Fritz Lenders

PET ( Teil 3 )

… Claire Winter blickte Ihrem Begleiter ins Gesicht.  Ihre Augen lächelten, Ihre aus duftenden Kirschen geformten, aus herrlichem rot überzogenen Lippen lächelten
Ihre schneeweißen Zähne, völlig makellos und in zwei Reihen, perfekt gestalteten kleinen Perlen … lächelten 
und Ihre Stimme.. so kalt und irgendwie so berechnend fragte  Ihn …

 : „ was ist erstens der Grund…, warum führen Sie mich aus ?

Und zweitens.. „

   Sie schenkte Ihm ein kleines Blitzen der Sterne in Ihren Augen...

: „ Was hat es mit der Anzeige in der Zeitung auf sich ? „

Ihr Begleiter , sein Name war übrigens Clemens Black, überlegte.
Tja, was war eigentlich wirklich der Grund.
Natürlich, er hatte von diesem Pharma-Konzern den Auftrag erhalten, verschiedene Menschen anzuwerben, bei der Untersuchung, bei dieser Studie.. mitzumachen.
 
Es sollten verschiedene Charaktere sein, , irgendwie gegensätzliche Menschen
und  irgendwie gegensätzliche soziale Gefüge.

Es sollte zumindest eine selbstbewußte  Frau dabei sein, deren Schönheit das hervorstechendste Kapital war,
es sollte  eine Familie dabei sein, bei der gewisse Gegensätze erkennbar waren,
es sollte eine Frau dabei sein, die sich Ihren Weg nach Oben erkämpfen mußte
und es sollte mindestens ein Mann dabei sein, der irgendwie ein Geheimnis zu verbergen hatte, der sein schlechtes Gewissen zur Schau trug.
Es sollte eine neutrale Person verfügbar sein, die sich irgendwie nichts zuschulden  kommen hatte lassen,
und es sollte auf jeden Fall eine Person dabei sein, die unsicher und schwach erschien.

Alles in Allem.. eine Aufgabe, die sich zuerst als nicht besonders schwer erwies, dann jedoch immer mehr in psychologische Gefielde abtauchen ließ.
Natürlich war er ja auch kein Psychater, kein Psychologe.., kein Therapeut.

Er hatte nicht so einfach Zugriff auf verschiedene Gesellschaftschichten und Menschen.

Na gut..

Andrerseits hatte er ein Budet von 60.000.- Euro

Eine gewaltige Summe.. und allerdings auch nur einen Zeitrahmen von einer Woche.

Die Vorgaben waren klar… und irgendwie kam es Ihm fast vor, als wären die sogenannten Zufälle schon von vorneherein geplant, berechnet.. einkalkuliert worden..

Von den Machern und Geldgebern im Hintergrund.

Obwohl.. er war 60 Jahre alt. Gestern geworden...

Und er wollte sich ohnehin nicht auf die sogenannte Rentnerbank drängen lassen.
Er hatte jahrelang eine gutgehende Firma geleitet und nach der Scheidung seiner Ehe nebenbei auch noch für seine drei Söhne gesorgt,
Ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht und alle Drei.. anschließend in der Firma untergebracht...

Naja.. was soll man sagen..  das übliche  Prozedere..

Die Söhne lernten, wurden erfolgreich im Beruf und so nach und nach.. übernahmen Sie die Leitung, das Geschehen der Firma.
Es wollte Ihn keiner zur Seite drängen, doch seine Buben nahmen Ihm einfach die verschiedenen Aufgaben ab..
Brachten neue, eigene Iddee`n  in die Firma ein, schlugen neue Wege ein..
Und irgendwie wurde seine Rolle, sein Posten als Chef .. immer mehr unwichtig.
So nach und nach hatte er immer mehr Zeit zur Verfügung.

Die Termine und Meetings wurden weniger und seine Freizeit immer mehr.

So schleichend, so unbemerkbar...
Und plötzlich, als er mal seine Woche Revue passieren ließ, fiel Ihm auf, daß seine Arbeitsstunden in der Woche nunmehr bei etwa 15-20  lag

Von vorher etwa geleisteten 60-80 Stunden

Naja.. es hatte auch sein Gutes.
Er hate somit Zeit für sich.
Er konnte ein bischen den hübschen Frauen hinterher schwärmen und er konnte immer wieder ausprobieren.. testen.. wie sehr er noch im Rennen stand, bei der holden Weiblichkeit.
 
Auch ein netter Zeitvertreib. Und manchmal so süß.. wirklich so honigsüüüüüß.

