Ich bin glücklich von einer finanziell durchaus potenten Frau geschieden und auch deshalb nur an exklusiven Stränden zu Gast. Selbstverständlich kann ich jene hier nicht zum Besten geben, sonst laufen Sie mir dort am Ende noch über den Weg. Is dort alles abgeschirmt, aber irgendeinen Weg gibts ja immer, oder ? Es muß genügen meinen nun folgenden Ausführungen einfach begeistert beizuwohnen :
Ich weiß nicht mehr, ob ich mich an alles erinnern kann, aber wenn Sie mich deshalb einen versifften Alki nennen, werde ich Sie von meinen Anwälten verklagen lassen. Also, es war irgendwo in Europa, Privatstrand und wie gesagt, in einer vom Pöbel abgeschirmten Bucht. Der Sand beugte sich sanft unter meinen Schritten, während sie meinen durchtrainierten Leib zwischen den einzelnen Wellen hin zum Tanz einer unerhörten Melodie im Schaum der Gezeiten auf zärtlichste Weise wiegend im Stande waren. Bevor dieser, wohl auch Ihnen bekannte Sonnenball, im Meer versank um küssend Mond und Sterne zu erwecken, sprang ich in jenes aufreizende und nur darauf wartende Nass, welches sich vor mir bis zum Horizont erstreckte. Umhüllt vom eigentlichen Bestandteil dieser Erde, welcher jedem zur Verfügung steht,( also jammert nicht) , befand sich mein Zustand zwischen allen Dingen. Hatte dies ganze nun einfach mit Natur zu tun, dem Koks, oder einfach diesem Mädchen, das mal bei einem Modelcasting auf Pro-7 teilnehmen mußte ?
Egal, wir hatten jedenfalls Sex im Ozean während die Sonne unterging. Ich kann mich natürlich auch nicht mehr an ihren Namen erinnern, aber wir tranken danach bei den anderen einen Cocktail für zwanzig Euro und haben uns danach nie wieder gesehen. Jede Freizeitvilla meiner Kameraden steht auf einem Steingebilde in der Nähe einer Bucht. Auch jene, von der ich hier erzähle, die Lounge leicht beleuchtet nicht weit oberhalb vom Strand. In meinem maßgeschneiderten Anzug, der noch in den Büschen lag, verbarg sich eine Zigarre, welcher ich mir in Absicht, sie genußvoll nach diesem kleinen Spektakel inhalieren zu wollen, nun auch bemächtigte. Geld für ein Taxi war allerdings nicht mehr drin, deshalb mußte das Mädel zurück in die Stadt laufen.
Als ich nach meiner Befriedigung nun endlich wieder allein den Sand unter meinen Füssen geniessen konnte, ging ich ein paar Schritte entlang der Bucht. Dixi-Klos, Strandkörbe und Arfikaner die Sonnenbrillen verkaufen, so wie Sie das aus ihrem Urlaub kennen, war dort natürlich nicht zu finden. Nur der Mond mit seinen Sternen war mittlerweile noch mein Begleiter. Im Vorhaben, nun einsam durch den Klang der Wellen zum anderen Ende der Bucht zu wandeln, ließ ich mir noch kurz von einem Bediensteten zwei gut gekühlte Gläser, gefüllt mit reinstem Gin, servieren. Es war ein für mich wirklich guter Abend, gewiß, Sie haben jenen anders erlebt, auch wenn hier von keinem Datum die Rede ist, aber man kann davon ausgehen, oder ? Jedenfalls befand ich mich auf einer Art Wanderschaft durch mein eigenes Universum, trug dabei noch immer meine etwas zu enge Badehose und zog aus, um dem Mond meine Aufwartung zu machen. Kletterte über Stock und Stein, immer weiter entfernt von der Villa meines Kumpanen, bis mein durchtrainierter Leib am Ende dieser Luxusbucht angekommen schien. Und dort, ja was passierte dann dort, lieber Leser ? Ich bin zurück ins Wasser gefallen und dort elend ertrunken...
.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Gritsch).
Der Beitrag wurde von Andreas Gritsch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2012.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
web.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)Andreas Gritsch als Lieblingsautor markieren

Poetische Zungenküsse Erotische Gedichte und Zeichnungen
von Hartmut Pollack
Die frechsten, anzüglichsten und erotischsten, Gedichte finden sich zwischen diesen beiden, Buchdeckeln, natürlich auch die zärtlichsten, voller Sehnsucht und Liebestiefe und – wer mag, darüber lächeln – manchmal ganz schön schmachtend. Voller Esprit aber nichts für Sittenwächter, das ist das, was die beiden Autoren da aufs Papier gebracht haben, und was ihr Künstler augenfällig und gekonnt begleitet. Poetisch, liebessüchtig und frivol, welchem Leser werden, da nicht alle Sinne wach, wenn ihm tausend Schmetterlinge, im Bauch zu kitzeln beginnen. Ein Buch zum gebrauchen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: