Bernhard Mock

Wie ich meinen Stern verlor...

Nicht unbedingt eine weihnachtliche Geschichte.

Vor einigen Jahren mußte ich notgedrungen - Kochen lernen - meine Frau war erkrankt und wochenlang in Reha. Nachbarn und meine Schwägerin luden mich zwar zum Essen ein aber für mich konnte das keine Dauerlösung sein.
Wie zufällig las in unserer Zeitung, dass ein Kochkurs in den nächsten Tagen begänne - ich meldete mich an - gottlob nicht als einziger Mann und so begann meine "Kochkarriere".
Nach immerhin sieben Kochkursen verschiedenster Arten war ich schon auf einem gewissen Niveau. Es entwickelte sich immer besser und eines Tages verlieh mir meine Frau im Überschwang einen Küchenstern - den >Kleinen Bocuse< . Ich war natürlich sehr stolz.
Nun ereignete sich letzte Woche folgendes - ich hockte, wie so oft am PC - vergass Zeit und Raum bis - plötzlich der Rauchmelder Alarm schlug. Ich stürzte in die Küche aus der die "Bescherung" kam. Auf dem Herd stand schwarz verkohlt ein Töpfchen mit einem ehemaligen Wienerle, das sich inzwischen in Holzkohle verwandelt hatte. Ich entsorgte beides schnell in den Schnee, beruhigte den Rauchmelder und lüftete das ganze Haus.
Dennoch, als mein "Goldstück" nach Hause kam, roch sie natürlich sofort den Braten - stellte mich zur Rede und ich beichtete ihr den Fehltritt, sie lachte zwar - aber meinen Stern war ich los.
Jetzt bin ich wieder ihr >Großer Stinker<.


©Bernhard Mock

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