Hans-Werner Kulinna

Die beiden Häuptlinge


Es waren einmal zwei Indianerhäuptlinge. Ihre beiden Stämme führten schon seit Tagen einen erbitterten Krieg um die Nutzung des großen Flusses, der durch ihre beiden Länder floss. Jeder Indianerstamm wollte entlang des großen Flusses Fische fangen und man konnte sich nicht einigen, bis es zum Streit kam. Beide Häuptlinge erklärten sich den Krieg. 
Die Indianerkinder waren sehr traurig, weil ihre Väter schon seit Tagen kämpften. Sie hatten nämlich große Angst um ihre eigenen Väter. Deshalb liefen sie zu ihren beiden Häuptlingen und baten um Frieden. „Wir wollen unsere Väter nicht in einem sinnlosen Kampf verlieren!“, sagten sie mit Entschlossenheit, „der Fluss ist groß genug, er hat Fische für alle.“ Die beiden Häuptlinge hörten sich die Bitten der Kinder an und beschlossen, gemeinsam die Friedenspfeife zu rauchen. Sie wollten in Ruhe nachdenken, was zu tun sei.
Die Kinder wurden unterdessen immer unruhiger. Als sie nach einigen Tagen wieder zu ihren beiden Stammeshäuptlingen kamen, saßen beide immer noch um ihre Feuer und rauchten ihre Friedenspfeifen. Die Kinder waren sehr enttäuscht, denn nichts hatte sich verändert. Ihre Väter stritten immer noch um die Fischgründe am großen Fluss. „Ihr sitzt ihr nur herum und warum schaut ihr euch nicht an, wenn ihr miteinander über den Frieden reden wollt?“, fragten die Kinder die beiden Häuptlinge.
  

© Hans - Werner Kulinna

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