Andreas Rückert

Der Tag deiner Geburt



...Marie schneidet gerade ihre tulpen ihm Garten. Es ist ein sehr heißer Sommertag, doch der wind und der schatten des großen Eichenbaumes spenden etwas abkühlung. Trotz das Marie nur ein dünnes sommerkleid anhatt, schwitz sie sehr und ihre schönen goldgelben harre kleben an ihrer haut. Erschöpft geht sie an den weißen Tisch, welcher genau in der Mitte des schatten des Eichenbaumes steht. Marie schenkt sich ein Glas kalte Limonade ein und setz sich etwas um sich auszuruhen. ,, Mami! Mami!“ schrie Thomas als er von dem großen Haus in Richtung seiner Mutter gerannt kam. „Was ist den los?“ fragte Marie ihren kleinen jungen und lächelte aufrichtig dabei. „Mami? Kannst du mir noch einmal die Geschichte meiner Geburt erzählen?“. Zuerst war Marie etwas erstaunt, doch dann sagte sie zu Thomas „ Na wenn du sie unbedingt hören willst, setz dich doch auf meinen Schoß“. Thomas tat dies und nahm gemütlich platz auf Maries Schoß. Marie sah hinauf zu den blättern des Eichenbaumes, die Sonne funkelte durch die Blätter wie Tausende Diamanten. Marie fing leise an zu erzählen „ Vor etwa acht Jahren, es war ein Tag wie heut genauso schrecklich heiß und unerträglich, war ich hochschwanger mit dir. Andre, dein Vater, hatte nun vorgeschlagen in den Park zu gehen, wo die großen und wunderschönen Springbrunnen standen. Da wir nicht weit von der Stadt wohnten, war es kein langer lauf und ich war damit einverstanden. Der Tag war wunderschön. Wir sind etwas Spazierengegangen, haben ein Eis gegessen und ich hab meine Füße in das schöne kalte wasser der Springbrunnen baumeln lassen. In dem Moment, als meine Beine im Wasser baumelten, du gesund und munter in meinem Bauch warst und dein Vater dort neben mir sahs, wünschte ich mir, dass dieser Moment würde für immer dauern würde...Doch der Abend kam. Es wurde immer heißer und bald darauf hielt ich es einfach nicht mehr aus. Nun habe ich deinem Vater vorgeschlagen wieder heimzugehen und er war voll einverstanden damit. Wir gingen durch die Altstadt nach hause, weil es dort kühler war als auf den viel befahrenen und engen Straßen...doch dies war ein großer fehler. Kurze zeit verging und uns folgten vier Männer. Ich drehte mich immer wieder um und bekam Angst. Ich presste die Hand deines Vaters immer fester. Natürlich bemerkte er dies und meinte ich brauche keine Angst zu haben. Solange er bei mir ist wird mir nichts zustoßen. Nach diesem Satz von deinem Vater verspürte ich keine angst mehr, und er strahlte so eine ruhe und Kraft aus die ich bisher noch nicht von ihm kannte. Bald darauf verfolgten uns nur noch zwei der vier Männer, doch tauchten die anderen kurze zeit später vor uns auf. Wir waren somit umzingelt. Mit entschlossener Stimme fragte dein Vater was sie von uns wollten. Sie wollten unser Geld, unseren Schmuck und...mich. Mit dem Geld und dem Schmuck wäre dein Vater noch einverstanden gewesen, doch mich konnte er nicht zurücklassen. So hier habt ihr unser Geld und unseren Schmuck schrie dein Vater und schmiss es ihnen vor die Füße. Doch der Blick von den vier Männern wurde Kalt und erstarrte. Zwei von ihnen zogen nun jeweils ein Messer aus der Hosentasche und fuchtelten wie wild damit rum. Dein Vater war davon, zu meinem erstaunen, sehr unbeeindruckt. Vier Hände ergriffen mich und die anderen gingen auf deinen Vater los. Alles ging so schnell und bis ich überhaupt sehen konnte. Hatte ich ein Messer in meiner rechten Brust. Ich weiß nicht wie, und glücklicherweise, schaffte es dein Vater sich mit ausgebreiteten Armen vor mich zu stellen und es etwas abzufangen. Jetzt wurden sie richtig Wild und stachen immer wieder auf deinen Vater und indirekt auch auf mich ein. Ich hörte auch einige Schüsse, die wohl auf uns abgefeuert wurden, doch spürte ich nichts mehr. Ich war wie in Trance, biss ich in Ohnmacht fiel. Einige Zeit später wurde ich wieder wach, und sah nur wie der Himmel immer näher kam. Nein ich war nicht gestorben und flog zum Himmel hinauf. Dein Vater stemmte mich hoch und legte mich auf seine Schultern. Auf den Boden um uns herum, lagen die vier Männer. Überall war blut, ich blutete, dein Vater blutete und ich machte mir große sorgen um dir. Ich wollte deinen Vater fragen was er gemacht hatte, doch brachte ich kaum ein Wort heraus, er hätte mir bestimmt sowieso nicht geantwortet. Sein Blick war ganz anders. So entschlossen, alles zu tun und noch mehr. Ich sah seine Augen nicht richtig, es war fiel mehr ein dunkler schatten der auf seinen Augen lag. Er stöhnte ziemlich als er mich hochstemmte und Ihm lief überall Blut hinunter. Es war ein sehr dunkles blut, es muss wohl von sehr weit innen gekommen sein. Er machte den ersten schritt, und schrie dabei auf. Eine immense Menge Blut spritze ihn aus seinen Wunden, seine Beine zitterten und sein Gleichgewicht schien zu schwinden, kein Wunder bei meinen damalig 130 Kg, doch fing er sich wieder biss sich auf die Lippe so das diese auch das Bluten anfing und machte einen schritt nach den anderen. Ich hatte keine Ahnung wo er hin wollte. Ich konnte mir es aber fast denken, doch