Flo Born
Die Aufzeichnungen eines Weltenreisenden 2
Ich denke, Sie werden nun verstehen, was ich zuvor gemeint habe. Hätte ich irgendwo in der Mitte begonnen, stünden Sie nun einem rohen Haufen Ork-Banditen gegenüber und wüssten nicht, was Sie damit anfangen sollen. So haben Sie zumindest irgendwie den Eindruck, als stünden Sie nicht alleine mit Ihrer Unwissenheit da. Da ich mir aber Ihr unruhiges Gesicht vorstellen kann, wie Sie danach lechzen Antworten zu bekommen, möchte ich Sie aber nicht weiter mit meinen Monologen über die Wichtigkeit von einer geregelten Erzählstruktur nerven, sondern Ihnen lieber erzählen, wie meine Geschichte weitergeht. Wenn Sie aber darauf hoffen, dass alle Antworten schon jetzt gleich auf Sie einprasseln werden, muss ich sie leider enttäuschen und Sie noch ein Weilchen vertrösten.
Von Orks, Zwergen und Ari
Es gab in meinem Leben zuvor nicht viele Gelegenheiten, in denen mir mein umfangreiches Wissen zum Thema Fantasy von nutzen gewesen wäre, wenn man einmal von diversen Debatten mit Freunden absieht. Wenn ich ehrlich bin, wäre es mir auch wesentlich lieber, wenn ich es nie gebraucht hätte.
Als ich aber damals neben den beiden Söldnern und dem Zwerg Bandrihar aus dem Aufzug stieg und in diese Halle hineintrat, empfand ich das nicht so. Ganz im Gegenteil. Ich war sogar äußerst froh darüber. Ich werde mich zwar hüten, meine Reaktion in irgendeiner Weise abzuschwächen, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass jemand, der nicht über dieses
Wissen verfügte, bei weitem schlimmer darauf reagiert hätte.
„Ho!“, rief Bandrihar erfreut und schlug mir kräftig auf den Rücken, „So etwas sieht man doch gern! Nicht wahr, Kleiner!?“
Ich hätte mich zwar in diesem Moment über die rohe Behandlung oder den äußerst unpassenden Ausdruck
Kleiner aus dem Mund eines Zwerges aufregenden können, doch es blieb jegliche Reaktion meinerseits aus. Zumindest wenn man das Dastehen mit weit aufgerissenen Augen, offenem Mund und wackligen Beinen seit Neuestem nicht als Reaktion ansieht.
Nach ein paar Sekunden, die von Schweigen meinerseits ausgefüllt wurden, bemerkte der Zwerg meine Erstarrung. „Haha! Ja, so geht es den meisten Frischlingen. Die Größe von diesen Hallen, haut einen wirklich um, nicht wahr?“
„Meine Reaktion gilt nicht wirklich der Halle“, meinte ich mit einiger Verzögerung.
„Wem dann?“, fragte mich Bandrihar todernst. Verständnislos blickte ich zu ihm nach unten, doch ich konnte nicht die Spur von Schalk in seinen Augen.
„Verarschst du mich?!“, fragte ich dennoch. Versichtshalber.
„Nein! Was meinst?“
„Sie müssen meinen Kollegen verstehen“, erklang hinter mir eine samtene Frauenstimme, „Er hat zuvor noch nie auf Welten zu tun gehabt, in der eine reiche Auswahl von Geschöpfen nicht zur Tagesordnung gehört.“
Ich drehte mich überrascht um und blickte in das Gesicht der schönsten Frau, die ich je gesehen hatte. „Saliria Alrenìn mein Name“, stellte sie sich vor, „Ich bin dafür zuständig Ihnen alles zumindest in grobem Maße verständlich zu machen. Heer Karer, wenn ich mich nicht täusche?“
Ich nickte bedächtig, während ich langsam aber sicher in ihren tiefblauen Augen versank, die teilweise von langen, braunen, gelockten Haaren verdeckt wurden.
„Sehr gut. Und Sie müssen Meister Schädelspalter sein, nicht wahr?“, meinte sie an Bandrihar gewandt.
