Karl Kappner

Der Mann und die Katze - Teil 1


Eine Geschichte über eine an sich unmögliche Liebe. Ein Mensch und ein Tier? Geht das? Unmöglich, höre ich viele von Euch sagen. Sieht man den Mensch und das Tier aber als zwei seelenbehaftete Lebewesen, so ist eine ganz besondere Verbindung möglich. Ach ja und noch etwas sonderbares, in dieser Geschichte kann auch die Katze sprechen. Und diese Geschichte hat ein Happy-End, aber welches?
 
Der Mann hatte einen Garten. Dieser Garten war nichts Besonderes, unauffällig. Wie der Mann selbst, der es sehr genoss in seinem Garten in einem bequemen Stuhl zu sitzen, ab und zu eine Schale Kaffee zu trinken und seinen Gedanken nachzuhängen.
 
Manchmal waren es düstere Gedanken, denn der Mann fühlte sich einsam. Er hatte niemanden mehr. Die Strahlen der Sonne taten sich schwer in zu wärmen. Er wünschte sich jemanden, mit dem er sein Leben teilen konnte, jemanden für den er da sein konnte. Er wollte so gern für jemanden da sein.
 
Eines Tages, wie er wieder so in seinem Garten saß, fiel ihm eine Katze auf, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Eine besonders schöne Katze, wie ihm vorkam. Ihr Fell war schwarz glänzend, sie bewegte sich mit geschmeidigen Bewegungen am Garten vorbei. Er versuchte ihr nachzusehen, aber schon war sie seinen Blicken entschwunden.
 
Nun achtete er öfters darauf, ob er die Katze wohl wieder sehen würde. Es verging einige Zeit, bevor sie wieder vor seinem Garten auftauchte. Diesmal blieb sie sitzen und blickte ihn mit ihren bernsteinfarbenen Augen an. Der Mann war ganz fasziniert von Ihrer Schönheit, so eine Katze hatte noch nie gesehen. Langsam erhob er sich von seinem Stuhl und wollte auf sie zugehen, doch sobald er sich ihr näherte, sprang sie auf, machte einen Satz und war auf und davon.
 
Von nun an ließ die Katze ihn in seinen Gedanken nicht mehr los, er wünschte sich so sehr sie auf seinem Arm zu nehmen und sie zu streicheln. Ihr weiches Fell musste sich einfach gut anfühlen. Das Spiel wiederholte sich mehrere Male, aber jedesmal wenn er auf sie zuging, verschwand sie. Das machte den Mann traurig. Er machte sich Gedanken, wie es ihm wohl gelingen würde, dass die Katze bei ihm blieb.
 
Als die Katze wieder einmal vor seinem Garten saß, blieb diesmal auch der Mann in seinem Stuhl sitzen. Er machte keine einzige Bewegung, er sah sie nur an. Es dauerte eine Weile, wieder erhob sich die Katze, aber diesmal ging sie nicht fort, sondern in den Garten zu dem Mann. Sie strich anschiegsam um seine Beine und mit einem Sprung landete sie sanft in seinem Schoß, rekelte sich gemütlich, ließ sich bereitwillig streicheln und begann leise zu schnurren.
  
In diesem Moment ging eine Veränderung im Mann vor. Er fühlte wie Wärme in seinem Körper aufstieg, er spürte wie sein Herz schneller schlug, er begann zu lächeln, er fühlte sich seit langem wieder glücklich, weil er die Nähe eines Lebewesens spürte. Auch die Katze war glücklich, sie fühlte sich geborgen.
 
Diese Momente der Gemeinsamkeit wiederholten sich nun öfters. Der Mann begann die Katze zu umsorgen, er kaufte für sie nur das allerbeste Katzenfutter und hatte stets frische Milch für sie bereit. Der Mann genoss es, nun endlich für jemanden da zu sein, die Katze genoss es so fürsorglich und liebevoll behandelt zu werden.
 
Zwischen den Beiden entwickelte sich ein enges Band an Vertrautheit und Zuneigung. Ja, man kann durchaus sagen, dass es eine Art Liebe war, welche die Zwei verband. Sie verbrachten zunehmend mehr Zeit miteinander. Der Mann begann sich besonderes auszudenken, für jene Zeiten in denen die Katze bei ihm war. Er nahm sie auf seine Ausflüge mit, fuhr mit ihr in seinem Auto nur so zum Spaß in der Gegend herum, dabei saß die Katze oft auf seinem Schoß, beachtete gar nicht die vorbeistreichende Landschaft, sondern legte Ihren Kopf in seinen Schoß und genoss das Gefühl der Sicherheit.
 

Liebe Lesefreunde!
Wie gefällt Euch der Anfang meiner Geschichte? Ich weiss schon, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
Auch für sonstige Anregungen, Korrekturen etc bin ich sehr dankbar.
Danke auch an alle die es bisher schon gelesen haben :D
lG Karl
Karl Kappner, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.02.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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