war es wahnsinnig von ihm. Er wollte den ganzen Weg zum Krankenhaus laufen. Es war in der Stadtmitte und von unserer jetzigen Position ungefähr 10 km entfernt. Dein Vater schaffte es Wirklich. Er lief die ganzen 10 km mit mir auf den rücken ohne jedes murren oder Jammern. Ich habe in der ganzen Zeit kein einziges Wort mit ihm geredet. Es war wie verhext. Er war so entschlossen alles zu tun um mein leben zu retten, sogar unglaubliche schmerzen auf sich zu nehmen und falls nötig sein eigenes Leben zu geben. Der ganze Weg war voller Blut. Dein Vater war voller Blut. Es lief ihm in strömen runter, wo es dann auf der schmutzigen Straße landete. Komischerweise verging die Zeit wie im Fluge und wir waren vor dem Eingang des Krankenhauses angelangt. Dort lies mich dein Vater behutsam runter. Ich war froh und sehr erleichtert das Krankenhaus zu sehen. Dan plötzlich verlor dein Vater das Gleichgewicht und fiel wie ein Baum auf mich zu. Ich versuchte ihn aufzufangen, doch knickte ich auch gleich ein. Ich legte seinen Kopf auf meine Beine und schaute ihn ins Gesicht. Da war er wieder. Der Blick wofür ich deinen Vater so geliebt habe. Dieses Erwachsene aber gleichzeitig verspielte. Die Ernstlichkeit in seinem Gesicht ist verschwunden und er war wieder ganz der alte. Ich streichelte seine Wangen und wischte etwas von dem Blute weg was ihm aus den Augen und dem Mund kam. „ du musst nicht weinen!“ meinte dein Vater zu mir und ich sagte zu ihm das ich doch gar nicht weinte, bis ich bemerkte das ich Wirklich weinte. „ Pass gut auf unseren kleinen auf und sei immer nett zu ihm. Selbst wenn ich jetzt gehe, bin ich für immer bei dir!“ meinte dein Vater zu mir. Nach diesem Satz von ihm weinte ich nun noch bitterlicher, so das die tränen mir den Wangen runterliefen sich an meinem Kien sammelten und danach ihn ins Gesicht tropften. Ich merkte das dein Vater schwächer wurde und so presste ich meine Lippen ein letztes mal auf seine und gab ihn einen langen Kuss!! Auf einmal war alles ruhig. Nichts war zu hören. Nur er und ich. Dan hörte ich in weiter ferne eine Krankensirene. Ich löste meine Lippen von seinen, sah ihn ins Gesicht und er fing, trotzt seinem bevorstehenden ende und seinen bitterlichen schmerzen an zu Lächeln. Er konnte nichts mehr sagen, doch hatte er damit bestimmt sagen wollen: ICH LIEBE DICH. Er hat es wieder mal geschafft. Er bringt einen in den unmöglichsten Situationen zum lachen, dies habe ich so an ihm geliebt....Einige Sekunden später verlor ich schon wieder das bewusstein und kippte ebenfalls um. Ich kam im Krankenhaus wieder zu mir und klingelte gleich einer Schwester. Die Schwester kam und ich hatte natürlich Dutzende fragen. Um auf all meine Fragen eine antwort zu bekommen, holte die Schwester den diensthabenden Arzt. Die momentan wichtigste frage für mich war wies dir und vor allem Andre geht. „ Wir mussten bei ihnen eine Notkaiserschnitt durchführen, doch der kleine kam Gesund und Munter auf die Welt“. „ und was ist mit meinem Mann?“ fragte ich. „ Für ihn kam jede Hilfe leider zu spät...ich konnte leider nichts mehr für ihn tun.“ Sagte der Arzt erschüttert zu mir. „ Es ist sowieso ein Wunder! Wie ihr Mann es nur Geschafft hat? Er hat es irgendwie Geschafft, Die Schnittwunden und Schüsse so abzulenken, dass sie keine von ihnen oder ihren Kind lebenswichtigen Organe erreichen. Hinzu kommt noch dieser beachtliche lauf. Ihr Mann wurde in fast alle lebenswichtigen Organe getroffen, In der Aorta war ein mehr als 4 cm großer Schnitt und sein herz wurde einmal vollkommend durchstochen und dreimal durchschossen. Es ist ein ding der UNMÖGICHKEIT das er die 10 km mit diesen Ganzen Verletzungen schaffen konnte und des in so kurzer zeit. Ich kann es mir nicht erklären...auf jeden fall hat ihr Sohn den Wahrscheinlich stärksten Mann den ich kenne zum Vater!!“. So dies war die Geschichte deiner Geburt, ich hoffe sie hat dir Gefallen...

Ich weiß das in der Geschichte viele Rechtschreibfehler und anderes zeugs stecken. Doch nehmt es mir bitte nicht so übel. Ich kann nicht anders schreiben, ich versuche schon mein bestes. Ich kann nur sagen: Einen Menschen beurteilt man auch nicht nach seinen äußeren, sondern nur an dem was in ihm steckt. Hoffe ihr versteht das.Andreas Rückert, Anmerkung zur Geschichte

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Rückert).
Der Beitrag wurde von Andreas Rückert auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.06.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • rueckert_at-online.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Andreas Rückert als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

halbwertzeit der liebe von Ditar Kalaja



In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Hoffnung" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Andreas Rückert

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Ja ich will !! von Andreas Rückert (Romantisches)
Die Pendeltür von Rainer Tiemann (Hoffnung)
Meine Bergmannsjahre (zwölfter Teil) von Karl-Heinz Fricke (Autobiografisches)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen