Karl Bednarik

Graf Hombug und das Geheimnis von Atlantis, Teil 5

 

 

 

Vergangenheit

 

 

Schon vor 30.000 Jahren gab es auf dem Kontinent Atlantis,

der ungefähr dort lag, wo heute der Mittelatlantische

Rücken verläuft, eine technisch hoch stehende Zivilisation.

 

Das war übrigens die zweite Atlantische Zivilisation, denn

die erste Atlantische Zivilisation wurde vor 50.000 Jahren

von den Mirgs ausgelöscht, obwohl die Atlanter den Synaptischen

Amnesie Generator (SAG) gegen die Mirgs einsetzen konnten.

 

Den modernen Menschen gibt es seit mindestens 100.000 Jahren,

und er benötigt von der Steinzeit bis zur Raumfahrt nur rund

10.000 Jahre, so dass genug Zeit für mehrere Zivilisationen war.

 

Die Atlantische Zivilisation vor 30.000 Jahren kannte die

Nuklearenergie, und sie hatte auch Kolonien auf den anderen,

noch primitiven Kontinenten der Erde.

 

Die Atlanter, die genau solche Menschen wie wir heute waren,

bereisten auch die Planeten unseres Sonnensystems.

 

Eines Tages passierte in einem Atlantischen Atomkraftwerk

eine kleine technische Panne, und der Inselkontinent

Atlantis wurde zu einer glühenden Gaswolke.

 

Eine Flutwelle, und dann später eine Eiszeit suchten

die Erde heim.

 

Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, dass

unsere Archäologen keine Hinweise auf die Atlantischen

Zivilisationen gefunden haben.

 

Es ist aber ein wenig auffallend, dass verschiedene

Völker auf der ganzen Erde Pyramiden gebaut haben.

 

Die Atlanter, die diese Katastrophe überlebt hatten,

das waren die Einwohner der Kolonien auf den anderen

Kontinenten der Erde, wanderten zum Planeten Venus aus.

 

Wie Admiral Graf Frederik von Hombug viel später heraus

fand, hat dieser Planet das Klima von Zentralafrika,

eine atembare Atmosphäre, und eine Tierwelt wie in der

Kreidezeit der Erde.

 

Die Kolonial-Atlanter der Erde wussten genau, dass sie, ohne

die Macht ihres Mutterlandes im Rücken, keine Chance hatten,

die Barbaren der anderen Kontinente in Schach zu halten.

 

Zur Venus nahmen sie irdische Pflanzen und Tiere mit, und sie

verwandelten diesen fruchtbaren Planeten in ein Paradies.

 

Sogar unfallsichere Kernkraftwerke bauten sie dort.

 

 

 

Gegenwart

 

 

Im späten zwanzigsten Jahrhundert schickten die Terraner

einige Robotersonden zur Venus, um die Lebensbedingungen

auf der Venus zu testen.

 

Für solche Zwischenfälle hatte die Regierung der Venus-

Atlanter natürlich längst einen Notfallplan ausgearbeitet.

 

Der Chefpilot Quetzalcoatl spielte gerade auf seinem

Rasen Federball mit seinem Bordingenieur Tecciztecatl.

 

Dieses Spiel hatten die Atlanter auch damals den Azteken

mit etwas Mühe beigebracht.

 

Plötzlich summte sein Sprechfunkgerät: "Feindliche

Raumsonde im Anflug!"

 

Der Chefpilot Quetzalcoatl und sein Bordingenieur

Tecciztecatl ließen Federball und Schläger fallen,

und eilten zu Quetzalcoatls Villa.

 

Dort bestiegen sie Quetzalcoatls Aerocar und rasten damit,

sämtliche Luftverkehrsregeln brechend, zum Raumhafen, denn

die Regierung hatte zugesichert, alle Strafzettel zu bezahlen.

 

Das Raumschiff der Venus-Atlanter hing im All, nur zweihundert

Meter von der terranischen Raumsonde entfernt.

 

Bordingenieur Tecciztecatl fragte Chefpilot Quetzalcoatl:

"Warum schießen wir die Raumsonde nicht einfach ab?"

