Nelly Braunstein

Unter falschem Namen

Eigentlich war es ein ganz normaler Tag.
Esmeralda stand mit ihrer Kollegin an der Rezeption der Zahnarztpraxis in der sie arbeitete und sah in das Terminbuch. „Hat Herr Seblikyn auch abgesagt? Oh man, dann können wir ja gleich Schluss machen! Dr. Bohr ist eh schon genervt, weil so wenig los ist!“ Ihre Kollegin nickte. „Lass uns putzen! Ich mach das Wartezimmer und du kannst ja die drei noch mal durchschauen.“ Seufzend nickte Esmeralda ihrer Kollegin zu, doch bevor sie sich von der Rezeption wegbewegen konnte, tat sich die Tür zu ihrer Praxis auf und ein Mann trat herein. Er war dunkel gekleidet, hatte einen Hut auf. Esmeralda schätzte ihn ungefähr auf ihr Alter.

Willkommen in unserer Praxis, was kann ich für sie tun?“ Da ihre Kollegin sah, dass Esmeralda das erledigte, zog sie sich in das Behandlungszimmer zurück. Der Mann nahm den Hut vom Kopf und lächelte Esmeralda höflich an. „Ich hoffe sie können mir helfen. Ich habe furchtbare Zahnschmerzen, die ganz plötzlich aufgetreten sind. Mein Zahnarzt ist leider zu weit weg, als das ich zu ihm gehen könnte.“ Esmeralda nickte freundlich. „Aber natürlich helfen wir ihnen! Ich müsste nur ein paar Daten von ihnen haben. Bitte sehr, das ist unser Anmeldebogen. Nehmen sie ruhig dort hinten platz und füllen sie ihn aus.“ Der Mann nickte und nahm auf dem zugewiesenen Stuhl platz. Esmeralda machte sich daran eine neue Karteikarte für ihn vorzubereiten, kam aber nicht sehr weit, da stand er wieder bei ihr und lächelte sie wieder freundlich an. Sie war sichtlich erstaunt, das er so schnell war und nahm den Anmeldebogen entgegen. Als sie auf das Papier sah, stellte sie fest, dass er nichts ausgefüllt hatte. Fragend sah sie wieder zu ihm auf. „Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn wir das so regeln könnten. Ich werde bar und sofort bezahlen!“ während er das sagte hielt er eine Bündel Scheine hoch. Esmeralda wunderte sich über ihre Ruhe, die sie behielt als sie das sah und sagte. „Gut Herr Thomas, dann mach ich das mal für sie, Herr Dr. Bohr soll sie ja schließlich auch ansprechen können.“ Als sie ihn dabei ansah, sah sie ein leichtes erstauntes aufblitzen in seinen Augen, mehr nicht.
Während sie ihrem Chef Bescheid gab, dachte sie darüber nach, was sie da gerade tat und erklärte sich selber für komplett verrückt. Was wenn er ein gesuchter Schwerverbrecher war oder ein Betrüger oder etwas ähnliches.
Als sie dann bei seiner Behandlung assistierte sah sie ihn genau an. Er sah nicht aus wie ein Verbrecher, nein eher wie ein Künstler. Die Art wie er sprach, wie er seine Hände bewegte schien sie zu bestätigen , auch wenn alles nur ein Gefühl war.
Wie versprochen bezahlte er bar und verschwand, genau wie er gekommen war. Als Esmeralda an diesem Abend auf dem Heimweg war, dachte sie noch einmal darüber nach und schüttelte immer wieder den Kopf über sich. Hoffentlich hatte sie ihrem Chef keinen Ärger eingebrockt!
Während sie so dahin lief fiel ihr Blick auf ein Plakat an einer Kneipe. Erst beachtete sie es nicht weiter, doch als sie etwas von Gesangswettbewerb las, blieb sie stehen. Sie liebte es bei so etwas mitzumachen. Man konnte sich spontan auf die Bühne stellen, ohne dass ein bekanntes Gesicht in der Menge war und den Auftritt mit all seinem Nervenkitzel genießen.
Sie hatte das schon des öfteren getan. Das Ergebnis wartete sie jedoch nie ab, gab falsche Namen und Adressen an um nicht erkannt zu werden. Bei dem Gedanken daran mustte sie lachen, vielleicht war sie deshalb so locker mit dem unbekannten Mann in der Praxis umgegangen.
Sie betrat die Kneipe, die schon recht voll war. Scheinbar war das ein bekannter Wettbewerb. Sie sah sich um und suchte die Anmeldung. Der Typ der vor der Liste saß, in der Man sich eintragen musste sah genervt aus. „Name und Song den du performen möchtest!“ Esmeralda überlegte kurz und fragte: „Meinen sie ich kann eine Gitarre bekommen?“ der Typ sah noch genervter aus. „Dafür musst du schon selbst sorgen, frag doch einen der anderen!“ Sie nickte und schrieb ihren Vornamen in die Liste und das Lied was sie vortragen wollte.
Glücklicherweise fand sie tatsächlich jemanden, der ihr seine Gitarre auslieh. Sie kam relativ am Schluss an die Reihe und langsam kam diese angenehme Aufregung in ihr auf, die man vor einem Auftritt verspürt. Als sie dann auf der kleinen Bühne saß, sie Gitarre auf ihrem Bein ablegte und in das Publikum sah, musste sie lächeln. Ja, das war es was sie wollte. Sie schlug leise Töne an, so das es still wurde, um sie hören zu können. Ihre Stimme trug durch den ganzen Raum und sie sah wie sich ein Lächeln auf die Gesichter legte und als sie endete klatschte man ihr reichlich Beifall.
Schnell verließ sie die Bühne und suchte sich einen Platz an der Bar. Sie drehte sich so, dass sie zur Bühne sehen konnte und gleichzeitig die Tür im Blick hatte. Sie wollte vor dem letzten Kandidaten gehen, um nicht zu auffällig zu sein. Als sie zum wiederholten male zur Tür sah, sprach jemand sie an. „Wollen sie schon gehen?“ Esmeralda drehte sich erschrocken um, denn sie hatte niemanden gesehen den sie kannte. Als sie sich de´m Mann zu wandte, der sie angesprochen hatte war sie mehr als erstaunt: „Herr Thomas!“ Der angesprochene lächelte. „Sie waren grandios! Ich hoffe sie bleiben und warten die Auswertung noch ab!“ Esmeralda sah wieder zur Türe: „Wozu? Mir kommt es nicht auf den Wettbewerb an. Ich will nur den Auftritt.“ Herr Thomas lachte, was sie verwunderte. „Sie wissen nicht was das für ein Wettbewerb ist oder?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, das hat mich nicht interessiert!“, gab sie ehrlich zu. Jetzt sah Herr Thomas wieder ernster aus: „Es geht um einen Plattenvertrag bei einem bekannten Label. Es werden Künstler wie sie gesucht und gefördert! Sie werden so viele Auftritte haben, wie sie nur wollen, mit ihrer Stimme!“ Esmeralda konnte nicht verhindern, das sie etwas rot wurde. „Trauen sie sich! Sie können später immer noch nein sagen!“ Esmeralda sah zur Bühne hinauf, vielleicht hatte er ja recht. Warum eigentlich nicht, es würde wahrscheinlich eh nichts daraus werden, denn es waren wirklich sehr gute Musiker auf der Bühne gewesen und sie hatte nicht mal ihre eigene Gitarre mitgebracht.
Während sie so nachdachte, bemerkte sie nicht wie Herr Thomas den Tresen verließ und sie alleine sitzen ließ. Im stillen dankte sie ihm später dafür, dass er sie aufgehalten hatte, denn als man ihren Namen nannte, überkam sie ein unglaubliches Glücksgefühl.
In den darauf folgenden Tagen ging es turbulent für sie zu, denn sie hatte ihren Freunde davon erzählt und alle beglückwünschten sie. Sie kam gar nicht recht dazu, über alles nachzudenken, sondern fühlte sich wie in einem Wirbelwind der alles durcheinander zu bringen schien.

