Johann Wochner

Mein erster Tag in der Gruppe....

Es ist jetzt 00:48 Uhr, ein Mittwoch, genauer gesagt der 03. April 2013  und ich schreibe, denn es gibt zwei Gründe dafür, zum Einen kam vor 88 Jahren mein Vater auf die Welt, und zum Anderen war ich noch vor ein paar Stunden das erste Mal in einer Selbsthilfe Gruppe, da ich am 29. Dezember 2012 meine geliebte Gerda an den Herrn verloren habe....
Erneut mache ich die Nacht zum Tage....und vermutlich den Tag zur tiefschwarzen Nacht...ich fürchte mich davor, denn es ist wieder ein Rückschlag auf meinem steinigen Weg...solche Tage versetzen mich zurück an den Anfang meiner Trauer über meine geliebte Gerda, die ich so liebe....die für mich die schönste Frau auf dieser Erde war und ist....die so früh gehen mußte....
.....Ich stehe in einer tiefschwarzen Nacht vor diesem weiten endlosen Meer und höre ihre Stimme,.... ihre Stimme, die nach mir ruft und mich beschützen will...die es lieber sieht, wenn ich die Trauer um sie überstanden habe und sie in Frieden ruhen kann....
Ich, ich kann es nicht, ich kann sie nicht loslassen, ich liebe sie zu sehr...
Ach, könntet ihr sie nur einmal sehen, dann würdet ihr mich verstehen....ihr Bildnis ist so schön....wir waren ein schönes Paar, ein Paar für die Ewigkeit, unsere Liebe war so stark.... unsere Liebe war so zart....
...Ich habe erneut versagt ich bin wieder dieser Versager wie einst, ich war gestern in dieser Gruppe, und habe wie all die anderen eine Aufgabe bekommen....eine Aufgabe ein Foto dass eine Rose enthielt zu beschreiben, meine Eindrücke darüber zu schildern....Ich konnte es nicht...denn ich wollte meine geliebte Gerda nicht in Verbindung mit der Rose bringen um alte Wunden neu zu öffnen....ich bin zuerst abgewichen, doch als all die anderen auf den Punkt kamen, ging es bei mir durch.... ich redete wie ein Wasserfall, ließ kaum jemanden zu Wort kommen und versagte....,....!!!
Dabei waren die anderen so liebe Menschen und ich, ich versage einfach...sie waren so bemüht um mich und ich habe es nicht erkannt...ich Versager....
...Es mußte so kommen, denn ich bin und bleibe mein restliches Leben ein Versager, ein Versager und Jammerer, der ständig nur an seine geliebte Gerda denkt, der sich abschottet und irgend wann den Tod sucht....,....den Tod als Erlösung....
...Sie ist doch meine einzige Liebe, mein Leben....
Ohne sie hat es keinen Sinn, keinen Sinn weiter auf dieser Erde zu bleiben.....ohne sie ist das tägliche Leben eine Belastung, eine Belastung dessen Widerstand ich nicht aufhalten kann...nicht mehr aufhalten will....
Einzig eine ebenso hübsche und liebe Frau wie sie....
...doch dies ist nicht möglich....
....Es gibt jemanden, die mich davon abhält...sie ist ehrenamtlich tätig....
...ich fürchte mich vor dem Tag, an dem sie nichts mehr für mich tun kann....
Es ist jetzt Mittwoch, der 03. April 2013 in den frühen Morgenstunden gegen 02:40 Uhr....
...ich beginne eine neue Geschichte über meine geliebte Gerda....
...verzeih mir....

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