Meinhard Pahlke

Bertram der Bieber

Bertram der Biber

 
zufrieden streckte sich Bertram der Bieber in seinem neuen Bau aus und freute sich darueber was er heute geleistet hatte. Zwar waren alle Biber super Baumeister, aber Bertram war der Supermann der Biber denn er konnte Baeume faellen wie sonst keiner und hatte ein besonderes System ausprobiert um seinen beruehmten Biberdamm zu bauen so dass er das Wasser von einem Bach staute bis ein kleiner See entstand und der Eingang zu seinem Biberbau unter Wasser stand. Bertram war ein Meister seines Faches der mit seinen scharfen Zaehnen Baeume faellte als waeren sie Streichhoelzer. Dann hackte er den Stamm in einzelne Stuecke und rammte diese in den Lehmboden bis ein richtiger Staudamm entstand.. Die Luecken verschloss er mit Astwerk, Moos und Schlamm  so dass kein Wasser mehr abfliessen konnte.Den Rest der frischen gruenen Aeste aus den Baumkronen frass er selbst als besonderen Leckerbissen und auch die Rinde war eines seiner Leibgerichte.Da Bertram keine Baeume hochklettern konnte um an die Blaetter zu kommen, hackte er kurzerhand den Baum um.Bertram war aber auch wie jeder andere Biber ein richtig guter Baumeister der den See so regulieren konnte, dass sein Eingang zur Biberburg immer unter Wasser stand. Stieg der See bei Regen an, machte er einfach eine Luecke in den Damm und liess das Wasser abfliessen. Brauchte er mehr, machte er die Luecke wieder dicht. . Das alles machte Bertram in einer einzigen Nacht mit einer Geschwindigkeit, dass man nur staunen konnte.
Staunen taten am anderen Morgen auch zwei Angler unten im Tal sehr darueber, dass scheinbar ueber Nacht der Bach verschwunden war.
" Am Sonntag war doch noch Wasser hier " meinte der eine und zeigte hilflos auf  das
kleine Rinnsal , dass einmal ein Bach gewesen war .
" Man hat uns den Bach geklaut " meinte der Freund und schuettelte unglaublich den Kopf. " Wir gehen am besten ins Dorf und verstaendigen den Buergermeister dass wir keinen Bach mehr haben, denn mit Fischen wird das nichts mehr "
Und so kam es, dass eine Stunde spaeter die  beiden Angelfreunde vor dem Buergermeister standen um die unglaubliche Neuigkeit vorzubringen.  " Habt ihr beiden etwas getrunken ? " fragte der Buergermeister misstrauisch, da er nicht glauben konnte, dass der Dorfbach, der seit ewigen Zeiten aus dem Wald herunterfloss ploetzlich verschwunden sein sollte. "
" Am besten sehen Sie sich das persoenlich einmal an " meinten die beiden und so kam es, dass wenig spaeter der Buergermeister, gefolgt von den Anglern und einer Prozession von Dorfbewohnern ueber die Wiesen zum Bach stampften, denn keiner wollte sich das Schauspiel entgehen lassen warum das Wasser im Bach verschwunden war. Und dann standen sie alle am Ufer und starrten unglaeubig auf das bis' chen Wasser das zu sehen war.
" Wir muessen den Foerster holen " schlug der Buergermeister vor, denn der war fuer den Wald zustaendig mit allem was sich darin an Tieren und Baeume befand, also auch fuer den Bach mit seinen Fischen drin.
Weil der Foerster aber gerade in der naechsten Stadt war, wurde es Nachmittag bis er angefahren kam um von der Sache mehr zu erfahren vor der ihm der Buergermeister aufgeregt am Telefon berichtet hatte.
" Na dann erzaehlen Sie mal " forderte er den Dorfchef auf als er im Rathaus Platz genommen hatte, denn ihm waren schon die unglaublichsten Geschichten erzaehlt worden. So hatte einmal ein Dorfbewohner behauptet, dass er einem Waldmenschen gesehen haette der mindestens drei Meter gross gewesen war und deshalb wollte er erstmal in Ruhe anhoeren ob an der Geschichte auch alles stimmte.
