Thomas Kreuter

Philippinische Feste

Auf den Philippinen gibt es alljährlich, wie in anderen Ländern auch, eine Reihe verschiedenster Feste. Unter anderem sehr bekannt ist vor allem die berühmte Barrio Fiesta und die Fiesta de Sandugo. So ziemlich jede Gegend, im Land der 7107 Inseln, hat ihre eigenen Feste die häufig mit Feuerwerken; Paraden und großem Bahnhof zu Ehren der lokalen Heiligen begangen werden. In der vorspanischer Zeit kamen auch viele hinduistische und auch buddhistische Elemente auf die Philippinen, da die Philippinen damals unter dem Einfluss der Sri Vijaya und Majapahit-Reiche standen. In der Folge der 333 Jahre dauernden Kolonisation durch die Spanier flossen anschließend viele spanische und mexikanische Traditionen in die Kultur des Volkes mit ein und nach 1898 kam zusätzlich noch der amerikanische Einflüsse auf die Insel. 62 Prozent aller philippinischen Traditionen und Bräuche haben trotz der jahrhundertelangen Fremdherrschaft ihren Ursprung in der vorspanischer Zeit. Ein sehr wichtiges Fest ist das Flores de Mayo (Maiblumenfest), bei dem man das Ende der heißen Trockenzeit und den Beginn der Regenzeit feiert. Für die philippinische Landwirtschaft ist dies ein äußerst wichtiger Zeitpunkt. Auch die christlichen Feiertage werden im Lande ausgiebig gefeiert, allerdings ganz anders als man es in Europa gweöhnt ist. Zu Allerheiligen und zu Allerseelen kampieren die Familienangehörigen regelrecht auf den Friedhöfen des Landes, allerdings es herrscht hier eher Partystimmung als tiefste Trauer. Man möchte eben den Toten die man ehrt eine Freude machen. Weihnachten auf den Philippinen, für die Pinoys ein sehr wichtiges und familienbezogenes Fest, wird vom 16. Dezember an gefeiert. Bis zum 24. Dezember gibt es in den Kirchen Messen ab 4 Uhr morgens, die misa de gallo oder zu gut deutsch, die Hahnenmesse. Auch das auspacken der Geschenke ist eine alte Tradition. Geschenke werden grundsätzlich erst am 25. Dezember geöffnet und niemals in Gegenwart des Schenkenden. Die Bescherung der Kinder durch ihre Taufpaten erfolgt erst, nach alter spanischer Tradition, am 6. Januar, dem Dreikönigstag. In der Karwoche steht das gesamte öffentliche Leben auf den Philippinen still, am Karfreitag und am Karsamstag sind sogar die geliebten Kinos geschlossen. Am Karfreitag gibt es in manchen Regionen sogar Männer, die sich selbst zur Buße ans Kreuz nageln lassen, ein Brauch der von der offiziellen Seite der katholischen Kirche absolut nicht gerne gesehen wird. In Manila selbst findet am 9. Januar das Fest des Schwarzen Nazareners statt, bei dem die Mitglieder von örtlichen Vereinigungen, zur Buße eine schwere Statue des „schwarzen Christus“ durch die Straßen tragen, eine Prozession bei der allerdings nur Männer zugegen sein dürfen.Weitere lokale Festlichkeiten sind das Ati-Atihan Fest in Kalibo, das Aklan-Fest, bei der die Eroberung der Insel und die Verdrängung der Negrito oder Ati-Stämme gebührend gefeiert wird; das Santo Nino (Christkind)-Fest in Cebu, bei der die Christianisierung der Insel in großem Stil gefeiert wird; oder das Penafrancia-Fest in Bikol, mit sehr großen Flussprozessionen. Ein sehr großes Fest Namens Kadayawan (Vogelfest) gibt es in der Stadt Davao City. Dieses Fest dauert eine ganze Woche und es treten in den Shoppingmalls die berühmtesten philippinische Künstle, Sänger und Stars auf. Am Ende der Woche beschließt man dann dieses herrliche Fest mit einer große Parade mit festlichen und bunt geschmückten Wagen. Am Ende dieses Fetses wird dann von einer Jury der schönste Festwagen gewählt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.10.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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