Eines Abends ging sie dann Spazieren, nach der Arbeit, um den Kopf frei zu bekommen. Sie dachte an Herr Thomas und an das was sie mit ihm erlebt hatte. Sie kam nicht umhin sich einzugestehen, dass sie ihn anziehend fand und das verwirrte sie. Er hatte ihr immer noch nicht seinen wahren Namen genannt.
Wie sie so in Gedanken an ihn vor sich hin lief, bemerkte sie nicht, wie eine dunkle Gestalt sich von hinten näherte.„Guten Abend“, sagte Herr Thomas, mit seiner weichen, die Ohren umschmeichelnden Stimme.
Sie war durcheinander, er hatte sie aus ihren Gedanke gerissen und sie stotterte etwas hilflos „Was machen sie denn hier?“ Ohne ihre Ungeschicklichkeit weiter zu beachten, sog er die Luft tief ein und sagte: „Es ist wirklich herrliches Wetter für einen Spaziergang. Ich hoffe sie haben nichts dagegen, wenn ich sie ein Stück begleite?“ Diese Frage erwartete keine Antwort nur die Erfüllung der Bitte.
Sie wusste nicht was sie dagegen einwenden sollte, also lief sie stumm weiter und versuchte sich auf die eisige Luft zu konzentrieren. Sie dachte an Weihnachten und an ihre Familie, wie sie sich freuen würden wenn sie von ihrem Plattenvertrag hörten. Und schon war sie in Gedanken wider bei ihm.

