Norbert Wittke

Steuern sind kein erfreuliches Thema

Sreuern sind kein erfreuliches Thema. Keiner zahlt sie gerne. Wer  behauptet, dass er es gerne tut, lügt. Ich selbst habe meine Ausbildung bei der Finanzverwaltung gemacht, aber ich kann es auch nicht für mich sagen, dass ich es gerne tue.

Es gibt keine gerechten Steuern. Es gibt keine gerechte Besteuerung. Wenn das jemand behauptet, sagt er die Unwahrheit.  Aut einige Steuern werden zusätzliche Steuern erhoben. Der Staat verdient mit an ständigen Preiserhöhungen. Die Mehrwertsteuer treibt Preise wie beim Oel und beim Strom nach oben. Die Oel- und Stromsteuern z.B. sind bereits auf dem Produkt und die Mehrwertsteuer erhöht den Endpreis noch zusätzlich.

Besonders ungerecht ist die Einkommensteuer auf Kapitaleinkünfte. Diese Erträge ergeben sich in der Regel aus Zinserträgen auf bereits versteuerte Einkommen. Einer gibt  sein Geld aus und bezieht anschließend Gelder des Staates, wenn er über die Verhältnisse gelebt hat. Ein Anderer spart und muss Erträge noch zusätzlich versteuern. Es kommt so auch hier zu einer Mehrfachbesteuerung.

Würde der Staat seine Ausgaben mit Vernunft machen, würde ich noch selbst gerne meinen Anteil zahlen. Dagegen werden viele sinnlose Verschwendungen der Steuergelder vorgenommen. Staatliche Ausgaben für Baumaßnahmen steigern ins uferlose, weil die beauftragten Baufirmen die Bestechungsgelder für Politiker und öffentlich Bedienstete mit  in ihre Kalulation einbeziehen müssen. Dadurch wird jede öffentliche Baumaßnahme extrem höher als die von privaten Auftraggebern.

Es gibt kein gerechtes Steuersystem. Die Steuergesetze sind ein undurchschaubarer Wirrwarr geworden. Durch sie kann auch kaum ein gut ausgebildeter Steuerfachmann blicken. Die meisten in der Finanzverwaltung beschäftigten Arbeitnehmer verfügen nicht über diese Kenntnisse.  Viele Beschäftigte haben es aufgegeben, noch einen genauen Überblick zu behalten. Oft werden sie zu schlecht bezahlt . Haben leere Versprechungen der Dienstherren erhalten, die nicht eingehalten worden sind. Sie verweigern sich mit manchen gutern Gründen.

Die Behördenleiter und übergeordneten Diensstellen machen bei Prominenten Ausnahmen. Als ich noch in der Finanzverwaltung war, mussten die Prominenten dem Vorsteher gemeldet werden. So gingen diese Steuerfälle über den Tisch des Finanzamtsleiters und wurden bevorzugt behandelt. Das machte sich dann um die Weihnachtszeit mit entsprechenden Präsenten bemerkbar. Dem kleinen Bediensteten war es dagegen  offiziell untersagt, selbst einen Kugelschreiber anzunehmen.

Der Bund der Steuerzahler hat selbst verschiedentlich fingierte Steuererklärungen bei verschiedenen Finanzämtern eingereicht, die denselbsen Tatbestand zur Person und den Einkünften beeinhalteten.  In einem Versuch gab es bei ca. 50 Steuererklärungen über 20 verschiedene Steuerveranlagungsergebnisse.

Die Parteien fordern fast alle in ihren Programmen Steuervereinfachungen, aber tatsächlich werden die Steuergesetze immer komplizierter und undurchschaubarer. Das beste Beispiel die Forderung der Grünen in ihrem neuen Programm. Ich glaube nicht, dass dann noch jemand in der Lage sein wird, die Steuererklärung richtig auszufüllen und seine eigene Steuerschuld zu berechnen.

Die Finanzbehörden sind einfach überfordert. Das ist aus den vielen Veranlagungsfehlern zu ersehen, die erst auf dem Rechtsweg ausgeräumt werden müssen. Manche Bedienstete geben falsche Auskünfte, weil sie den Bürgern nichts gönnen. Einer guten Bekannten war es passiert, dass sie nach der Ehescheidung in einem anderen Ort einen neuen Arbeitgeber fand. Die Beamtin verweigerte ihr die Absetzung der Umzugskosten als Werbungskosten. Sie selbst setzte sich nicht zur Wehr, weil sie im Steuergebiet nicht bewandert war. Durch Falschauskünfte der Finanzbehörden entstehen den Steuerbürgern jedes Jahr hohe Steuererstattungskürzungen, die natürlich in keiner Statistik auftauchen.

Wenn ich hier Interesse feststelle, werde ich noch gerne über einige Dinge mehr aufklären.


30.04.2013                                               Norbert Wittke

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