Carmen Gross

Hallo Liebe Hundefreunde

Hallo Liebe Hundefreunde,

darf ich mich kurz vorstellen...ich heiße Happy und bin eine wunderschöne Eurasierdame. Nicht das ich eingebildet wäre...mein Frauchen wird niemals müde das immer wieder zu betonen. Ich bin etwas über zwei Jahre in meiner Familie und finde es ist an der Zeit etwas über mich zu erzählen....


Das erste an das ich mich erinnere ist das es ganz schön eng für mich und meine Geschwister in unserer Höhle wurde und so beschlossen wir das es jetzt an der Zeit sei uns eine neue Bleibe zu suchen. Es war gerade Weihnachten, genau der richtige Zeitpunkt für Überraschungen. Wir wurden schon sehnsüchtig erwartet und meine Mama nahm uns gleich liebevoll in Empfang. Zusammen waren wir zu siebt, vier Jungs und drei Mädels.
Direkt nach unserer Geburt bekamen wir bunte Punkte auf unser Fell damit man uns besser auseinander halten konnte. Manche von uns sahen zum verwechselnd ähnlich aus. Da es wohl so üblich ist bekamen wir alle einen Namen der mit C beginnt, weil unsere Zweitmama schon zweimal vor uns Welpen Zuhause hatte. Meine Brüder bekamen die Namen: Campino, Corbinian-Calmino, Casper-Diego und Karlo-Cnederli. Meine beiden Schwestern bekamen die Namen: Carlotta-Nele und Centa-Dolce. Mein "Erstname" lautete Cecilia. Eigentlich ein wunderschöner Name aber mein jetziges Frauchen hatte sich schon vor meiner Geburt immer eine "Happy" gewünscht. Warum? Weil Sie sich schon immer einen Hund gewünscht hatte und Sie Happy war mich zu bekommen. Schon in einem Alter von sieben Jahren hatte Sie beschlossen Ihren Hund so zu nennen wenn Sie endlich einen bekommen würde. Da ich auch viel Spaß verbreite passt der Name wie die Faust aufs Auge. Offiziell heiße ich also Cecilia Happy, höre jedoch nur auf Happy.

Noch dazu beigetragen hat war das meinem späteren Frauchen der Name etwas zu lang schien und die Abkürzung Cilli gelautet hätte was so ähnlich klingt wie das englische Wort für durchgedreht, bzw. dümmlich und das passte nun überhaupt nicht zu mir. Mit meinem Namen bin ich absolut zufrieden denn er ist genauso wie ich etwas Besonderes.....Oder kennt ihr einen Hund Namens Happy? Ich mag meinen Namen jedenfalls, aber ich schweife ab, zurück zu den ersten Tagen.


Von den ersten Tagen kann ich leider nicht viel erzählen, wir alle schliefen viel und zwischendurch bedienten wir uns an der Milchbar die rund um die Uhr geöffnet hatte, toller Service. Wir liebten es uns alle ganz eng zusammenzukuscheln, übereinander, nebeneinander, ganz egal, Hauptsache schön kuschlig und beieinander.
Langsam begann ich meine Umwelt besser wahrzunehmen. An einem meiner ersten Tage bekam ich einen gewaltigen Schreck... plötzlich hörte ich eine fremde Stimme die in einer Fremdsprache mit meiner Mama redete. Dann wurde ich hochgenommen und begutachtet, was für ein Schock. Als ich wieder zu Mama gelegt wurde habe ich mich gleich beschwert. Mama sagte das dies "Menschen" seien und die Frau die mich eben hochgenommen hatte sei Ihr "Frauchen". Sie versicherte mir dass hier alle sehr nett seien und wir uns nicht fürchten mussten. Na wenn Mama das sagt...Dann stellte ich fest das dieses "Frauchen" meiner Mama immer wieder was zu fressen gab was Mama dann auf wundersame Weise zu Milch verwandelte. Die Entscheidung fiel schnell...ich mag Menschen obwohl Sie merkwürdig aussehen. Sie haben nur zwei Beine und Ihr Fell ist auch nicht so schön kuschlig wie unseres. Damit Sie es trotzdem immer warm haben wickeln Sie sich in bunte Stofffetzen ein. Manche Menschen scheinen sehr arm zu sein und können es sich nicht mal leisten den ganzen Körper zu bedecken...dies betrifft meist die Menschenmädels aber die Menschenjungen scheint es nicht zu stören, na dann, mein Geschmack wäre es jedenfalls nicht.

Nun wurden wir alle lebhafter und erkundeten unsere Umgebung. Alles war sehr spannend und aufregend...aber auch unheimlich ermüdend. Manche von uns schliefen sogar mitten beim Spielen ein. Wir hatten eine Menge Spielsachen und bekamen viele Streicheleinheiten von den Menschen. Es stellte sich heraus dass es viele Sorten von Menschen gab. Große, kleine, Frauen, Männer, junge und ältere aber alle waren nett. Ich mochte am liebsten die kleinen Menschen. Zwar waren Sie manchmal etwas ungeschickt aber Sie meinten es nie böse. Darum ist es auch heute noch so das Kinder mit mir machen können was Sie wollen wobei ich es gelassen hinnehme. So lernten wir viele verschiedene Menschen kennen und hatten schon bald keine Angst mehr vor Ihnen. Im Gegenteil, es machte eine Menge Spaß mit Ihnen zu spielen.