Sie sind so schweigsam heute?!“ Sie lächelte: „ Mir ist heute nicht nach reden zumute!“ Er sah sie ernst an „ Entschuldigung, ich wollte sie nicht überfallen, ich dachte nur sie freuen sich vielleicht mich zu sehen!“ Jetzt musste sie lächeln: „ Muss ich mich um sie sorgen? Sie sind so gesellig!“
Fast etwas erleichtert, huschte auch über sein Gesicht ein Lächeln. „Wenn ich es schaffe sie etwas aufzumuntern, dann nehme ich selbst das in Kauf!“ Sie wurde rot und versteckte ihr Gesicht in ihrem Schal: „In ihrer Gegenwart könnte ich kaum schlecht drauf sein. Ich habe ihnen eine Menge zu verdanken und das wissen sie!“
Ich nehme das jetzt als Kompliment. Ich will mich ihnen wirklich nicht aufdrängen. Sie brauchen nur ein Wort zu sagen und ich bin verschwunden!“ Er sah sie so ernst an, dass sie ein schlechtes Gewissen bekam und betreten zu Boden schaute. „Entschuldigung, es tu mir leid. Ich war gerade so in mir versunken… wollen wir etwas essen gehen?“
Er lachte zum ersten Mal. „Sie überraschen mich immer wieder. Ja gerne. Ich kenne ein gutes Restaurant in der Nähe. Ich lade sie ein! Kommen sie!“
Er beschleunigte seine Schritte, so dass sie Mühe hatte ihm zu folgen. Ihre Laune war auf einmal blendend und sie lachte als er sie bei der Hand nahm und mit sich zog, weil sie in die falsche Richtung laufen wollte. Auch als er seine Schritte wieder verlangsamte, lies er ihre Hand nicht los.

Hier wären wir dann.“ Er wartete gespannt auf ihr Urteil. Sie sah ihn entschuldigend an und sagte: „Ich gehe extrem selten auswärts essen, also verlasse ich mich ganz auf ihr Urteil. Gehen wir rein?“
Er öffnete ihr die Tür, half ihr aus dem Mantel und schob ihr den Stuhl zurecht. Und sie wusste nicht wie ihr geschah und wurde immer röter. „Auf was haben sie Appetit?“
Sie saß vor ihrer Speisekarte und sah sie ratlos an. Ihr Magen knurrte, aber sie wollte auch nicht gefräßig erscheinen. Vielleicht mochte er es aber auch, wenn eine Frau mal was aß. „Was können sie denn empfehlen“, fragte sie vorsichtig.

Essen sie Fleisch oder Fisch?“ Sie nickte: „Fleisch ja, Fisch nein,.. dass heißt, nichts exotisches“ Hoffentlich war das nicht falsch. „Gut dann werde ich aussuchen, wenn es erlaubt ist.“
Er bestellte verschiedenes und aus seinem Munde hörten sich all die Wörter, die man sich für die Speisen dort erdacht hatte, einfach wunderbar an. Sie hätte ihm Stundenlang zuhören können.
Als er sich ihr wieder zu wandte trafen sich ihre Blicke und sie stellte erstaunt fest, dass er honig - braune Augen hatte und dass ihr das zuvor nie aufgefallen war. Sie sah schnell zur Seite und suchte verlegen nach einem Gesprächsthema.

Es ist erstaunlich was alles nicht passiert wäre, wenn sie nicht in die Praxis gekommen wären.“ „Wäre es besser gewesen?“
Nein, aber anders. Ich hätte mich vieles nicht getraut, sie haben mich auf eine Seite von mir aufmerksam gemacht, die ich vorher versteckt habe. Sie war mir unangenehm und irgendwie dachte ich, es wäre peinlich so sein zu können.“ „Sie wissen, dass ich nur der Anstoß war, den sie sich selbst gegeben haben. Es war an der Zeit und ich gebe ihnen ein Alibi. Ich mache das gerne, dass sollten sie wissen“

Sie sah auf ihre Finger. „Manchmal denke ich, dass ich furchtbar langweilig bin und niemand mit mir etwas anfangen kann. Nicht einmal ich selbst möchte mich mit mir unterhalten. Ohne ihnen schmeicheln zu wollen, aber seit ich sie kenne habe ich das Gefühl, dass endlich etwas passiert. Das ich endlich jemand bin und dass das, was ich kann, schön ist.“
Er sah sie an, war gerührt und doch wehrte er entschieden ab.
So etwas dürfen sie nie wieder sagen oder denken! Sie sind etwas ganz besonderes und das wissen sie. Sie sollten sich niemals auf die Meinung anderer verlassen, sondern nur auf sich selbst. Wie könnten sie die Jury finden die ihren Ansprüchen genügt? Sie messen sich mit einem Maß das erst erfunden werden muss! Bitte sein sie nicht so hart zu sich selbst. Sie sind wunderschön, klug und wahnsinnig talentiert, es fehlt ihnen nur an Mut! Und ihnen den zu geben bin ich gerne bereit.!“
Sie sah ihn mit großen Augen an. Er hatte schnell und leise gesprochen aber so eindringlich das ihr das Herz fast stehenblieb, als er ihr all die schönen Worte sagte.

