Klaus Thomanek

Noch niemals so nah

                                                 

Wie ein sanfter Frühlingshauch umschmeichelt zärtlich dein Atem meine Wange.
Dicht aneinander geschmiegt liegen wir.
Es ist dunkel.
Ich schlafe noch nicht.
Meine Ohren beginnen eine Melodie wahrzunehmen,
die durch den Rhythmus deines Ein-und Ausatmens entsteht.
Sie klingt sanft und zart. Irgendwie unwirklich.
Vereint mit deinem Duft, der von dir zu mir herüber schwebt,
entsteht eine atemberaubende Nähe.
Im gleichen Augenblick fühle ich, dass du dich noch dichter an mich kuschelst.
Offenbar empfindest du, wenn auch nicht mehr so bewusst,
in deinem schon Fastschlaf genau so wie ich.
Ein Band, geflochten aus unseren Gefühlen füreinander,
beginnt uns sanft zu umschlingen.
Seine Dichte ist wie etwas Greifbares und ich spüre,
wie es durch meine Haut tief in mich eindringt.
Deine Hände tasten schlaftrunken über meine Haut
und deine Arme legen sich sanft um mich.
Etwas Wunderbares, nicht zu erklärendes beginnt mich auszufüllen,
mich zu durchströmen.
Jede Faser meines Körpers empfindet es wie einen zarten Hauch.
Alles Sein in mir wird von ihm berührt
und für einen Moment habe ich das verwirrende Gefühl,
als würde meine Seele eins mit allem was ist.
Wenn es Augenblicke der Vollkommenheit geben mag,
in denen eine übersinnliche Zufriedenheit beheimatet ist,
erleben wir sie offenbar jetzt und hier in diesem Raum, du und ich.
Und aus meiner Seele herauf steigt das Wissen, das du genau wie ich empfindest,
das wir, wenn auch nur für ein kurze Zeitspanne eins geworden sind.
Eine tiefe Ruhe und die Bereitschaft zum Frieden mit allem, kehrte in meine Seele ein.
Ohne es zu bemerken falle ich in einen tiefen, erholsamen Schlaf.
Am nächsten Morgen wecktest du mich mit einem zarten Kuss.
Du schaust mich an und sagst: „ Ich hatte einen wunderschönen Traum und das tiefe Empfinden,
als wären wir uns noch niemals so Nah gewesen.“
 
© Klaus Thomanek

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