Helmut Greier

Aron der Vampir Kapitel 1 / 3 Die Jagt

Aron der Vampir

Kapitel 1 / 3

 

Die Jagt

 

Ioan hatte in seiner blinden Rachelust gedroht, ganz Siebenbürgen zu zerstören. Die Kathedrale der Bruderschaft war praktisch das Herzstück der Bruderschaft, sie wurde von  neun magischen Engelstaturen gestützt, die Engel stützten das Dach der Welt.  Jedes Mitglied der Bruderschaft war an der Statur gebunden, der es diente. Die Staturen spiegelten den Geisteszustand der Mitglieder wieder, als die Mitglieder immer schwächer und schwachsinniger wurden, fielen die Staturen schließlich in sich zusammen. Jedes Mitglied musste sterben und das Artefakt, was sie an die Staturen bindet musste zurückgegeben werden, somit würden die Staturen wieder hergestellt. Anna sagte zu Aron, erst wenn jede Statur wieder hergestellt wird, wäre sein Fluch gebrochen. Und so begann seine Jagt auf Ioan. Anna verriet ihm, das es in der nähe der Kathedrale eine Grabstätte gäbe, dort würde er ein magisches Artefakt finden und es gäbe noch mehr geheimnisvolle Orte in Siebenbürgen, allerdings wäre es nicht ungefährlich diese Orte zu betreten. Aron befand sich jetzt auf einem Gebirgspfad nahe der Kathedrale. Nun konnte er in der Ferne eine Grabstätte erkennen. Als er sie betrat, konnte er kaum die eigene Hand vor den Augen sehen, er tastete sich vor, bis er in der nähe etwas leuchten sah, es war ein Leuchtstein, kaum größer als seine Faust. Wie er ihn berührte, durchströmte ihn eine magische Energie, von unvorstellbarer Kraft. Nun konnte er, mit einer  einzigen Handbewegung Licht erzeugen. Zwar werden Vampire vom Tageslicht geschwächt, jedoch Magiescheslicht hingegen, kann auf vielfacher Art und Weise eingesetzt werden. Jetzt konnte er sehen, was hier vor sich geht, es war eine Grabstätte speziell für Vampire. Ein normal Sterblicher hätte hier nicht eine Sekunde überlebt, überall waren spitze Pfähle und Stacheln sie ragten aus den Wänden und aus den Boden, es wurden ihm Menschenopfer dargebracht, indem man sie an die Wände kettete, so das er sich nur noch bedienen brauchte. Mit neuen magischen Fähigkeiten verließ Aron die Grabstätte und machte sich auf den Wege nach Fägäras. Zu Fuß über die Berge hätte er mehr als einen Tag gebraucht, und als Fledermaus fehlte ihm die nötige Orientierung, also versuchte er sein Glück, in einer nahe gelegenen Höhle. Als er die Höhle betrat, stand vor ihm ein Altar, auf dem Waren brennende Kerzen aufgestellt und mitten drin ein silberner Kelch, wie in einer Kirche. Und so ging er auf den Altar zu, der Kelch der darauf stand, war bis oben mit Blut gefüllt, er schaute sich um, und konnte niemanden sehen. Seine Blutgier war so groß, dass er der Versuchung erlag und trank. Es schmeckte widerlich, es war vermutlich Wolfsblut, plötzlich schossen Spieße aus dem Boden und er hörte aus der nähe ein Gelächter, dann rief jemand, Jetzt haben wir dich du Bestie! Ein Armbrustschütze schoss ihm einen Pfeil in die linke Schulter, er wurde rasend  vor Wut, jedoch konnte er sich in diesen Moment nicht wehren, er müsste eine riesige Sprungkraft besitzen, um über die Spieße zu gelangen. Plötzlich überkam ihm ein Krampf und überall wuchsen ihm Haare, die Haut dehnte sich und er bekam riesige Fangzähne, wie die eines Werwolfes. er hatte sich in eine Wolfsähnliche Bestie verwandelt, mit Leichtigkeit und mit einem Satz konnte er jetzt die Spieße überspringen. Mit einem Pranken schlag hatte er den Schützen den Kopf vom Rumpf getrennt, gierig machte er sich über sein Blut her, was jetzt wie eine Fontäne, aus seinem Hals spritzte. Mit dieser neuen Fähigkeit, war er in Stande auf Felswände herauf zuspringen und weite Klippen zu überspringen. Mit Leichtigkeit kam er jetzt über die Berge. Anna erzählte ihm noch, dass es überall in Siebenbürgen versteckte Blutquellen gäbe, die einem Vampir zu wertvollen Fähigkeiten verhalfen. Eine dieser Blutquellen befand sich kurz vor Fägäras, die Suche nach dieser geheimnisvollen Quelle führte ihm zu einer anderen Grabstätte. Diese Grabstätte die von Zigeunern bewacht wurde, weckte seinen Verdacht, wenn ein Grab so stark bewacht wird, dann gibt es dort auch was zum holen, dachte er bei sich. Und richtig! Es musste das Grab eines Vampirs sein, vermutete er, denn auch hier hingen Menschenopfer und in der Mitte des Raumes stand ein Sarkophag, er öffnete den Deckel und sah die bleichen Gebeine eines Vampirs und an dessen Ringfinger ein funkelnder Ring; Du wirst ihn nicht mehr brauchen, dachte Aron sich, und stecke ihn auf seinen Ringfinger, er passte als wäre er seine eigen. Er musterte ihn und ballte dabei die Faust und wieder durchströmte ihn eine Naturgewalt, plötzlich zückte ein Blitz durch Arons Hand und zertrümmerte die Einrichtung. Er war sich sicher, mit dieser Fähigkeit hätte er leichtes Spiel mit Ioan. Dann verließ er dieses Grab und setzte seine Suche fort. Er befand sich jetzt kurz vor Fägäras, auf einem Hügel der dicht mit Bäumen und Gestrüpp bewachsen war,  konnte er den Eingang einer Höhle erkennen. Als er vorm Eingang stand, vernahm er schon den Geruch, des vortrefflichen Blutes. Gierig, stürzte er sich auf die Quelle des Lebens und trank so viel er konnte, dadurch fühlte er sich doppelt so stark, wie zuvor. Die Nacht brach an, das war für ihn die Gelegenheit unbemerkt in Fägäras einzudringen. Das sich auf einer Hochebene befindende Dorf, war ein typisches Bauerndorf allerdings gab es unter den Bauern und Handwerkern auch Schurken und Diebe, dort gab es keinen Grund länger zu bleiben, darum machte er sich auf den Wege nach Vlädeni. Im Morgengrauen waren dunkle Wolken zu sehen und schon bald prasselte der Regen auf ihn hernieder, jeder tropfen brannte wie Feuer auf seine Haut, in Wolfsgestalt lief er so schnell er nur konnte bis er eine trockene Höhle erreichte, dort verkroch er sich, bis es aufhörte zu regnen. Inzwischen war es hell ein neuer Tag war angebrochen Aron fühlte sich schwach, elend und hungrig deshalb wartete er noch die Nacht ab, mit der Nacht kehrte seine Kraft zurück und auch sein Geruchsinn, denn er befand sich in der Nähe einer Blutquelle, sie befand sich direkt unter dem Fels auf dem er gelegen hatte. Er bündelte noch einmal alle Kräfte zusammen und schob den Fels auf die Seite und da war sie auch schon, Aron ließ sich in die Quelle fallen und ließ sich richtig vollaufen, seine vom Regen zerfressene Haut heilte wieder, es war wie ein Wunder. Mit neuen Kräften machte er sich wieder auf den Weg. Der Ort Vlädeni war so berüchtigt wie seine Bewohner zu Lebzeiten hätte er diesen Ort niemals betreten, im Tod jedoch, konnte er den Geruch hier noch verstärken. Als Mensch getarnt konnte er sich an den Wachen vorbeimogeln, die Tarnung war gut, nur der arme Irre hatte seine Tarnung durchschaut, er freute sich, ihm zu sehn, und redete wirres Zeug, die Bastarde von Vlädeni meiden mich eben, so wie ganz Siebenbürgen sie meiden, ich weiß was es heißt ein Außenseiter zu sein, Vampir!  