Sie wurde abwechselnd rot und weiß im Gesicht und wusste nicht, was sie sagen sollte. Sah ihn an und dann doch wieder auf das Tischtuch. „Ich..... ich danke Ihnen. Das war das Großartigste was jemals ein Mensch zu mir gesagt hat. Ich ...finden sie mich wirklich schön?“ Sie sah ihn direkt an und erwischte seinen Blick, dass es sie heiß durchfuhr. Er wandte den Blick rasch ab und nickte. „Ich meine es genau so, wie ich es sagte. Und noch mehr!“ Sie wusste kaum noch was sie sagen sollte so überwältigt wurde sie von ihren Gefühlen.
Er erhob sich und sagte: „Lassen sie uns gehen“
Ohne das sie merkte wohin sie gingen, lotste er sie durch die Straßen und geleitete sie zu ihrer Wohnung. „Sie sollten etwas schlafen, sie müssen ja früh raus, nicht war?“ Er hauchte einen Kuss auf ihre Wange. Immer noch stumm vor Staunen und Entzückung sah sie ihn an und nickte. Als er gehen wollte hielt sie ihn jedoch sachte zurück „ Danke !“, war alles was sie noch sagen konnte. Dann beeilte sie sich ihre Schlüssel in das Schloss zu stecken und in ihre Wohnung zu kommen.An Schlaf war in dieser Nacht allerdings nicht zu denken. Immer und immer wieder musste sie an seine Worte denken, an den Kuss auf ihrer Wange, an seine Augen, an seine Stimme.

Trotz des Schlafentzuges stand sie am Morgen frisch auf und ging zur Arbeit. Sie machte sich keine Sorgen, dass sie ihn vielleicht nicht wieder sehen könnte, sondern freute sich einfach über das Leben.
Ihre Kolleginnen sahen sie schräg an: „Was ist denn mit dir passiert, dass du so ausgelassen bist. Gestern noch ein Trauerklos und heute ein hüpfst du vor Freude durch die Praxis?“ Sie hatten ja recht. Gestern war sie in Gedanken versunken herum getappt und erschrak bei jeder Frage die man ihr stellte, als befürchtete sie jeden Moment etwas furchtbares.
Da ihre Laune jedoch so gut war störte sie auch das nicht, sondern strahlte nur noch mehr.

Am Nachmittag hatte sie sich frei genommen, da sie einen Termin bei ihrer Plattenfirma hatte. Sie war aufgeregt, denn sie hatte nicht die geringste Ahnung wie man mit solchen Leuten verhandelte. Sie hatte mit Herrn Thomas darüber gesprochen doch trotz seiner Ratschläge fühlte sie sich unsicher und wünschte sich ihn an ihrer Seite.
Sie kam viel zu früh bei der Plattenfirma an und ärgerte sich. Sie wollte nicht unerfahren und aufgeregt wirken, denn dann dachten die bestimmt, sie würde alles machen nur um endlich einen Vertrag zu bekommen, auch wenn man sie empfohlen hatte.

Nervös ging sie noch ein paar Mal vor dem Gebäude auf und ab, bevor sie durch die Glastür in das Innere Trat.
Eine freundliche Dame saß am Empfang und sah sie lächelnd an. „Was kann ich für sie tun?“ Esmeralda sah sie verlegen an. „Ich habe um 15 Uhr einen Termin mit Herrn Förster. Münch ist mein Name.“ Die Frau nickte und gab etwas in ihren Computer ein. „Ich sag ihm sofort Bescheid, nehmen sie doch einen Moment Platz.“ Esmeralda setze sich auf den dargebotenen Stuhl und sah sich um. Alles war modern und mit viel Glas eingerichtet , so das sie das Gefühl hatte ein Goldfisch zu sein, den man gefangen hatte, um seine Farbe zu bewundern und deshalb keine Pflanzen mit ins Glas getan hatte.
Es dauerte keine fünf Minute, da ging eine Fahrstuhltür auf und ein großgewachsener Mann trat auf sie zu. Schnell erhob sie sich und lächelte ihn zaghaft an. Mit einem einnehmenden Lächeln streckte er ihr die Hand entgegen. „Guten Tag Frau Münch, mein Name ist Förster. Ich freue mich, dass sie so schnell Zeit für mich haben. Kommen sie, wir wollen gleich zur Sache kommen, damit ich sie nicht lange Aufhalte.“
Er führte sie eine Gang entlang, der ebenso wie die Eingangshalle, aus Glas bestand. Sie kamen an einer Reihe von Büros vorbei in welchen telefoniert und geschrieben wurde. Dann hörten die Glaswände auf und sie kamen in den Bereich des Tonstudios. Herr Förster führte sie in eines.

