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Irgendwo in einem dunklen Keller, 7:30
Wie spät war es? Wie lange habe ich geschlafen? Julia schlug die Augen auf, doch es herrschte weiterhin Dunkelheit. Noch immer wusste sie noch nicht recht, warum das alles geschah. Der gestrige Tag hatte zwar schon ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, doch dafür noch mehr Fragen aufgeworfen. Außerdem konnte beziehungsweise wollte Julia nicht verstehen, was das alles mit ihr zu tun hatte. Sie wollte heim auf ihre Couch, links und rechts um sie ihre Freundinnen, wie sie sich bei Bailey’s und Prosecco einen gemütlichen „Desperate Housewives“ – Fernsehabend machen und einfach die Seele baumeln lassen. Doch das waren leider Wunschträume und doch spielten sich genau solche im Kopf der jungen Frau ab. Nur so schaffte sie es nicht verrückt zu werden, so ruhig es ging zu bleiben in ihrer skurrilen Situation. Sie versuchte abzudriften in schöne Erinnerungen von früher, von manchem schönen Urlaub, von tollen Ereignissen wie das Robbie-Williams-Konzert vor einigen Jahren im Wiener Ernst-Happel-Stadion bis zu ihren letzten Besuchen bei ihren Eltern und ihren Geschwistern. Diese waren jedoch genauso schöne wie schmerzliche Gedanken, weil sie Julia klar machten, wie erbarmungslos einsam und ausgeliefert sie an diesem Ort war. Die Angst kam hoch, als Julia das untrügliche Geräusch eines sich im Türschloss drehenden schweren Schlüssels vernahm. Nein! Die Gestalt mit der Maske kommt! Julia spürte, wie sich innerlich ihr gesamter festgeschnallter Körper bis in die Spitzen verkrampfte, sie bildete sich sogar ein Angstschweiß auf ihrer Stirn zu spüren. Ihre ohnehin schon sehr ausgetrocknete Kehle schnürte sich zusammen, als sich rechts von ihr eine dicke Tür langsam öffnete. Die junge Frau schloss hastig ihre Augen, wollte der nahenden Gefahr entfliehen, doch dieses Unterfangen war zwecklos. Mit einem verzerrten „Aufwachen, du Schlampe!“ begann der Schrecken vom vorigen Tag von vorne.
Derselbe Ort, ein Tag zuvor
Julia war sich nicht sicher, wie lange sie mittlerweile in ihrem Verlies lag. Waren es Stunden, war es bereits ein voller Tag, schien gerade draußen die Sonne oder regierte die Nacht mit ihren Abermillionen Sternen am Himmel? Es war interessant, wie schnell ein Mensch das Gespür für Raum und Zeit verlor, wenn er sich nicht an den gewohnten Alltagsabläufen festklammern konnte. Die junge Frau war sich auch nicht im Klaren, ob sie und wie lange sie überhaupt geschlafen und wie lange ihr Schreien und Weinen gedauert hatte. Irgendwann war sie erschöpft verstummt, nur das wusste sie und sie hatte sehr viel geschrien und geweint, an das konnte sie sich nur zu gut erinnern. Julia hatte Hunger und Durst, vom langen Liegen schmerzten ihre Gelenke und ihr Rücken, aber am meisten machte ihr zu schaffen, dass neben dieser heftigen Form der Auslieferung nun auch große Erniedrigung an der ordnungsbewussten Frau nagte. Lange hatte sie versucht den Druck auszuhalten, abzutauchen in andere Gedanken, doch irgendwann war ihre Blase zum Bersten voll gewesen und sie ließ es einfach über sich geschehen. Noch währenddessen spürte sie das Gefühl von Peinlichkeit in ihr und als Julia auch noch ihr eigener Urin in der Finsternis voll Intensität als Geruch gnadenlos in ihre Nasenlöcher hineinströmte, fing sie erneut an leise zu wimmern. Was passierte hier nur? Das durchnässte Nachthemd und ihr Slip klebten an ihrem Körper, sie spürte die Flüssigkeit an ihren Schenkeln