„Richtig erraten.“
„Sehr gut. Ihnen soll ich ebenfalls alles zeigen.“
„Alles klar.“
Zuletzt wandte sie sich an die beiden immer noch schweigsamen Guardians. „Ich denke kaum, dass Ihre Anwesenheit hier drinnen von Nöten ist, meine Herren. Sie können sich entfernen“, sie wandte sich wieder Bandrihar und mir zu, „Wenn Sie beide mir bitte folgen würden, damit ich Ihnen alles in Ruhe erklären kann.“
Ich stand immer noch so da, wie vorhin. Vollkommen verwirrt und so als würde mein Hirn gerade eine kleine Pause einlegen. Der Anblick von Saliria Alrenìn erleichterte es mir übrigens auch nicht, diese Situation zu verstehen. Ich beziehe mich hier übrigens nicht auf ihre wahrlich nicht zu verachtende Schönheit sondern auf den Anblick, der sich mir bot, als sie sich zur Seite drehte. Ihre Ohren waren spitz! Sie war eine Elbin!!! Irgendwie gelang es meinem Hirn, dass anscheinend immer noch Pause machte und nicht darauf reagierte, dass es vielleicht gebraucht würde, nicht den Umstand zu akzeptieren, dass ich gerade mit einer Elbin gesprochen hatte.
Da ich mich nicht bewegen wollte, wurde ich unsanft von Bandrihar geschubst, bis sich meine Beine ihrem Daseinszweck entsannen und von selbst ausschritten. Die Elbin steuerte auf eine der Glaskammern zu, die ich gesehen hatte und ich versuchte ihren Schritten zu folgen und mich weder auf ihren Hintern noch auf die unzähligen Gestalten um mich herum zu konzentrieren. Vor allem ersteres war trotz dem Umstand, dass sie eine Elbin war, eine beinahe unlösbare Aufgabe. Ich beugte mich zu Bandrihar hinunter. „Ist sie eine Elbin?“, flüsterte ich.
„Was? Nein. Sie ist eine Ari. Was soll denn eine Elbin sein?“
Kurz starrte ich ihn ein wenig verwirrt, doch dann zuckte ich mit den Schultern.
Schließlich blieb sie vor einer der Glaskammern stehen und berührte die Schalttafel neben der Tür mit ihrem Finger, woraufhin die Glastür aufschwang. Unwillkürlich überlegte ich, ob sie hier überhaupt irgendwo normale Türen hatte. Die Elbin – Ari! – bedeutete uns hindurchzutreten und uns zu setzen. Bandrihar und ich folgten ihrer Einladung und setzten uns an den langen Tisch. Saliria setze sich an einen Platz uns gegenüber. Sie warf mir ein beruhigendes Lächeln, das seine Wirkung aber leider nicht tat, zu. „Das wird wohl alles ein bisschen verwirrend für Sie sein, nicht wahr, Herr Karer?“, fragte sie mich.
„Ein bisschen, ist vermutlich die Untertreibung des Jahrhunderts.“
„Das ist verständlich und glauben Sie mir. Als der Rat mich in seine Machenschaften einspannte, war ich nicht weniger verwirrt.“
„Dann heißt das wohl, dass sich dieses Gefühl legt“, meinte ich mit einem schiefen Grinsen.
„Ja das tut es“, meinte sie mit einem Lachen, das mein Herz zu Freudensprüngen veranlasste, „Ich denke, ich sollte trotzdem gleich damit beginnen, Ihnen die Wichtigsten Dinge zu erklären, falls sich Meister Schädelspalter nicht schon verplappert hat.“
„Was soll denn das schon wieder heißen!?“, empörte sich Bandrihar.
„Nur das Ihr Ruf Ihnen vorauseilt.“
„Pah!“
Die Ari wandte sich wieder lächelnd mir zu. „Zunächst erkläre ich Ihnen, warum Sie überhaupt hier sind und worum es sich bei diesem
hier überhaupt handelt.“
Sie wartete, bis ich mein Einverständnis mit einem Nicken kundgetan hatte und fuhr dann fort.
