Friedrich un Lissi
Friedrich un Lissi wern in d´ Johrn kommen. Kinner weern all to d´ Huus ut. Un Gesundheit leet ok to wünschen över. In disse Tied, söchten se een Putzfrau. Ik stunn mit ´n bittje Bammel vör hör Dör un drügde de Pingelknopp.
Düürs nich lang un de Döör gung open. Enn Puppengesicht van Oma keek mi hell blied in d´t Gesicht. Ik harr hör vördem noch nich kennt. Man se strohlde över all veer Backen:
"O,nein, du bist das. Dich kenne ich ja schon lange.", seggde se, un nomm mi stracks in d´ Arm.
Platt proten kunn se nich, se weer wat Beteres. Up de weg in d´ Koken schnouter se in een Tour an. Binnen satt ´n Keerl mit strenge Mien: Twee Stünn´n in d´ Week un kin Minüüt lange, de kriggst betahlt. Wenn mehr Tied bruugst, is dat dien egen Schuld! Wenn Knoblauch eten hesst doogs vörher, bruugst gor nich kommen. Van de Gestank wort mi dat schlecht. Un ohn Fuchtigkeit!" Dorbi hull he sien Finger in d´t Lücht, um sien Worden to unnerstrieken. Dat weert! He weer Kunstmohler un d´ fast van övertüügt, dat Fuchtigkeit sien Ölbiller schoden kunn. Anner Week kunn dat losgohn.
Eerst Arbeidsdaag.
Lissi kwem mi mit ´n Stoffwedel tomout. Dormit muss ik all Müürn bilangs, övert Schappen, övert Billerrahms, övert Möbels. Würrelk, de hele Vörmidaag gung dat ohn Fuchtigkeit. Vör d´t Linoleum harr s´ ´n Wischmopp. De Teppiche dürs ik abers mit ´n Huulbesen begohn.
Dat mook ik ´n poor Week mit, man denn se ik: "Lissi, hör em to, dat mit de Schonmokeree dat passt mi so gor nich. Ik verdell dat Stoff ja blots gliekmässig. Na ´n poor Stüün´n sücht dat nettso ut, as vördem. Laut mi dor doch mit ´n bittje Water bilangs, anners krieg ik dat ja noit up d´ Rieg.
Lissi willigtde in: "Aber mit ganz wenig Feuchtigkeit! Wenn ´s mein Mann nicht sieht, dann freut ´s ihn!" De eerste Tied föhlde se de Lapp denn noch woll, um to sehn, of ik mi dor ok an hull. Düürs nich lang, un ik hebb dat ganze Huus mit Seepwater schoon mookt. Blots Friedrich düürs dat nich weten, dor muss ik vör uppassen. De erste Hürde weer nomen.
Ennes Doogs, Lissi weer inkopen, froog ik Friedrich schienheilig: "Du, segg mol, stimmt dat, dat Doden to Stoff worn, wenn s` man lang genug liggen?" "Jou, dor hesst d´ recht, Wicht, man segg eerst, wo kummst du dorup?"
"Och, Friedrich, ik mach dat gor nich seggen, aber wenn dat wohr is, mit de Doden, denn liggen unner jo Ehebedd man heel vööl Leichen." De Keerl keek mi an, as ´n kötten Emmer. "Wat sall dat denn bedüün?" froog he. "Dat ik dor mol vernünftig mit ´n Emmer Water in goh un dat all utfeidel, dat sall dat bedüden!" verkloor ik hum. "Denn man gau, Wicht, bevör Lissi kummt, de düürt dor nix van weten!"
Un so hebb ik denn de Buden schoon mookt, as ik dat wennd weer, un all Beid weer s´ dor mit inverstahn, blots dat dat kien een van de anner wüss. Mit Lissi´s Worden: "Wenn´s mein Mann nicht sieht, dann freut´s ihn!"
Anmerkung von Sabine Brauer
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2011.
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