Nina Mallée

Benehmen ist Glücksache!


 
Dass sich die Herren der Schöpfung – insbesondere im Berufsalltag – nicht immer von ihrer Schokoladenseite zeigen, ist mittlerweile leider zur traurigen Routine geworden.
Vorbei sind die Zeiten, in denen Mann sich in Diplomatie und Höflichkeit geübt hat. Ganz im Gegenteil: je größer der Fettnapf, umso besser!
Absolut ausgedient haben demzufolge die alten Kavaliere, für die es noch eine Selbstverständlichkeit, ja beinahe Ehrensache ist, einer Kollegin die Tür zu öffnen und ihr – höflich, wie sie nun mal sind – den Vortritt zu lassen, anstatt ihr eilig voranzupreschen, um ihr danach die Tür vor der Nase zuzuklatschen. So benehmen sich eben nur absolute Spießer, und deshalb sind sie out.
Absolut im Kommen scheint dagegen die Sorte Mann, die ein Normalsterblicher im Allgemeinen als „Elefanten im Porzellanladen“ bezeichnen würde. Solch liebenswerte Zeitgenossen eben, die in jeder erdenklichen Situation ihren Macho – Allüren freien Lauf lassen und somit in ihrem Umfeld erhebliche Zweifel aufkommen lassen, ob sie überhaupt jemals so etwas, wie eine Erziehung genossen haben.
Tabus kennen sie nur in den allerseltensten Fällen, und Taktgefühl ist für sie offenbar das „Unwort“ des Jahres.
Dabei lenken sie mit ihren penetranten Äußerungen oftmals nur von den eigenen Unzulänglichkeiten ab...
Herren zum Beispiel, die sich bei jedem etwas stärkeren Windstoß eine Bleikugel ans Bein binden müssen, weil sie andernfalls Gefahr laufen, vom Luftzug davongetragen zu werden, lästern deshalb mit Vorliebe über die Ursachen der Kreislaufbeschwerden einer weitaus besser genährten Kollegin.
Unzufrieden mit sich und der Welt und obendrein gepeinigt von einem knurrenden Magen, kommt es dann unter anderem zu Äußerungen, wie „Die kann ja ihr Gewicht kaum tragen.“
Doch selbst wenn es daraufhin von einer anderen Kollegin schmerzhafte Stöße in die ohnehin schon spärlich gepolsterten Rippen hagelt und eine Moralpredigt obendrein, scheint sie das nicht weiter zu stören. Wie Prinz Eisenherz sitzen sie weiterhin auf ihrem hohen Ross und sind sich keiner Schuld bewusst.
Von Reue keine Spur, und an eine Entschuldigung ist beim besten Willen nicht zu denken.
Mann hat ja schließlich ein Recht auf freie Meinungsäußerung – Etikette hin oder her.
Wen wundert’s da, dass so mancher – vielleicht sogar gutaussehende und gutsituierte Herr – bis ans Ende seines Lebens einsam und allein bleibt?
Benehmen ist eben Glücksache, und viele scheinen offenbar vom Pech verfolgt.
Männer haben’s nun mal schwer...
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.01.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Epilepsie – was ist das eigentlich? Gute Frage... denn wie ich immer wieder mit Entsetzen feststellen musste, wussten selbst ein Großteil der von mir und anderen Betroffenen konsultierten Neurologen keine vernünftige Antwort darauf, geschweige denn Allgemeinmediziner jedweder Art und erst recht nicht Otto – Normalverbraucher. Völlig außer Frage steht, dass Epilepsien oft mit geistigen Behinderungen einhergehen, was aber nicht heißt, dass das eine mit dem anderen gleichzusetzen ist. Dieses Buch soll deshalb auch nicht als medizinisches Handbuch dienen, sondern lediglich als ein Beweismittel, dass es auch anders geht, wenn man nur will oder allenfalls eine Art Gebrauchsanleitung für den Umgang mit solchen und ähnlichen Problemen. Es sind, wenn man so will, Geschichten aus dem wahren Leben, die ich hier beschreibe und Konfliktsituationen, für deren Bewältigung sich mal eine mehr, mal eine weniger elegante Lösung findet.

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