 
" Gut " meinte er dann, als der Buergermeister mit seinem Bericht fertig war. " Ich
werde jetzt zum Wald hochfahren und mir selbst die Sache ansehen " 
Der Foerster kannte seinen Wald gut und glaubte , dass der heftige Sturm in den letzten Tagen vielleicht einige Baeume umgeworfen haette die den  Bach stauten sodass er an dieser Stelle nicht abfliessen konnte. Zunaechst sah alles noch ganz normal aus, aber als er dann zu der Stelle kam wo der Bach einen Knick machte und an den Ufern junge Birken und Weiden standenv sah er das Kunstwerk aus Staemmen die das Wasser zu einem kleinen See gestaut hatten und wusste  sofort wer hier der Schuldige war.
" Mein lieber Schwan " kratzte sich der Foerster am Kopf " Da hat aber ein ganz besonders fleissiger Biber  den Bach umgeleitet. " Und jetzt haben wir hier oben einen See und unten haben die Fische kein Wasser mehr."
Er besah sich neben dem Damm eine Luecke und beschloss spontan diese so zu erweitern,  damit wieder so viel Wasser den Bach herunterfloss dass auch die Forellen wieder schwimmen konnten. Danach fuhr er in die Stadt zurueck wo ein Umwelttreffen stattfand zu dem er auch eingeladen war. Er rief deshalb nur kurz den Buergermeister an und sagte ihm, dass der Bach wieder fliesse, kein Grund zur Panik bestehe und er am naechsten Tag ins Rathaus kaeme um die  Sache mit ihm zu besprechen.Dass ein Biber die Ursache fuer die Bachregulierung war wollte er erst am naechsten Tag persoenlich im Rathaus besprechen und welche Massnahmen man dagegen treffen konnte.Die Nachricht verbreitete sich im Dorf in Windeseile und die Angler, die im Wirtshaus sassen um ihr Erlebnis mit einigen Kruegen Bier herunterzuspuelen freuten sich maechtig, dass sie am naechsten Morgen gleich in der Fruehe wieder ihre Angeln auswerfen konnten. Und tatsaechlich war am anderen Morgen der Bach wieder da wo Tags zuvor nur ein wenig Wasser plaetscherte.
Aber es freuten sich nicht alle, denn als Bertram am anderen Morgen erwachte merkte er sofort, dass etwas nicht stimmte und sein Eingang zum Bau  trocken war weil das Wasser ueber Nacht scheinbar abgeflossen war. " Das wollen wir doch gleich einmal reparieren " aergerte er sich und schwamm  einige Runden durch den
kuenstlichen See um nachzusehen warum das Wasser ueber Nacht gesunken war. Es dauerte auch nicht lange bis er die Stelle fand die der Foerster im Damm frei gemacht hatte und so schwamm er ans Ufer und sah sich genau die Birkenbaeume an bis er den richtigen Baum ausgesucht hatte um ihn zu faellen und seinen See wieder wasserfest zu machen .Dieses Mal sollte alles so dicht wie  nur moeglich sein und so tauchte er ueber 15 Minuten lang bis auf den Grund und verklebte mit den Haenden jede Ritze unter Wasser .Es war noch nicht Abend geworden als er die Luecke repariert hatte und der Eingang zu seiner Burg wieder vorschriftsmaessig unter Wasser lag. Dann schleppte er noch einige Birkenaeste in seinen Bau und liess es sich gut gehen.
Auch die beiden Angler waren mit dem Tag zufrieden gewesen denn sie hatten einige besonders grosse Forellen gefangen die sie dem Wirt in der Gaststube gaben damit dieser fuer sich und die Angler ein schmackhaftes Fischessen zubereiten konnte.
Tags darauf wollten sie beide nochmals die Angeln auswerfen um fuer Nachschub zu sorgen.
Aber als sie am naechsten Morgen gutgelaunt am Bach eintrafen staunten sie nicht schlecht als sie bemerkten, dass schon wieder kein Wasser da war .
" Ja da fress mir einer doch einen Besen " schrie der eine und forderte seinen Freund auf damit er ihn kneifen sollte weil er wohl traeume und sie nicht glauben konnten, dass sie von einem kleinen Biber zum Narren gehalten wurden.
