Der Tanz ist ein Gedicht und jede seiner Bewegungen ist ein Wort.
-Mata Hari-
Plötzlich bist du bei mir. Bittest um einen Tanz. Ich nicke, bleibe stumm. Du nimmst meine Hand, ziehst mich an dich. Wir schauen uns an, sagen nichts. Können nichts sagen, wollen nicht reden, können nicht reden. Wir tanzen.
Ich versinke in deinen Augen, spüre deine Wärme. Und tanze zu einem Lied, dass ich nicht hören kann. Nein, es ist kein Lied … ich tanze zum Schlag unserer Herzen. Der Verstand geht schlafen. Endlich. Keine Grübeleien, keine Zweifel. Wir tanzen. Und tanzen. Minutenlang, stundenlang, ich weiß es nicht. Deine Hand wandert von meiner Taille hinauf über meinen Rücken bis zu meinem Nacken und dann wieder hinunter, langsam, bis sie auf meinem Po liegenbleibt.
Ich schmiege mich an deine Brust, dein Kinn legt sich auf meinen Kopf. Es fühlt sich so passend, so nah, so … richtig … an. Du packst meine Hand fester, ich hebe den Kopf, schaue dich an, in deine Augen, in dich hinein.
Wir tanzen. Und ich erfahre so viel über dich, wir reden und reden und reden - ohne ein Wort zu wechseln.
Deine Augen funkeln, ich sehe dich. Ich weiß, wer du bist, kenne dich. Endlich.
Dein Gesicht nähert sich meinem, deine Stirn liegt an meiner, unsere Nasen berühren sich. Ich rieche dich, ich fühle dich. Deine Lippen nähern sich meinen. Die Zeit steht still. Der Moment bleibt. Für immer.
Nein. Nicht hier, nicht jetzt, nicht so. Für einen Augenblick siegt die Vernunft.
Ich drehe den Kopf zur Seite, löse mich aus deiner Umarmung, stoße mich von deinen Händen, deinem Körper ab und tanze. Drehe mich. Brauche Abstand, um das alles zu erfassen, zu verstehen. Es gelingt mir nicht.
Schwungvoll drehe ich mich wieder zu dir. Als ich bei dir ankomme, sehe ich deine Silhouette nur noch als Schatten an der Wand.
Ich gebe dem Schatten einen Kuss und tanze weiter.
Allein.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.09.2012.
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Arbeitslos ins Paradies
von Ralf D. Lederer
Arbeitslos ins Paradies? Eigentlich ein Widerspruch in sich. Dennoch ist es möglich. Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte eines schwer an Neurodermitis erkrankten und dazu stark sehbehinderten jungen Mannes, der sein Leben selbst in die Hand nimmt und sein Ziel erreicht. Er trennt sich von den ihm auferlegten Zwängen, besiegt seine Krankheit und folgt seinem Traum trotz starker Sehbehinderung bis zum Ziel. Anfangs arbeitslos und schwer krank zu einem Leben im sozialen Abseits verurteilt, lebt er nun die meiste Zeit des Jahres im tropischen Thailand.
In diesem Buch berichtet er von den Anfängen als kranker Arbeitsloser in Deutschland, aufregenden Abenteuern und gefährlichen Ereignissen, wie z.B. dem Tsunami in seinem Traumland. Dieses Buch zeigt auf, dass man durch Träumen und den Glauben an sich selbst fast alles erreichen kann.
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