Ich habe schon so viel von ihnen gehört Frau Münch, dass ich ihnen sogar aus dem Stand heraus einen Vertrag anbieten würde, da mein Partner aber darauf besteht von jedem Künstler ein Demo zu haben, habe ich etwas vorbereitet.“ Er zeigte ihr das Studio. „Würden sie für mich singen?“ Esmeralda sah ihn groß an. Sie war noch niemals in einem Tonstudio gewesen und nun sollte sie ins kalte Wasser geworfen werden. Wohl möglich hörte sich hier alles schrecklich an und Förster würde sein Angebot zurücknehmen.... „Wenn sie meinen. Was soll ich denn singen?“ Herr Förster lächelte zufrieden und nannte ihr einen Titel. Er zeigte ihr was sie tun musste und verschwand hinter einer Glaswand, die furchtbar spiegelte, so dass sie ihn nicht sehne konnte. Über ein Mikrophon gab er ihr die letzten Anweisungen und spielte dann die Musik ein. Esmeralda schloss die Augen und lauschte den Klängen, die direkt in ihrem Kopf zu spielen schienen. Sie vergaß vollkommen wo sie war und was sie tun sollte, so faszinierte sie dieser Klang. Plötzlich brach die Musik ab und sie hörte Förster. „Haben sie den Einsatz nicht gefunden?“ Esmeralda wurde rot. „Entschuldigung, ich war nur so begeistert von ihren Kopfhörern.“ Herr Förster sagte nichts, sonder spielte die Musik noch einmal ein. Jetzt konnte sie singen, das spürte sie, denn es war das Lied welches sie Herrn Thomas vorgesungen hatte. Sie erinnerte sich an seinen undurchschaubaren Blick und seine Hände die sich ruhig auf seine Knie gelegt hatten und die Töne flossen nur so aus ihr heraus. Sie war selbst erstaunt als das Lied zu ende war und sie die Augen aufschlug. Herr Förster kam sofort zu ihr hinein und drückte ihr die Hand. „Sie sind noch besser als ich es zu hoffen gewagt hatte. Er hatte absolut recht mit ihnen.“ Esmeralda lächelte verdutzt und lies sich von ihm mitnehmen, um den Vertrag dingfest zu machen. Er hatte alles vorbereitet und reichte ihr einen Kugelschreiber.
Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ich muss den Vertrag doch zumindest durchlesen?“ Herr Förster nickte und zog den Stift zurück. Esmeralda versuchte eine klaren Gedanken zu fassen um dieses Anwalts - Deutsch zu verstehen, doch alles drehte sich. „Kann ich ihnen den Vertrag auch Morgen vorbeibringen?“ Sie sah, dass Herr Förster diese Zurückhaltung und Vorsicht nicht gewohnt war. „Ja, eigentlich machen wir das nicht, aber ich werde mal nachsehen.“ Er wandte sich um und wollte gehen, drehte sich jedoch sofort wieder um und lächelte. „Natürlich können sie den Vertrag mitnehmen und prüfen lassen. Es wäre weder für sie noch für uns gut etwas übers Knie zu brechen.“ Esmeralda wunderte sich über seinen Sinneswandel und versuchte an ihm vorbei zu schauen. War dort jemand der ihm heimlich etwas zuflüsterte? Sie erhob sich und trat zur Seite.

Sie war erstaunt das es sie nicht überraschte Herr Thomas bei der Tür stehen zu sehne. Er lächelte ihr zu und sie gab ein Strahlen zurück. Herr Förster sah verdutzt von einem zum anderen. „Sie kennen sich?“, fragte er fast erleichtert. Esmeralda nickte. „Ja, dass kann man so sagen.“, bestätigte auch Herr Thomas.
Herr Förster wusste gar nicht was er sagen sollte, doch durch einen Blick von Herrn Thomas beruhigte er sich und sagte. „Tja, dann will ich sie mal nicht länger aufhalten. Wir sehen uns dann morgen zur endgültigen Vertragsunterschrift?“ Esmeralda sah zu Thomas und der nickte ihr aufmunternd zu. „Ich denke mal, das heißt ja“, sagte sie und steckte den Vertrag in ihre Tasche.
Herr Thomas begleitete sie hinaus, nachdem sie sich von Herr Förster verabschiedet hatten.

Sie kennen ihn wohl gut ?“ Esmeralda wollte das jetzt genauer wissen. „Wen meinen sie?“ Sie kniff die Augen zusammen und grinste „Na den Chef der Firma. Herr Förster hat ja einen heiden Respekt vor ihnen. Haben sie für ihn gearbeitet?“ Herr Thomas lächelte über ihre Anspielung. „Das könnte man so sagen. Ich denke aber ich kenne ihn mittlerweile sehr gut.“ Sie bohrte weiter. „Wie lange?“ Er lachte über ihre Hartnäckigkeit.
Das kann ich ihnen nicht genau sagen. Eigentlich mein ganzes Leben, aber wirklich kennen? Erst ein paar Jahre.“ Das erstaunte sie. Sie wunderte sich selbst warum, aber sie hätte ihm nie eine Freundschaft zugetraut die länger als ein Geschäft dauerte. Aber er sagte bestimmt die Wahrheit, denn Herr Förster hatte einen solchen Respekt vor ihm, als wenn er der Chef selber wäre.

