Andreas Rüdig

Tonhalle Düsseldorf

"`Jansens Garten´, `Beckerscher Garten´ oder `Geislers Lokal´  waren einigen der beliebten Ausflugsziele der Düsseldorfer `außerhalb der Stadt´ am Flinger Steinweg (heute Schadowstraße). Die Attraktivität der Veranstaltungen in der Tonhalle war ein guter Grund für den Betreiber der Pferdebahn in Düsseldorf. Leopold Boyaert, zwischen Altstadt und Tonhalle einen Linienbetrieb einzurichten," berichtet ein lokalgeschichtlicher Aushang an der Düsseldorfer Straßenbahnhaltestelle "Tonhalle / Ehrenhof". Die Straßenbahnhaltestelle wird von den Linien U70, U74, U75, U76 und U77 angesteuert. Die Straßenbahnhaltestelle ist eine der gewöhnlichen Straßenbahnhaltestellen, wie es sie zuhauf in Düsseldorf und Umgebung gibt. Daher soll hier nicht näher auf sie eingegangen werden.

Die lokalgeschichtlichen Informationen über die heutige Tonhalle sind da schon wesentlich interessanter. Der nördliche Teil der Oststraße wurde 1871 in "Tonhallenstraße" umbekannt. Damit sollte darauf aufmerksam gemacht werden, daß es dort eine Vergnügungsstätte in Holzbauweise gab, in der die ersten niederrheinischen Musikfeste stattfanden. Im Garten dieses Gebäudes konnten sich auch die Gäste unterhalten. Die Stadt Düsseldorf kaufe diese Vergnügungsstätte im Jahre 1863. Mit Erlaubnis von Kaiser Wilhelm II wurde in den Jahren 1889 bis 1892 der "Kaisersaal" realisiert. Außerdem gab es mit dem "Ritterstaal" und der "Glashalle" einen Konzert- und Veranstaltungsbau. Im 1. Weltkrieg wurde der Rittersaal dazu genutzt, "reichseigenes Getreide" zu lagern. 1924 boxte hier Max Schmeling gegen Jean Czapp, einen Lokalmatador. Joseph Goebbels, der nationalsozialistische Propagandaminister, soll auch oft im Kaisersaal zu  seinen Anhängern gesprochen haben. Erst die Zerströrungen des 2. Weltkrieges machten diesem Treiben ein Ende.

Das Warenhaus "Karstadt" ist seit 1951 an der Ecke Tonhallenstraße / Schadowstraße untergebracht. Der Architekt Wilhelm Kreis hatte 1924 / 1924 ein Planetarium als südlichen Abschluß des Ehrenhofkomplexes gebaut. "Erst viele Jahre nach der Zerstörung der alten Tonhalle eröffnete 1978 die neue Tonhalle, die 1926 zur `Gasolei´-Ausstellung ("Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen") fertiggestellt worden war. Das Gebäude war bis zu dieser Nutzungsänderung eines der größten Planetarien, dessen Kuppel beweglich war und in dem man auf einer Leinwand Projektionen der Gestirne beobachten kannte," berichtet der schon erwähnte lokalgeschichtliche Aushang.

Die Qualität der Musikveranstaltungen in der Tonhalle kann ich nicht beurteilen; ich habe noch nie eine besucht. Das Gebäude wirkt wuchtig ganz im Stile der Repräsentationsgebäude der Weimarer Reupblik. Erwähnenswert ist das Grüne Gewölbe. Dort führt das Glasmuseum Hentrich seine Sonderausstellungen durch.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.02.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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