Irene Monika Bratz

Erwachen

 

Erwachen............

 

 

Etliche Wochen und Monate waren ins Land gezogen----

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Der Mann suchte sein Plätzchen unter seinen Lieblingsbaum. Er genoss die Stille. Das Treiben der Menschen wurde weniger und auch die Natur begab sich zur Ruhe. Die Sonne verschwendete noch einmal ihre goldenen Strahlen, um dann in ihrer Pracht hinter den Wolken zu verschwinden.

Der Mann hing seinen Gedanken nach: Sein Leben hatte sich verändert. Man musste das Leben nur aus dem richtigen Blickwinkel betrachten, aber wie viel Elend, Leid, Ungerechtigkeit, Neid, Egoismus ,gibt es auf dieser Welt! Ja, man könnte fast verzweifeln, wenn man sich damit beschäftigt! Nein, das will ich nicht! Ich will auf die blicken, von dehnen ich lernen kann! Gewiss, die viel haben, können viel Gutes tun, aber meistens haben die damit Probleme, denn haben kommt von behalten! Aber wie viel reicher sind die, die in der Welt nicht viel gelten, aber ein reiches Innenleben haben! Sie können gut zuhören, begeben sich auf die Ebene des Anderen, um ihn zu verstehen und zu tragen. Ihre tätliche Nächstenliebe, Freude und Stärke, lassen den Schwachen wieder aufstehen. Aber wo nehmen solche die Kraft und Energie her? Sowie ich täglich essen muss, um bei Kräften zu bleiben, so muss doch auch das Innere gespeist werden? Aber wie! Wo? Das irdische Dasein kann doch nicht nur die Zeitlichkeit umfassen? Die Bösen kämen nicht ungeschoren davon und die Guten würden nicht belohnt. Sein Herz klopfte und die Unruhe trieb ihn aufzustehen.

Da legte sich plötzlich eine Hand auf seine Schulter. Er schaute nach oben in die gütigen Augen einer menschlichen Gestalt und eine warme angenehme Stimme sagte:“ Ich habe deine Gedanken gelesen und ich will dich dahin führen, wo du auf deine Fragen, Antwort findest! Es ist ein besonderes Gebäude, ein Gotteshaus. Da wird deine Seele vorbereitet für die himmlische Heimat. Wenn dass deine bleibende Stadt wird, dann wird dir nimmer mehr dürsten und du wirst von dem Brot des Lebens immer satt werden. Deine Seele wird zunehmen und ungeahnte Weiten werden sich dir auftun und Gott in seiner Dreieinigkeit wird dir immer näher kommen!“

Sie machten sich auf den Weg. Der Mann lauschte aufmerksam den Worten, und bewegte sie in seinen Herzen. Plötzlich hielten sie inne; Sie waren am Ziel! Der Mann wollte sich noch bedanken, doch er verstummte als er merkte, dass er wieder alleine war. Er hob seinen Blick und betrat das Gotteshaus:

Ungeahnte Empfindungen durchströmten sein Herz!

Ein neuer Anfang, ein neues Leben lag vor ihn!

 

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