Ohne darauf zu achten gingen sie zusammen zum Bahnhof. Auch als er mit ihr in den Zug einstieg und ihr gegenüber Platz nahm, wunderte sie sich nicht. Sie waren so ins Gespräch vertieft über Musik, Kunst im allgemeinen und den Plattenvertrag, dass ihr dieser Umstand erst auffiel als er mit ihr ausstieg und ihr aus der Tür half.
Haben sie hier geschäftlich zu tun?“, fragte sie unvermittelt. Wie immer konnte sie keinerlei Überraschung in seinem Gesicht erkennen. „Nein“, war deshalb auch nur seine kurze Antwort. Sie blieb stehen. „Aber was machen sie dann hier?“ Er zog sie zu sich um Passanten vorbei zu lassen, so dass sie dicht vor ihm zum Stehen kam.
Er sah ihr direkt in die Augen und schien zu überlegen, was er sagen sollte. „Ich wollte sie nicht alleine lassen mit dieser Entscheidung. Wem werden sie den Vertrag zeigen?“ Da niemand mehr vorbei wollte trat sie einen Schritt zurück, „Keine Ahnung! Ich werde ihn mir selbst zu Gemüt führen. Wenn ich etwas nicht verstehe ruf ich mein Schwester an, die ist Anwältin“ Er sah sie amüsiert an. „Das ist eine gute Idee. Ich gebe zu, dass ich nicht ganz uneigennützig hier hergefahren bin. Ich hatte gehofft sie würden noch einmal mit mir essen gehen.“ Wieder war er distanziert und unnahbar für sie. „Klar, ich habe eh nichts im Kühlschrank.“ Sie liefen in Richtung ihrer Wohnung. „Ich hoffe es stört sie nicht, wenn ich mich vorher noch umziehe. Nicht, dass ich auf so etwas großen Wert lege, aber ein gewisses Maß an Ordentlichkeit sollte man doch zeigen.“ Er sah sie prüfend an. „Ich würde sie so überall mithin nehmen. Aber sie sollen sich natürlich wohlfühlen!“ Sie waren während des Gesprächs zu ihrer Wohnung gelangt. Als sie sah das er zögerte, sagte sie „Kommen sie, ich lasse sie nicht im kalten stehen.“
Er trat nach ihr in die Wohnung, ordentlich wie sie ihn kannte, hängte er seinen Mantel auf . Sie bot ihm etwas zu trinken an, doch er lehnte dankbar ab. “Ich werde mich beeilen“, sagte sie noch und verschwand in ihrem Schlafzimmer. Sie wusste nicht warum, aber sie hatte es eilig sich umzuziehen. Sie zog ihren Kleiderschrank auf und verwarf ein Kleidungsstück nach dem anderen. Das eine war ihr zu hoch geschlossen ,das andere zu freizügig. Nach scheinbar endlosen Minuten fand sie dann das was sie gesucht hatte. Ein Kleid mit dezentem Ausschnitt, dazu eine passende Strumpfhose und ihre lieblings Stiefel.

Perfekt !“, dachte sie.
Als sie aus ihrem Zimmer trat, saß Herr Thomas immer noch dort ,wo sie ihn zurück gelassen hatte. Zufrieden Stellte sie fest, dass ein Lächeln über sein Gesicht huschte. „Sie sehen bezaubernd aus.“, war alles was er sagte, aber das genügte ihr auch.
Sie zogen ihr Mäntel an und machten sich auf den Weg.
Es wurde ein wortarmer Abend. Sie saßen sich gegenüber und wussten beide nicht recht was sie sagen sollten. Esmeralda kam es so vor, als wären sie beide weiter gegangen, als sie es von sich erwartet hätten. Er brach das Schweigen, als sie auf dem Weg zurück waren: „Sie bringen mich durcheinander. Was sie tun ergibt für mich überhaupt keinen Sinn und doch wünsche ich mir nichts sehnlicher als sie in meiner Nähe zu haben. Sie sehen es ja, ich weiß kaum noch selber was ich mache. Ich fahre mit ihnen durch die halbe Stadt ohne wirklich einen Anlass zu haben, außer sie bei mir zu wissen.“ Esmeralda war verwirrt und wusste nicht wohin mit sich.

