Fritz Lenders

PET ( Teil 5 )

... die Pause war vorbei, Sie mußte sich beeilen, rechtzeitig in`s  Klassenzimmer zu kommen.
 
Schnell, schnell den Flur runter und ins das Erdgeschoss, in die Klasse.
 
Aber halt...
Ihr Robin Hood eilte in die andere Richtung .
Wie wollten Sie sich nach der Schule treffen.. 
und wo. ??
 
 Also lief Sie Ihm schnell nach und hielt ihn am Ärmel der Jacke fest..
 
" Wo und wann treffen wir uns ? "
 
Er drehte sich erschrocken um..    " Julia.., was ist los ? Wieso wollen wir uns treffen ? .. Du mußt in die Klasse, mach schnell.."
 
Und er blickte Sie wirklich sehr erschrocken an.
Julia mußte zugeben, daß es Ihn ungemein attraktiv machte, wenn sein Gesicht so ernst und von einem Hauch Schreck überzogen war...
Naja, er war auch auch noch ziemlich jung. Sie schätzte Ihn auf höchstens, wirklich allerhöchstens 30 Jahre..
Braun gebrannt und sportlich, und vor allem total modisch angezogen..
 
Naja, er war ja auch der Schwarm aller Mädchen, von der untersten bis zur Abschlußklasse...
 
Und Er hatte sich für Sie entschieden. Er hatte gesagt, daß er Sie von der ersten Sekunde, in der er Sie sah.. liebte.
Wann war die erste Sekunde ?
Ach ja.. bei Ihnen zu Hause.. vor etwa einem Jahr. Er war damals auf der Suche nach einem Bauunternehmer und hatte über Bekannte, Ihren Vater kennengelernt. Und Irgendwie ist aus dem geplanten Bauprojekt, ein Ausflug zum Tennisplatz geworden und über die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten ist eine herzliche Freundschaft geworden...
 
Und wie es schien.. eine Liebe zwischen Ihnen Beiden.
Obwohl er Sie ja noch nie beachtet hatte.. Nicht einmal angesprochen.. nicht einmal angesehen..
 
Aber ja.. es war vermutlich Taktik...
 
Er wollte sich selber schützen.
Er hatte gegen die Liebe angekämpft.. aber Sie war eben stärker gewesen..
Scheinbar.. nein sogar ziemlich sicher.. sah er etwas Besonderes in Ihr.
 
" Du hast gesagt, daß Du mich liebst und daß ich Dir eine Chanche geben soll, daß ich Deine Traumfrau bin, daß wir uns treffen müßen.., um zu reden.."
 
und blöderweise lief Ihr genau jetzt, in diesem Augenblick eine Träne über die Wange.. vor Aufregung..
 
" Du hast mich in die Arme genommen und mich getröstet..., und Du hast mich auch berührt.. an einer Stelle, wo sich wirklich nur verliebte Menschen berühren sollten. "
 
" Julia.., ich habe was... getan ? "
 
Er wurde schneeweiß im Gesicht..
 
" Julia, was ist los mit Dir ?.. Ich habe dir das Blut von der Nase gewischt und Dich aufgefangen, als Dir schwindlig wurde.. ! Bitte mach jetzt endlich, daß Du in das Klassenzimmer kommst und spinne Dir keine Träumereien zusammen.. "
 
Toll, und jetzt liefen die Tränen aus beiden Augen und sausten in einem kleinen Wasserfall über Ihre Wangen..
Sie stürzte vor und klammerte sich an Ihn, wie eine Ertrinkende an Ihren Retter, in stürmischer See..
 
" Bitte, Du kannst doch nicht tun, als wäre nichts gewesen.. , Du hast mit deinem Finger zwischen meinen Beinen... "
 
Ein Schluchzen schüttelte Sie...
 
" Julia, bist Du jetzt kommplett verrückt geworden ?  Willst Du meinen Beruf kaputtmachen ? Willst Du mich zerstören ? Komm zur Vernunft "
 
Er schüttelte Sie an den Schultern...
 
