Mutter rief zum Abendessen. Es gab Kartoffelsalat mit Würstchen. Gerade als Vater in sein Würstchen biss, fiel ihm ein Tropfen auf die Glatze. So begann der Roman, den ich in der Badewanne las. Zur gleichen Zeit tropfte es über mir aus dem Brausekopf auf mein rechtes Knie. Überall tropfte es, stellte ich fest, auch in meinem Leben tropfte es. Und je mehr ich über diese missliche Situation nachdachte, desto klarer wurde mir, dass ich Dichter werden musste. Und als ich Dichter wurde, hörte das Tropfen auf einmal auf.
© René Oberholzer
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V: e-Stories, Internet-Portal, Nauheim (D), 2011
V: WebStories, Internet-Portal, Berlin (D), 2012
V: amobo, Internet-Portal, Ursensollen (D), 2012René Oberholzer, Anmerkung zur Geschichte
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.01.2011.
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Im Sommernachtstraum / Die Bürgschaft: Ein Jugend-Roman und ein Theaterstück
von Stephan Lill
Im Sommernachtstraum
Eine Gruppe von Jugendlichen probt das Theaterstück
von William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum.
Plötzlich erscheinen unerwartete Zuschauer: Puck, Elfen
und ihr Elfenkönig. Sie kommen aus einer anderen Welt.
Welche Botschaft bringen sie? Wieso tauchen sie auf?
Haben die Schauspieler zu intensiv geübt? Oder sind sie zur
wahren Bedeutung des Sommernachtstraums vorgedrungen?
Und sollte man sich lieber nicht in Puck, die Elfen
oder die Amazonen-Königin verlieben?
Die Bürgschaft
Damons Attentat auf den Tyrannen-König Dionysios
misslingt. Damon wird zum Tod am Kreuz verurteilt.
Er bittet sich eine Frist aus, in der er seine Schwester Hera
verheiraten möchte. Als Bürgen für seine Rückkehr bietet
er seinen Freund Phintias an. Dionysios ist einverstanden.
Damon kehrt rechtzeitig zurück; doch er muss vorher
äußere und innere Widerstände überwinden.
Die Gespräche mit dem Gott Apollon helfen ihm dabei.
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