Sex mit Jill
-Du warst wieder mal Klasse.
-Na, danke schön, aber wenn man auch eine so tolle Frau wie dich hat. Da wünsche ich mir natürlich, dass es dir genau so gefällt wie mir. Du hattest doch auch Spaß.
-Schätzchen, das hast du doch gemerkt. Ich bin doch öfter gekommen als du. Du hast es mir richtig besorgt.
-Klasse. Das will ich hören. Bei dir gebe ich immer alles.
-Schätzchen, ich könnte noch mal. Und du. Komm einfach her, ich helfe dir.
-Ach Jill, Liebste, du machst mich fertig. Jetzt geht aber wirklich nicht mehr. Die Pflicht ruft. Ich muss auf Arbeit. Und du weißt ja, ohne Moos nix los.
-Du Ärmster. Ohne Schlaf. Ich habs gut. Kann gleich liegen bleiben. Ich muss erst heut Abend wieder los. Ich hoffe, du kommst bald wieder.
*****
Es fällt mir immer schwer zu gehen, wenn sie sich noch, aufreizend, verführerisch lächelnd, nur mit einem knappen Top bekleidet, ohne Zudecke auf dem Bett räkelt. Sie ist der große Lichtblick in meinem Leben. Aber ich muss gehen. Zum Abschied hauchen wir uns ein schnelles Küsschen an die Wange. Mit Küssen hat sie es leider nicht so. Aber sonst ist sie die Geilste, die ich je hatte.
Ich arbeite bei den Stadtwerken. Eigentlich ein etwas trister Job. Anlagenüberwachung und Instandhaltung. Hier ein bisschen Klopfen, da einen Nippel schmieren. Unsere Anlagen sind top, da fällt nicht viel Arbeit für zu viele Leute an. Aber die Bezahlung ist okay. Und wir beginnen zeitig, haben dafür schon kurz nach Mittag Feierabend.
Körperlich wird man da kaum gefordert, da ist es gut, dass ich meine Jill habe. Wenn ich bei der komme, gehe ich immer ziemlich fertig, aber mit einer freudigen Erregung in den Gliedern, die mich über den ganzen Tag trägt.
Ich traf sie am Bahnhof, als ich nach Feierabend zum Leute gucken an den Gleisen stand.
-Hej, Süßer, du schaust so verträumt den Zügen nach. Wärst wohl auch gern unterwegs. Kannst du haben. Ich bin Jill. Komm mit mir ins Hotel, und du kannst das Leben in vollen Zügen genießen.
Ich bin nicht unbedingt der Typ, der gleich eine viertel Stunde nach dem Kennenlernen mit der Frau im Bett landet. Aber, obwohl doch ziemlich nuttig gekleidet, da war mehr. Sowas wie Sex auf den ersten Blick.
Jetzt treffen wir uns, wann immer ich es mir leisten kann, in der Cherie-Bar. Immer zu ihrem Feierabend, dann hat sie für mich unbegrenzt Zeit. Sie ist tabulos und gibt mir alles, was ich mir nur ausdenken kann. Als Gegenleistung von meiner Seite nimmt sie nur mein Geld.
Leider ist am Ende des Geldes immer noch so viel Liebe über. Aber ich bin gelernter Handwerker, da kann man immer etwas dazuverdienen und sich auch schon mal selbst helfen.
©Ewald Frankenberg, 10.2012
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.10.2012.
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Zeit der Angst
von Beate Puls
Die dreißig jährige Erzieherin Julia Walken führt ein ganz normales ruhiges Leben. Sie erwartet nicht sonderlich viel vom Leben. Sie wünscht sich Liebe, Geborgenheit und einen Partner an ihrer Seite.
Doch in der Gewalt eines Verbrechers geht es nur noch um das nackte Überleben.
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