" Julia... , ich habe Dir die Nase abgewischt.. nicht mehr und nicht weniger.. "
 
" Bitte..., ich mache was Du willst, Du hast gesagt, daß Du für mich da sein willst, Du hast gesagt daß Du mit mir leben willst, daß wir die ganz große Liebe erleben werden.. Bitte, bitte.., bitte..."
 
Sie nahm seine beiden Hände und zog sie an sich.. , sie zerrte seine beiden Hände unter Ihre Bluse und legte sie auf Ihre Brüste..
 
" Bitte..., Du darfst mich berühren wo immer Du willst.., ich mache Alles für Dich.. ich will Deine Frau.., ich will Deine Geliebte sein.. Du kannst mit mir machen was du willst.. wirklich Alles..."
 
Und panisch bemerkte er, daß Sie hysterisch wurde.. 
Verdammt, verdammt, verdammt...
Beim Versuch, seine Hände aus Ihrer Bluse zu zerren, zerriss auch noch ein Teil des feinen Seidengewebes.
Na wundervoll.., was sollte er jetzt wohl tun.
Jeden Augenblick konnte einer der Kollegen um die Ecke sausen. Gott sei Dank hatten die Unterrichtsstunden schon begonnen. Leider allerdings auch seine eigene..
 
Allerdings war es ein klitzekleines Problemchen, Julia von sich loszubringen, weil sie sich wie eine Klette an seinen Händen verkrallt hatte.
 
Verdammtes, psychopatisches Miststück. Er hatte schon damals, beim Besuch seines Freundes bemerkt, daß Sie etwas eigen war. Als Lehrer hatte man so seine feinen Antennen..
Aber natürlich hatte er sich breitschlagen lassen, als er gebeten wurde, Julia an der Schule eine Aufnahme zu ermöglichen.  
Sicher...
er hatte von Anfang an kein gutes Gefühl bei der Sache..
 
Aber über drei Ecken.. ging es auch um viel Geld.
 
Um verdammt viel Geld. Er wollte ein tolles Haus und sein Freund baute tolle Häuser. Und scheinbar baute er auch tolle Töchter.
 
Er schob Julia in die kleine Lehrerküche und zog die Türe sofort hinter sich zu. 
 
" Julia.. verdammt, was ist mit Dir los.. ? Was stimmt mit Dir nicht.. ?"
 
er starrte Ihr verzweifelt in die Augen und er bemerkte sofort, daß er Ihr zwar in die Augen sah.. daß er Julia jedoch nicht ansehen konnte. Sie war wie in Trance..
Sie sank vor Ihm auf die Knie, umklammerte seine Beine und weinte .. sie schluchzte und bebte..
 
" Bitte halte mich fest..., bitte streichele mich.. bitte liebe mich.. jetzt, jetzt, jetzt.."
 
 und mit einem hysterischen Schrei riß Sie sich die Bluse auseinander. Ihre Finger versuchten gerade den BH aufzuzerren, die Brüste waren gerade im Begriff, herauszuquellen..,
 
als er Ihr eine Ohrfeige gab.
Nein er knallte Ihr so richtig eine, daß der Kopf wie ein Kreisel herumgewirbelt wurde..
 
Und schlagartig wurde Sie still.. 
Unheimlich still...
Totenstill..
 
Und mit mitlerweile ebnfalls schneeweißem Gesicht ( und einer feuerroten Wange,.. )
 
sah Sie Ihn richtig unheimlich an.
 
" O.K.  Du wolltest mich vergewaltigen.. Du hast mich geschlagen.. Du hast mir die Bluse zerfetzt...!  Du wolltest mir die große Liebe schenken und nun machst Du Dich über mich lustig.. Das wirst du bezahlen.."
 
" Julia.. ich habe nie, nie nie.. auch nur ein einziges Wort zu Dir gesagt.. Bitte mach uns nicht beide unglücklich.. "
 
" Du wirst zu Deinem Wort stehen.. ob Du willst oder nicht. Wenn Du mir Deine Liebe plötzlich nicht mehr geben willst.. nehme ich Sie mir einfach."
 