Ja und jetzt saß er also hier in diesem Lokal, welches Ihm so richtig schwer im Magen lag, welches Ihn eigentlich richtig anwiederte…

Und Claire erwartete Antworten von Ihm.

Toll… was sollte er Ihr erzählen ?
Sollte er sagen : „ Claire, du bist das erotischte, schönste und zauberhafteste Wesen, welches ich jemals in meinem Leben gesehen habe und ich möchte Dich unbedingt in mein Bett locken…, Dich verführen und sämtliche Spiele die Gott Eros jemals für Menschen erfunden hat.. mit Dir spielen.
Ich möchte mit Dir schlafen.., nein ich möchte über Dich herfallen und eine Sexuelle Abenteuerreise mit Dir erleben.. nein, immer noch nicht genug.. ich möchte Dich ablecken.. von oben bis unten, an Dir kanbbern und Deinen Geruch aufsaugen, Deine Haut schmecken und so weit in das Reich der Phantasie mit dir schweben, …
Bis wir beide vor Geilheit ohnmächtig werden..
Ich möchte alles an Dir und in Dir.. erforschen und  zusehen, wie du vom Orgasmus geschüttelt und hemmungslos zu allen Schandtaten bereit… , verrückt wirst.   !!! „
 
Tatsächlich sagte er aber : „ Claire, es handelt sich um ein ganz besonderes, und vor allem strengstens geheimes Forschungsprojekt im Bereich der Schönheitsforschung und der  Verhaltenswissenschaft.. „
 
Sollte er bei dieser Gelegnheit auch gleich dazu erwähnen, daß er sein privates Casting bei sich in der Wohnung abzuhalten gedachte ??

Nein, besser nicht.

Er hatte die Vollmacht, von dem Buget an jede Person eine Tagesgage von 1200.- zuzusichern.

Die Zusammenarbeit würde fürs erste eine Woche dauern, genauer gesagt.. 5 Tage.. also 6000.- Euro für wenig Arbeit.

Allerdings mußte er die geforderten Menschen zusammenbringen, damit das Projekt gestartet werden konnte.
Na gut.. er würde sich bemühen..

aber als erstes wollte er sich um Claire bemühen..

„ Claire.. es geht um sehr viel Geld und um sehr professionelle Mitarbeiter, die ich finden muß. Ich habe von seitens der Firma unbegrenzte Geldsummen zur Verfügung, weil der Markt auf neue Ergebnisse wartet und letztendlich die ganze Geschichte eine Plattform von sage und schreibe
 50 – 100 … Milliarden Dollar
beinhaltet…

Muß ich weiterreden ?“
 
Er konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. Natürlich hatte sein Kontaktmann erzählt, daß es sich um zweistellige Milliardenbeträge handelt, aber die genauere Summe hatte er natürlich nicht genannt.

Egal.

Große Summen, machten großen Wind.

Und im Sturm fiel so manches um..
Auch die Standhaftigkeit einer schönen Frau..

Zwischenzeitlich brachte der Kellner die Haifischflossensuppe zum Tisch und Claire begann ein wenig lustlos an Ihrem Menü zu rumknabbern,
die Flossen der kleinen Haie schwammen in der Brühe und es war erkennbar, es schrie jedem Betrachter ins Gesicht...

„ Schau her… das sind die Körperteile von zwei unschuldigen , kleinen Fischen… die gerade im Moment im Nebenraum ertrinken, weil Sie nicht mehr schwimmen können.. die sterben.. unter unsagbaren Schmerzen.. weil eine Frau Claire Winter lässig sein will… „
 
Und Claire schaute Ihrem Begleiter erwartungsvoll ins Gesicht..

. „ Also was nun ? Wieviele Bewerberinnen gibt es für  das Vorhaben ? Und wer entscheidet letztendlich über den Job ? „

Ihre Zähne verbissen sich in die kleine Flosse und rissen die Haut auf..
Etwas Suppe lief an Rande Ihrer Lippen entlang nach unten.
Ein winziger Tropfen kullerte über Ihr Kinn am Hals entlang.. in Ihren Auschnitt.
 
Er saß Ihr gegenüber und verfolgte den kleinen Tropfen Suppe, wie er so abenteuerlich, so vom Glück belohnt… in den Ausschnitt von Claire sauste..
Oh dieser Glückliche..
Er mußte sich mit beiden Händen am Tisch festhalten, sonst wäre er wahrscheinlich wie ein Tier über den Tisch gesprungen, hätte sich auf Claire gestürzt und den Tropfen aus Ihrem Ausschnitt geleckt..
 
 Mhhhhh, welch verführerischer Gedanke.
Wenn er Sie nach Hause lockte, würde er als erstes Suppe kochen…

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.09.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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