Andreas Rüdig

Ruhrort und seine Plätze

"Ruhrort" heißt ein rechtsrheinischer Stadtteil Duisburgs. Er liegt unmittelbar nördlich des Zusammenflusses von Rhein und Ruhr. Am 31.12.2009 hatte er rund 5.200 Einwohner. Der Ausländeranteil liegt bei rund 15 %. Der Stadtteil ist 5,41 Quadratmeter groß. Vom Duisburger Hauptbahnhof aus ist Ruhrort mit der Straßenbahnlinie 901 zu erreichen. Der Besucher kann beispielsweise an der Haltestelle "Friedrichsplatz" aussteigen.

Geschichte

In der Internetenzyklopädie Wikipedia gibt es unter dem Stichwort "Ruhrort" einen Eintrag über den Stadtteil. heir wird die Geschichte des Ortes sehr anschaulich beschrieben. Ergänzt werden sollte, daß die Eröffnungsfeier der "Duisburger Akzente 2010" zwar ohne Eröffnungsreden, dafür aber mit einem spektakulären Programm eröffnet wurde.

Friedrichsplatz

"Lange bevor die Straßen, die auf den Friedrichsplatz zulaufen, mit Häuserzeilen geschlossen waren, bildete sich hier am Übergang zum Stadtteil Laar ein Verkehrsknotenpunkt, denn jenseits war 1852 die Hütte Phoenix gegründet worden, wo viele Ruhrorter Arbeit fangen. Auch die städische Fuhrwerkswaage stand hier und es hielten die ab 1897 elektrifizierten Straßenbahnen aus Duisburg und Meiderich.

Früher hieß der Platz Bahnhofsplatz, denn 1848 kam die Eisenbahn nach Ruhrort. Von dem 1852 eingeweihten Bahnhof ist nichts übrig außer einem Haltepunkt der Regionalbahn, aber der Gleiskörper, der Bahnhof und Eisenbahnhafen mit den Hafenbahnen verband, besteht noch. Der Platz selbst ist nicht regelmäßig angelegt wie Neumarkt und Karlsplatz, sondern bildet eine Kreuzung aus fünf Straßen: Harmonie- und Fabrikstraße aus Ruhrort kommend, die verkehrsreiche Homberger- und Eisenbahnstraße, die die Nordgrenze des Ortskerns umschließen, und die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Laar, die am Kopfende des Eisenbahnhafens vorbeiführt. Früher gab es hier fünf Hotels, einen Konzertsaal, ein Kino, Kneipen und natürlich eine Trinkhalle. Die ist seit 1894 auf dem Platz viermal umgezogen," berichtet eine Informationstafel.

Und tatsächlich: Heute ist der Friedrichsplatz zwar ein belebter, aber auch unspektakulärer kleiner Platz in Ruhrort. Eine Straßenbahnlinie und mehrere Buslinien halten hier; außerdem gibt es regen Automobilverkehr. Lediglich das "Kaufland", das damit wirbt, montags bis samstags von 7.00 bis 24.00 geöffnet zu haben, ist hier noch erwähnendwert.

Die Bahnhaltestelle "Duisburg Ruhrort" liegt direkt neben dem Kaufhaus; sie besteht letztendlich nur aus einem Wartehäuschen, Fahrpläne und Fahrkartenautomat nicht zu vergessen. Werktags fahren von hier aus zwei Bahnen in der Stunde nach Oberhausen, am Wochenende und feiertags nur jeweils eine. Die Straßenbahnhaltestelle "Ruhrort Bf" liegt zwar direkt vor dem Bahnhof, aber auch weniger als eine Fahrminute und eine Gehminute neben der Straßenbahnhaltestelle "Friedrichsplatz" - es gibt nur wenige Straßenbahnhaltestellen in Duisburg, die so dicht beeinander liegen.

"Bergiusstraße

Bis 1820 endete die Stadt an der `Landwehr´ als Gemeindegrenze mit Viehdrift. Aber die Bevölkerung wuchs und 1840 begann die dritte Ruhrorter Stadterweiterung nach dem Plan des Communalbaumeisters Wilhelm Dahmen in den Bereich zwischen Landwehrstraße und Hafenstraße, die damals an den 1820 - 1825 erbauten Inselhafen angrenzte und mit Lagerplätzen besetz war. Die nördliche Querung bildete die heute nach einem Ruhrorter Bürgermeister benannte Bergiusstraße, früher Ludwigstraße. Schon vor 1900 fuhr hier die Straßenbahn von Duisburg nach Meiderich.