hinuntergleiten. Es war ein unwahrscheinlich grausiges Gefühl, Ekel vor ihr selbst stieg in Julia hoch. Nicht mal bei ihren größten Rauschabstürzen im Jugendalter hatte sie die Kontrolle über sich so verloren, dass sie sich vollgepinkelt hätte. Immer schon war das ein absolut rotes Tuch für sie gewesen. Klar hatte sie damals beim Fortgehen hin und wieder ihr T-Shirt vollgekotzt, aber das war etwas ganz anderes, vor allem die Tatsache, dass sie jetzt nicht einfach aufstehen und sich frisch machen konnte, nein, nun musste sie dafür auch noch büßen, dass sie eine zu schwache Blase gehabt hat. Wenigstens schien sich ihre Magen-Darm-Geschichte wieder beruhigt zu haben. So lag die Frau da, stundenlang, in ihrem Urin, verzweifelt und vor allem fassungslos und verwirrt. Plötzlich hörte sie ein Geräusch. Da, eine Tür wird geöffnet! Es kommt jemand! Julia wusste nicht, ob sie erfreut oder eher verschreckt über den kommenden Besucher sein sollte. Was würde nun mit ihr geschehen? Voller Ungewissheit versuchte sie ihren Kopf Richtung Geräuschpegel zu drehen, was mittlerweile trotz des langen Herumliegen besser funktionierte, als sie es geglaubt hat. Gebannt starrte sie auf die Stelle, wo sogleich eine Tür geöffnet wurde und gedämpftes Licht den Raum erleuchte. Julia konnte ihr Herz pochen hören, so laut wie nie zuvor in ihrem Leben. Total still lag sie da, versuchte nicht einen Laut von sich zu geben. Da tauchte eine Gestalt am Türrahmen auf, ganz in schwarz gekleidet, mit ebenso dunklen Handschuhen und mit derselben Maske vor dem Gesicht wie in der Nacht von Julias Entführung. Mit gemächlichen Schritten trat diese Maskengestalt in den dunklen Raum ein, in der linken Hand trug sie einen Gegenstand, den die junge Frau auf dem großen Eichentisch zunächst nicht identifizieren konnte. Ihr Entführer erhob ihn im selben Moment und sofort blendete Julia das grelle Licht einer Taschenlampe. „Und, gut geschlafen?“ tönte eine schrecklich verzerrte Stimme. Die Frau wusste nicht, ob sie schreien oder weinen oder alles zugleich tun sollte. Was war das für ein Albtraum? „Ich habe dich etwas gefragt, Schlampe! Gib‘ mir gefälligst eine Antwort, wenn ich mit dir spreche!“ Warum nennt er mich ‚Schlampe‘? Was habe ich denn nur getan? Die Maskengestalt kam immer näher zu dem Tisch heran und durch das schmerzende Licht musste Julia fest ihre Augenlider zudrücken. Die Stunden in der Dunkelheit haben sie ganz empfindsam für Helligkeit gemacht, aber ein starkes Taschenlampenlicht war ohnehin nie angenehm für den Geblendeten. Durch die starke Helligkeit gelang es ihr auch nicht etwas anderes im Raum zu erfassen, außerhalb des Lichtkegels waren nur schemenhaft Konturen diverser Möbel zu erkennen. „Jaaa, …es geehtt“, kam es stotternd aus ihrem Mund. „Na, dann wird es Zeit zum Aufstehen!“ Sekunden voller Stille folgten. Dann meldete sich ihr Entführer voller Häme wieder zu Wort. Bei jeder Silbe der verzerrten Stimme gruselte es Julia eiskalt den Rücken runter. „Ah, das ist ja Pech! Du mieses Stück Dreck kannst ja gar nicht aufstehen!“ Eiskaltes Lachen ließ die junge Frau weiter kräftig schaudern. „Ich binde dich los, Schlampe, doch eine unachtsame Bewegung von dir und du wirst beten, dass ich aufhöre dich zu bestrafen. Das würde dir ziemlich Schmerzen bereiten. Also, schwörst du kurz einmal ein braves Mädchen zu sein?“ Julia drohte das Bewusstsein zu verlieren, alles drehte sich um sie herum. Das muss ein Traum sein, das muss ein Traum sein! „Hast du mich verstanden, habe ich dich gefragt! Bist du schwerhörig?