Versöhnung
©wilhelm Bachler wibac
Wenn ich an Versöhnung denke, beschleicht mich ein beklemmendes, destruktives Gefühl. Bevor diese stattfindet
muss doch etwas geschehen sein, das nicht Gut war. Etwas, das zwei Menschen, eine Gruppe, eine Nation oder
mich selbst in zwei Hälften zerrissen hat. Versöhnung ist mathematisch betrachtet das Zusammenzählen auf ein
Ganzes.
Auslösende Faktoren, eine Versöhnung erst entstehen zu lassen sind Kriege, Unzufriedenheit, Streit, Neid – alle
schlechten Tugenden des Menschen eigentlich. Auch ein Ungleichgewicht der eigenen Seele wird Versöhnung nach
sich ziehen müssen um wieder EINS zu werden mit sich selbst.
Ein positives Erlebnis als Quell der Versöhnung kann es nicht geben. In einer idealen Welt des Guten würde es das
Wort Versöhnung nicht geben.
VERSÖHNUNG
Tief in der Seele,
Wege suchend aus mir heraus,
beschleicht mich Furcht.
Hinaus, hinaus, hinaus!
Ich schaffe schwer am Leben,
gebe mir die Kraft, nicht zu verweilen,
im Chaos der Wut,
der Zerstörung und Zeit.
Wie das Feuer erlischt in der roten Glut,
ein Schiff den sicheren Hafen,
ein Fluss das salzige Meer erreicht.
Reiche ich dir meine Hand –
allzeitbereit.
Wibac, September 2011
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.04.2013.
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Ein tiefes Blau - Berlin
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Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.
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