„Sie befinden sich hier im Hauptquartier des Rates in Ihrer Welt. Bitte warten Sie mit Ihren Fragen! Es wird sich alles klären. Vertrauen Sie mir. Dieses Hauptquartier wurde nach Ihrer Zeitrechnung im Jahre 1000 errichtet und dient demnach bereits 1012 Jahre lang dem Rat. In diesem Komplex arbeiten weit über tausend Mitarbeiter aller Ratsvölker und mehrere Dutzend Menschen sind als Spione in ihre Gesellschaft integriert, doch Sie sind der erste Mensch dieser Welt der Zugang zu dieser Einrichtung erhalten hat. Der Grund, warum wir uns für Sie entschieden haben? Der sitzt neben Ihnen.“
„Das war nicht meine Schuld!“, beschwerte sich der Zwerg, „Ich kann nicht bestimmen wo ich auftauche!“
„Damit wird sich ohnehin jemand anderes auseinander setzen“, versuchte die Ari ihn zu beschwichtigen, „Auf jeden Fall ist uns durch diesen Zwischenfall die Entscheidung, welcher Mensch diese Einrichtung betreten darf, aus der Hand genommen geworden. Sie haben nun die Möglichkeit zum Vertreter dieser Welt zu werden. Sie können aber auch gerne ablehnen.“
Ich starrte sie nur aus großen Augen an und versuchte irgendetwas von dem, was sie sagte zu begreifen.
„Keine Sorge. Sie müssen sich nicht sofort entscheiden. Hören Sie sich zunächst an, was ich Ihnen noch zu sagen habe.
Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich des Öfteren Begriffe wie
ihre Welt verwendet habe. Das liegt daran, dass diese Welt, in der wir uns gerade aufhalten, nicht die einzige existierende Welt ist. Allein im Ratssektor gibt es noch an die zweitausend anderen Welten, von denen aber die nur wenigsten an die Größe dieser Welt heranreichen.“
„Sie meinen andere
Planeten…“
„Nein. Ich meine andere Dimensionen. Andere Universen. Andere Ebenen der Existenz.“
„Sie machen einen Scherz, oder?“
„Nein.“
„Doch. Das muss ein Scherz sein.“
„Ist es nicht. Oder haben Sie eine bessere Erklärung für den Kobold, der hinter Ihnen entlang geht.“
„Das ist
kein Scherz?“
„Korrekt.“
„Ach, du heilige Scheiße…“
„Möchten Sie einen Schluck Wasser?“
Ich nickte und sie stellte mir einen Becher Wasser für die Nase, von dem ich einen großen Schluck nahm.
„Das heißt, alle in dieser Einrichtung kommen aus einer anderen Welt?“
„Ja.“
„Puh…“
„Soll ich mit meinen Erklärungen weitermachen, oder brauchen Sie noch einen Moment?“
Ich nickte bedächtig und sie setzte gerade zu sprechen an, als sie von einem lauten, nervtötenden Geräusch unterbrochen wurde. „Was ist das?“, fragte ich.
„Die Alarmanlage für einen Angriff von außen!“
Was als nächstes geschah, geschah so schnell, dass ich erst alles realisierte, als es schon zu spät. Zunächst verwandelte sich die ganze Halle in einen chaotischen Raum voller herumlaufender Geschöpfe, die sich irgendwo verstecken wollten. Kurz darauf entströmten einem der Gänge an den Seiten der Halle eine große Zahl von Guardians, die sich vor dem Aufzug postierten. Die Gewehre hatten sie im Anschlag und zielten auf den Punkt, an dem die Röhre aus der Decke kam.
Ich selbst wurde von Saliria und Bandrihar aus dem Besprechungsraum gejagt und durch die Halle in einen Seitengang der Halle gejagt. Bei einem letzten Blick über die Schulter konnte ich noch erkennen, wie die Guardians die sich öffnende Kammer in Beschuss nahmen, dann wurde mein Blick von der Mauer abgeschnitten. Mehr stolpernd als laufend folgte ich Saliria, die Bandrihar und mich durch ein Labyrinth von Gängen dirigierte, in dem ich mich alleine wahrscheinlich verlaufen hätte. Mit kurzen, meist einsilbigen, Anweisungen erklärte die Ari den Weg und wir befolgten ihn ohne Einwand zu erheben. Nach einem fünfminütigen Lauf winkte uns Saliria in einen Raum und schloss die Tür hinter uns.