Die ehemalige Realschule von 1858 finanzierten Franz und Friederike Haniel aus Anlaß ihrer Goldenen Hochzeit. Die Pläne für den neugotischen Bau lieferte der Schinkelschüler Max Nohl aus Berlin. 1875 kam die Turnhalle auf dem Schulhof in klassizistischen Formen hinzu. Die heutige Gesamtschule Käthe Kollwitz entstand 1907 an der Ecke Karlstraße für die städtische höhere Mädchenschule wiederum in neugotischen, aber süddeutsch geprägten Formen. Baumeister war jetzt der Ruhrorter Stadtbaurat August Jording. Die städtebaulich markante Ecke krönt ein Uhrturm, wie man ihn von Stadttoren kennt," berichtet eine Informationstafel.

Auf der Bergiusstraße gibt es örtlichen Einzelhandel; die vielen Leerstände sind dabei schon erschreckend. Das Radiomuseum Duisburg und die RAA - Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien befinden sich auf der Bergiusstraße.

"Für die zu klein gewordene Jakobuskirche in der Altstadt errichtete 1842 die evangelische Gemeinde an dieser Stelle ein neues Gotteshaus. VOn der durch Kriegseinwirkung zerstörten Kirche steht heute nur noch der Turm," berichtet ein Hinweisschild.

Die evangelische Kirchengemeinde hat sich offensichtlich verkleinert. Den evangelischen Kindergarten Ruhrort gibt es noch. Die nahegelegene Kirche, in der auch lange Zeit eine reformierte niederländische Kirchengemeinde untergebrcht war, wirkt aber so, als werde es schon seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt.


"Karlsplatz

Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Ruhrort in Verländerung der bestehenden Straße nach Norden bis zu der von Meiderich kommenden heutigen Eisenbahnstraße. Repräsentatives Zentrum und Gegenpol zum älteren Neumarkt wurde der Karlsplatz. Ihn flankieren die Karlstraße und die Hanielstraße, wo früher `Haniels Krankenstift´ stand, die Luisenstraße teilt ihn in zwei Hälften. 1886 - 1890 werden der Platz und die Straße im vrher sumpfigen Gelände mit Hafenaushub und Schutt befestigt. Schon damals war der Platz mit Bäumen umstellt, er wurde gerühmt als einer der schönsten des Reiches.

Das Postamt von 1881 in wuchtiger Neorenaissance füllt die halbe Südflanke des Platzes, an die nordöstliche Ecke rückte 1900 das Amtsgericht mit über Eck gestellter Fassade und neogotischem Treppenhaus dahinter. Das Haus Ecke Karlstraße, der Post gegenüber, war früher Poststation mit Pferdeställen, für neuere Verkehrsmittel entstand 1930 der erste Garagenhof in der Luisenstraße, die nach der Zusammenlegung von Ruhrort mit Duisburg 1905 nicht mehr fertig gebaut worden ist.

1894 bezog an der östlichen Platzseite der Verlag der Ruhrorter Zeitung einen Neubau mit dem Kopf Gutenbergs über dem Eingang. Die Zeitung ging 1922 in der `Rhein- und Ruhrzeitung´ auf," berichtet eine Informationstagel.

Etwas abseits gelegen ist der Platz heute ein Ort der Ruhe. Vollständig gepflastert mag dies unter Stadtreinigungsgesichtspunkten noch sinnvoll sein - der Platz läßt sich so leichter reinigen-; einladend ist dies aber nicht. Dementsprechend halten sich auch nicht immer viele Menschen dort auf. DIe Post ist schon im April 2010 umgezogen.

Die katholische Gemeinde St. Maximilian wurde am 13. Juli 1489 als selbständige Gemeinde eingerichtet. Die örtliche Pfarrkirche wurde - zumindest was den klassizistischen Teil mit dem Turm - 1845 bis 1847 vom Architekten Johann Heinrich Freyse aus Krefeld gebaut. Der neugotische Erweiterungsbau stammt aus den Jahren 1867 bis 1871. Architekt ist hier Heinrich Wiethase aus Köln. Die Kirche ist dem Bischof, Heiligen und Märtyter Maximilian von Celeia (gestorben 284) geweiht.