Sie öffnete die Türe.. Oben Ohne.. sozusagen, den der BH war nur noch sehr dürftig auf Ihren, übrigens wundervoll anzusehenden, Brüsten.. Na, welch blöde Gedanken, jetzt mitten im Drama. Mitten in der sich anbahnenden Katastrophe.
 
Er zog Sie zurück, und zog die Türe zu. Und in der Drehung ließ sich Julia zu Boden sinken und kniete vor Ihm. Mit beiden Händen riß Sie an seiner Hose und zerrte der Reißverschluß nach unten, bevor er reagieren konnte. Und bevor er begriff was da mit Ihm geschah.., hatte Sie Ihre Hand in seiner Hose und um seinen Penis gekrallt. Und zwar wirklich gekrallt.
 
Er spürte wie Ihre Fingernägel über die weiche Haut schrammten und wußte in dieser Sekunde.., daß er verloren hatte..
Er wußte, ohne hinzusehen, daß sich blutige Striemen über sein Glied zogen und er wußte genau, daß sich ab sofort Hautpartikelchen unter Julias Fingernägel befanden..
Und er wußte, daß er genau eine einzige Chanche hatte..
 
Er zog Julia zu sich hoch und hielt sie in den Armen.. 
 
" Julia.. na gut.. Du hast gewonnen.. was willst Du ?  Er zog Sie ganz nahe an sich, Ihre Hand hielt noch imme seinen Penis fest und zu allem Überfluß bemerkte er, daß sich eine wundervoll deplacierte Erektion anbahnte...
 
Und er sah in Julias Gesicht, daß Sie nicht vor hatte, die Hand aus seiner Hose zu nehmen. 
Auf keinen Fall..
 
Verdammt, verdammt, verdammt..
Wenn jetzt einer seiner Kollegen eine Freistunde hatte und sich ein Täßchen Kaffe genehmigen wollte, war er erledigt. Total am Ende.
 
Das Miststück... das krallende Frettchen war 16 Jahre alt.. 
 
Er war erledigt.. so gut wie tot.. !
 
ER mußte die eine, einzige Möglichkeit nutzen, aus der Klemme zu kommen.
 
Er küßte Sie.
 
Und wenn er seine Zunge in  eine Tasse mit heißer Schkolade getaucht hätte, wäre es das selbe gewesen. 
Noch nie in seinem, wirklich nicht gerade prüdem Leben, hatte er so eine Reaktion erfahren. Ein kleiner Kuß ..
und schon begann sich die Kröte in scheinbar orgasmusähnlichen  Gefühlsstürmen.. an Ihn zu pressen.
 
" Julia..  bleib ruhig.. wir treffen uns nach der Schule.. Ich hole Dich von zu Hause ab.. Nein, wir treffen uns drüben am Weiher.. Um 15.00 ... "
 
Er schob Sie von sich weg. Die Bluse war erledigt. Verdammt. Er zog schnell seinen Pullover aus.
 
" Hier, zieh den Pulli an und sag, daß Deine Bluse vom Blut ruiniert sei.. Und jetzt verschwinde. Wir treffen uns am Nachmittag. Und ich werde Dir geben , was immer Du willst.. Und so lange und so fest wie Du willst.. "
 
ER schluckte mühselig.. die Worte kamen nur schwer über seine Lippen.. Er mußte Sie einlullen, irgendwie Zeit gewinnen..
 
" Ich weiß, Du willst mit mir ficken und ich werde es auch gerne genießen.. , aber erst heute Nachmittag . Wenn Du jetzt mein Leben zerstörst, wirst du nie das zwischen Deinen Beinen fühlen, was Du gerade in der Hand gehalten hast.. "
 
Und im Gedanken überlegte er panisch, voller Angst, wie er aus der Situation rauskommen konnte...
 
Er würde Sie töten müßen.. 
Verdammtes, psychopatisches Miststück.
 
Und dabei hatte der schönere Teil seines Lebens gerade erst begonnen...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.09.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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