Michael Reißig

Ein Rätsel im Land La Dolce Vita

Wer möchte das nicht. Die Hüllen so richtig fallen lassen, von der Glut der heißen Sonne gekitzelt werden, um nur - mal so ganz nebenbei - ein paar unüberflüssige Pigmente zu erhaschen. Dabei lassen sich auch gut und gern die großen und die kleinen Tiere ins Visier des eigenen Jagdgewehres nehmen. Natürlich handelt es sich hierbei um ein Jagdgewehr, mit dem man – Gott sei dank - keine Schüsse abfeuern kann.
Viele dieser lebenden Trophäen lassen sich nämlich – man höre und staune - auch ohne scharfe Waffen ergattern. Man bräuchte dazu nur ein kleines bisschen Glück und scharfe Augen, die wie Waffen stechen können. Das folgende Beispiel von diesem armen Gigolo – mit dem stolzen Namen Angelo – belegt eindrucksvoll, dass die Jagd nach diesen Lebensfrust tilgenden Trophäen, auch unter widrigsten Umständen zum Erfolg führen kann.

Armer Angelo

Im sonnigen Süden schwitzte einst der bettelarme Angelo
Sich in den Grotten pubertierender Schneckchen froh
Dank der Tierchen machte er nur Miese
Um zu rutschen in seine allertiefste Krise
Der er trotzte in raschelnd-heißem Haferstroh



In dem werden natürlich keine Hälmchen froh.
Wenn schon nicht die Hälmchen Begehrlichkeiten wecken können – irgendetwas Geheimnisvolles müsste dieser unwirkliche Ort dennoch an sich tragen.
So stellt sich fast schon von selbst die Frage, welchem großen oder kleinen Tier dieses lapidare Irgendetwas zugeordnet werden müsste.

Wahrlich eine hochspannende Frage!
Verdammt schwer gestaltet sich hingegen die Suche nach dieser einen, richtigen Antwort.
Da ist doch jeder gute Rat teuer.
Einen heißen Tipp habe ich dennoch auf Lager.
Einfach auf dieses eine stinkenlangweilige Ritual mit dem Partner oder der Partnerin verzichten und dafür ausnahmsweise mal die Nachrichten oder andere Politische Magazine im frei empfangbaren TV anschauen. Oder auch mal das Wagnis eines Blickes in die einzige Zeitung Deutschlands zu riskieren, die aufgrund ihrer objektiven sensations(un?)trächtigen Schlagzeilen König Kunde stets auf's Neue verwöhnt, dürfte sich auf jeden Fall lohnen. Die hellauf begeisterten Zeitungsmacher – getragen von der unbändigen Sorge um das Wohl ihrer Leser - hatten es in erstaunlich kurzer Zeit fertiggebracht, diese supertolle Population von Spezies so zu befähigen, dass sie auf einmal imstande waren, eigene Meinungen – ob richtig oder falsch sei dahingestellt – selbst zu bilden.

Ein Geheimtipp, der dieses hammerharte Rätsel doch eigentlich knacken sollte!!!
Es ist stark anzunehmen, dass dieses sagenumwobene Geheimnis jene Typen lüften werden, die beim heiß umstrittenen „Pisa-Test” "nur" eine grottenschlechte Figur abgegeben haben.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.10.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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