Markus Michael Kapp

Interview mit einem Erzengel Part 6

 
                                                                             





                                                         Der Hohe Rat
 
 
„Willkommen, großer Pharao von Ägypten. Wir heißen die willkommen, die von Tauris (Erde) zu uns gefunden haben. Ist es erlaubt zu erfahren, welche Absichten Ihr verfolgt? Wir sind hier auf dem Planeten Amidara, der sich so unendlich weit von der Erde befindet, dass es kein menschliches Wesen je erfassen könnte.“.
„Meine Absichten sind absolut friedlicher Natur“, sagte Ramses, „aber was mich als erstes interessiert ist, ob es möglich ist, wieder zur Erde zurück  zu kehren!“
„Oh ja“, erwiderte der Alte, „das ist es in der Tat, aber es braucht 90 Monde Zeit, auf der Erde entspricht das etwa 180 Tagen, denn  hier vergeht die Zeit anders, langsamer. Wir sind die einzigen Überlebenden aus Atlantis, insgesamt befinden sich hier im Moment in dieser Stadt 812 Personen.  Wir entwickelten das Tshaba - Eye, das allfressende Auge, so nennen wir den Kreisel, denn er frisst die Moleküle des Menschen, um sie bei ihrer Rückkehr wieder auszuspeien, um aus Atlantis zu fliehen, bevor es dem Untergang geweiht war. Dies ist unser Rat, er vertritt hier die Einhaltung unserer Gesetze.
Wir werden versuchen euch während eures Aufenthalts alle Annehmlichkeiten zuteil werden lassen, wie Ihr es von Eurem Hofe gewohnt seid. Doch jetzt werden euch eure Gemächer zugewiesen,  wir treffen uns morgen früh zum alltäglichen Ritual in der roten Pyramide, zu der ihr nach eurem Erwachen geführt werdet.“ Auf dem Weg zu ihren Gemächern umgaben sie viele merkwürdige Skulpturen, die goldgelb schimmerten und Athleten zeigten, die sich im Kampf mit Wesen befanden, die nichts das Ramses je gesehen hatte gleichkamen.  Ihre Schlafgemächer waren großräumig und absolut luxuriös gestaltet. Das Bett bestand aus purem Gold und war mit unzähligen Abbildungen und   Schriftzeichen übersät, wie sie sich auch in der von Moses  in Pi-Ramses entdeckten Halle befanden.  Ramses schlief sehr unruhig,  er machte sich große Sorgen um seine Männer und auch um Moses. Am folgenden Morgen wurden sie durch einen lauten Gong geweckt. Kurz darauf erschienen Frauen in weißen wallenden Gewändern und begleiteten sie auf den Weg zur Roten Pyramide. Nach einem ungefähr einstündigen Fußmarsch, dem auch der Hohe Rat folgte, erreichten sie ihr Ziel. Eine 50 Stufen umfassende Treppe führte zu dem mächtigen Eingang. Die Pyramide erhob sich wie ein mächtiger Berg in die Höhe. Ihre Spitze aus purem Gold  schien soweit entfernt, dass es schwierig war, sie mit bloßem Auge zu erkennen.
 

                                                           
                                                                Das Ritual
 
 
 
In der Pyramide, nach Durchschreitung mehrerer Gänge, die sich wie Schlangen durch das Innere wanden, erreichten sie das Zentrum, den inneren Kern. Dort empfing sie ein kreisrunder Platz, um den sich im Kreis angeordnet 54 Stühle befanden, alle mit edlen Ornamenten verziert. Nachdem sich alle gesetzt hatten, betraten 12 mächtig erscheinende Männer, nur mit einem grünen Schurz bekleidet, die vor sich in den Raum eine Schale in der Größe eines Kalbes trugen. Diese Schale wurde auf ein in der Mitte des Bodens befindlichen Kreis abgestellt, in dessen Inneren sich ein goldenes Dreieck mit dem Auge Ras befand. Etwa 10 cm unter dem Rand der Schale blitzten blaue Edelsteine die die Hülle des Kelchs durchdrangen.
 
Jetzt betraten 24 Tänzerinnen die Halle. Ihre durchsichtigen Kleider wehten durch jede ihrer Bewegungen. Die eingezogene Decke über der Schale öffnete sich lautlos, und es wurde ein Trichter, der mit Gold ausgekleidet war, sichtbar, der sich bis zur Spitze fortsetzte. Die jungen Mädchen tanzten um den Kelch in anmutiger Weise, leise, sanfte Musikklänge schienen plötzlich aus dem nichts von überall her den Raum mit ihrem lieblichen Klang zu erfüllen.
Darauf folgend wurden 24 Statuen, die Anubis darstellten, auf Rollen herein gefahren und sternförmig um den Kelch platziert. Sie erreichten die Höhe des Kelches. Geschickt sprangen die Mädchen auf den Rücken der Gottheiten, öffneten ihre Hände, und warfen alle zeitgleich Goldstaub in die Mitte der Schale. Plötzlich schossen durch die Edelsteine Lichtstrahlen und trafen jede der auf den Sitzreihen angeordneten Personen genau dort, wo sich ihr Herz befand. Der Staub aber verwandelte sich in schimmernde Schmetterlinge, die in den Farben des Regenbogens durch den Trichter in die Spitze der Pyramide  Entschwebten, ein unvergessener Augenblick.
Bis  ins Innerste gerührt verfolgte Ramses das Geschehen. Etwas  Vergleichbares hatte er noch nie gesehen. Nachdem alle Schmetterlinge dem Blick entschwunden waren, entfernten sich die Tänzerinnen, und der Rat erhob sich zum Gebet in einer Sprache, die Ramses noch nie vernommen hatte ....
Robespierre, für heute machen wir Schluss. Ich wünsche dir eine angenehme Nacht und freue mich auf unser morgiges Beisammensein“.
 