Inzwischen war aber auch ein Bauer an dem Biberdamm eingetroffen der sich natuerlich  auch darueber gewundert hatte warum ploetzlich so wenig Wasser in dem Bach war der durch seine Wiesen floss. Um der Sache nachzugehen war er schliesslich an  den Waldrand gekommen und stand nun staunend vor dem kuenstlich gestauten See. " Da wollen sich einige Jungen einen Spass machen " dachte er weil er noch nie einen Biber gesehen hatte der so perfeckt bauen konnte. Nachdem er rechts und links unglaeubig den Damm entlanggegangen war hatte er bemerkt, dass auf der einen Seite ein Abfluss existierte der aber nur die Haelfte des ehemaligen Wassers in den Bach fliessen lies. Daneben hatte sich ein zweiter Durchgang gebildet ueber den ebenfalls Wasser aus dem See kam welches jedoch nach wenigen Metern in der Erde versickerte bis dort  ein zweiter Bach entstand. Also packte er  kurzerhand einige Staemme und drueckte sie so zur Seite, dass wieder genug Wasser in den alten Bach fliessen konnte. Danach stampfte er in seinen Gummistiefeln zufrieden  ins Tal zurueck.
Waehrend dieser Zeit sassen die beiden Angelfreunde wieder im Wirtshaus und erklaerten dem erstaunten Wirt warum sie heute wieder keinen Fang bemacht hatten.
" das will ich selbst sehen " sagte er und rief seine Frau dass er kurz einmal auf dem Weg  zum Bach waere damit sie in der Gaststube so lange aufpassen konnte und marschierte gemeinsam mit den beiden davon.
" Maenner " meinte der Dorfwirt  als er auf den friedlich dahinplaetschernen Bach sah, " Ihr braucht mir doch nicht extra so eine Geschichte zu erzaehlen nur weil Ihr nichts gefangen habt "  und ging beleidigt durch das Gras zurueck in seine Kneipe.
" Ich glaube es nicht " rief der eine ihm nach, " da war vorhin noch kein Wasser drin"
Aber der Wirt winkte mit einer Hand nur ab ohne sich noch einmal umzudrehen.
Ratlos liefen die beiden am Ufer auf und ab und begannen ernsthaft darueber nachzudenken ob vielleicht doch der Alkohol  daran schuld war, dass sie bereits Halluzinationen  hatten. " Wir trinken heute nicht mehr soviel Paul " meinte der eine schliesslich und zuckte hilflos mit den Schiltern.
 Als die Angler schon wieder an ihrem Stammtisch im Dorfkrug sassen und darueber  diskutierten ob sie noch ein Bier vertragen konnten wurde es oberhalb des Baches hektisch als Bertram der Bieber merkte, dass schon wieder sein See am Auslaufen war weil der Wasserspiegel erheblich gesunken war. Aber Bertram war nicht ueber hundert Kilometer gewandert um dieses herrliche Revier zu finden und dachte garnicht daran kampflos seine Burg, seinen See und seinen Damm aufzugeben.
Auch wusste er nicht, ob an einer anderen Stelle auch so viele junge Birken mit saftiger Rinde und frischem Gruen wuchsen, dass es eine Freude war hier zu leben.
Nach einer kurzen Inspektion  hatte Bertram schnell die Schadstelle entdeckt und begann umgehend mit den notwendigen Reperaturarbeiten  Am naechsten Morgen stieg das Wasser bereits wieder und der Bach begann erneut mager zu werden.
" Ich weiss, " meinte der Dorfwirt als die beiden Angelfreunde am naechsten Mittag
in sein Lokal stuermten, " im Bach ist wieder kein Wasser mehr "
" Warst du auch da und hast es gesehen " ?
" Nein, aber euer Gesicht sagt mir alles " lachte der Wirt und der ganze Stammtisch stimmte schadenfreudig mit ein als in diesem Moment der Foerster das Lokal betrat.
" Ihr seid ja alle bester Laune " meinte er und setzte sich mit an den Stammtisch.
" Weil unsere beiden Angelfreunde hier den Bach staendig  auf und ab, einmal  mit und einmal ohne Wasser sehen "  Dabei schlugen sich alle wie wild auf die Schenkel und kruemmten sich vor Lachen .
" Hoert mal alle her Leute " begann der Foerster als sich alle am Tisch ein wenig beruhigt hatten und sich die Traenen aus den Augen rieben, " Ich habe ganz vergessen euch den wahren Grund zu sagen was mit unserem schoenen Bach los ist."
" Und ?" riefen sie rechts und links von ihm.
" Wir haben einen neuen Bewohner bekommen " laechelte er vielsagend,
" Einen neuen Bewohner ? " riefen alle wild durcheinander " und das  haben wir alle bisher nicht gemerkt ?"
" Also Maenner " ,machte der Foerster eine Kunstpause , " er wohnt oben im Wald, besser gesagt an seinem See den er sich selbst gebaut hat und welches der Grund ist warum unser Bach manchmal sein Wasser verliert ".
