Rüdiger Nazar

Borderliner

Es ist wie ein Orgasmus...
ich kann nicht genug davon bekommen.
Mein Freund sagt immer....Suzanna...warum machst du dieses nur?...es muß doch weh tun !
Natürlich tut es weh...was denkt er denn ?
Leise...unaufhörlich...setze ich mit der Rasierklinge...
Schnitt an Schnitt...auf meinen Armen...auf meinen Waden und Schenkeln....aaaahhh !
So weiß ich wenigstens daß ich lebe...daß ich einen Körper habe.
Einen Körper den ich nicht mag...den alle nur immer gebraucht ... und mißbraucht haben.
Als ich vier war...ja...damals in der Gartenlaube...im Schrebergarten...
als mein Opa mit seinem Bekannten mich auf den Tisch legten...
mir den Schlüpfer heruntergezogen hatten...
ihre ekeligen Zungen zwischen meinen Beinen...
in meine Scham...
sie stöhnten und holten sich einen von der Palme.
Ich hatte so furchtbare Angst mich zu wehren...ich hatte so furchtbare Angst....
dieses irgend jemanden mitzuteilen...zu sagen...nein...das möchte ich nicht.
Mein Vater war nicht besser.
Mutter war nie da...und er...er...
sein Finger in meinem Po...stell dich nicht so an...sagte er...du kleines Flittchen.
Wenn ich alleine war...ja...ich stieß mir eine Nadel in meine Brüste...wieder...und immer wieder.
Sagte immer wieder zu mir...du Hure...du hast es nicht anders verdient...oh...es tat so furchtbar weh...
so unsagbar weh.
Tränen hatte ich schon lange keine mehr.
Mein Freund hält mir mit Gewalt den Arm fest...in meiner Hand die Rasierklinge...
hör`endlich auf damit.
Am liebsten würde ich ihm die Klinge durch`s  Gesicht ziehen...
aber...was kann er denn dafür.
Wunden...Schmerz...bringt mir Erleichterung...
Ich habe es nicht anders verdient...so denke ich...ich bin alles Schuld...
mia Culpa...mia Culpa...
Und dann...eines Tages...schnitt ich mir die Schamlippen ab.
Es blutete wie verrückt...der Notarzt wies mich in die Psychiatrie ein.
Und heute...ja...ich bin wieder ....frei....laufe durch die Stadt....
alle Menschen sehen mich entrüstet an...
oh...wie kann sie nur...ekelig...dieses arme Geschöpf.
Und ich denke...ein Rasiermesser...ja genau quer durch`s Gesicht gezogen....oh....ahh...
dann würde mich keiner mehr erkennen...
noch nicht mal ich selber.

Und...bitte Gott...bitte ich brauche so dringend Hilfe...

Rüdiger Nazar
melvin6@gmx.de
19.September 2011


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Gwyrn und Axtkämpfer Saxran auf erotischer Wanderung zwischen den Welten - Erotischer Fantasy-Roman von Doris E. M. Bulenda



Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ein Besuch auf einer Faschingsparty solche Konsequenzen haben könnte. Eingeplant hatte ich eine Menge Spaß, gern auch frivoler Art. Meine Freundin schleppte mich häufig auf Veranstaltungen, wo auch in der Horizontalen die Post abging. Doch was bei diesem Fasching passierte, war jenseits des Erklärbaren. Irgendein als Magier verkleideter Partybesucher beschwor lustigerweise germanische Götter. Und dann stand ER plötzlich vor mir, ein Typ mit Axt, er wirkte ziemlich desorientiert und nannte sich Saxran. UND er war attraktiv. Ich schnappte ihn mir also. Nicht nur die Axt war recht groß an ihm. Hätte ich allerdings damals schon geahnt, was das noch für Konsequenzen haben würde… Saxran war absolut nicht von dieser Welt, und seine Welt sollte ich bald kennenlernen. Sie war geprägt von Unterwerfung, Schmerz, Lust und jeder Menge Abenteuer.

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