 

Quetzalcoatl antwortete: "Das würde die Barbaren auf der

Erde nur misstrauisch machen."

 

Tecciztecatl fragte weiter: "Wenn wir die Raumsonde also

einfangen wollen, worauf warten wir dann noch?"

 

Quetzalcoatl kapitulierte vor so viel Unwissenheit, und

er erklärte geduldig: "Erstens: Diese Sonde macht jetzt

noch die letzte Kurskorrektur für ihren Eintritt in unsere

Atmosphäre. Das darf sie natürlich nicht in unserer

Luftschleuse machen. Zweitens: Wenn die Sonde danach in

die Atmosphäre eintaucht, dann erzeugt das eine glühende

Gasschicht. Nur deshalb ist der Funkverkehr zur Erde

vorübergehend unterbrochen."

 

Flammenzungen zeigten das Bremsmanöver sehr deutlich an,

und Quetzalcoatl glich die Geschwindigkeit seines

Schiffes exakt der Bewegung der Sonde an.

 

In den höchsten Schichten der Atmosphäre unterflog er

die Sonde, und ließ sie in die Luftschleuse sinken.

 

Danach verschloss er das äußere Schleusenschott wieder.

 

Das Schiff war natürlich aus Metall, was natürlich

ebenfalls den Funkverkehr verhinderte.

 

Quetzalcoatl landete beim Forschungszentrum Venus-Nord.

 

Quetzalcoatl und sein Bordingenieur Tecciztecatl

begaben sich in die Luftschleuse ihres Raumschiffes.

 

Dort hüllten sie die Raumsonde in Aluminiumfolie,

um sie am Senden zu hindern.

 

Anschließend raste ein Aerocar des Forschungszentrums

heran, man verlud die Raumsonde in den Aerocar, und

eilte dann mit ihr zu einer Simulationskammer.

 

Chefwissenschaftler Huitzilopochtli erläuterte: "Wir

haben die Raumsonde jetzt unter neunzig Atmosphären

Druck, bei vierhundert Grad Celsius Hitze, und in fast

reinem Kohlendioxid. Diese Druckkammer besteht aus

Keramikmaterial, was Funkwellen ja nicht behindert."

 

Huitzilopochtli entfernte mit den ferngesteuerten

Greifern in der Simulationskammer die Aluminiumfolie

von der Raumsonde, so dass sie danach ungestört

senden konnte.

 

Chefwissenschaftler Huitzilopochtli behauptete: "Langsam

werden die Terraner auf unseren Trick herein fallen."

 

Chefpilot Quetzalcoatl war sich dessen nicht so sicher.

 

Bordingenieur Tecciztecatl machte deshalb den Vorschlag:

"Vielleicht sollten wir noch zusätzlich die Bilder einer

öden Wüste an die Innenwände der Simulationskammer kleben",

und er setzte hinzu: "natürlich müssen diese Bilder dann

auch hitzefest sein."

 

 

 



Die Marsianer verwenden ganz ähnliche Methoden:

http://www.youtube.com/watch?v=8AoAJOF5GVQ

Ein wichtiger Hinweis:

Die Namen der Atlanter kommen nicht von den Namen der
Aztekischen Götter, sondern die Namen der Aztekischen
Götter kommen von den Namen der Atlanter.

Hier gibt es noch viele weitere Namen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Aztekeng%C3%B6tter

Leider haben die Azteken die hoch entwickelte Atlantische
Herzchirurgie völlig falsch in die Praxis umgesetzt.

Atlantis hat noch viele Geheimnisse:

Graf Hombug und das Geheimnis von Atlantis, Teil 1:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?18707

Graf Hombug und das Geheimnis von Atlantis, Teil 2:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?18736

Graf Hombug und das Geheimnis von Atlantis, Teil 3:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?18802

Graf Hombug und das Geheimnis von Atlantis, Teil 4:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?18861

Ein weiterer Hinweis:

Im zwanzigsten Jahrhundert glaubte man noch fälschlich,
dass es erst seit 16.000 Jahren Indianer gab, und dass
es erst seit 800 Jahren Azteken gab.


Karl Bednarik, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.02.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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