Robespierre verabschiedete sich und ging wie benommen zum Hotel zurück. Diese Geschichte wurde ja immer phantastischer. Was sollte er glauben? Sollte das Gehörte wirklich alles wahr sein? Wenn doch, und er würde es veröffentlichen, wie würde die Umwelt reagieren? Würden sie ihn als Spinner abtun, oder würden sie die Weisheit hinter den Worten Michaels erkennen?
Mit diesen Gedanken schlug er den Weg in die Bar des Hotels ein, die Gott sei Dank durchgehend geöffnet hatte. Nachdem er ein paar Whiskys genossen hatte, erschien eine junge, gut aussehende Frau mittleren Alters.

 
 
                                                                                                          Sara
 
 
Sie setzte sich genau neben ihn. Nach kurzer Zeit kamen sie ins Gespräch. Sie war hier alleine im Urlaub und kam aus einer wohlhabenden Familie in England. Ihr Vater war ein bekannter Industrieller. Ihre Berufung und Leidenschaft war die Archäologie.  Sie war jedes Jahr mindestens ein halbes Jahr in Ägypten, um dort Ausgrabungen beizuwohnen. Ihr Urlaub würde noch zwei Wochen dauern, bevor sie nach England zurückkehren müsste, da sie für den kommenden Herbst eine neue Expedition ausrüsten würde. Und das, wie er bestimmt wüsste,  benötigte immer viel Zeit.
Man verabredete sich für den nächsten Tag zum Mittagessen. Robespierre verabschiedete sich, und erst da fiel ihm auf, dass er sie gar nicht nach ihrem Namen gefragt hatte, aber das würde er morgen nachholen. Er ordnete noch ein wenig die Aufzeichnungsunterlagen und schlief das erste mahl mit einem Gefühl von Frieden im Herzen ein.
 
Am nächsten Tag traf man sich zum Mittagessen.  Dort besprach man, dass Robespierre sie in Ägypten Ende des Jahres besuchen würde.  Inzwischen wusste er auch ihren Namen, Sara Midford, und sie versprach, sich auf ihr Wiedersehen zu freuen.
Robespierre schlenderte noch eine Weile durch Calais, bevor er zu Michael stieß, der schon in ihrem Café ungeduldig auf ihn wartete. Michael begrüßte ihn, und er fuhr umgehend fort mit seiner Erzählung.
„Nachdem der Rat das Gebet beendet hatte, verließ der Rat gefolgt von Ramses und seiner Gruppe die Pyramide. Aber anstatt sie in ihre Gemächer zurück zu führen, ging der Rat mit ihnen zu einem Gebäude, das Ramses vorher noch nicht bemerkt hatte. Es lag etwas abseits an einer Böschung und erhob sich mächtig und bedrohlich gegen den in allen Farben schimmernden Morgenhimmel. Die zwei Sonnen verliehen dem Ganzen einen silbrigen Glanz. Das Gebäude hatte ein futuristisches Äußeres, mit vielen runden Türmen, kleinen Erkern, und mit vorgezogenen Türmen.  Ein mächtiges Eingangsportal, das sie über eine Steintreppe erreicht hatten, eröffnete ihnen den Weg ins Innere. Sie folgten einem mit Fackeln beleuchteten lang gezogenen Gang. Rechts und links befanden sich riesige Steinkolosse, die mit einem mindestens 3 Ellen hohen Schwert bewaffnet waren, das aus purem Gold zu bestehen schien. Der alte Mann erklärte ihnen, das seien die Kristallwächter, die für den Schutz ihrer Stadt sorgen würden. Auch hier auf dem Planeten gab es Wesen, die zeitweise eine Bedrohung darstellten. Dann erwachten die Wächter, 12 an der Zahl, zum Leben und begaben sich an die 12 Außentürme der Stadt. Dort erhoben sie ihre Schwerter und bildeten damit eine Art Kraftfeld um die Stadt. Ihre Energie entnahmen sie roten, blauen und grünen Kristallen, die sie als Kette um den Hals trugen. So sei bisher un-möglich gewesen, für wen auch immer, in die Stadt einzudringen. Danach kehrten die Wächter zurück an diesen Ort, und harrten hier aus bis die Stadt erneut bedroht wird, von Kreaturen, bei denen es sich wohl um die Ureinwohner dieses Planeten handeln muss. Nachdem sie den Gang durchschritten hatten, erreichten sie einen Innenhof, in dessen Mitte sich eine schneeweiße Pyramide etwa 30 m in die Höhe erhob. Sie betraten die Pyramide durch einen Seiteneingang.
 