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Sie wissen, mir geht es immer so. Jedes Mal, wenn ich sie treffe fühle ich mich wie ein kleines Kind, dass nichts weiß und gleichzeitig so aufgehoben wie nirgends sonst.“ Sie waren stehen geblieben und er drehte sie zu sich. Sie sah verlegen zu Erde, doch er hob ihr Kinn, um ihr in die Augen zu sehen. Als er ihren Blick traf, leuchtete sein Gesicht. Vorsichtig näherte er sich ihr, um ihr einen Kuss geben. Schnell schloss Esmeralda ihre Augen um alles tief in sich hinein zu saugen und wartete auf den ersten Kuss, doch er kam nicht und sie merkte wie er sich ruckartig von ihr entfernte.
Sie öffnete die Augen um zu sehen was los war, doch bevor sie sich umblicken konnte zog er sie schon mit sich fort. „Laufen sie in ihre Wohnung. Wir sehen uns. Fragen sie nicht!“, war alles was er sagte.
Bestürzt begann sie zu rennen und blieb erst wieder stehen als sie die Wohnungstüre hinter sich geschlossen hatte. Was war nur mit diesem Mann los? Sie hatte nicht sehen können weswegen er sie fortgeschickt hatte, doch Zweifel daran hatte sie nicht. Es musste ihn Irgendetwas oder Irgendwer überrascht haben, mit dem er nicht gerechnet hatte. War er vielleicht prominent und sie wusste es nicht? Sie kannte ja nicht einmal seinen Namen. Sie setze sich in voller Montur auf ihr Sofa und dachte nach. Der Abend war wunderschön gewesen und alles hatte sich nach diesem Kuss angefühlt und nun? Sie waren so dicht dran gewesen.
Sie zog sich um und ging müde und voller Gedanken in ihr Bett.
In den nächsten Tagen hoffte sie auf ein Signal von ihm, doch ihr Telefon blieb stumm. Er hatte sie noch nie angerufen und doch hoffte sie, dass er genau das jetzt tun würde. Sie hatte ihren Vertrag durchgelesen und mit ihrer Schwester besprochen. Sie war erstaunt gewesen, dass der Vertrag absolut perfekt war und nur zu ihrem Vorteil. Auch ihre Schwester hatte das stutzig gemacht und sie hatte sich mehrfach alles durchgelesen, aber es war nichts daran auszusetzen.
Esmeralda unterschrieb den Kontrakt und beschloss ihn am Ende der Woche direkt bei der Plattenfirma abzugeben. Natürlich hoffte sie Herr Thomas dort zu treffen, doch sie bemühte sich, ihre Erwartungen klein zu halten.
Zaghaft ging sie in das Gebäude und wurde genauso freundlich wie bei ihrem ersten Besuch begrüßt. „Sie werden schon erwartet“, sagte die Empfangsdame zu ihr. Esmeralda sah sie stutzig an, sagte aber nichts. Sie musste nicht lange warten, da kam Herr Förster um die Ecke und begrüßte sie. „Schön, dass sie hier sind. Kommen sie, ich soll sie direkt zum Chef bringen, er möchte die vertraglichen Dinge selber machen.“ Esmeralda wunderte sich immer mehr. Noch vor wenigen Tagen hatte Herr Förster es eilig gehabt sie den Vertrag unterschreiben zu lassen und nun wollte das der Chef persönlich übernehmen?

Sie folgte ihm schweigend zu einem etwas abgelegenen Teil des Glasgebäudes. Herr Förster klopfte und öffnete ihr die Tür. Kaum war sie eingetreten, schloss er sie auch schon wieder und ließ sie in einem großräumigen Büro allein. Es war fast ganz leer, bis auf eine kleine Sitzgruppe und einen Schmalen elegante Schreibtisch am Fenster. Sie sah sich um und ging zum Fenster, um den Ausblick auf den Fluss zu genießen, der hier direkt vorbei floss.
Sie hörte nicht wie jemand in den Raum trat und hinter ihr stehen blieb. Als sie ihren Namen hörte schreckte sie herum und sah Herr Thomas vor sich stehen. Vor lauter Überraschung vergaß sie alles was sie ihn hatte fragen wollen und umschlang ihn heftig. Er musste lachen und legte ebenfalls seine Arme um sie. Sie hielten diese Umarmung für einen Augenblick, bis sie sich von ihm löste um ihn anzusehen. „Ich bin so froh sie zu sehen! Ich dachte schon ihnen wäre etwas zugestoßen!“ Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Damit ich sie nicht mehr sehen kann, nein, dass hätte ich nicht zugelassen.“, wieder vergaß sie alles um sich herum, als er so vor ihr stand und ihr tief in die Augen sah. Um nicht noch einmal um ihren Kuss betrogen zu werden, trat sie auf ihn zu und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
Er lächelte und zog sie zu sich. „Ich muss dir etwas sagen.“ Er sah jetzt ernst aus, hielt sie aber immer noch fest im Arm. Esmeralda runzelte die Stirn und fragte „ Wichtig?“ Er nickte. Sie löste sich von ihm und sah ihn gespannt an.
Noch nie hatte sie ihn verlegen gesehen.

