Jeden Tag sehe ich dieses Licht.
Es kommt leise surrend auf mich zu, wird immer heller und verschwindet aus den Augenwinkeln.
Anfangs war ein leises Surren das einzigste Geräusch, welches das Licht begleitete.
Doch eines Tages war mir, als würde ich ein zaghaftes "Hallo" hören.
Wie automatisch erwiderte ich ebenfalls mit einem "Hallo".
Nach einiger Zeit verschwand diese Zaghaftigkeit und wurde durch ein warme angenehme Stimme ersetzt.
Irgendwann später wurde ich krank, das Licht tauchte nicht mehr auf.
Doch kaum war ich wieder genesen, war dieses leise Surren zu vernehmen. Das Licht kam auf mich zu, wurde immer größer und heller. "Wieder gesund"? fragte mich das Licht. Und bevor ich antworten konnte war es auch schon wieder verschwunden.
Ich schaute mich um und sah, das sich das surrende gelbe Licht in einen immer kleiner werdenden roten Punkt verwandelte, der sich langsam in der kalten Dunkelheit verlor.
Jeden Morgen, wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, begegnet mir diese Radfahrerin auf einem unbeleuchteten Weg am Rande des Mittellandkanals.
Ich liebe den Frühling, den Neuanfang der Natur. Ich liebe die Sonne und das Helle.
Doch eines Tages wird mir dieser Frühling das Geheimnis meines Lichts nehmen.
Seit ein paar Tagen ist es dunkel geblieben und ich frage mich, wie es dem Licht wohl geht.
Ist es krank? Hat es Urlaub? Höchstwahrscheinlich wird es diese Zeilen niemals lesen.
Doch ich wünsche meinem Licht ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.12.2011.
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Zum Licht - Gedichte und Aphorismen
von Huberti Jentsch
Vom Kinderlied
„Hänschen klein ging allein“
bis zu Schillers
„Freude schöner Götterfunken,Tochter aus Elysium“
haben Dichter ihre Gedanken und Gefühle niedergeschrieben und Komponisten die Texte in Töne verwandelt.
Hätten Schiller und Beethoven in ihrem ganzen Leben nur diese zwei Werke erschaffen, die Menschheit hätte sie nie vergessen und immer wieder dankbar dafür verehrt, sind es doch unsterbliche Geschenke aus dem Geiste einer höheren poetischen Welt geboren.
Was ist ein vollkommeneres Kunstwerk, die Rose im Garten oder das Gänseblümchen auf der grünen Frühlingsflur ?
Wer nicht nur mit den irdischen Augen zu sehen versteht, sondern auch mit den geistigen Augen, dem wird die Antwort nicht schwer fallen.
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