zu Aron zurück. Es dauerte nicht lange und man konnte schon von weiten die Sirenen hören. Aron wurde in das Krankenhaus nach Sibiu gefahren, Frank durfte im Krankenwagen mitfahren. Sie legten den Schwerverletzen Aron auf eine Liege und fuhren ihn in die Notaufnahme. Es vergingen Stunden, Frank rief während dessen Arons Frau an. Andrea war geschockt, und nahm den nächsten Flieger nach Rumänien. Frank lief auf den Gängen hin und her, bis auf einmal der Arzt auf Frank zu kam, er war auch der deutschen Sprache mächtig, und fragte ihm, sind sie verwand mit Aron Müller? Nein Antwortete Frank, ich bin sein Freund, wir wollten da draußen Campen und klettern vor allem… er stürzte ab… ich habe bereits seine Frau angerufen, sie hat den nächsten Flieger genommen… sie ist schon unterwegs… Der Arzt machte einen besorgten Eindruck, er sagte, Aron hat verschiedene, komplizierte Knochenbrüche, es sind auch ein paar Wirbel angeknackst, wir  mussten ihn  in ein künstliches Koma versetzen außerdem muss er in die Spezialklinik nach  Cluj-Napoca! Wir brauchen die Einwilligung seiner Frau!  Frank war geschockt und bedankte sich für die Auskunft, es verging Stunde um Stunde Frank beobachtete Aron durch die Glasscheibe, Aron war an verschiedene Geräte angeschlossen, man könnte es deutlich hören, die Herzlungenmaschine immer im gleichem Tankt, nach einigen Stunden traf auch Andrea ein.

Andrea war wütend und verzweifelt zu gleich, als sie Frank auf den Korridor sah, schlug sie mit den Fäusten auf ihn ein, Frank stand regungslos da, und lies es über sich ergehen. Frank beruhigte sie, während dessen kam der Arzt dazu, Frau Müller? Ja? Ihren man geht es den Umständen entsprechend gut, wir mussten ihn allerdings in ein künstliches Koma versetzen, er muss auch in die Spezialklinik nach Cluj-Napoca! Wir brauchen hier für ihre Einwilligung! Was für eine Einwilligung? Fragte sie, Die Einwilligung für die Überführung! Sie dürfen selbstverständlich mitfliegen… Sie beide! Der Arzt hielt ihr einen Schein hin. Andrea unterschrieb den Schein wortlos, dann fragte sie den Arzt, wird mein Mann jemals wieder laufen können? Das liegt nun in den Händen der Ärzte dort, wir haben ihn weitgehend stabilisiert, mehr können wir hier  nicht tun! Die Ärzte dort sind Spezialisten! Fügte Frank hinzu.

 

Fortsetzung folgt.

 

Helmut Greier

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.07.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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