Hildegard Kühne

Schmücken der Weihnachtsbäume

 

Schmücken der Weihnachtsbäume 

(Fortsetzung)

In den Wohnzimmern, sahen sich die Bäume um, wo sie hingekommen sind. Die Spannung stieg. 

Jetzt ging es an das Schmücken. Die kleine, die einseitig gewachsen auf dem Balkon nun ihren Platz fand, hatte einen herrlichen Blick in Stadtzentrum. Sie war überrascht, was sie alles sah.
Für die Erniedrigungen im Wald, die sie von den Menschen ertragen musste, ist ihr jetzt nichts mehr anzumerken, sie ist überglücklich.
Zuerst wurde ihr eine Lichterkette umgehangen und wunderschöne bunte Kugeln, Figuren u.a.m. Sie war begeistert, wie sie nun zum Strahlen kam.

Der großen und schlank gewachsenen Tanne zitterten die Nadeln, sie glaubte die Weihnachtszeit nicht zu überstehen. Plötzlich wurde sie zärtlich gestreichelt, sie schaute sich um. Sie sah eine Katze, die mit erhobenem Schwanz ihre Nadeln streifte. Sie konnte von dem Duft der Tanne nicht genug bekommen. Mit einem Mal hörte sie ein Bellen. Sie war überrascht, die Familie hatte auch einen Hund. Der Kleine fand den Anblick befremdend, aber er gewöhnte sich schnell an sie.
Jetzt musste sich die Tanne auf das Anputzen konzentrieren. Sie war überrascht, auch ihr wurde zuerst die Lichterkette auf die Zweige festgemacht. Auch bekam sie herrlich bunte Kugeln, Sterne, Engel und v.a. an ihren Zweigen gehangen. Auch Schleifen schmückten sie.

Die kleine Tanne auf dem Balkon konnte mit einem Zweig ins Zimmer sehen. Sie machte der großen Tanne Komplimente wie toll sie aussah.
Der Großen war es peinlich, dass sie so schön angeputzt wurde. Vor lauter Aufregung hatte sie fast vergessen, dass die Kleine auf dem Balkon stand.

Die kleine Tanne sagte "wenn du mich sehen könntest, wie toll ich geschmückt aussehe, du wärst begeistert".

So erinnerten sich die beiden Tannen, dass ja noch die kleine rundlich gewachsene Tanne in ein Wohnzimmer zum Leuchten mitgenommen wurde.

Bei der Oma angekommen, herrschte auch reges Treiben. Die ältere Dame gab sich große Mühe, ihre Tanne als die Schönste herauszuputzen. Sie hatte ja schon viele Tannenbäume zum Strahlen gebracht. Sie merkte, wie liebevoll die Oma jedes Teil auf ihre Zweige legte und sprach mit ihr. Die Tanne antwortete der Oma, aber sie konnte es nicht verstehen, eigentlich schade.

Die Schwiegertochter der Oma schaute bei ihr vorbei, um zu sehen, ob sie mit dem Schmücken gut vorankam. Sie war angenehm überrascht, wie schön die kleine Tanne aussah.
Auch die kleine Tanne machte sich Sorgen, wo dei beiden anderen Tannen wohl hingekommen sind.
Sie hörte wie die Schwiegertochter der Oma erzählte, dass sie die große schlanke Tanne im Wohnzimmer und die einseitig gewachsene Tanne auf dem Balkon einen wunderbaren Platz erhalten haben. Nun war sie zufrieden und freute sich mit den beiden anderen.

Plötzlich ging ihr durch den Kopf, was wird mit ihr und all den anderen Tannen nach dem Weihnachtsfest werden.
Sie verdrängte die Gedanken, denn jetzt wird Weihnachten gefeiert. Sie war der Oma dankbar, dass sie so wundervoll zum Fest erstrahlen durfte.



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.12.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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