Konrad Folkmann

Svenja

Als ich die Svenja in meinem Betrieb kennenlernte, saß sie dumpf da, und sah etwas trübe aus. Aber sie war auf ihre Weise schön, ich fand ihr Gesicht so vertraut und sie war so süß. Einmal sagte ich, daß ich öfters wandern gehe, und sie war bereit, mitzugehen. Von nun an schaute ich sie immer freundlich an, und grüßte sie mit ihrem Vornamen "Svenja". Sie schaute zuerst noch etwas trübe und traurig zurück und ich war etwas verletzt. Aber ich schaute sie immer wieder an, lächelte sie an und nannte sie mit ihrem Namen. Nach einer Zeit fing sie auch zu lächeln an, und wie eine aufgehende Sonne war sie wunderschön. Wir trafen uns immer wieder zu Wanderungen und gab mir Mühe, ihr immer wieder die schönsten Blumen und Landschaften zu zeigen. Sie freute sich immer mehr und zeigte immer mehr ihr unvergleichliches Lächeln. Sie hatte für mich immer das vertraute Gesicht und ich fand sie wunderschön. Besonders dann, wenn sie mich mit ihren unvergleichlichen, wunderschönen, großen und blauen Augen anschaute. Aber sie selber fand sich immer zu häßlich und zu dick. Sie war zwar etwas mollig aber nicht wirklich dick. Außerdem mag ich etwas mollige Frauen. Wenn sie sich selber häßlich fand, sagte ich ihr immer wieder, daß sie wunderschöne Augen, wunderschönes Haar und so ein nettes Gesicht habe. Außerdem sagte ich ihr, daß ich mollige Frauen mag. Also kein Grund, sich selber abzulehnen. Wenn sie mich mit ihren schönen Augen anschaut, schmelze ich dahin, und dann ist sie für mich die schönste Frau von der Welt. Ich bin so glücklich, wenn ich sie sehe, und öfters muß ich auch lachen, weil sie so ein lustiges Gesicht hat. Allmählich zog sie sich originelle Klamotten an und hat sich im Internet wunderschönen Ohrenschmuck ersteigert. Seitdem sieht sie noch schöner und lustiger aus, was ich ihr natürlich immer wieder sage. Wir flirten immer wieder und wenn wir uns an der Bahn verabschieden, schickt sie mir durch das Fenster manchmal Küsse zu und lacht ihr unvergleichliches Lächeln. Dann bin ich glücklich.


Konrad Folkmann, 29.06.05

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