Norbert Wittke

Vorsätze um die Weihnachtszeit



Bald ist wieder Weihnachten, überlegte er. Nein, dieses Mal wollte er nicht feiern: Dieses christliche Weihnachtsfest. Ihm war einfach nicht danach. Entartet ist es geworden, dachte er. Nur Profitgier regiert noch die Welt. Schon im September geht es los  mit dem ganzen Weihnachtsschnickschnack.
Süßigkeiten, Kerzen, Leuchtmittelklimbim, hässliche Puppen von Weihnachtsmännern und  Engeln. Das alles soll Weihnachten sein?

Die Wunschzettel der Kinder und auch der Erwachsenen werden immer imposanter. Beinahe nicht mehr erfüllbar. Dafür wird in vielen Teilen der Welt gehungert und gedürstet. Millionen Menschen sterben, während bei uns geprasst wird. Ganz schlimm dran sind ei Kinder, die schwächsten Glieder der Gesellschaft.

Angeblich ist das Weihnachtsfest ja nur symbolisch einem einzigen Kind gewidmet.  Seine Geburt wird gefeiert, obwohl sich Gelehrte streiten, ob es das überhaupt gegeben hat.

Er schaute aus dem Fenster. Es ist bereits abends. Marktschreierisch leuchten die Neonreklamen der Stadt. Grelle farbige Lichter gehen an und aus. Wollen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wie sollte er es den Seinen erklären, dass er dieses Mal nicht feiern wollte.Enttäuscht wären sie alle, besonders die Kinder. Nein, das wolte er ihnen doch nicht antun. Also alles wie immer. Aber zur Beruhigung seines Gewissens würde er spenden für die Hungernden. Diesen Vorsatz nahm er sich ersatzweise vor. Ob es wirklich dazu kam, würde sich zeigen. Mal sehen was von seinem Geld übrig blieb, wenn er alle die Wünsche erfüllt hatte.

10.11.2011                               Norbert Wittke


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.11.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Geschichte spielt im Berlin der 90er Jahre.

Den beiden Freundinnen Andrea und Sigrid hat im Laufe weniger Monate das Schicksal übel mitgespielt. Mit dem Weihnachtsfest scheint sich eine positive Wende anzukündigen. Andreas Beziehung zu Wilfried Ruge, die anfangs unter keinem guten Stern zu stehen schien, festigt sich. Auch ihre Freundin glaubt in Wilfried ein verlässlichen Kameraden zu sehen. Beide Frauen nehmen ihr Schicksal optimistisch in die Hand.

Sie ahnen nicht, dass der Mann, dem sie vertrauen, ein gefährlicher Psychopath ist und insgeheim einen schaurigen Plan verfolgt. Auch, als sich Warnungen und Anzeichen häufen, wollen die Frauen die Gefahr, die von dem Geliebten und Freund ausgeht, noch nicht wahrhaben. Ausgerechnet Sigrids behinderte Nichte wird folgenschwer in den Strudel der schrecklichen Ereignisse gerissen.

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