Ich kenne das wuchtige und monumentale Gotteshaus nur von außen. Ich hatte noch nie die Gelegenheit, es mir von innen anzuschauen. Den Aushängen an der Kirche und am benachbarten Gemeindehaus kann ich entnehmen, daß es hier regelmäßig Messen gibt. Auch ein Seniorentreff und die St. Sebastianus Schützenbruderschafer sind hier vertreten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich habe leider keine Ahnung davon, wie groß die Gemeinde ist, wäre an dieser Stelle also auf eine Rückmeldung angewiesen.

"Neumarkt

Der Platz

Das Zentrum bildet der langgestreckte, rechteckige Neumarkt mit einer Ausdehnung von 360 preußischen Quadratruten. Er wird eingefaßt von rechtwinklig kreuzenden Straßen. Die Bauparzellen um den Platz sind jeweils an den Ecken und zu beiden Seiten der mittleren Symmetrieachsen größer bemessen, ebenmäßig kleine Parzellen säumen die neuen Straßen. Der Neumarkt sollte das Zentrum des örtlichen Lebens in Ruhrort werden. Dafür waren an den Kopfseiten im Westen eine Kirche und gegenüber im Osten ein kleines Rathaus geplant. Beides wurde nicht ausgeführt, denn die Entwicklung Ruhrorts ging, bedingt durch die napoleonischen Kriege und mehrfache Flutkatastrophen, nur sehr schleppend voran und der Neumarkt blieb noch lange ein unbefestigter Morast Exankt an der Stelle des im Hoffeler-Plan eingezeichneten Rathauses stand seit 1890 eine Bedürfnisanstalt, in der 1907, als der elektrische Strom in Ruhrort Einzug hielt, ein Trafohäuschen installiert wurde; beides ersetzt seit 1924 der heutige Neubau. In der Platzmitte war 1871 nach dem Sieg über die Franzosen ein Kriegerdenkmal mit Viktoria und Siegeskreuz errichtet worden, die 1903 durch die streitbare Germania mit Schwert ersetzt wurde; während des Zweiten Weltkrieges ging 1941 dieses Denkmal wie zahlreiche andere in die Metallschmelze.

Wohnhäuser

Die Erstbebauung ist heute noch an einigen Häusergruppen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts an der Ecke zur König-Friedrich-Wilhelm-Straße und Harmoniestraße 25 - 29 mit niedrigen, traufständigen, zweigeschossigen Wohnhäusern erhalten. Spätere Neubauten der sog. Gründerzeit um 1900 folgen in der Parzellenteilung, sind aber jetzt dreigeschossig mit größeren Innenräumen und aufwendigen Fassaden. Die mittleren Parzellen der Platz-Nordseite nahm noch bis 1972 ein bis dahin unzerstörtes, prächtiges Wohnhaus der Spediteursfamilie Westphal ein. Es mußte dem jetzigen Geschoßwohnbau weichen.

Am westlichen Ende der König-Friedrich-Wilhelm-Straße, die die kürzeste Verbindung zum Hafen darstellte, wurden gezielt Gastwirte angesiedelt. Eines der ältesten Wirtshäuser Ruhrortes mit Hotelbetrieb seit um 1800 dürfte das schmale Haus Nr. 18 "Zum Anker" sein, was man dem heutigen, 1906 errichteten viergeschossigen Neubau nicht mehr ansieht. Seit etlichen Jahren ist die Gaststube privates Wohnzimmer. Weitere Gaststätten und Logierhäuser gab und gibt es am Neumarkt selbst.

Häufig enthielten die Wohnhäuser im Erdgeschoß auch Geschäfte und im Hofhaus Werkstätten. Ende des 19. Jahrhunderts waren dann große Schaufenster mit gußeiserner Mittelsäule modern; viele davon hat man später wieder zugemauert, aber die Säulen blieben sichtbar. Traditionsgeschäfte sind die Metzgerei Neumarkt 21, die schon bestand, als das jetzige Haus 1893 gebaut wurde, sowie der Weinhandel mit Drogerei nebenan.