" Kapier ich nicht ", schuettelte einer der Angler den Kopf.
" Abschiessen " rief der Metzger.
" Wir muessen ihm das Handwek legen " riefen die beiden Angler wie aus einem Mund.
 Da meldete sich der Sohn des Baeckers der in der Stadt studierte und jetzt in den Semesterferien seinem Vater im Betrieb half. Er war ausserdem ein Naturfrik und angagierte sich sehr fuer die Rettung der Wale.
" Ein Biber macht nur das, wozu ihn die Natur bestimmt hat und das ist nun einmal das Daemmebauen und das macht er richtig gut." Verteidigte er den Biber.
" Dann sag ihm, dass er sich einen anderen Bach suchen soll " meinte der Metzger.
" Halt, halt Leute " stoppte der Foerster den Streit, " Ich komme gerade aus der Stadt und hatte dort das Glueck mit Naturschuetzer aus vielen Laendern in Europa zu sprechen und da waren auch Delegierte aus Daenemark dabei "  Er laechelte vielsagend, " und diese Daenen sind genau auf der Suche nach etwas was wir haben".
" Ich schlage vor " wurde der Foerster offiziell, " dass wir uns alle oben am Wald , wo der Bach einen Knick macht treffen so dass wir uns  ansehen was unser Baumeister im Pelz vollbracht hat."
Als sich eine halbe Stunde spaeter die ganze Gesellschaft am Waldrand  zusammenstand sah der Foerster in die Runde und legte einen Finger vor den Mund. "Wir muessen ab jetzt leise sein " ermahnte er " und wenn wir Glueck haben sehen wir den kleinen Kerl "
Dann schlichen sie wie Indianer auf dem Kruegspfad auf den Biberamm zu bis sie einen Blick auf den See werfen konnten.
" Da ist er, ich sehe ihn " fluesterte der Dorfwirt und zeigte auf die rechte Seite des Sees wo gerade ein wuscheliger brauner Kopf aus dem Wasser ragte  und sich schnell auf das andere Ufer bewegte  wo eine ganze Menge gruener Aeste lagen.
Atemlos beobachteten die Maenner wie der Biber aus dem Wasser kam, sich einen ziemlich grossen Ast mit saftigen Blaettern nahm und und ihn zurueck auf die andere Seite transportierte wo anscheinend sei Bau war.
" Gehen wir wieder " forderte der Foerster die Maenner auf und  zog sich geduckt zurueck waehrend ihm die anderen folgten.
" Ist ja ein richtiger Schwerarbeiter, unser Freund " meinte der Metzger als sie in einiger Entfernung vom See zusammenstanden.
" Du wolltest ihn doch abschiessen " meinte der Baeckersohn.
" Du musst doch nicht alles gleich so woertlich nehmen ", entschuldigte sich der Metzger
" Ich habe den Biber bereits getestet, " erklaerte der Foerster " und ihm ein Loch in den Damm gemacht. "
" Und da ist er immer noch da ? "
" Ja, denn er hat den Schaden ruck zuck repariert und kaempft und verteidigt sein neues zu Hause hartnaeckig ". Der Foerster kratzte sich am Kopf, " wie ich schon im Wirtshaus sagte sind Naturschuetzer aus Daenemark in der Stadt die gerne den Bieber mitnehmen wuerden wenn wir ihn nicht wollen. "
" Von wollen kann doch gar keine Rede sein ," meinte der Besitzer der Saegerei,
" und wenn ich mir das so richtig ueberlege haette ich nichts dagegen wenn er hier bleiben wuerde."
" Klar ist erstmal " gab der Wirt seinen Senf dazu, " dass das unser Biber ist und wieso soll er nach Daenemerk wenn er sich bei uns wohlfuehlt."
" Ich bin der gleichen Meinung " sagte der Wirt und sah den Metzger scharf an
" Wenn Du auch der gleichen Meinung bist hat das sich mit dem Umzug erledigt und unser Biber bleibt hier bei uns im Wald."
" Und was ist mit dem Bach Foerster ? " fragte der Metzger.
" Keine Angst, unser Bach wird wieder von selbst reguliert wenn genug Wasser in dem Teich ist damit es abfliessen kann  solange der Eingang zur Burg des Bibers unter Wasser liegt".
" Dann schlage ich vor, dass wir den Bach gleich in Biberbach umtaufen " entgegnete der Metzger sodass alle herzhaft anfingen zu lachen.
