Jennifer Daniel

Weiße Weihnacht

Weiße Weihnacht


Vor vielen Jahren lebte ein Mädchen mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Italien. Das Mädchen hieß Chiara Mastrantonio, war 9 Jahre alt und wohnte mit ihren insgesamt 8 Geschwistern, ihren Eltern, ihren Großeltern und ihrer Tante Charlotta Amendola in einem kleinen Haus. Sie und ihre Geschwister teilten sich ein Schlafzimmer und ein Spielzimmer. Sie hießen:

Paolo = 17 Jahre
Giovanni, Lotta = 14 Jahre
Bruno = 11 Jahre
Chiara = 9 Jahre
Antonia = 6 Jahre
Nora = 3 Jahre
Toni, Alfredo = 6 Monate

Bald war Weihnachten, doch die Eltern, Großeltern und die Tante konnten den Kindeern jeweils nur ein Geschenk kaufen. Jedes Jahr bekam eines der Kinder seinen sehnlichsten Wunsch erfüllt. Dieses Jahr war Chiara dran. Sie hatte den Wunsch, einmal in ihrem Leben "Weiße Weihnacht" zu erleben. Diesen Wunsch konnte die Familie ihr natürlich nicht erfüllen, aber Chiara wünschte sich ebenfalls, einmal ihre Hauptstadt zu sehen. ROM! Zu Weihnachten bekam sie nur einen Briefumschlag. Sie war enttäuscht. Die Mutter sah es ihr an und meinte: "Mein Kind, mach iihn doch erst mal auf!" Chiara tat es und las:

"Liebe Chiara!
Deine Tante, deine Großeltern, deine Geschwister, dein Vater und ich wünschen dir fröhliche Weihnachten!
Wir hoffen, dass wir dir hiermit deinen sehnlichsten Wunsch Nummer 2 erfüllt haben. Wir konnten ja keinen Schnne herzaubern, aber wir konnten genügend Geld aufbringen, um dir das hier zu besorgen.
In herzlichen Grüßen, deine Familie"

Chiara fühlte weiter in den Umschlag hinein, und siehe da! Ein Ticket für eine Fahrt nach Rom und und eins für den Rückweg einen Monat später. Die Fahrt sollte am 12. März losgehen und am 14. April wieder zurückführen. Sie wäre dann am 14. März beziehungsweise am 16. April da. Chiara weinte vor Freude und fiel ihrer Mutter in die Arme. Sie war so glücklich! Am 12. März klopfte es an der Tür. Chiara machte auf und ließ einen Mann rein. Es war der Kutscher für die Fahrt nach Rom. Sie fuhr mit ihrer Tante Charlotta los.  Schließlich standen sie am Mittag des zweiten Tages vor den Stadttoren Roms. Sie wurden reingelassen und ritten zu einem Wirtshaus. Dort war nun das Zimmer der Tante und Chiara. Nach ein paar Tagen waren dringend Einkäufe nötig und die beiden gingen zum Markt. Eine junge Dame rempelte Chiara aus Versehen an und verschüttete dabei ihren Tee, den sie gerade trinken wollte. Zur Entschuldigung lud sie Chiara und ihre Tante auf zwei Bier und einen Apfelsaft in das nächste Wirtshaus ein. Die beiden nahmen die Einladung natürlich an. Sie lernten sich näher kennen und freundeten sich an. Die junge Dame hieß Natalia, war 21 Jahre alt, kam aus Russland und machte hier URLAUB. Chiara hätte auch gerne öfter mal Urlaub. Chiara und Tante Charlotta tauschten mit Natalia Adressen aus und dann trennten sie sich wieder. Als Chiara wieder zu Hause ankam, war auch schon ein Brief von Natalia da. Sie lud Chiara ein, sie doch mal zu besuchen und schlug dafür den Monat Juni vor. Chiara antwortete ihr und fragt sie in ihrem Brief, ob sie denn eiin paar von ihren Geschwistern mitnehmen könne und wie sie das organisieren solle. Natalia schrieb zurück, dass sie ruhig alle acht Geschwister mitnehmen solle und dass sie schon alles organisiert hätte. Im Umschlag war auch noch ein Ticket für die Anreise. Es war ein Zugticket. Chiara war beeindruckt. Sie war noch nie mit einem Zug gefahren. Natalia musste reich sein! Am 25. Juni erreichten sie Natalias Anwesen in St. Petersburg. Die Augen der neun Kinder waren riesig, so groß war das Haus und der Garten. Natalia trat aus der Tür und begrüßte sie. Sie ließ die Kinder herein, bat ihnen warme Kleidung an, da es in Russland wesentlich kälter war als in Italien und gab ihnen heißen Tee. Die acht Geschwister von Chiara freuten sich, als sie nach 2 1/2 Monaten wieder nach Hause fuhren, denn in Russland war es ihnen zu kalt. Natürlich freute sich Chiara auch, ihre Familie zu sehen, doch Russland war für sie ein Traum, denn dort lag sogar im Sommer an manchen  Stellen Schnee. Außerdem hatte Natalia ihr erzählt, dass es in Russland so gut wie jedes Jahr weiße Weihnacht gäbe. Aber als sie wieder zu Hause in Italien war, freute sie sich riesig, wieder ihre Familie zu sehen. Sie schrieb nun regelmäßig mit Natalia Briefe und besuchte sie auch ab und zu. Als Chiara das nächste mal Weihnachten mit ihrem Wunsch dran war, war sie schon 16 Jahre alt. Sie kriegt drei Wochen zu früh ohr Geschenk. Es war wieder nur ein Brief, aber diesmal war sie nicht enttäuscht, denn sie wusste ja nun, dass auch in einem Brief wundervolle Geschenke stecken können. Diesmal stand darin:

"Liebe Chiara!
Wir, deine Tante, deine Großeltern, deine Eltern und deine Geschwister wünschen dir wunderschöne Weihnachten! Obwohl wir beim letzten mal dachten, dass man dir keine "Weiße Weihnacht" schenken kann, tun wir dies nun. Du kriegst von uns zu Weihnachten ein "Weiße Weihnacht"! Morgen fahren wir los zu deiner Freundin NAtalia nach St. Petersburg und feiern mit ihr Weihnachten. Dort in Russland haben sie fast immer Schnee zu Weihnachten.
Deine Familie"

Chiara freute sich riesig, denn nun hatten sie ihr ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt. Sie fuhren also am nächsten Tag los und trafen am 22. Dezember dort ein. Das Weihnachtsfest war himmlisch für Chiara, obwohl sie ja nun kein Geschenk mehr bekam. am 31. Dezember fuhren sie wieder zurück. Der Famalie gefiel es in St. Petersburg so gut, dass sie bald dort hinzogen. Natalia lieh ihnen erst mal etwas Geld und besorgte ihnen Arbeit, doch schon nach ein paar Wochen konnte die Familie ihr das Geld zurückzahlen. Und dort lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende!!!!!!!!!!!!!!

 


Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jennifer Daniel).
Der Beitrag wurde von Jennifer Daniel auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.07.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Mann oh Männer, und das mit 50! von Yvonne Habenicht



Sonja Stolzenstein, taffe Fünfzigerin, ist auf der Suche nach neuem Glück und will es nochmal mit der Männerwelt versuchen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Weihnachten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jennifer Daniel

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Noch vier Stunden... von Luki K (Weihnachten)
Noch vier Stunden... von Luki K (Weihnachten)