Aleksandar Gievski

Verlängerung

Es war genau 21:46 Uhr als Terry den begrünten Deich herunterlief, der den Fluss an der längeren Südseite vom Fußballstadion trennte. Ein einzelner kalter Windstoß fuhr ihm in den Rücken und eine Zeitungsseite schwebte über seinen Kopf hinweg, die fünfzig Meter weiter links an dem Maschendrahtzaun, der mit bunten Warnschildern überzogen war, hängenblieb. Auf dem Parkplatz, den er überquerte, standen seit einem Jahr schon keine Autos mehr. Sie wurden ersetzt von Verpackungsmüll und leeren Bierflaschen, die Jugendliche bei ihren nächtlichen Touren übrig ließen. Es stand sogar in einem Eck unter einem Baum ein alter modernder Kühlschrank. Der Platz wurde von drei traurigen kleinen, gelb scheinenden Lampen ausgeleuchtet, die mehr schlecht  als recht ihre Arbeit vollzogen. Im anderen Eck, links zum Fluss zeigend war die Vereinsgaststätte, zu welcher der Parkplatz gehörte. Auch diese, ein Jahr fast unbenutzt bis auf ein paar Wartungsarbeiten im Keller, versprühte den runtergekommenen und gruseligen Charme eines alten verlassenen Hauses. Man verspürte keine Lust in das Haus hinein zu gehen, es sei denn man gehöre zu einer Gruppe von drei Halbstarken die was erleben wollen und durch das offene Kellerfenster einsteigen. Von dort an begann auch der Zaun, der bis zum großen schmiedeeisernen Doppeltor führte, welche einmal der Eingang zum Stadion gewesen war.
Ohne darauf zu achten, was auf den Schildern stand ging Terry an ihnen vorbei. Zu oft hatte er sich das „Betreten der Baustelle ist nicht gestattet, Eltern haften für ihre Kinder.“,  „Unbefugte haben keinen Zutritt“ oder „Einsturzgefahr“ schon durchgelesen. Mit seinen siebzehn Jahren hatte er schon herausgefunden, dass das Leben mehr aus Verboten besteht als aus freien Handlungen wie man ihm es in der Schule immer beibringen wollte und das kotzte ihn zutiefst an.
Die Zeitungsseite, die der Wind angeschleppt hatte, sah aus als ob sie sich ein freien Platz zwischen den Schildern gesucht und sich dann eingereiht hätte, um auch als Warnschild zu agieren.
Das Tor war wunderbar mit Eisenstäben verziert und umrahmte zwei goldene Löwen in einer Kampfsituation. Schloss sich das Tor, trafen beide aufeinander, warfen sich ihre Pranken zu und fauchten sich an, als ginge es um Leben und Tod. Terry warf seinen militärgrünen Eastpak-Rucksack darüber, kletterte über die Löwen hinweg und sprang auf die andere Seite. Als er seinen Rucksack wieder aufhob und sich hinstellte eröffnete sich ihm die halbdunkle Trostlosigkeit eines Fußballstadions in einer schwülen Sommernacht. Links die andere Seite der Gaststätte, vor ihm das von der Aschebahn umringte Spielfeld und rechts, an der langen Nordseite, die von Flammen zerfressenen und nur noch halb überdachten Tribünen, die im Vollmondlicht zum Schaudern einluden.
Übertrieben lässig, als ob ihn jemand beobachten würde, ging er auf das Feld hinaus. Nur schade, dass sein grüner Parka, den er sich von seinem älteren Bruder ungefragt genommen hatte, diese Lässigkeit nicht weitervermitteln wollte und er dadurch aussah, wie ein wandelnder Wigwam. Am Ziel angekommen, in der Mitte des Feldes, wo schon einige große Spiele ihren Anfang nahmen die die 38.000 Einwohnerstadt zum Beben gebracht hatten, schmiss er seinen Rucksack auf das immer noch gepflegte Gras und legte sich daneben auf die Seite.
Der Geruch des Grüns drang in seine Nase. Er schloss die Augen und es ließ ihn für einen Moment innehalten. Ein Zug, der langsam über die zwei Gleise ratterte, war aus weiter Ferne zu hören, vermutlich in Richtung Stadt auswärts. In Zeitlupe öffnete er wieder seine Augen. Er nahm tief Luft und lies sie langsam durch den Mund wieder raus. Sein Mund verformte sich zu einem überheblichen Grinsen und die Worte „Zeit zum Meditieren“ kamen hervorgenuschelt. Er riss den Reißverschluss von der Vordertasche seines Eastpaks auf und holte seine Utensilien raus, um sich Eine zu bauen.
Nur selbstgedreht schmeckt am besten, dachte er sich in dem Moment; was auch das Leitmotto von ihm und seinen Freunden war. Die Routine verhalf ihm dabei, halb blind in der Dunkelheit eine perfekte „Zigarette“ zu drehen, die er sich, mit Bewunderung an seiner Arbeit, ansteckte und sich dann mit dem Kopf auf den Eastpak und dem Parka als Liegedecke auf den Rücken legte.
Über ihn hatten sich alle Sternbilder versammelt, die in ihrer vollen Pracht glänzten und den ganzen Himmel dafür einnahmen. Die alte Schubkarre (der große Wagen), erkannte er sofort und von dort aus konnte er fast alle anderen benennen. Ein mulmiges Gefühl entstand in seinem Magen. Was war passiert in seinem Leben, dass er die Lust an den Sternen und dem Universum verloren hatte?
Als Kind war er fasziniert von dem Thema. Einmal im Monat kam ein Wissenschaftsmagazin heraus, welches er immer gleich nach der Schule am Kiosk abholte und es sich zuhause mit Begeisterung noch am selben Tag durchlas. Zu seinem Geburtstag bekam er von seinen Eltern ein Teleskop geschenkt. Seine Freude war so überwältigend, dass er zwei Nächte nicht geschlafen hatte,   nur um in den Himmel zu schauen und die Sterne zu beobachten. Nur dumm, dass er vor lauter Müdigkeit in der Schule eingeschlafen war und seine Eltern ihm zur Strafe das Teleskop wieder wegnahmen. Doch sie brachten es nicht übers Herz, die angesetzte eine Woche durchzuziehen und stellten es ihm nach einigen Tagen, mitten in der Nacht, heimlich wieder neben sein Bett unters Fenster. Die Freude war wieder so groß als er aufwachte, dass er gleich, noch in seinem Pyjama, runter in die Küche lief, seine Eltern beide fest drückte und ihnen noch fester versprach, dass er in der Schule nicht mehr einschlafen werde; was er bis zur Pubertät auch geschafft hatte.
Er zog an seiner Zigarette, dabei stieg richtiger Groll in ihm auf. Seine Magensäure fing an zu brodeln, wie sie es immer tut wenn er sich über etwas aufregen muss. Es viel ihm ein, was er über die Jahre verdrängen wollte.
Er konnte das Gesicht seines Astronomie Lehrers direkt vor sich sehen. Dieser schmierige alte Sack mit seinen nach hinten gegelten Haaren, die seine Halbglatze verdecken sollten. Der immer nur die Mädchen mit den großen Brüsten nach vorn geholt hatte, um sich bei ihren Vorträgen aufzugeilen. Er sieht noch, wie dieser Perverse hinter seinem Schreibtisch sitzt und versucht, sich unauffällig in den Schritt zu greifen. Wie er manchmal, nachdem er durch die Reihen gegangen war und den Mädchen über die Schultern in den Ausschnitt geguckt hat, für einige Zeit den Unterricht verlassen hatte. Wahrscheinlich, um sich einen runter zu holen.
Der Typ musste irgendwann mal explodieren. Terry hatte es sogar kommen sehen. An dem Tag wo er im Korridor, unbeabsichtigt, drei seiner Klassenkameradinnen belauscht hatte. Viel konnte er nicht hören, nur Sätze wie, „die Masche von Herr Bryller…“, „wir müssen es ausnutzen“, „der kann mir nicht widerstehen “. Es war offensichtlich, dass die Drei etwas planten doch hätte er nie geglaubt, dass es eine von ihnen wirklich versuchen würde, sich an den Alten ran zu machen.
            Zwei Wochen später. Der Unterricht von Herr Bryller fiel an diesem Tag auf die letzten zwei Schulstunden. Danach konnte jeder nachhause. Als es klingelte packten alle ihre Sachen ein und standen auf, um endlich raus zu kommen. Da Terry meist ganz hinten hockte, wo er seine Ruhe hatte, war er immer einer der Letzten der den Raum verließ. So konnte er sehen, dass Sarah, eine von den drei Klassenkameradinnen die er belauscht hatte, ruhig auf ihrem Platz sitzen blieb. Es kam ihm seltsam vor als er das Zimmer verlassen hatte. Draußen auf dem Gang blieb er kurz stehen und drehte sich um. Als die Tür in die Angeln fiel, hörte man das typische metallische Klicken. Terry schauderte es in diesem Moment. Oft hat er überlegt, wieso er nicht auf sie gewartet hatte oder ihr im Vorbeigehen mit einem Blick gezeigt hatte, dass sie es lassen sollte. Doch er ging weiter und nach einigen Metern war sie schon fast wieder vergessen. Jetzt wird er sie nie wieder vergessen können, weil es das letzte Mal war, dass er sie sah. Am nächsten Tag kam die Polizei in die Schule. Einige, überwiegend Sarahs Freundinnen, wurden einzeln im Lehrerzimmer von den Beamten befragt. Terry hatte ihnen nichts gesagt.
 
„Scheiß Wichser“ murmelte Terry vor sich hin und zog an seiner Zigarette. Asche viel ihm auf sein  linkes Auge, welches er noch rechtzeitig schließen und die Asche wegpusten konnte. Er rieb sich die Augen und zog nochmal an seiner Zigarette. Er blies den Rauch nach oben und schaute hindurch als ihm sofort was Merkwürdiges auffiel, etwas was davor nicht da war. Ein Stern direkt über ihm, der aber nicht so leuchtete wie die anderen. Kein Stern, dachte er sich. Ein Asteroid? Es kam näher und wurde größer. Betäubt von der Zigarette konnte er nur starr nach oben schauen und abwarten was passiert. Dieses Ding fiel und fiel, genau auf seinen Kopf zu. Zwanzig Meter entfernt konnte er erkennen, dass es die Größe eines Kopfes besaß. Zehn Meter - es war weiß. Fünf Meter - eine Kugel. Drei Meter - ein Ball. Ein Meter - ADIDAS. Halber Meter - er hob schützend seine Arme über sein Gesicht. Fünfzehn Zentimeter - er spürte den Windhauch, die Geschwindigkeiteines Fußes der über seinen Kopf hinweg schwang und hörte wie der Ball mit einem festen Tritt davon geschossen wurde. Nur zögernd nahm er seine Arme runter und ließ seine Hände auf seinem Gesicht liegen. Erschrocken schaute er durch seine schützenden Finger hindurch, sofort wieder bereit seinen Kopf vor einem möglichen Schlag in Deckung zu bringen. Nur war da Nichts.
Schnell richtete er seinen Oberkörper auf und schaute sich verwirrt um. Seine Lähmung war wie weggeblasen. Nichts zu sehen. Dann ging er auf die Knie, um sich besser drehen zu können, vielleicht war ja doch jemand da, aber nein. Er schaute eine Zeitlang in den Himmel zu den Sternen bis sich sein Verstand wieder einigermaßen geordnet hatte.
„Was soll dieser Scheiß?“ kam es energisch aus ihm raus.
Sein guter Freund Jiri, mit dem er sich treffen wollte, wusste nicht dass er vorhatte früher zu kommen. Keiner wusste es. Und außerdem wäre sein Kumpel Jiri außerstande gewesen so einen Trick, ja schon fast einen Zaubertrick, durchzuführen. Es wäre für Terry sogar einfacher gewesen, es als Halluzination ausgelöst von den Spezialzigaretten, die er seit fast einem Jahr schon rauchte, durchgehen zu lassen, als Jiri zu beschuldigen. Aber daran wollte er gar nicht denken und ging auf allen Viere, um nach dem Stummel zu suchen, den er vor lauter Schreck hatte fallen lassen. Als er ihn gefunden hatte, pustete er ihn von allen Seiten ab und zog gleich ein paar Mal daran, um die Glut nicht ausgehen zu lassen.
In der Zeit als er das tat, stieg hinter der halb abgebrannten rechteckigen Tribüne, dessen Umrisse man durch den nicht weit entfernten Schein der Stadt sehen konnte, ein dichter weißer Nebel auf und übergoss von oben die Sitzbänke wie ein frisch entstandener Wasserfall und verteilte sich langsam über das Feld. Auf einigen Sitzen bildeten sich unsichtbare Steine die den Nebel teilten, während sich auf dem Feld kniehohe Wirbel zusammenfügten und sich unkontrolliert hin und her bewegten.
Terry warf den Stumpen auf den Boden, trat drauf und wollte seine Sachen packen. Er beugte sich nach vorn, wartete eine Sekunde, dann stellte er sich wieder hin. Schweißtropfen bildeten sich auf seiner Stirn, die er sich mit seinem Ärmel abwischte.
„Boah, eine Hitze ist das heute.“ und zog den Pullover über seinen Kopf.
Für Sekunden überdeckte das Schleifen des Stoffes über seinen Ohren jegliches Geräusch. Auch wenn es nicht lang dauerte hatte sich etwas geändert. Wieder kam er nur so weit, dass er sich bücken wollte, um seine Sachen aufzuheben und dann doch stehen blieb. Er sah wie der Nebel, der ihm jetzt erst auffiel, um den Mittelkreis einen Bogen machte. Wie kleine Tornados überall auf dem Spielfeld umher kreisten. Angst drängte sich zwischen seine Gedanken, was seine Beine weich machte aber sie dennoch am Boden fesselte. Doch das Schlimme war, dass nicht das was er sah ihm die Angst brachte sondern das was er hörte. Ein Summen hatte sich in seine Ohren eingenistet, das sich anhörte wie eine nicht überspielte Kassette. Eine Zeitlang hörte er nichts, aber er wusste, dass etwas kommen würde. Und dann ein wie in Mono aufgenommenes, leises, von einer dicken hohen Wand gedämpftes, fast überhörbares Gemurmel von tausenden Menschen, das von der Tribüne zu ihm rüber flog. Teilweise wurde es noch von dem Summen übertönt, doch drängte sich ein immer lauter werdender Jubelchor durch. Terry nahm seinen ganzen Mut zusammen, um in die Hocke zu gehen, ohne dabei seine Augen vom Feld zu lassen, um seinen Rucksack, mit zittrigen Händen, auf seinen Rücken zu schnallen und seinen Parka aufzuheben. Im Stadion wurde es nach und nach immer lauter. Weiterhin in Mono drangen schon verständliche Sätze durch das Gewirr.
Rufe wie „Ihr schafft es!“ oder „Lauf, lauf du Vollpfosten!“ waren zu erkennen. Die Mauer die den Ton dämpfte, schien immer näher zu kommen und er hatte keine Lust mehr darauf, zu erfahren was passierte, wenn sie ihn erreichte. Also ging er, mit bedachten Schritten, wieder in Richtung des Eingangs von dem er gekommen war. Im Nebel kreisten noch die Wirbel und bevor er ihn betrat blieb er stehen und atmete tief durch und machte dann seinen ersten Schritt über die Linie des Mittelkreises. Mit einem Mal wusste er es, nicht die Mauer holte ihn ein sondern er durchbrach die Mauer. Plötzlich hörte er wieder in Stereo und in normaler Lautstärke. Dicht neben ihm, unsichtbare Personen, markiert durch die Wirbel, riefen sich Sachen zu wie: „Zu mir, du musst zu mir!“, „...frei, Mann. Das geht so nicht...!“, “Lauf!“. Der Jubel der Fans war fast ohrenbetäubend und erschreckte ihn am meisten, und als er zur Tribüne blickte konnte er ungefähr erkennen wo sie saßen. Vor ihm hatten sich drei Wirbel zu einer Einheit verbunden und schwebten auf ihn zu und drängten ihn, mit wütendem Geschrei zum Rückzug. Er ging ein paar Schritte rückwärts bis er sich stolpernd umdrehte und los sprintete. Wie ein betrunkener, der durch eine Menschenmenge vor der Polizei wegläuft, wich er den entgegenkommenden Geisterwirbeln aus oder er dribbelte sich frei und durchbrach die Verteidigung. Vor ihm wurde das Tor sichtbar und ein leichtes Gefühl der Erleichterung stieg in ihm auf. Er rannte durch den Strafraum direkt darauf zu, bis ungefähr zum Elfmeterpunkt. Sein Lauf wurde abrupt gestoppt. Irgendetwas packte ihn am Kragen, hob ihn für Sekunden in die Luft, als ob er nicht mehr wiegen würde als ein Kasten Wasser, und rammte ihn dann mit voller Wucht auf den  Rücken, eingetaucht im Nebel. Es ging so schnell, dass es ihm die Beine wegzog. Der Aufprall hätte ihm höllische Schmerzen bereiten müssen, nur sein Oberkörper blieb einige Zentimeter über dem Gras schweben. Vor Schreck schloss er die Augen, um sie gleich darauf langsam wieder zu öffnen. Die Arme und die Hände, die ihn noch am Kragen festhielten zeichneten sich im Nebel ab. Der Nebel hatte etwas Seltsames; es war definitiv Nebel, nur roch er nach abgestandenem Rauch (wer morgens in ein Raucherauto einsteigen muss, wo der Aschenbecher jeden Tag aufs Neue geleert und bis zum Ende des Tages wieder aufgefüllt wird, weiß wovon die Rede ist) und hinterließ einen schwefeligen Nachgeschmack auf der Zunge.
Durch die Oberfläche des Nebels brach ein kantiges, fieses Männergesicht durch, das vor Terry, Nase an Nase, stehen blieb. Das weiße Gesicht schnaufte wie ein wild gewordenes Rind und schrie dann urplötzlich los.
„Du läufst falsch, Junge! Das Tor, das du suchst, liegt auf der anderen Seite!“
Das fiese Gesicht schnaufte ihn noch ein paarmal an, während sie sich in die Augen schauten, bis der Geist sich einfach im Nebel auflöste.
Terry fiel hart auf den Rücken, sprang aber sofort wieder in die Höhe. Hinter dem Tor entfachte ein Feuer, das sich der Breite des Feldes nach ausweitete. Er lief mit hoch erhobenen Ellenbogen wieder in Richtung Eingang. Hinter ihm hatte sich das Feuer zu einer drei bis fünf Meter, nach oben ausschlagenden, hohen Mauer gebildet und überströmte das Feld wie eine Welle aus Flammen. Er rannte weiter und schlug dabei, im Rugby Stil, ein halbes Dutzend, unsichtbarer Geisterspieler zur Seite und wurde immer schneller als er spürte wie die Hitze näher kam. Von Weitem noch warf er seine Jacke und seinen Pullover über das Tor mit den zwei Löwen um selbst, mit freien Händen, im Hecht rüber zu springen und sich dann, nicht sehr elegant, abzurollen. Jeden Schmerz den er verspürte, die ihm die Landung zugeführt hatte, wurde von einer noch stärkeren Dosis Adrenalin überdeckt und zwang ihn gleich zum Weiterlaufen. Er überquerte wieder den schmuddeligen Parkplatz. Vorbei an der Zeitung, die sich zwischen den Warnschildern eingereiht hatte und auf der in dicken schwarzen Buchstaben, die Überschrift eines Artikels zu erkennen war:
 
Ein Jahr nach der schweren Gasexplosion im alten Fußballstadion wird am Abend ein Trauergottesdienst abgehalten. „Wir spüren, dass ihr noch da seid.“ 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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