                                                                      Gold
 
 
Ihr Übersetzer erklärte, hier wären sie in der Goldproduktionsanlage, die für die Erhaltung ihrer Stadt unerlässlich wäre. Im Inneren der Pyramide empfingen sie zwei große Metall schimmernde Kessel, von denen sich Rohre mit einem Durchmesser von ca. 50 cm wie eine Spirale durch den gesamten Innenraum zogen. In der gegenüberliegenden Ecke des Raumes erkannte Moses dieselben Behältnisse, die er in der Kammer in Pi-Ramses entdeckt hatte.
„Nun“, sagte Archa, das war der Name des alten Mannes, „in den zwei Behältern, die am Eingang stehen, befindet sich in dem einen destilliertes Wasser und in dem anderen flüssiges Kupfer. Das destillierte Wasser wird so oft destilliert, bis seine Wasserteilchen so klein sind, dass sie Energie abgeben, die dafür genutzt wird, wie eine Art Schmiermittel für das flüssige Kupfer. Dann werden zu gleichen Teilen das destillierte Wasser und das flüssige Kupfer in die abgehenden Rohre geleitet. Diese Kisten, oder wie wir sie nennen Akkumulatoren für Astralenergie, haben folgende Bewandnis. Dazu muss man wissen, wie Gold entsteht. In unserem Universum gibt es Riesensonnen, die um ein hundertfaches größer sind als unsere Sonnen oder die Sonne auf der Erde. Wenn so eine Sonne explodiert, bleibt eine schwarze Masse übrig, in der sich auch Kupferteile befinden.
 
Diese Masse ist hochkomprimierte Materie, das heißt, eine Handvoll davon ist so schwer wie 100 Steine eurer großen Pyramide. Jetzt passiert folgendes: wenn zwei dieser explodierten Riesensonnen aufeinander stoßen, gibt es eine Explosion, einen Feuerball, der  Hitze erzeugt, die so hoch ist wie nichts anderes in diesem Universum.
Durch diese ungeheure Hitze verwandelt sich das Kupfer in Gold, und damit ist Gold der größte Energieträger der uns zur Verfügung steht. Zu der Funktion des Akkumulators für Astralenergie  noch folgendes. Er beschleunigt das Kupfer-Wasser-Gemisch auf eine Geschwindigkeit, die den Kupferteilchen die Information gibt, sie wären einer Hitze ausgesetzt (über die Beschleunigung), die derjenigen des Zusammenstosses zweier gestorbener Sonnen entspricht. Nachdem das Kupfer so schnell geworden ist, wird eine Reaktion erzeugt die selbiges in  Gold verwandelt.
Am  Ende, dort wo die Rohre immer dünner werden, befinden sich lauter Stoppklappen im Inneren, die den Goldfluss langsam zum Halten bringen. Da das destillierte Wasser Strahlung absondert, ist das fertige Gold auch von diesen Strahlen durchdrungen.
Wir lagern das nun neu gewonnene Gold in einem Raum unter diesem Gebäude. Durch den Einsatz einer Art Zeitmaschine, (die das Gold in eine andere Zeit befördert), wird die Strahlung soweit reduziert, dass das Gold für den Menschen nicht mehr schädlich ist. Dann wird es wieder eingeschmolzen, und wir verwenden es hauptsächlich zur Erbauung unserer Stadt. Alle Häuser, Pyramiden und Paläste sind aus Gold, aber wir haben sie mit verschiedenen Farbbeschichtungen versehen, da zum einen die Strahlung der zwei Sonnen das Gold so zum leuchten gebracht hat, dass viele von uns Probleme mit dem Augenlicht bekamen, und zum zweiten wurde die Oberfläche  der Bauwerke an besonders heißen Tagen so erhitzt, dass das Gold anfing zu schmelzen.
 
Unsere speziell entwickelten Schutzanstriche, die aus dem Staub der hier vorkommenden Metalle hergestellt wurden, verhindern nun die Erwärmung der Oberfläche und verschaffen uns in den dahinter liegenden Wohnräumen eine angenehme Temperatur.
Nachdem Archa geendet hatte, zog die ganze Prozession nach draußen und verteilte sich. Ramses war fasziniert von dem Erlebten und begab sich auf sein Zimmer, um die Eindrücke zu verarbeiten.  Archa nahm Moses beiseite und sagte ihm, er müsse ihm unbedingt noch etwas zeigen. Moses, du bist ein Auserwählter Gottes, und sie hätten hier auf dem Planeten eine Möglichkeit gefunden, mit Gott direkt Kontakt aufzunehmen.
Er führte ihn zu einem Platz, den nur der Oberste Rat betreten durfte. Dieser Platz war mit schimmernden Marmorplatten ausgelegt. In der Mitte befand sich ein riesiger Obelisk, geformt aus rotem Kristallquarz.
 
