Das Gott
Glaube ich an Gott?
Meine Antwort, wenn mir diese Frage gestellt wird, lautet Nein.
Denn es ist ja wohl so, dass die meisten Menschen sich hinter
diesem Wort einen intelligenten Designer (neudeutsch) – oder,
zynisch ausgedrückt, einen alten Mann mit Bart vorstellen, der im
Sandkasten spielt, mit einem Handgriff oder Hauch Dieses oder
Jenes erschafft und was ihm nicht gefällt mit einer Handbewegung
wegspült (Sintflut) und auf Neustart stellt.
Ich hingegen glaube an das Werden, das Sein, das Vergehen. Ich
glaube an das Schicksal, nicht von einer übergeordneten
Persönlichkeit diktiert, sondern an sich aus dem Werden
ergebende Tatsachen, die von mir positiv zu gestalten sind. Oder
einfach, ich glaube an das Große Alles.
Eine wahrlich christliche Freundin erklärt mir nach meiner
Aufzählung: „und genau das alles kannst du mit dem Wort Gott
zusammenfassen“.
Na gut, dann muss es folgerichtig wirklich das Gott heißen.
Andererseits kann meine Umschreibung auch lauten – die
Entstehung, die Schöpfung, die Natur, die Veränderung, die Welt,
oder kurz – die Gott.
Der Vollständigkeit halber soll die dritte Alternative nicht
unterschlagen werden: der Krieger, der Zerstörer, der Raubbauer,
der Mensch, der sich in seiner unglaublichen Arroganz zum
Ebenbild Gottes erklärt und sich somit eine Persönlichkeit schafft,
von der er sich die Regentschaft über das Große Alles übertragen
lässt – der Gott.
Nein! Ich für meinen Teil einige mich, nachdem die Diskussion
jetzt öffentlich angestoßen ist, auf das Gott.
©Ewald Frankenberg, 22.12.2012
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.12.2012.
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