Norbert Wittke

Bitte zurück bleiben



In den letzten Tagen habe ich die schöne Stadt München und ihre Umgebung besucht. Mit dem Auto ist es nicht so angenehm durch München zu fahren. Ich habe daher mein Auto in Halbergmoos stehen lassen und habe die S-Bahn und die U- Bahn benutzt. Sonst fahre ich nicht so häufig mit dem Zug. Es fiel mir daher besonders auf, warum bei uns so viele Menschen (auch Schüler) zurück geblieben sind.

Ich stehe oder sitze beim Umsteigen auf den Bahnsteigen. Was höre ich immer wieder, wenn eine Bahn angekommen ist und wieder zum Abfahren bereit ist. "Bitte zurück bleiben.!" Viele Menschen hören das Tag für Tag, und sie halten sich daran. Sie bleiben zurück und können mit anderen nicht mehr konkurrieren. Das Versagen bei der Pisa Studie ist also nicht von ungefähr, sondern auf die dauernenden Aufforderungen zurück zu führen: "Bitte zurück bleiben!"

Hört man es täglich, was bleibt einem dann anderes übrig. Man bleibt zurück und verkümmert geistig. Mir ist auch dabei aufgefallen, dass viele Züge nach "Nicht einsteigen" fahren. Wo das liegt habe ich nicht heraus gefunden. Auch nach Dienstfahrt, ich habe es auf keinem Plan gefunden, fahren einige Züge. Da möchte ich auch mal hinfahren, um Neuland zu entdecken.

Übrigens werden in den Bahnen die nächsten Haltestellen angesagt. Ich habe festgestellt, dass ich den Herrn, der die Stationen auf Englisch ansagt, besser verstehe, als die Dame die mit Bayrischem Akzent die Ansagen in "Deutsch" macht. Aber da kann man sich wieder streiten, ob Bayrisch wirklich zum Deutschen Sprachraum gehört. Nichts für ungut Ihr Bayern, aber diese Gedanken können einem schon mal kommen, wenn man besonders auf einen Urbayern trifft.

Allseits deshalb gute Fahrt und nehmen sie das Bitte zurück bleiben nicht zu wörtlich. Sie können Ihre Intelligenz ruhig weiter entwickeln.


27.06.2012                         Norbert Wittke


 

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