Auf allen vier Seiten befanden sich Treppen, die unter den Platz führten. Archa nahm Moses am Arm und verband ihm dann die Augen, denn er brachte ihn nun zu dem Allerheiligsten in der Stadt. Nachdem sie nun die Treppenstufen hinab gestiegen waren nahm er Moses die Binde wieder ab. Sie befanden  sich in einem Raum, der von einer Kuppel überdeckt wurde, auf der sich lauter Schriftzeichen befanden, bei denen es sich, wie Archa ihm vermittelte, um die Schriftzeichen der Engel handelte.
 
In der Mitte  stand ein Brunnen, auf dessen Rand 12 weiße Quarzkristalle lagen, die in der Form einer Pyramide geschliffen waren. Über dem Brunnen erhob sich ein rundes Gestell, es hielt eine goldene Scheibe, in deren Zentrum ein faustgroßer Diamant sein weiches Licht durch den Raum sandte funkend und von überirdischer Schönheit.
Dort, wo das Kuppeldach zusammenlief, konnte man den Quarzkristall von unten erkennen, denn dieses Stück war durchsichtig.
Archa nahm seinen Goldring und legte ihn auf einen der 12 Pyramidenkristalle. Nachdem die Pyramide mit dem Ring verbunden war, schossen von dem ersten Kristall Lichtblitze zu allen umliegenden Pyramidenkristallen.
Dort kreuzten sich die Lichtblitze und schossen in einem gebündelten Strahl  direkt zu dem Diamanten. Dieser wiederum lenkte den Lichtstrahl in den Kristall, der die Energie des Lichts noch mal bündelte und als feinen, aber undurchdringbaren Strahl in den Himmel schickte. Archa entfernte sich lautlos. Moses war allein.
 
Plötzlich begannen die Kristalle zu vibrieren. Die Vibration durchzog den ganzen Raum. Moses vernahm ein leises Geräusch, das sich immer mehr aufbaute zu einem lauten Surren. Dann war es still, und er hörte eine Stimme aus dem Nichts, die zu ihm sprach:
„Moses,  Sohn Ägyptens, höre die Worte deines  Herren, die er für dich vorbereitet hat.
Sobald du nach Ägypten zurückkehrst, lass diese Worte in Stein meißeln, denn dies sind die Selben Worte die du während deiner Einweihung in der großen Pyramide empfangen hast .Es sind meine Gebote für mein geliebtes Volk, das du aus Ägypten führen wirst in  ein Land, das ich für euch auserwählt habe. Ramses und seine Soldaten werden sich an die Zeit, die du mit mir verbracht hast, nicht mehr erinnern, wenn ihr zur Erde zurückgekehrt seid. Du aber wirst meine Gebote in die Welt tragen, auf dass der Mensch sie befolge und vor meinen Augen Wohlgefallen finde. Und nun Höre die  Gebote deines Herrn:
                   
 

 
                                                 Die 12 Gebote
 
1.      Gebot:    Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der         
                         Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
 
2.      Gebot:   Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von    
                         was oben im dem, Himmel, noch von dem, was im Wasser unter der Erde
                         ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott,                       
                         bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte
                         und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber vielen lieben
                         und meine Gebote halten.

       3. Gebot:  Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn    
                         der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

       4. Gebot:  Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du
                         arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht deinem                                              Sohn, deiner Tochter, deinem Knecht, deiner Magd, deinem Vieh, auch nicht deinem Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
                         Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete                               der Herr,  den Sabbattag und heiligte ihn.
 
5. Gebot:   Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in                           
                  dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
 
6. Gebot:    Du sollst nicht töten.
 
7. Gebot:    Du sollst nicht ehebrechen
 
8. Gebot:    Du sollst nicht stehlen.
 
9. Gebot:    Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
 
10. Gebot:   Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel           
                     noch alles was dein Nächster hat.
11.Gebot:    Du sollst keine Tempel bauen in meinem Namen, denn alles ist von mir
                     durchdrungen.
                     Wenn du wirklich nach mir suchst:
                     hacke ein Stück Holz und ich werde dich finden. Hebe einen Stein auf, und ich bin da.
 
12. Gebot:    Verzichte auf jedwede Macht in meinem Namen, denn ich, der Herr, bin die gütige Macht im Universum.
                       Alle Macht in den Händen der Menschen findet......
                       vor meinen Augen kein Wohlgefallen.
 
 
Wenn die Gebote in Stein gemeißelt sind, nehme eine von diesen Laden, die du im Nebenraum der Halle auf der Erde entdeckt hast, schmücke sie mit zwei goldenen Cherubinen im Inneren, die die Tafeln von nun an in meinem Namen bewachen. Nimm diese Lade – fortan Bundeslade genannt, denn die Gesetze umschließen den Bund, den ich von heute an mit dir und deinem zukünftigen Volk geschlossen habe. Diese Lade ist eine mächtige Waffe und wird von göttlichen Strahlen geschützt. Es darf sich nur der ihr nähern, dessen Herz so rein erstrahlt wie deines, Moses. Alle anderen, es sei denn sie tragen spezielle Schutzkleidung, die dir Archa mitgibt, wird sie sofort vernichten.
Die zweite Lade aber gebe zurück an den Pharao. Er wird sie seinen Priestern geben, die damit Dinge tun werden, die jenseits deiner Vorstellungskraft liegen, da auch ein Teil der Priesterschaft mich als den anerkennt der ich bin, der einzige Gott, der Gewesene, der Seiende und der Kommende.
Dies ist mein Wille,  so soll es geschehen. Nun gehe hin in Frieden und lasse durch dich mein Licht in der Welt erstrahlen.“
Moses starrte wie gebannt auf den Lichtstrahl, der nun langsam verlosch. Die Worte des Herrn brannten sich in sein Herz, auf das  er sie nie mehr vergaß und sie bis an sein Lebensende befolgen würde.
 
Archa trat aus dem Schatten zu ihm und sprach:
‚Du hast den Willen Gottes vernommen. Befolge ihn auf das Genaueste, und der Platz der Glückseligkeit wird dir gewiss sein. Die Kiste mit der Schutzkleidung wirst du direkt vor eurer Abreise in deinen Gemächern finden. Nun aber komm, ein festliches Mahl erwartet dich und deinen Pharao‘.

 
 
                                                        Der  Tanz
 
 
Nach einem festlichen Mahl, bei dem Ramses zusammen mit dem Rat über der Tafel thronte, wurde ihnen ein Tanz geboten, der Ramses bis ins Innerste bewegte – die Tänzerinnen hatten ein Viereck gebildet, in dessen Mitte Mädchen mit roten Umhängen einen Kreis bildeten.
Blitzschnell wurde aus dem Kreis eine Rose, aber der beeindruckendste Moment war, als durch den anmutigen Tanz sich die Rose öffnete. Dieser Anblick war aber den erhöht sitzenden Personen vorbehalten. Tief bewegt genoss Ramses den Augenblick.
Satt und zufrieden begab er sich mit seinem Gefolge das letzte Mal zu einem erholsamen Schlaf auf einem Planeten, der soweit von der Erde entfernt war, dass es die Vorstellungskraft jedes lebenden Menschen sprengte. 
 
Am darauffolgenden Morgen fand eine pompöse Abschiedszeremonie statt, sie wurden vom Rat und Archa wieder in den Raum zurückgeführt, über den sie den Planeten erreicht hatten. Vor ihrer Abreise wurden sie noch vom Hohen Rat der Stadt mit Geschenken überhäuft so dass  niemand sich für die Kiste Moses interessierte.
 
Die Männer nahmen erneut ihre Positionen auf den Kupferscheiben ein und der Rat entschwand alsbald ihrem Blickfeld. Archa verabschiedete sich gesondert und umarmte Moses besonders herzlich.
Als nun auch er diesen Raum verließ, fing der Kreisel an sich zu drehen, schneller und immer schneller, bis sich nach und nach die ganze Mannschaft in Moleküle aufspaltete, die der Kreisel in sich zog, wieder in einen Strichcode umwandelte und um das Erlebte verlängerte, so dass die Reisenden bei ihrer Ankunft auf der Erde alles Erlebte bewusst erinnerten, als ob sie und ihr irdischer Körper selbst fortgewesen wären.
Nachdem sich die Moleküle wieder zu Körpern formiert hatten, kehrten alle zurück an die Erdoberfläche. Die Geschenke wurden gerecht verteilt.
 
Moses erbat sich eine Lade von Ramses, die er ihm auch gerne gab. Danach trugen sich die  unangenehmen Dinge nach dem Willen Gottes zu, die allgemein bekannt sein dürften.
Dieses unglaubliche Erlebnis verband Moses und Ramses in der Tiefe ihres Herzens, und es brauchte schon die Macht Gottes, um diese Herzen zu verhärten und die nachfolgenden Ereignisse zuzulassen.
So, Robespierre, nun ist es spät geworden, lass uns morgen weitermachen, ich habe diese Nacht noch viel zu tun. Es gilt, eine unsterbliche Seele zurück zum Licht zu führen,“ sagte Michael, erhob sich und entschwand.
Robespierre stand schwerfällig auf, ihm taten alle Glieder weh. Bis auf die Geschichte, wie Ramses mit Moses einen anderen Planeten besuchte, klang das Gehörte absolut glaubwürdig. Aber falls es nun doch stimmte, müsste er umgehend Sara informieren. Da sie sich demnächst wieder in Ägypten befinden würde, könnte sie doch die Angelegenheit nachprüfen, indem sie Grabungen in Pi-Ramses durchführen lies.
 
Was für eine Sensation, wenn man diesen Raum mit dem Kreisel tatsächlich findet, ihn als Tür für den Weg zu anderen Welten und Lebensformen nutzen könnte,
die Menschheit  um Wissen bereichert, das es ermöglichte, die Erde auf ein höheres technisches Niveau zu bringen, das Hungersnöte und Krieg unnötig machen würde!
Im Hotel angekommen, verfasste er kurzerhand eine Email an Sara mit dem entsprechenden Text, den er sich auf dem Rückweg schon zurecht gelegt hatte. Er war gespannt auf Saras Reaktion.
Am nächsten Tag meldete er sich bei seiner Redaktion, der er mitteilte, er würde hier das Interview seines Lebens führen, und er erbat sich  unbezahlten Urlaub bis zum Ende des Interviews.
 
Die Sekretärin teilte ihm mit das sie noch Rücksprache mit dem Chef halten müsse,
er könne aber davon ausgehen, dass er die benötigte Zeit zugestanden bekäme, natürlich unter der Voraussetzung, dass dieses Interview wirklich so ein Knüller wäre wie er es angedeutet hätte.
Am Abend ging er frohen Mutes zum Café, das ihm inzwischen ans Herz gewachsen war.  Michael war noch nicht da. Das erste Mal, dass er auf Michael wartete.  Er bestellte sich einen Kaffee und harrte der Dinge die da kamen. Nach einer halben Stunde  traf Michael total abgehetzt ein und bat um Entschuldigung, aber nicht aufzuhaltende Ereignisse hätten ihn übergebührlich aufgehalten. Nun aber würde er sich ganz seiner Person zuwenden.
„Wo hatten wir geendet? Ach ja“, sagte Michael, „wir unterbrachen die Geschichte um Ramses II und Moses. Nachdem also die großen Plagen über Ägypten hereingebrochen waren und als letzte Plage der ‚Würgeengel‘ das Land heimsuchte und alle Erstgeborenen tötete, ward der Schmerz über den Verslust seines Sohnes Kha so groß, dass der mächtige Pharao beschloss, seinem Leben durch den Biss der Königin der Schlangen, der Königskobra, ein Ende zu setzen. Nach erfolgtem Biss fiel er nach kurzer Zeit in Ohnmacht. Sofort eilten Ärzte herbei, unter ihnen sein Jugendfreund Sinan, der sich auf Schlangengifte spezialisiert hatte und Ramses das Gegenserum zuführte, indem er die Bisswunde aufschnitt und mit dem Antiserum beträufelte.
 

 
                                                     Die Engelshochzeit
 
 
Als seine Seele bereit war zu gehen, öffnete Ramses das Tor zu einer anderen Dimension, aus der es normalerweise kein Zurück mehr gibt. Während seiner Ohnmacht war er dem Tod sehr nahe. Das Gift schlich sich durch seine Adern, langsam in Richtung Herz. Bevor er durch Sinans Hilfe das Bewusstsein wiedererlangte, sah er ein weißes Licht auf sich zukommen, gleißendes Licht, das sich langsam in Konturen verwandelte, Konturen eines Körpers, der um so sichtbarer wurde, je näher er auf ihn zukam. Nun erkannte er auch die riesigen Schwingen hinter dem Körper, die mal weiß schienen, gestaltet aus purem Licht, sich aber im nächsten Augenblick in schwarze Flügel verwandelten, die ein unerträgliches Gefühl der Kälte vor sich hertrugen.
Dieser Engel wurde eins mit Ramses. Er, der Gottgleiche, eins mit dem Universum, mit dem Sohne Gottes. Als er wieder zu sich kam, überwältigte ihn ein Gefühl unendlicher Macht, endlosen Glücks und grenzenloser Liebe. .... Liebe zu Gott dem mächtigen Vater der Götter.
 
Er begriff, dass es sich bei dem von ihm geliebten Gott Ra um Raphael handelte, von heute an sein Bruder, und er sah auch Cornura, den schwarzen Bruder Raphaels, den gehörnten Ra, der tief im Meeresgrund in seinem Gefängnis harrte, das ihn mit einer mächtigen Mauer umschloss, bis er etwa 3.400 Jahre später daraus befreit wurde und der Zusammenbruch seines Kerkers einen noch nie da gewesenen Tsunami auslöste.
Diese Reinkarnationsphase nutzte Michael, um in seiner Macht zu baden, die mit jedem Tag wuchs. Ins Unermessliche wuchs. Ich möchte hier nicht von Ramses‘ weiterem Leben berichten, das haben andere schon besser versucht. Nur auf drei Dinge möchte ich noch hinweisen, bzw. richtig stellen.
 
Hinweisen auf das Gefühl der Macht      (die nach den Worten Gottes keinem Menschen zusteht) – Ramses sitzt vor seinem Palast erhöht auf seinem Thron. Vor ihm, nur aus erhobener Sitzposition erkennbar, tanzen junge, unschuldige  Mädchen für ihn.
Dieser Tanz wurde nach seinen Erzählungen vom Planeten Amidara seitens seines Zeremonienmeisters perfektioniert und mit über fünftausend Tänzerinnen realisiert.
Alle Mädchen haben schwarze halblange Perücken, die von anmutigen Stirnbändern gehalten werden. Ihre Kleider sind weiß und lassen im Licht der Sonne ihre jungen Körper schimmern. Ein Drittel von ihnen hat einen purpurnen Umhang. Alle anderen tragen ihren weißen Umhang mit der Leichtigkeit, die nur die Jugend kennt.
Sie tanzten zu einer Musik, die den lieblichen Vogelgesang eines Frühlingsmorgens am Nil erahnen ließ.
 