Meine Mama brachte uns schnell bei das es sich nicht gehört ins Körbchen zu machen...das sollten wir an einem anderen Platz tun was mir auch einleuchtete. Ein Wasserbett mag ja ganz toll sein...aber in einem Pool würde wohl keiner gerne schlafen. Manchmal klappte das noch nicht so gut aber das Frauchen von Mama...ich nenne Sie gerne meine "Zweitmama" schimpfte nie mit uns. Sie machte sauber und zeigte uns immer wieder sehr geduldig wie es richtig geht und schon bald waren wir so gut wie Stubenrein.

Ab und zu kamen fremde Menschen die uns genau anschauten. Das seien alles die neuen Menschenfreunde erklärte uns Mama. Jeder von uns bekam eine eigene Familie. Natürlich hätte meine "Zweitmama" liebend gern uns alle behalten...aber dass dies nicht geht verstanden sogar wir. Die Familien hatten sich schon lange auf uns gefreut, auch ich war bereits "vergeben“. Da Eurasier nicht sehr verbreitet sind kann es manchmal bis zu einem Jahr dauern bis man einen Welpen bekommt. Mein Frauchen hatte riesiges Glück, denn Sie hatte sich erst kurz zuvor für einen Eurasier entschieden und zufällig unsere Homepage entdeckt. Sie schrieb sofort unsere Zweitmama an und diese versprach Ihr sich gleich zu melden falls eine/einer von uns noch "übrig" blieb. Meinem Jetzigen Frauchen war es egal ob Sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommt. Sie fand uns alle wunderschön und hätte sich alleine nie für einen von uns entscheiden können. Meine Zweitmama wusste schon wer von uns in diese Familie gehen würde. Eines Tages kam wiedermal eine junge Familie zu uns und ich erfuhr dass dies meine zukünftige Familie sein sollte. Die schienen auch alle sehr nett zu sein. Vor allem der Menschenjunge war ganz arg lieb zu allen und spielte mit uns.

Zum besseren Verständnis....
Man sagt das Hunde sich Ihre Herrchen oder Frauchen oft selbst auswählen und das geschah auch hier. Der kleine hatte sich sofort Hals über Kopf in einen meiner Geschwister verliebt und war sehr traurig das dieser Hund schon vorgemerkt war...nämlich für mein jetziges Frauchen. Unsere Zweitmama schrieb mein Frauchen an und erzählte von dem kleinen Jungen. Mein Frauchen stimmte sofort zu dem Jungen seinen Wunsch zu erfüllen. Zwischen den beiden hatte es einfach gefunkt und genauso sollte es auch sein erklärte mir Frauchen später. Also war Sie mit einem Tausch einverstanden denn wie gesagt fand Sie uns alle toll. Später hörte ich dass der kleine Mann sich wahnsinnig gefreut hat, wie schön, alle waren glücklich mit dieser Entscheidung.

Nun blieb also ich übrig und sollte bald zu meinem Frauchen wechseln das ich noch gar nicht kannte. Sie wohnte etwas weiter entfernt und konnte leider nicht jedes Wochenende kommen um mich zu besuchen. Aber als Sie dann das erste Mal da war mochte Sie mich sofort und war von mir begeistert. Ich fand das alles etwas unheimlich und versteckte mich erst mal. Aber nach kurzer Zeit überwog dann doch die Neugier die mir bis heute so manche Probleme einbringt, dazu später mehr. Auch hier war ein Menschenjunge dabei und dieser strahlte über das ganze Gesicht. Am liebsten hätten Sie mich sofort mitgenommen aber dazu waren wir noch zu jung. Wir hatten noch einiges von unserer Mama zu lernen und somit noch etwas Zeit mit Ihr. Meine "Zweitmama" unterstützte Sie kräftig dabei und wir wurden schon früh an alle möglichen Geräusche gewöhnt. Wir durften sogar in den Garten, unglaublich wie viel unterschiedliche Gerüche es gibt. Allerdings war es ziemlich kalt da draußen also blieben wir immer nur kurz dort. Einmal nahm Sie uns mit zu einem großen Kasten den Sie Auto nannte. Das war zum einen laut, zum anderen schaukelte es ständig hin und her...aber mit der Zeit machte es richtig Spaß, ich liebe das Auto(mit)fahren noch heute.

Nach und nach wurden wir immer weniger, die neuen Familien holten meine Geschwister ab. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun, ich wollte nicht weg von Mama. Aber Sie beruhigte mich und versprach mir dass es toll sei eine eigene Familie zu haben und dass es mir mit Sicherheit gut gehen würde. Außerdem würden Sie mich niemals vergessen und mein Frauchen versprach das wir auch mal zu Besuch kommen würden. Nur Lotte blieb bei Mama, von Ihr konnte sich unsere Zweitmama einfach nicht trennen. Jetzt war es auch für mich an der Zeit Abschied zu nehmen. Meiner Zweitmama fiel der Abschied von uns allen sehr schwer, darum war es Ihr am liebsten das die Übergabe kurz und schmerzlos von Statten ging. Ein paar Tränen hatte Sie trotzdem in den Augen, ich ehrlich gesagt auch. Sie war immer so lieb zu uns gewesen. Meine Zweitmama brachte mich zum Auto meiner neuen Familie, küsste mich zum Abschied und los ging es auf die Reise in mein neues Leben.

Viele Menschen begegnen mir im Leben aber nur sehr wenige hinterlassen Spuren

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.02.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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