Kaufhäuser

Um das Jahr 1912 muß der Neumarkt ein ganz anderes Bild als heute geboten haben, denn damals hatten sich an drei der vier Platzecken mehrgeschossige Textilkaufhäuser mit großen Schaufenstern und prächtigen Fassaden etabliert. Das Haus am westlichen Platzende mit seinen rundbogigen Fenstern auf vier Etagen verlor seinen neobarocken Dekor unter glatter, neuzeitiger Verkleidung. Dagegen war das Kaufhaus an der Ecke zur Harmoniestraße in den 1920er Jahren komplett umgebaut und mit der heutigen Fassadengliederung aus kannelierten Pilastern versehen worden. Es gehörte noch lange zur Karstadt-Gruppe. Man war wohlhabend im damaligen, dicht bevölkerten Ruhrort durch das Hafengewerbe und die Hüttenwerke im nahen Laar," berichtet eine Infotafel.

Heute ist der Neumarkt vollständig gepflastert. Grün findet man dort nur wenig. Zweimal in der Woche gibt es dort einen Wochenmarkt. Ansonsten gibt es dort PKW-Parkplätze. Leider fehlen dort Sitzgelegenheiten, so daß der Neumarkt keinen einladenden Charakter hat. Charme versprüht er zumindest bei mir nicht.

"Gildeplatz - Hafenstraße

Ruhrort geht auf eine seit 1371 angelegte Zollstelle nahe der Ruhrmündung zurück. Dort entstand eine Wasserburg, das "Kasteel", und östlich ein befestigter Ort, Ruhrort. Diese mittelalterliche Altstadt ist vollständig der Flächensanierung 1962 zum Opfer gefallen. Etwa an der Stelle des heutigen Gildeplatzes lag das Weidetor.

DIe Erfolgsgeschichte der ehemaligen Duisburg-Ruhrorter Häfen begann 1716 mit einem ersten Hafenbecken vor den Mauern der Stadt. 1756 errichtet an der neu angelegten Hafenstraße der Bürgermeister Jan Willem Noot ein breit gelagertes Walmdachhaus mit Zwechgiebel als Wohn- und Packhaus. Seine Tochter Aletta heiratete 1761 Jacob Haniel und führte dessen Speditionshandel mit Kolonialwaren und Wein als `Jacob W. Haniels seel. Wittib´ weiter. Bald kam der Kohlehandel dazu. Ihre Söhne Franz und Gerhard Haniel führten das Handelshaus ins 19. Jahrhundert, die spätere Franz Haniel & Cie. GmbH. Das Packhaus beherbergt heute das Haniel Museum. Links davon ließ sich vor 1782 der Obersalzinspektor Dietrich Walter Noot ein ganz ähnliches Haus errichten, rechts schließt die Hauptverwaltung von Haniel an, ein neobarocker Bau von 1921 - 23, davor die Skulptur `Rehlein´ des Ruhrorter Bildhauers August Kraus," berichtet eine Informationstafel.

Diese Informationstafel steht an einem Parkplatz für private PKW, der von Wohnbebauung umgeben ist. Von historischem Charme und Flair ist hier nichts zu spüren.

"Schifferbörse

Die erste Börsenversammlung unter Vorsitz von Eduard Carp fand im neuen Haus der Schifferbörse am 2. November 1901 statt. rechtzeitig vor dem Besuch Kaiser Wilhelms II in Ruhrort 1902. Im Börsensaal handelte man auf der Grundlage der `Mannheimer Akte´ von 1868, die den freien Zugang zum Rhein als Verkehrsweg regelte, die Frachten zwischen Schiffern und Verladern und die Schleppkähne aus. Geschäfte, die zuvor an den zahlreichen Kneipentheken abgewickelt worden waren. Das Gebäude in Form der Fachwerk-Renaissance blickte mit seiner Eingangsfront zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem damaligen Denkmalplatz, vom Balkon im Obergeschoß hatten die Börsenmitglieder freie Aussicht über die Ruhrmündung und den Rhein. Nach Kriegsschäden und einem Brand 1946 entwarf 1951 der Düsseldorfer Architekt Wilhelm Schmidt einen Neubau in platten, einfachen Formen als Ziegelbau, aber er behielt die Ausrichtung des jetzt größeren Hauses bei, das seinen seit 1961 mit Glas überdachten Innenhof umschließt. Später wurden Büros untergebracht, zeitweilig die städtische Jugendmusikschule und schließlich ein Restaurant mit Biergarten," berichtet eine Informationstafel.

Die Gastronomie ist seit dem 1. Oktober 2010 komplett geschlossen. Ob und in welcher Form Frank Schwarz weiter auf dem Markt vertreten sein wird, kann ich schlecht abschätzen, genausowenig wie die Frage, wie die Räumlichkeiten in Zukunft genutzt werden. Der großflächige Platz davor ist komplett gepflastert sowie mit Bänken und einem historischen Schiffskran versehen. Die nahegelegene Uferpromenade lädt bei schönem Wetter zum Flannieren ein. Am Steiger kann man Hafenrundfahrten beginnen lassen. Auch das Museumsschiff "Oscar Huber" lädt im Sommer zum Besuch ein.

Ruhrort ist sicherlich einer der Stadtteile, die hinsichtlich seiner Geschichte am besten erforscht ist. Ob er auch einen Besuch wert ist, kann der geneigte Leser ja selbst entscheiden.

Verwunderlich ist für mich eher, daß in der örtlichen Stadtbücherei kaum aktuelle Literatur über den Stadtteil vorhanden ist.

Kommunalverband Ruhrgebiet: Route Industriekultur T1 Duisburg Stadt und Hafen; Selbstverlag Essen 2007; 96 Seiten; ISBN: 3-932165-60-8

"Ein großer Hafen mitten im Landesinnern, das klingt nach Abenteuer und Fernweh und bedeutet in Wirklichkeit Handel und Wandel, Industrie und harte Arbeit. Von den Duisburger Häfen aus werden die Kanäle und Flüsse Europas angesteuert, aber es gehen auch Seeschiffe auf große Fahrt bis an die Küsten Skandinaviens. Auf dieser Themenroute folgen wir der langen Hafengeschichte am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr und erleben eine neuerliche, tiefgreifende Umwandlung bedingt durch neue Transportgüter, Transportweghe und Transporttechniken. Dadurch verändert sich auch das Bild der Häfen. Altes verschwindet und Neues entsteht, wie der Freihafen oder die multimodale Logistik-Drehscheibe in Rheinhausen. Der alte Duisburger Innenhafen hat sich dagegen zu einem lebendigen Stadtquartier umgewandelt, und auch im Stadtteil Ruhrort, der mit der Hafenentwicklung aufs Engste verbunden ist, macht sich die neue Zeit bemerkbar, ohne daß die Hafengeschichte in Vergessenheit geriete. Die Hafenpfade um den Innenhafen und in Ruhrort stehen im Mittelpunkt dieser Themenroute," berichtet die Inhaltsangabe.

Das Buch hält, was die Inhaltsangabe verspricht. Unterstützt durch viele Schwarzweißfotos wird die Geschichte des Hafens und seine Entwicklung bis in die Gegenwart vorgestellt. Tausendfensterhaus und Museum der Deutschen Binnenschiffahrt kommen hier genauso vor wie der Garten der Erinnerungen und das neue Jüdische Gemeindezentrum. Wer all die aufgeführten Orte besucht, hat sicherlich viel zu tun.


Katholische Kirchengemeinde St. Maximilian (Hrsg.): 500 Jahre Kirche in Ruhrort; Selbstverlag Duisburg 1989; 224 Seiten; ohne ISBN

Konfessionell ausgewogeb wird hier die Geschichte der beiden großen Volkskirchen einschließlich der Schifferseelsorge und der Nederlandse Kerk aan de Ruhr vorgestellt. Die Freikirchen und Sondergemeinschaften sind hier nicht aufgeführt. Die Texte werden durch Zeichnungen sowie Farb- und Schwarzweißfotographien ergänzt. Das Buch gibt die Fakten wieder, die sich durch Quellen belegen lassen, so daß die Zeit ab dem 19. Jahrhundert natürlich den größten Raum einnimmt. Wer sich für (die örtlich) Kirchengeschichte interessiert, hält hier ein spannendes und gut geschriebenes Buch in den Händen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.11.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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