Rosie Taubmann

Seelenleid!

Voller Liebe denke ich an dich und sehne mich nach dir. Ich spüre deine Nähe und doch bist du mir so fern. Einsam bin ich nicht, nur so allein, dein Platz neben mir ist leer. Alles steht noch so wie du es verlassen hast, als würdest du jeden Tag, jede Stunde wieder heim kommen, aber du kommst nicht mehr mein Liebling, nie mehr! - Als Engel kehrtest du zu mir zurück und Engel liebt man, aber küsst sie nicht.
Und so lebe ich zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart in einer Grauzone, in einer eigens erschaffenen Hölle. Einer Hölle tiefster Resignation und dem Aufbäumen gegen das Schicksal. Depressionen würde der Arzt sagen - aber ich sage nein! Es ist dieser unendliche Schmerz nach dem Verlust meiner großen Liebe. Dieser Verlust ließ mich erstarren und mein Herz schwebt zwischen Wahrheit und Wunschtraum. Wie kann es Trauer verarbeiten, wenn es noch nicht einmal angefangen hat zu trauern? Wie kann es den Tod akzeptieren, wenn er für es nicht existiert? Wie kann es die Leere ausfüllen die du hinterlassen hast? Die Zeit heilt keine Wunden, sie vertieft sie noch mit jedem neuen Tag. Manchmal frage ich mich, wo steuere ich hin, gibt es überhaupt noch einen Abgrund in den ich noch nicht gestürzt bin? Meine Seele weint, doch mein Herz ist versteinert und meine Augen haben keine Tränen, sie spiegeln die weinende Seele wieder.
Den süßen Duft unserer Liebe, ich habe ihn verloren. Nachts wenn alles schläft wandere ich ruhelos durch unsere Wohnung, allein gelassen. Die Gedanken drehen sich im Kreis und ich wünsche mir die Helligkeit des Tages herbei. Die Nacht ist dunkel und leer und ich habe Sehnsucht, - Sehnsucht nach dir. Nacht für Nacht frage ich mich, wird es je wieder hell?
Zweifel plagen mich und immer wieder frage ich mich, warum gerade du? Warum wurde unser Weg so jäh getrennt? Warum uns die Liebe genommen, das Glück zerstört? Wer hält die Fäden des Schicksals in seinen Händen? Was kann ich denn noch glauben und woran? An eine Fügung des Schicksals oder Gottes Wille? Nein! - Mein Glück wurde mir geraubt, unser Leben jäh unterbrochen, woran bitte soll ich da noch glauben. Meine Seele schreit, ich will mein Leben zurück, unsere Liebe, unser Glück. Doch sie bäumt sich vergebens auf. Niemals wieder kehrst du mein Liebling zu mir zurück. Niemals wieder unsere Zweisamkeit. Was bleibt ist nur der Traum vom Glück. Unserer Liebe Boot ging auf große Fahrt mit dir als Kapitän. - Auf eine Fahrt ohne Wiederkehr, das zu begreifen fällt so furchtbar schwer.
Als Mensch bist du gegangen, als Engel kehrtest du zurück, doch meine Sehnsucht bleibt. Mein Liebling, wir sind durch die Ewigkeit getrennt - durch diese Ewigkeit werden wir auch wieder vereint. Und bis dahin träume ich mich in deine Arme! Du fehlst mir mein Liebling, ich liebe dich!


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.10.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Anfang – Ein leiser Traum von Thorsteiin Spicker



Eine Expedition in dass Auf- und Ab des Lebens, der Sehnsucht und kleine leise Träume, Gefühle aus einer Welt die tief das innere selbst bewohnen, beschreibt der Autor in einer Auswahl von Gedichten die von Hoffnung genährt die Tinte auf das Papier zwischen den Jahren 2002 und 2003 fließen ließen. "Unentdecktes Niemandsland ist immer eine Herausforderung die Gänsehaut zaubert. Auf den Blickwinkel kommt es an, den man sich dabei selbst zurechtrückt..."

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