Die Mädchen mit den purpurnen Umhängen formierten sich in der Mitte des Vorplatzes, und plötzlich war eine Rose erkennbar, die sie in perfekter Choreographie gebildet hatten. Dann kam der Moment, als Ramses das höchste Gefühl des Glückes erlebte.
Die Rose öffnete sich durch die perfekt aufeinander abgestimmten Bewegungen der Mädchen.
Das Gefühl der größten Macht aber erlebte Ramses, als er an seinem 40. Geburtstag hinaustrat, seine Hand zum Gruße an sein Volk erhob, und sein ganzes Volk soweit seine Augen reichten im selben Moment vor ihm in den Staub fiel.
Ja, die Macht ist ein süßer Trunk, sie wird nur selten erlebt in ihrer Reinheit und Stärke, aber sie gibt dem, der sie erlebt, das Gefühl, ein Teil des Schöpfers zu sein, ein Teil der göttlichen Schöpfung selbst, nur sie steht keinem sterblichen Wesen zu.
Der Tag seines größten Schmerzes trug sich nach dem Tod seines Erstgeborenen zu. Es  gab nämlich auch eine Erstgeborene, Sechmet Amun-Ra, das war ihr Name. Sie war das einzige Kind, das Ramses mit seiner Frau Nefretari gezeugt hatte. Ihre Geburt war so schwer gewesen, dass Nefretari danach keine weiteren Kinder mehr bekommen konnte.
Sein Erstgeborener war mit einer der Nebenfrauen gezeugt worden. Nun, Ramses widmete Nefretari immer weniger Zeit, so dass sie sich einsam fühlte. Sinan, der Ramses‘ Leben rettete, genoss danach das unein-geschränkte Vertrauen des Pharao und ging in den Privatgemächern Ramses ein und aus.
Sinan und Nefretari kannten sich schon lange, und die Vertrautheit wandelte sich nach und nach – umso mehr Ramses Nefretari vernachlässigte – in Liebe. Irgendwann übermannte sie beide die körperliche Begierde, sie wähnten Ramses auf einer langen Reise, aber er kam unerwartet zurück und erwischte sie sozusagen in flagranti.
 
Sein Zorn war unermesslich. Er ließ die einzige Tochter von ihm und Nefretari hinrichten. Sie wurde vor den Augen der Mutter geköpft. Dann musste Nefretari mit ansehen, wie Sinan entmannt und dann schon halb verblutet gepfählt wurde. Aber für seine Frau hatte Ramses die grausamste Strafe beschlossen, sie wurde lebendig in der großen Pyramide eingemauert.
Ihr Grab wurde bis heute nicht entdeckt. Ihre Seele ist bis heute in der Pyramide gefangen, da die Seele nur außerhalb ihren Frieden hätte finden können. Dazu wäre es aber nötig, ihren Körper aus dem dunklen Grab zu befreien.
Somit will ich die Geschichte mit Ramses zum Ende bringen mit einem Zitat, das er seinem sterbenden Körper entrang:
 
Große Kräfte habe ich gesehen,
lasst mich nun aus meinem Körper gehen,
bringt den Sohn aus Gottes Licht,
hinfort von mir, denn in mir bricht,
mein Herz entzwei,
nehmt mich ihr Götter, lasst mich frei.
 

 
 
 
                                                           Alexander

 
 
Seine nächste Reinkarnation begann ca. 1100 Jahre später. Seine Seele hatte sich den Körper  eines 13jährigen  Jungen ausgesucht, der später zum Weltruhm gelangen sollte: Alexander der Grosse. Von seinem Leben wurde auch viel berichtet was mir missfällt, da es nicht den tatsächlichen Vorkommnissen entspricht.
Als Alexander 13 Jahre alt war, hatte er seine Ausbildung als Krieger schon ein Jahr begonnen. Er hatte eine Auseinandersetzung, die sich in einen Kampf auf Leben und Tod ausweitete. Es waren aus der Schule 5 wertvolle Schwerter und 3 kostbare Helme gestohlen worden. Der 15jährige behauptete, dass er gesehen hätte wie Alexander sie in der Nacht entwendet hätte. Dieser wies alle Beschuldigungen von sich und wartete auf den Tag der Rache. Der Tag der Abrechnung kam schneller, als er gedacht hatte. Er stellte den Jungen nachts vor seinem Schlafgemach, als selbiger sich zur Ruhe begeben wollte.
 
Er hatte sich 2 echte Schwerter besorgt und warf ihm nun eines vor die Füße mit der Aufforderung, es aufzunehmen und sich ihm zum Kampf zu stellen. Der junge Mann war einen Kopf größer als Alexander und von wesentlich kräftigerer Statur. Er nahm das Schwert auf, und ein blutiger Kampf begann.
Die körperliche Überlegenheit seines Gegners machte Alexander durch seinen brennenden Hass wieder wett, durch sein flammendes Herz, das im Zorn nicht zu bremsen war. Er wurde schwer verwundet, bevor er zu dem tödlichen Stoss ausholte.
Seine Verwundung, ein Stich direkt unter seinem Schlüsselbein, entzündete sich, und er lag mehrere Tage durch Wundbrand verursachten Fieberschlaf, der ihm für kurze Zeit das Tor zur Anderswelt öffnete, ihn aber nicht durchgehen ließ, sondern etwas zu ihm sandte..... Michael.
Durch die große Energiekraft Michaels ging sein Fieber zurück, und die Wunde heilte zunehmend schneller.
Solange seine Seele mit der Michaels gepaart war, das nennt man die Engelshochzeit, stand ihm auch ein Teil des alten geheimen Wissens von Atlantis zur Verfügung, und Kraft und Mut, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte. So begann seine unnachahmliche Laufbahn.
 
