Diana Firmthaler

Mein Weihnachten! Oh du nervige...

Immer zur selben Zeit des Jahres wünsche ich mir wieder Kind zu sein, einfache Ansprüche zu haben und nicht zu wissen von wem genau man da eigentlich beschenkt wird.
Ich fiebere nur auf diesen besonderen Tag hin! Ein fremder Mann kommt aus weiter Ferne, nur um mir meine sehnlichsten Wünsche zu erfüllen. Ich lüge ihm vor dass ich natürlich immer brav war und er glaubt es mir.
Zwangsweise trifft sich der Großteil der Familie und man freut sich so Manchen wieder zu sehen.
Auch mal den eigenen Vater! Großartig...!
Oma freut sich riesig über ein paar Buntstiftstriche auf einem zerknitterten Blatt und Mutti über die Fitflasche.
Mutti kann sich nur darüber freuen, schließlich braucht sie immer Fit!
Ich bekomme all die Spielzeuge von denen die Werbung behauptet hat, dass man sie unbedingt haben muss und nicht ohne sie überlebensfähig wäre. Somit bin ich zufrieden, spielzeugtechnisch modernisiert, sozialisiert durch meine Statussymbol-Barbies und ein paar Tage lang nicht gelangweilt, bis ich die Puppen "umfrisiere".
Eine Schneeballschlacht blieb nie aus und auch an dem obligatorischem Schneemann wird sich versucht.
Ein wenig abstrakt, aber das Grundprinzip aus Schnee zu sein, erfüllt er dann doch schon.

Heute werde ich grimmig wenn ich nur 10Minuten in der Kälte auf meine Bahn warten muss.
Im Traum würde mir nicht einfallen in den Schnee zu fassen, ob mit oder ohne Handschuhe!
Wer weiß schon was da alles drin ist, zu dem ist er kalt und später nass!
Wenn die Kaufhäuser Ende September ihre Weihnachtsdekoration rausholen, die Lebkuchen in den Regalen zu finden sind, ja dann weiß man in 3 Monaten ist SCHON Weihnachten.
Ich fange an zu rechnen wieviel von meinem Gehalt noch so ürbig bleiben wird, wenn ich dem vorgelebten Konsumverhalten nachkomme.
Schließlich möchte man seinen Liebsten doch zeigen wie wertvoll sie in Euro und Wertgegenständen sind!
Dass man ihre ganz unterschwelligen Wunschandeutungen doch erkannt hat, aber nicht weil sie dauernd welche von sich geben, sondern weil man sie natürlich soooo gut kennt.
Einen Weihnachtsbaum stelle ich nicht auf, so wie es damals meine Familie getan hat.
Pflanzen leben bei mir eh nicht lange und muffiges, glitzerndes Plastik kann ich auch an den Kunstfingernägeln von extrovertierten Damen ansehen.
Einen Schrein für den fremden Mann werde ich auch nicht bauen. Aus irgendeinem Grund kommt er nicht mehr.
Eventuell freue ich mich deshalb nicht mehr so auf diesen Tag.
Vielleicht auch weil meine Mutter denkt dass eine "Frohes Fest-SMS" Geschenk genug sei.
Ich weiß es nicht, aber ich hab mich auf die freien Tage gefreut und zügelloses Essen, denn nach Weihnachten darf man die kleinen Bauchrollen immer auf die Feiertage schieben! :)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.12.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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