ich fürchte dich nicht. Vergiss aber eines nicht es werden noch mehr von dir reden, wen du nur weist wie du Auftritts. Von hier aus war es nicht mehr weit bis Codlea, auf den weg dorthin, machte er noch in einem Zigeuner Lager halt, um sich an einer jungen Zigeunerin zu laben, frisch gestärkt machte Aron sich auf Weg nach Codlea. Codleas Ruhm war nun befleckt, ein gehorsames Kind im drohenden Schatten Ioans. Ioans Schlupfwinkel lag westlich von Codlea. Ich werde ihm den Krebs aus dem Herzen schneiden, dachte Aron, während er sich in Codlea auf die Begegnung mit Ioan  vorbereitet hatte. Aus den weit geöffneten Rachen von Ioans Zufluchtsstätte regneten Leid und Schmerz auf Siebenbürgen herab, diese Pest musste ausgelöscht werden! Ioan war im ganz Siebenbürgen wegen seine Geistigen Fähigkeiten wie Telepathie und Telekinese bekant, Pilger kamen von weit her um an seiner Weisheit Teil zu nehmen. Aron jedoch wollte nicht seine Weisheit sondern sein Leben. Im Inneren der Festung angekommen, konnte er auch schon Ioans jämmerliche Stimme vernehmen, kann ich nicht in Frieden trauern? Geh und mach meine Einsamkeit vollkommen! Unterwegs stieß Aron auf einer von Ioans Mägden, sie war an die Wand gekettet obwohl ihm der Blutdurst quälte, hielt er sich zurück, sie erzählte ihm, wie Ioan sich aus Trauer um seiner Geliebten Anna, seine Augen und den Mund zu nähte, um sich von der Außenwelt abzuschirmen. Dieser Narr hatte Leben vergeudet und hier dahin modern lassen, welch eine Verschwendung Vielleicht sollte  Ioan eine Lektion über den wert des Blutes erteilt werden. Endlich hatte Aron  den Turm erreicht, von hier aus konnte man aus einem  Fenster des Turmes ganz Siebenbürgen sehen, vom anderem Fenster aus konnte man Siebenbürgen aus einer anderen Perspektive sehen hier war das Bild verzerrt und die Farben getrübt, als ob Siebenbürgen Hilfe dabei benötigt das elend zu offenbaren? Dachte er sich. Es ging noch weiter den Turm hoch, oben angekommen, standen ihm zwei Gegner gegenüber Ioan, und Stefan der Vasall. Ioan rief ihm zynisch zu,  Stefan bist du gekommen um die Bruderschaft erneut im stich zu lassen? geh ich brauche deine Hilfe nicht! Dann rief er Aron, Komm Aron, teile meine Trauer! Flugs verschwand er und lauerte im Thronsaal auf ihn, dies war also Ioan dieser gebrochene alte Mann, doch so gebrochen konnte er nicht sein als das er kampflos aufgab. Als er vor Aron stand sagte Aron, Nun  gut Ioan, wenn du den Tod vorziehst, will ich ihn dir nicht verwähren! Ioan versuchte es mit Energie Wellen und Todes Flüchen, Aron auszuschalten, als Aron dann aber mit einem Satz bei ihm war, schlug er ihm den Kopf ab. Vielleicht wird das Haupt ihres Geliebten, Anna überzeugen, das ich meine Pflicht erfüllt habe, dachte Aron sich. Ioan hinterließ ihm seine Keule, mit der Keule konnte er Gegner einfach ausschalten und sich dann an ihnen laben. In Fledermausform flog Aron dann zurück zur Kathedrale der Bruderschaft und legte Ioans Kopf vor der Statue des Geistes, die Statue hatte die Gabe angenommen, der Kopf verschmolz mit der Skulptur, somit wurde sie wieder hergestellt. Anna sagte ihm, um ein Mitglied zu vernichten, müsse man erst seinen Beschützter töten. Aron! hoch im Norden weit hinter Codlea liegt Stefans Festung begib dich dorthin und vernichte ihn, erst dann kannst du die Bruderschaft zerstören. Bevor Aron sich jedoch auf machte um Stefan zu töten, musste er sich erstmal in der Erde seines Grabes regenerieren.

 

Helmut Greier

 

Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.07.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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