Jürgen Müller

Der Fernseher

In den Dreißiger Jahren noch „Ferntonkino“ genannt, beschreitet die Entwicklung des Fernsehers den falschen Weg.

Sendungen in Farbe sind okay. Stereo und Dolby surround auch. Immer mehr Sender – von mir aus gerne. 600 Hertz und 3D? Klasse. Nur weiter so. Und natürlich muss das Internet rein und eine Festplatte zum Filmeaufnehmen gleich mit dazu.

Aber sonst?

In der Technik wird alles immer kleiner, von Milli über Mikro zu Nano; die Bildschirmdiagonale der Glotze aber wächst und wächst und wächst.

War es anfangs kaum mehr als eine Handspanne, so beträgt sie jetzt schon bis zu 1,5 Meter.

Wohin soll das noch führen? Brauchen wir demnächst hundert Meter breite Zimmer, um unsere Flimmerkisten unterzubringen? Wie weit weg vom Bildschirm sollen wir uns denn noch setzen, um das ganze Bild zu sehen und uns die Augen nicht zu verderben?

Wenn der Fernseher wider Erwarten einmal einen Kubikmillimeter misst, in meinem Hirn Platz hat, biologisch mit diesem verschaltet ist und ich nur die Augen zu schließen und zu denken brauche: „RTL – Film ab!“ und ich dann mitten im Film bin wie in einem Traum – ja dann ... dann werde ich mir einen Fernseher kaufen. Dann passt er in die Zeit.
  

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.11.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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