Rüdiger Nazar

Abschiedsbrief einer fünfzehnjährigen

Mutter...
wenn du diesen Brief liest...
bin ich nicht mehr...ich will nicht mehr.
Ich bin jetzt fünfzehn...weißt du das eigentlich ? und fühle mich so alt und verbraucht.
Hast du eigentlich nie meine Hilferufe gehört...die ich stumm in den Raum warf ?
Nein...vermutlich nicht...Alkohol und Männer waren dir wichtiger.
Wenn ich dich brauchte...warst du nie da...
irgendwo bei Nachbarn..hast dich besoffen...und rumgehurt....!
Dein Mann...mein Vater...hat so oft alleine in der Wohnung geweint...getrunken ...
ist dann zu mir in`s Kinderzimmer gekommen...
hat mich begrabbelt...meine Brüste...
meine Beine....es war so ekelig.
Ich mußte ihn anfassen..da wo ich nicht wollte....nahm" seinen"...in den Mund...er stöhnte...
und wenn ich mich weigerte...schlug er mir brutal in`s Gesicht.
Manchmal warst du da...betrunken wie immer...
er in meinem Zimmer...
die Türe verschlossen und laute Musik gemacht...damit niemand etwas mitbekam...
meine Seele starb...auch du hörtest nichts...oder wolltest nichts hören...ich weiß es nicht.
Mutter...ich sprach dich mal darauf an....Und du ?
Laß`deine pupartären Phantasien...
und zogst dir die nächste Flasche Wodka rein.
Vater hat mich so oft körperlich verletzt...ich habe geblutet...
nicht nur körperlich...aber du...du warst nie für mich da !
Mutter...ich kann nicht mehr...und du...du tust mir so unsagbar leid.
Verzeih das ich dir die Diazepham aus deiner Handtasche genommen habe...
gut daß das Päckchen noch voll war...hundert Stück...Aber du bekommst ja sofort neue von deinem Hausarzt...ich weiß ja was du dafür tun mußt...
Mutter...ich weiß nicht mehr was ich sagen soll...was ich dir sagen soll...außer...verrecke....
sie wirken schon....Gott sei Dank.
Muter...verzei...ich kan nicht mer richtig schreben...sie wirken...
endlic bi ich mei Leid los...ales versvhimt...
Unt ja..Muter..ich bin schwanga...rate mal von vem ?
Und ...j... Mutter...sauf du mal ruig weitar...kanst ja ekin neues Kint machen...mit irgent einem geilen Bok...
Irgentwi lieb ich dich denoch...den ich bin ja deine Tochter...deine Amelie...
Maaaaaaaaaaammmaaaa!

Rüdiger Nazar
melvin6@gmx.de
23.Mai 2011


Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Rüdiger Nazar).
Der Beitrag wurde von Rüdiger Nazar auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.05.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Meier. Ein deutscher Geheimagent von Peter Rieprich



Bei der Amtsübergabe hatte ihn sein glückloser Vorgänger nach dem offiziellen Teil beiseite genommen und ihn zu einem kleinen Spaziergang durch den Tiergarten eingeladen. Ängstlich nach allen Seiten blickend hatte der ihm dann ins Ohr geflüstert, dass es neben den bekannten Geheimdiensten noch einen ganz „geheimen“ gäbe, von dessen Existenz nur der Kanzler und er selbst wüssten. Dieser käme immer dann zum Einsatz, wenn die offiziellen Dienste versagten, was ja leider ziemlich oft der Fall sei.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (12)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Drama" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Rüdiger Nazar

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Wochenende in der Natur... von Rüdiger Nazar (Autobiografisches)
Keine hundert Jahre für Dornröschen! von Jürgen Berndt-Lüders (Drama)
Die Augen einer Frau (ein modernes Märchen vom Glück) von Norbert Wittke (Zauberhafte Geschichten)