Talula Zimt

Verträumte Realität

 Er saß nun schon seit einer halben Stunde in ein und derselben U-Bahn. Nicht etwa weil er irgendwo hinfährt. Nein. Er sucht etwas. Oder besser gesagt jemanden. Eine Frau.
So geht er immer vor. Er setzt sich in die nächst beste U-Bahn und fährt mit dieser so lange durch die Stadt, bis eine ganz besondere Art von Frau dazu steigt. Blond muss sie sein, schlank und mit einer großen Oberweite. Besonders erregend findet er es, wenn diese Frauen auch noch etwas, mit einem tiefen Ausschnitt, tragen. Dann muss er sich immer beherrschen, damit er sie nicht schon an Ort und Stelle angräbt.
Doch heute hatte er noch kein Glück gehabt. Etwa 10 Min. zuvor ist eine Frau dazu gestiegen, die ihn halbwegs erregte, aber doch nicht ganz das Wahre war. Sie war blond und hatte etwa Körbchengröße D. Damit konnte er gerade noch leben, denn die etwas zu geringe Oberweite störte ihn weniger, als viel mehr die Tatsache, dass sie mollig war. Nicht sehr, aber für ihn war es doch markant auffallend.
Dennoch dachte er sich ‚Was soll’s?’, schließlich gab es keine weiteren Frauen zur Auswahl und er saß bereits seit Wochen auf dem Trockenen. Er musste endlich mal wieder Druck abbauen.
Kurz vor der nächsten U-Bahnstation begann das Objekt seiner Begierde ihre Sachen zurecht zu legen. Er wusste, dass sie an der nächsten Station aussteigen würde und machte sich bereit ihr zu folgen. Während sie sich schon zur Tür begab, blieb er noch sitzen, da er immer erst ausstieg, wenn die U-Bahn bereits kurz davor war die Türen zu schließen und wieder los zu fahren. Auch wenn er wusste, dass er so seine Auserwählte sehr leicht im Getümmel der Menge verlieren könnte. Was ihm auch schon einige Male passiert war. Dennoch behielt er seine Marotte bei. Das war sein Ding. Seine Art. Quasi sein ganz eigenes Markenzeichen von dem nur er wusste. Und an diesem Tag sollte es ihm doch noch Glück bringen.
Nachdem alle ausgestiegen waren und die Wartenden vom Bahnsteig begannen den Zug wieder neu zu füllen, betrat eine Frau den Wagon, die ganz nach seinem Geschmack war. Sie war blond, hatte ein wunderschön makelloses Gesicht und hatte eine Oberweite von der er zuvor nur geträumt hatte. Ganz zu schweigen von ihrer umwerfend gut gebauten und schlanken Statur.
Er fühlte sich in einen seiner Träume zurück versetzt und konnte kaum den Blick von ihr abwenden. Sein Schwanz stand kurz vor einer Erektion, was er hier, in der U-Bahn, unter allen Umständen vermeiden wollte.
Sein ursprüngliches Objekt der Begierde hatte er bereits wieder vergessen und konzentrierte sich nun auf diesen Engel, der ihm seinen Tag versüßen würde.
Minutenlang starrte er ungeduldig ihr Spiegelbild im Fenster der Bahn an und wartete darauf, dass sie endlich aussteigen würde. Als es schließlich soweit war warf er seine Marotte über den Haufen und stand blitzartig auf, um ihr zur Tür zu folgen. Er musste stark an sich halten, damit er nicht an ihren Haaren roch, die sich ihm förmlich aufdrängten, so wie der Fahrtwind, der durch die geöffneten Klappfenster in den Wagon drang, sie in seine Richtung trieb. Das er ihr nicht an den Hintern fasste, der so prall und fest zu sein schien, dass sein Penis bereits Freudentänze vollführen würde, wenn er es zugelassen hätte.
In diesem Rausch hat er sich noch nie befunden. Fast hätte er sich aufs Hemd gesabbert, doch er bemerkte es zum Glück noch rechtzeitig und konnte es gerade noch so verhindern. Als die Türen endlich auf gingen folgte er ihr mit dem größten Abstand der ihm möglich war, so wie er sie begehrte. Still betete er, dass sie in kein weiteres Gefährt steigen möge. Das sie nach Hause laufen würde und er sie endlich genießen könnte. Sie für sich haben könnte. Ihr seinen Schwanz überall hineinstecken würde und sich über ihrem Prachtbusen entladen könnte. Bevor er sie dann erwürgt.
Er malte sich aus wie sie sich wehrte. Um Hilfe ruft. Wie sie ihm ihre Fingernägel in seine Haut rammen wird und wie er ihr, durch die Kratzer noch erregter, seinen erigierten Schwanz nur noch heftiger in jedes ihrer Löcher rammen wird.
Das Zucken ihres Körpers, wenn er ihr, nachdem er sich ausgiebig mit ihr vergnügt hat, langsam die Kehle zudrückt und sie qualvoll in seinen Händen erstickt.
Doch plötzlich wurde er aus seinen Vorstellungen herausgerissen. Sie war weg! Nirgends mehr zu sehen. Er hatte sich mit seinen Vorstellungen über das Kommende so sehr abgelenkt, dass er sie gar nicht mehr beachtet hatte und einfach immer weiter gelaufen war. Schnell ergriff Angst von ihm besitz und er rannte fast schon panisch durch die U-Bahnstation. Wo war sie nur hin? Sie konnte sich doch nicht in Luft aufgelöst haben?
Nach minutenlangem vergeblichen suchen, gab er es schließlich auf und trat hasserfüllt, ob seiner eigenen Unachtsamkeit, gegen einen Mülleimer. Wohl wissend, dass er sie vermutlich nie wieder sehen wird, stellte er sich immer und immer wieder nur eine Frage: „War sie vielleicht doch zu schön um wahr zu sein?“

Dis war nur n Versuch, der offenbar misslungen ist. ^-^ Für gewöhnlich schreib ich andere Sachen.Talula Zimt, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.10.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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