Erschöpft lehnte ich mich gegen die Wand und versuchte die Eindrücke der letzten Minuten zu verarbeiten. „Ich denke hier sollten wir sicher sein“, meinte Saliria.
„Was… zur Hölle… war das?!“, fragte ich gepresst zwischen Atemstößen.
„Die Einrichtung wird angegriffen.“
„Haben Sie nicht vorhin die Guardians mit den Worten, sie würden hier nicht benötigt, weggeschickt?“, fragte Bandrihar.
„Ja. Auch Ari können sich irren, Meister Zwerg.“
„Jetzt weiß ich das auch… Was machen wir jetzt?“
„Wir warten hier, bis die Söldner die Angreifer zurückgeschlagen haben.“
„Ich bewundere Ihren Optimismus.“
„Die Guardians haben ihre Arbeit bisher immer erledigt.“
„So etwas kommt öfter vor?!“, warf ich ein.
„Regelmäßig. Aber es kommt nie zu ernsthaften Schäden.“
„Ich hoffe, es bliebt dabei“, murmelte Bandrihar.
„Mit Sicherheit“, meinte Saliria.
Wir saßen eine Weile schweigend da bis auf einmal ein leises Piepsen die Ruhe störte. Saliria holte etwas aus ihrer Tasche, das mich an ein Handy erinnerte und legt es vor sich auf den einzigen Tisch in dem kleinen Raum. Über dem Gerät bildete sich auf einmal ein Hologramm von dem Gesicht eines…Orks! „Saliria Alrenìn! Ich bin froh, dass es Ihnen gut geht“, meinte das Hologramm.
„Kommandant“, erwiderte Saliria.
„Haben Sie unseren Gast und den Meister Schädelspalter in Sicherheit gebracht?“
„Natürlich.“
„Sehr gut. Anscheinend gibt es unter den Ari, doch ein paar auf die man sich noch verlassen kann. Bleiben Sie dort noch eine Weile, bis die Söldner den Angriff zurückgeschlagen haben. Es könnte ein paar Stunden dauern. Es sind wesentlich mehr als sonst. Anscheinend haben Sie irgendwie davon erfahren, dass wir einen Gast von dieser Welt hier haben und sind deshalb mit mehr Leuten als gewöhnlich einmarschiert.“
„Könnten sich Probleme ergeben?“
„Durchaus möglich, aber wenn sich Bandrihar Schädelspalter bei Ihnen befindet, haben die Angreifer mehr zu befürchten als Sie.“
„In Ordnung. Soll ich dem Jungen die Dinge in der Zwischenzeit weiter erklären?“
„Seien Sie so nett, ja.“
„In Ordnung, Sir. Viel Glück da draußen.“
„Danke, Saliria.“
Die Verbindung brach ab.
Ich starrte noch immer an die Stelle, an der gerade noch der Kopf eines Orks zu sehen war und fühlte mich ein wenig in einen Science Fiction-Film versetzt. In Gedanken verfluchte ich meine Neugierde, weil sie mich hier hin gebracht hatte, auch wenn ich wusste, dass es nichts brachte.
„Also gut, meine Herren, Sie haben den Kommandanten gehört“, meinte Saliria, „Meister Schädelspalter, Sie bewachen die Türe, während ich dem Frischling hier die Dinge erkläre.“
„Geht klar“, erwiderte Bandrihar und schlüpfte aus seiner schwarzen Kutte, unter der er eine futuristische Rüstung und eine merkwürdige Flinte mit einer Axt vorne dran trug. „Was!? Soll ich etwa in dem schwarzen Fummel kämpfen?!“
„Setzen Sie sich, Herr Karer“, forderte mich Saliria auf und deutete auf den Tisch. Ich folgte der Aufforderung und setzte mich. Sie setzte sich mir gegenüber. „Haben Sie meine vorherigen Erklärungen schon verkraftet?“
„Mehr oder weniger. Sie haben mir erklärt, dass es mehrere Welten gibt, aber irgendwie will das nicht in meinen Schädel hinein gehen.“
„Was ist daran so unbegreiflich?“
„Die ganze Aussage. Ich bin schließlich immer davon ausgegangen, dass es nur eine Welt gibt.“
„Sie haben nicht unrecht. So eine Erklärung kann einen schon aus den Socken hauen.“
„Sie sagen es.“
„Haben Sie dazu irgendwelche Fragen?
