Freundschaftlicher Austausch selbständiger Gemeinschaften.
Die Krisen häufen sich in unserem globalisierten und auf Gewinn- und Profitmaximierung ausgerichteten Weltwirtschaftssystem. Viele haben das Gefühl, nur noch als kleines, unbedeutendes Rädchen in einem gigantischen Weltwirtschaftssystem zu funktionieren.
Als Antwort darauf gibt es einen bunten Flickenteppich einer Vielzahl selbstorganisierter Gemeinschaften in der ganzen Welt, die in unterschiedlicher Weise untereinander vernetzt sind. Was braucht es, dass die Liebe und das Vertrauen untereinander wieder wächst? Einerseits sind die Gemeinschaften autonome kleine Zellen, die einen Großteil ihrer Lebensumstände selbst bestimmen, andererseits gibt es einige Netzwerke von Gemeinschaften, wo der freundschaftliche Austausch miteinander eingeübt wird.
Ich selbst besuche seit einiger Zeit eine Modellgemeinschaft in der Nähe einer brandenburgischen Kreisstadt, die mit etwa 100 Menschen am Waldrand lebt. Sie forschen im Bereich Liebe und Vertrauen, dass unter den Menschen wieder wachsen soll. Einen Teil des Nahrungsmittelbedarfs pflanzt diese Gemeinschaft selber an, ein Teil muss zugekauft werden. Diese Lebensgemeinschaft hat zum Beispiel ihre eigene Wasserkläranlage und Wasserbrunnen. Sie kämpfen ganz aktuell gegen den Anschlusszwang der städtischen Kläranlage und Wasserversorgung. Die Stadt möchte das, aber die Lebensgemeinschaft sieht ihre Pflanzenkläranlage und Wasserbrunnen mit frischem Quellwasser als ökologisches Modellprojekt, das erhalten werden muss.
Weiterhin arbeiten sie mit anderen Gemeinschaften an einem eigenen Währungssystem, das den freundschaftlichen Austausch der Gemeinschaften begünstigen soll. Ein Netzwerk von Gemeinschaften möchte gern einen freundschaftlichen Austausch ihrer Güter und Dienstleistungen betreiben. Man möchte gern bei Freunden einkaufen statt im Großhandel. Diese Gemeinschaften arbeiten an einer anderen Welt, bei der der Austausch unter Freunden möglich wird. Sie wollen eine neue Welt mit regionalen Währungssystemen, bei der der freundschaftliche Austausch regionaler, selbstorganisierter Gemeinschaften wachsen soll.
Es wird an einem neuen Wertesystem gearbeitet, wo ein freundschaftlicher Umgang miteinander gepflegt werden soll, dass eine Alternative zu dem ausbeuterischen Profitdenken sein soll. Ein bunter Flickenteppich von Gemeinschaften ist mittlerweile auf der ganzen Welt entstanden, und das lässt hoffen.
Konrad Folkmann, 27.06.12
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.07.2012.
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Endstation Zoo Ein Bahnhof sagt Adé (Lyrische Hommage)
von Jakob Wienther
Sein offizieller Name lautet Berlin Zoologischer Garten. Bekannt ist der
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