Wilhelm Bachler

- Versöhnung - allzeitbereit




Versöhnung
©wilhelm Bachler wibac

Wenn ich an Versöhnung denke, beschleicht mich ein beklemmendes, destruktives Gefühl. Bevor diese stattfindet
muss doch etwas geschehen sein, das nicht Gut war. Etwas, das zwei Menschen, eine Gruppe, eine Nation oder
mich selbst in zwei Hälften zerrissen hat. Versöhnung ist mathematisch betrachtet das Zusammenzählen auf ein
Ganzes.

Auslösende Faktoren, eine Versöhnung erst entstehen zu lassen sind Kriege, Unzufriedenheit, Streit, Neid – alle
schlechten Tugenden des Menschen eigentlich. Auch ein Ungleichgewicht der eigenen Seele wird Versöhnung nach
sich ziehen müssen um wieder EINS zu werden mit sich selbst.

Ein positives Erlebnis als Quell der Versöhnung kann es nicht geben. In einer idealen Welt des Guten würde es das
Wort Versöhnung nicht geben.

 

VERSÖHNUNG
 
Tief in der Seele,
Wege suchend aus mir heraus,
beschleicht mich Furcht.
Hinaus, hinaus, hinaus!
 
Ich schaffe schwer am Leben,
gebe mir die Kraft, nicht zu verweilen,
im Chaos der Wut,
der Zerstörung und Zeit.
 
Wie das Feuer erlischt in der roten Glut,
ein Schiff den sicheren Hafen,
ein Fluss das salzige Meer erreicht.
 
Reiche ich dir meine  Hand –
allzeitbereit.
 
Wibac, September 2011




 





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