Also als erstes, ich heiße tatsächlich Thomas mit Nachnamen. Mein vollständiger Name ist Frederic Thomas.“ Sie nickte und lächelte. „Nun ist dir sicher aufgefallen, dass ich aufgetaucht bin, als man dich zu Dem Chef dieses Labels brachte.“ Esmeralda wurde nervös. Was wollte er ihr sagen? „Esmeralda, ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt. Ich wollte dich für mein Label gewinnen, aber du bist mir immer wieder entwischt. Ich habe dich lange suchen müssen, bis ich dein Stimme in dieser Kneipe gehört habe. Ich wusste nicht wer du bist, oder was du sonst machst, aber das du singen kannst das habe ich gleich gehört.“ Esmeralda trat noch eine Schritt zurück. Was würde er noch sagen, was er getan hatte um an einen Vertrag zu kommen? „Ich wusste nicht, dass ich mich in dich verlieben würde. Ich dachte, dass seien die Umstände. Normalerweise ist Förster unser Stimmenfänger. Ich dachte,wenn ich mich von dir fern halte, komm ich wieder zu klaren Gedanken und kann dir sagen, um was es mir geht. Aber es wurde jedes mal, wenn ich dich sah, wen ich dich reden oder lachen hörte schlimmer. Ich wollte dich am liebsten jeden Tag unter irgend einem Vorwand sehen oder deine Stimme hören und jetzt steh ich hier und rede mich um Kopf und Kragen. Ich wollte dir nichts vorspielen!“ Esmeralda wusste nicht was sie tun noch sagen sollte. Ihre Gefühl für ihn überwog alles Andere und doch zögerte sie auf ihn zuzugehen. Eine kleine Ewigkeit sahen sie sich an, dann kamen sie einander entgegen und versanken in dem heiß ersehnten Kuss.
Glücklich sahen sie sich an und achteten gar nicht darauf, dass es zum wiederholten male klopfte. Schließlich öffnete sich die Tür und Förster steckte seinen Kopf herein. „Oh“ sagte er und wollte wieder gehen, doch Frederic winkte ihn, ohne Esmeralda von seiner Seite zu lassen herein. „Kommen sie nur herein. Wir wollten gerade auf den Vertrag anstoßen“ Förster sah zwischen Frederic und Esmeralda hin und her und wusste nicht was er sagen sollte. „Sagen sie es ruhig Förster“, sagte schließlich Frederic. „Sind sie jetzt...?“ Sie nickten beide und strahlten sich an. Herr Förster verstummte wieder und fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut.
Esmeralda und Frederic machten es ihm aber nicht zu schwer und gaben ihm den unterzeichneten Vertrag. „Wir werden uns also auch beruflich öfter sehen.“ Sagte er wieder gefasst. „Das hoffe ich doch!“ antwortete Esmeralda.
Als sie mit Frederic wieder alleine war, fragte sie ihn „Wusste Förster was du vorhast?“ Er küsste sie liebevoll bevor er ihr Antwortete. „Er wusste, dass ich dich entdeckt hatte und dich unbedingt unter Vertrag nehmen wollte. Er hat sich gewundert, dass ich dich nicht selbst hierher gebracht habe und ihn vorgeschickt habe, aber er fragt nicht. Er akzeptiert meine Entscheidungen.“ Sie schmiegte sich an ihn. „Ich bin so froh, dass ich damals in dieser Kneipe nicht gleich gegangen bin. Du hast wirklich etwas in mir bewegt, von dem ich glaubte das nur andere es haben.“ Er lächelte.“ Nein es war an der Zeit. Immer wieder habe ich dich gehört bei solchen Veranstaltungen, aber du warst nie zu fassen. Immer wenn ich fragte wer du bist, stellte man fest das du nicht mehr da warst und keinerlei Daten angegeben hattest. Ich musste also meinen eigenen Wettbewerb starten, um dich wieder zu sehen. Das ich dich dann auf einmal in der Praxis treffe, habe ich nicht gedacht. Ich konnte dir einfach nicht sagen, wer ich bin. Ich dachte immer du würdest dich in Luft auflösen wenn ich versuche dich zu halten.“ Esmeralda lachte über seine Munterkeit: „Ich frage mich, was mich dazu getrieben hat dir zu vertrauen. Ich kannte weder deinen Namen, noch sonst etwas von dir und trotzdem hätte ich dir mein Leben anvertraut, wenn du mich darum gebeten hättest.“ Er küsste sie Leidenschaftlich auf den Mund. „Und ich hätte es mit meinem verteidigt!“ Sie waren in einer Stimmung die nichts anderes außer Glück zu ließ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So der Anfang ist jetzt da. Hoffe er ist nicht zu verwirrend!
Nelly
PS: Ich freue mich über kritische Kommentare!
Nelly Braunstein, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.03.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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