 
                       Allein
 
 
Doch auf dem Höhepunkt seiner Macht, als er alles besiegt hatte, verließ ihn die Seele Michaels, und seine eigene vergleichsweise kümmerliche Seele wurde sich der Taten bewusst, die gar nicht seine eigenen waren. Mit diesem Bewusstsein läutete er seinen eigenen Untergang ein.
Denn er fühlte sich unwürdig und unwissend und auf die gleiche Stufe gesetzt wie die Lämmer, so nannte er die Menschen, die er alle für unwissend hielt. Gefangene ihres Körpers, dem sie mehr Beachtung schenkten als ihrer Seele, die doch den Körper eigentlich nur als ihr Gefäß sieht.
Aber wer nicht die Augen öffnet und sich dem Informationsstrang seiner Seele als unzugänglich erweist, der wird seinen Ängsten anheim fallen und in den Reinkarnationszyklus zurückgeworfen, bis er begreift, erleidet, denn nur das Leid bringt Erkenntnis, dass seine Seele solange auf der Erde wiedergeboren wird, bis sie uneingeschränktes Vertrauen zu ihrem Schöpfer fasst.
 

 
                                                 Das göttliche Verhältnis
 
 
Das heißt, der Mensch müsste es schaffen, alle Entscheidungen in seinem Leben in das göttliche Verhältnis 1/3 zu 2/3 zu stellen. Zwei Drittel aller seiner Entscheidungen der inneren Stimme zu folgen, und ein Drittel auf die Information seines Gehirns zu vertrauen.
Wenn er das schafft, dann verbindet er sich mit dem Eins und wird eins mit allem. Er kehrt zurück, seine Seele zum Ursprung, und verbindet sich wieder zu dem Energieball, der einst Bruder und Schwester Gottes .........Ray und Raya......
 
Dies alles ging Alexander durch den Kopf, als die Seele Michaels ihn verlassen hatte. Jeden Tag wurden seine Depressionen größer, denn er wurde wie ein König verehrt – er war ja König -, aber seine Seele gab ihm die Information, er wäre ein kleines Nichts, da er im Gehirn noch die Macht und das Wissen Michaels gespeichert hatte.
Dieser Konflikt ließ ihn an Geist und Seele erkranken, bis nach 2jährigem Kampf  er den größten Kampf verlor... . Den Kampf gegen sich selbst.  Aufgezehrt, verzweifelt und aggressiv verstarb er elendig.
Das war das unrühmliche Ende eines gigantischen Feldherren, dem Krieger Gottes, der dieses Handwerk seit Äonen ausführt, mal für den Bruder, mal für sich und seinen unbändigen Hass, dass er hier auf der Erde verweilen musste.“
Nun endete Michael seine Erzählung.
 
Robespierre schaute auf die Uhr und sagte: „Es ist wieder spät geworden“.
Er verabschiedete sich dankbar und eilte ins Hotel, um sich Gewissheit zu verschaffen, ob Sara ihm geantwortet hatte. Er überflog schnell seine zahlreichen Emails, bevor er nicht ohne ein wohliges Gefühl Saras Mail öffnete.
Sie schrieb ihm, dass sie seine Geschichte über diesen Kreisel in Pi-Ramses sehr abenteuerlich fände, beim ersten Hinschauen, dann hätte sie sich alles noch mal durch den Kopf gehen lassen, und die Vorstellung, dass es auch nur den Hauch einer Chance gab, dass er sich wirklich dort befand, der Weg zu den Sternen, hatte sie dazu veranlasst, sich mit ihrer Universität in Verbindung zu setzen, um sich eine Grabungslizenz für Pi-Ramses zu besorgen. Wenn sie positive Nachricht hätte, würde sie sich freuen ihn in Ägypten zu treffen.
Mit einem Gefühl tiefer Freude ging er zu Bett und begann zu träumen.

Jeder Leser hat die Möglichkeit die zehn Gebote in der Bibel nachzulesen. Mein Buch ist ein Roman, also eine frei erfundene Geschichte, in der in keiner Form ein Ausschliesslichkeitsanspruch besteht gegenüber der Bibel oder anderen religiösen Schriften. Ich gehe davon aus, dass dem Leser bewußt ist, dass es sich hierbei um ein Roman handelt. Wenn dem nicht so wäre, würde mein Buch als Memoiren eines Erzengels der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und hier ist die Frage: Wie weit geht mein Glaube. Glaube ich auch an Erzengel? Wenn dem so wäre, sehen Sie meinen Roman als Inspiration für ihre Seele, aber nicht als ein Tatsachenbericht, der Ihre Glaubensanschauung in den Grundfesten erschüttern möchte. Ich denke, dass jeder Leser den Unterschied zwischen einem Roman und einem Tatsachenbericht erkennen kann. Lassen Sie sich von mir in eine andere Welt entführen, deren Möglichkeit der Realität in Ihrem Ermessen liegt.
Markus Michael Kapp
Markus Michael Kapp, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.03.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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