“ brüllte es in ihr rechtes Ohr. Zögerlich öffnete die Frau ihren Mund und hauchte ein schwaches „Ja!“ in den Kellerraum. „Dann ist es ja gut!“ Kurz darauf spürte Julia die Hände des Entführers an ihren Riemen. „Was soll denn das? Da warst du ja richtig unartig, aber was anderes konnte ich ja auch nicht von so einem wertlosen Individuum wie dich erwarten. Nun muss ich dich auch noch waschen! Nur Arbeit machst du!“ Neben der unbeschreiblichen Angst konnte die Frau nun auch die Scham kräftig in ihr fühlen. „Entschhhuuldiigung…ess tut mmir leeidd!“ „Leid tut es dir? Na, wenigstens etwas. Aber was bringt mir das? Nichts! Also, bleib brav und halte dein Maul!“ Julia zuckte zusammen. Am liebsten wollte sie wieder zu heulen beginnen, hemmungslos zu weinen bis zur Bewusstlosigkeit, doch zu sehr fürchtete sie sich über die dann bevorstehenden Folgen. Der Gurt wurde von ihren Beinen gelöst, wenige Augenblicke später war sie auch von den restlichen Fesseln befreit. „Noch einmal, nur zur Erinnerung! Eine falsche Bewegung von dir, Schlampe, und du wirst leiden, ziemlich leiden. Schlag dir außerdem jeden dümmlichen Gedanken an einen Fluchtversuch aus deinem hohlen Kopf. Du würdest nie aus diesem Gebäude herauskommen, es ist voller verschlossener Türen und vergitterten Fenstern. Du hättest keine Chance, nicht die geringste! Das wollte ich dir nur noch wissen lassen…und jetzt steh auf!“ Der Entführer mit der Maske trat ein paar Schritte zurück und wartete ungeduldig. Langsam versuchte sich Julia aufzurichten, doch Stiche durchfuhren dabei ihre Wirbelsäule. Sie schrie kurz auf, verkniff sich jedoch weiteres Jammern. Nach und nach setzte sie sich am Tisch auf. „Schneller, du Schlampe!“ Schneller geht es nicht! Es tut so weh! Julia tastete mit ihren nackten Füssen nach dem Boden und spürte diesen sogleich kalt unter sich. Zitternd und geschwächt versuchte sie aufzustehen, doch sie knickte zusammen. Voller Angst kauerte sie auf dem Betonboden und die Tränen waren nicht mehr aufzuhalten. Sie spürte den starren Blick ihres Entführers und den warmen Strahl der Taschenlampe auf ihrer Haut. „Aufstehen, verdammt!“ schrie sie die verzerrte Stimme an. „Jaa….!“ Julia nahm all ihre Kraft zusammen, verlagerte ihr Gewicht und schaffte es nach einem kurzen Stopp bei der Hälfte vollständig im Raum zu stehen. „Und hör auf zu flennen!“ fuhr sie die Maskengestalt ungeduldig an. Augenblicklich versiegten die Tränen in Julias Augen und sie sah ihrem Peiniger fassungslos in seine schaurige Maske. Was macht er jetzt mit mir? Ich will hier raus! „Ausziehen!“ schnauzte er sie an. Nein! Bitte nicht! Jetzt wird er mich vergewaltigen! Und dann wird er mich…nein, an sowas darfst du nicht denken. Reiß dich zusammen, Julia! „Ausziehen, habe ich gesagt!“ zeigte die Maskengestalt weiter seine Ungeduld. Mit einem stummen angstvollen Nicken antwortete ihm die junge Frau und tastete mit ihren Fingern nach dem Rand des Nachthemds, noch immer auf wackeligen Beinen stehen. Sekunden später stand sie nur noch in ihrer durchnässten Unterhose vor ihrem Entführer. „Ganz ausziehen!“ Mit unsichtbaren Tränen und stillem Weinen zog sie sich auch noch voller Scham das letzte Kleidungsstück aus und ließ es neben dem Nachthemd zu Boden gleiten. Julia war nie besonders schüchtern gewesen und hatte auch offen gerne ihre weiblichen Reize präsentiert, doch so ausgeliefert und einsam wie sie sich an diesem angsteinflößenden Ort befand, wäre sie am liebsten klein und unsichtbar wie eine winzige Maus. So stand sie splitternackt da und musste über sich ergehen lassen, wie der Strahl der Taschenlampe zuerst ihr Gesicht, dann ihre Brüste und schließlich den unteren Bereich ihres Körpers schonungslos beleuchtete. „So, Schlampe, jetzt ist es Zeit zum Waschen! Bleib stehen und warte auf mich!“ Auch wenn Julia flüchten wollte, es wäre unmöglich gewesen, sie musste ja schon froh sein aufrecht stehen zu können. Wenige Augenblicke später erschien die Maskengestalt mit einem langen Schlauch mit einer Düse drauf vor der jungen Frau. „Geh weg vom Tisch! Stell dich zur Wand!“ Der helle Strahl der Lampe wies ihr den Weg. Mit kleinen Schritten begann sie sich an die gewünschte Stelle zu begeben, jedoch war jeder davon eine wahre Qual, jeder einzelne Muskel, jede Sehne spürte sie wie pures Feuer. „Beweg dich! Schneller!“ Julia machte eine Bewegung nach der anderen, biss ihre Zähne fest zusammen und schaffte es unter Schweißperlen der Anstrengung tatsächlich bis zu ihrem Ziel. „Jetzt leg deine Hände an die Wand!“ Die junge Frau tat wie ihr befohlen. Mit allen Kräften musste sie aufpassen nicht zusammenzubrechen. „Wasser Marsch!“ sprach die verzerrte Stimme und ein Schwall von kaltem Wasser ergoss sich über Julias Körper. Mit einem Knick sackte sie auf dem Boden zusammen, die Wassermassen erdrückten sie förmlich. „Steh auf!“ schrie sie sofort ihr Entführer an. Nur mit Mühe schaffte sie es sich wieder aufzurichten und sich erneut in die gewünschte Stellung zu begeben. Nun flossen die Tränen einfach so ihre Wangen herunter, innerlich betete Julia nun auf der Stelle aufzuwachen, schweißüberströmt in ihrem kuscheligen Bett. „Dreh dich um!“ wurde sie angeschnauzt. Zitternd vor Kälte und Schwäche folgte sie der Anweisung und blickte direkt in den grellen Strahl der Taschenlampe. „Ich habe gesagt, du sollst das Flennen lassen!“ Julia versuchte sich wieder zu beherrschen, doch das Weinen hatte sich mittlerweile selbstständig gemacht und war kaum mehr von der jungen Frau zu kontrollieren. „Hör auf zu flennen!“ Laut und wütend brüllte sie die Maskengestalt an, sie konnte förmlich die Empörung in den Augenlöchern lodern sehen. „Jaa, …ess tut miirr….leeidd!“ „Du sollst dein Maul halten, habe ich gesagt, dreckige Schlampe!“ Noch bitterlich schluchzend nickte die entführte nackte Frau. „So, und nun trink!“ Eine Sekunde später kam der nächste Wasserschwall und prallte voller Wucht gegen Julias Gesicht. Ihr blieb die Luft weg, sie überkam ein Gefühl des Ertrinkens. Mit ihren Händen versuchte sie das Wasser etwas wegzudrücken und schließlich hatte sie den Strahl soweit unter Kontrolle, dass sie gierig kräftige Züge runterschlucken konnte. Die Feuchtigkeit schmiegte sich über ihre Lippen, welche schon ganz ausgetrocknet waren. Fast einen Tag hatte kein Tropfen Flüssigkeit mehr über Julias Mund gestreichelt, nun wurde ihr Überlebensinstinkt geweckt und sie konnte gar nicht genug vom Wasser bekommen. „Nicht so gierig, das gehört sich nicht!“ machte sich ihr Peiniger wieder lustig über ihre unfreiwillige Situation. Aus Angst verlangsamte Julia trotzdem sofort die schnappenden Mundbewegungen, mit denen sie so viel wie möglich auffangen wollte. Ein paar Sekunden später wurde die Düse des Schlauchs wieder zugedreht und das Wasser versiegte wieder. Die Maskengestalt legte ihn darauf auf den Boden und blickte die Frau amüsiert an. Wild schnaufend stand Julia da, musste erst wieder etwas zur Ruhe kommen. So viel hatte sie noch nie an einem Stück getrunken, nun blieb ihr fast die Luft weg. „Da, trockne dich ab! Aber mach schnell!