" Warum denn nicht gleich das Dorf in Bieberbach " umtaufen riefen die Angler und schrien vor Vergnuegen.
" Morgen Mittag wollen die Daenen kommen und sich unseren Bieber ansehen " warf der Foerster ein. " Was sollen wir denen erzaehlen ? "
" Wir erzaehlen denen erst einmal garnichts " grinste der Saegewerkbesitzer, " denn ich habe da bereits eine Idee " und laechelte geheimnisvoll.
" Dann lassen wir uns mal alle von Dir morgen ueberraschen " , beendete der Sohn des Baeckers die Diskussion und da er von Herzen ein ueberzeugter Natur und Tierschuetzer war freute er sich wahnsinnig, dass der Biber gerettet war und nichts mehr zu befuerchten hatte.
Frohgelaunt zogen alle daraufhin ab um im Dorfkrug bei einem kuehlen Glas Bier den ereignisreichen Tag zu feiern. 
Puenktlich am Mittag des naechsten Tages trafen die beiden Daenen im Haus der Gemeindeverwaltung ein, froh gelaunt und in Erwartung den Biber zu sehen um ihn mit nach Daenemark zu nehmen.
" Kommen wir also gleich zur Sache " meinte der eine nachdem sich alle begruesst hatten " und sprechen wir ueber unseren Biber >
" Wir muessen da noch etwas klaeren " meinte der Buegermeister und sah hilfesuchend nach dem Foerster, " denn inzwischen ist da eine Aenderung im Bezug auf den Biber eingetreten".
" Ich will es erklaeren " mischte sich der Foerster ein, " wir hatten gestern eine Begehung aller Gemeinderaete mit anschliessender Debatte beim Biberweiher und sind dabei zu der Entscheidung gekommen, dass er entgegen vorheriger Meinungen und Ablehnung nun doch hierbleiben sollte "
Erschrocken sahen sich die beiden Maenner aus Daenemark an. " Einerseits freuen wir uns als Tierschuetzer natuerlich dass ihr den Biber behalten wollt, aber andererseits muessen wir auch zugeben, dass wir enttauescht sind, dass wir ihn nicht mitnehmen koennen. Er haette uns gute Dienste in einem Moorgebiet im Norden unseres Landes geleistet und uns eine Menge geld gespart, da ein fleissiger Bieber die Landschaft so intelligent umgestalten kann, dass aus dem Moor fruchtbare landschaft wird."
" Ich  schlage vor, " erwiederte der Buergermeister, " dass sie mit uns zu dem Biberdamm gehen damit Sie sich selbst davon ueberzeugen wie gut es ihm hier geht "
Als die Maenner am Waldrand angekommen waren brauchten sie nicht mehr von dem Foerster dazu aufgefordert zu werden leise zu sein, denn hier standen ploetzlich Schilder mit der Aufschrift Ruecksicht auf den Biber im nahen Weiher zu nehmen.
Dann jedoch kam die Gesellschaft aus dem Staunen nicht mehr heraus als oben neben dem Damm ein grosses Brett mit schoener Schrift angemalt war auf dem stand:
" Hier wohnt Bertram der Biber "
Die Ueberraschung war voll gelungen und alle konnten nicht mehr an sich halten und so erscholl ein freudiges " Oh, " toll " ,' Wahnsinn " , bis die Frage kam wer das alles ueber Nacht gemacht hatte, bis alle auf den Schreiner sahen der vergeblich versuchte noch laenger unschuldig zu gucken.
" Gut gemacht " drueckte der Buergermeister als erster dem Saegewerkbesitzer die Hand bis alle anderen folgten.
" Bertram der Biber " rief der Foerster, " wir heissen Dich hiermit offiziell willkommen."
" Das hat uns voll ueberzeugt " meinten die Daenen, " aber wir bitten darum dass Sie uns nicht vergessen, wenn Bertram eine Biberin gefunden und Nachwuchs bekommen hat ."
" Von ganzem Herzen versprechen wir das " sagte der Buergermeister feierlich " und
werden eine Biberpartnerschaft zwischen unseren Gemeinden gruenden."   
Und waehrend die Maenner gutgelaunt zu ihren Autos gingen um ein zuenftiges Biberfest im Dorfkrug zu feiern drehte Bertram satt und mit der Welt zufrieden seine Runden  in seinem gebauten Staudamm als ginge ihm die ganze Angelegenheit nichts an.   
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.07.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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