„Einige.“
Sie forderte mich mit einer kleinen Handbewegung auf, sie zu stellen.
„Also als erstes würde ich gerne wissen, was Sie alle hier eigentlich machen. Wenn es so viele andere Welten gibt, was verschlägt Sie dann genau hierher?“
„Ich glaube da muss ich etwas weiter ausgreifen“, erklärte sie und ich bat sie mit einem Nicken, das zu tun, „Ihre Welt entstand, wie Sie vermutlich wissen, vor einigen Milliarden Jahren. Der Grund für ihre Erschaffung dürfte Ihnen aber im Normalfall nicht bekannt sein. Um diesen zu erklären, muss ich Ihnen zunächst ein paar Dinge näher bringen.
Zunächst sollte ich Ihnen das politische System der Welten erklären. Es gibt in den Welten diverse politische Organisationen, die jeweils mehrere Welten kontrollieren. Die mächtigste dieser Organisationen ist der Rat. Dieser kontrolliert alles in allem insgesamt hundertzweiundsiebzig Welten, doch das soll Sie im Moment nicht wirklich interessieren.“
„Gehört diese Welt auch zu diesen hundertzweiundsiebzig?“, fragte ich dazwischen.
„Nein. Aber der Rat hat diese Welt zum Protektorat erklärt. Das heißt, dass niemand einen Angriff auf diese Welt oder auf Bewohner dieser Welt führen darf.“
„Und was ist mit dem Angriff der gerade eben stattfindet?“
„Dazu komme ich noch. Lassen Sie mich bitte weitererklären.“
Mit einer Handbewegung deutete ich ihr an fortzufahren.
„Die politischen Organisationen kontrollieren also die Welten. Neben diesen gibt es auch noch eine weitere Instanz, die für die Welten wichtig sind. Diese sind die Götter, oder auch Schöpfer. Sie sind die einzigen die neue Welten erschaffen können und darum gibt es sehr oft engen Kontakt zwischen Politikern und Göttern. Ist Ihnen bis hierher alles klar?“
Nach kurzem Zögern nickte ich. Saliria wollte gerade eben fortfahren, doch just in dem Moment zersplitterte die Tür in den Raum mit einem Krachen. Gleich darauf stürmte eine Gruppe von kahlgeschorenen Männern in das Zimmer. Bandrihar hob augenblicklich seine Flinte und erschoss einen von ihnen, doch binnen Sekunden wurde er von einem Gewehrkolben niedergeschlagen. Die Männer, vier von ursprünglich fünf, füllten den Raum. Auch Saliria wurde, noch bevor sie ihre Pistole ziehen konnte, ausgeknockt. Zuletzt ging noch einer auf mich zu und baute sich vor mir auf. Das letzte, woran ich mich erinnern kann, ist der Schmerz, den der Gewehrkolben in meinem Gesicht erzeugte. Das letzte was ich sah, war das Gesicht des Mannes, der mir diesen ins Gesicht hämmerte. Auch wenn es streng genommen kein Mann war sondern ebenfalls ein Ork. Mein letzter Gedanke, bevor mich das Bewusstsein verließ, war, was ein Ork mit einem Sturmgewehr machte und warum sie Saliria immer unterbrechen mussten, wenn es interessant wurde.
Ich denke Sie verstehen jetzt, warum es mir lieber gewesen wäre, ich hätte nie von meinem Wissen Gebrauch gemacht, denn irgendwie war der Gedanke, dass mich ein Ork niedergeschlagen hatte, nicht sehr beruhigend.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.05.2012.
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