“ Ein muffiges Handtuch wurde der Frau direkt vor ihre nassen blanken Füße geworfen und sie griff augenblicklich danach. Sie schrubbte sich zaghaft trocken, der Stoff auf der kühlen feuchten Haut fühlte sich angenehm an. Ohne ihren Entführer auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen, brachte sie seinen Befehl zu Ende und wartete aufgeregt auf seine nächsten Instruktionen. „So, und nun beweg dich! Nach dem langen faulen Herumliegen musst du ein bisschen was tun, dass du nicht fett wirst. Zehn Runden entlang des Lichtstrahls! Wehe, du entfernst dich diesem auch nur ein paar wenige Zentimeter, dann gibt’s was! Los!“ Julia glaubte nicht richtig zu hören. Fast wollte sie etwas sagen, doch sie wusste, dass das nur erneutes Geschrei zur Folge hätte. Vor Kälte zitternd begann sie die nächste Aufgabe, welche ihr von ihrem erbarmungslosen Entführer befohlen wurde. Wieder schmerzte jeder Schritt, ihr Körper war schwach, ihre Seele gebrochen. Mit gesenktem Haupt nahm sie die erste Runde in Angriff, welche sie im Strahl quer durch den kahl eingerichteten Raum führte. Oh Gott, was will der nur von mir? Was habe ich ihm getan? Dreimal war Julia kurz davor umzuknicken und den Lichtkegel zu verlassen, doch trotz zweier Ermahnungen der verzerrten Stimme schaffte sie es schließlich nach einer gefühlten halben Ewigkeit zehnmal den Weg rund um ihren Entführer und den großen massiven Eichentisch mit den angebrachten Gurten zu absolvieren. Eigentlich schlurfte die Frau nur so dahin und wartete sehnsüchtig darauf, dass sie aufhören durfte zu gehen. Irgendwann ertönte dann das erlösende Wort: „Stopp!“ Julia blickte voller Angst die Maskengestalt mit seiner Taschenlampe an. Diese griff hinter sich und zog einen Beutel hervor. „Da, etwas zum anziehen für dich! Schnell!“ Hastig trat die Frau hervor und riss ihm den Plastiksack aus der Hand. Darin konnte sie ein altes verblichenes Leinenkleid finden. Schnell zog sie es sich über ihre Haut und obwohl es nur ein dünner Fetzen war, fühlte sich die Frau so angezogen sofort wieder wohler. „So, bevor du wieder schlafen gehen darfst, schreibst du jetzt einen schönen Brief. Wort für Wort, wie ich es dir sage! Verstanden?“ Nein, nichts hatte die Frau verstanden. Sie wollte nichts verstehen. Eigentlich wollte sie nur eines: raus hier. Wieder schlafen gehen? Will der mich wieder auf diesen Tisch binden? Und welchen Brief soll ich schreiben? Ich verstehe nicht, was eigentlich los ist. Julia nickte. Eine Antwort wäre ohnehin nicht geduldet worden. Sie musste dieses irrsinnige Spiel mitmachen. Ansonsten kam sie wahrscheinlich nicht mehr so schnell aus diesem Keller raus. „Na, dann los, da entlang geht es zum Schreibtisch!“ Der Taschenlampenstrahl wies ihr wieder den Weg und langsam setzte sie sich erneut in Bewegung und der Entführer folgte ihr mit wachsamem Blick.
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Der Beitrag wurde von Harald Haider auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.03.2012.
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Wilder Mohn
von Jutta Maria Santler
"Wilder Mohn" ist eine kleine Sammlung von Gedichten, die die Autorin seit ihrer Jugendzeit geschrieben hat. Unterschiedliche Themen, v.a. betreffend Beziehungen, wurden darin aufgegriffen, um das, was zum Leben gehört wahrzunehmen, auszudrücken und neue Einsichten und Kräfte zu gewinnen.
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