Andreas Rüdig

Kamp-Lintfort

 

Wer den Segen von Kloster Kamp erhält, bekommt in der Regel Schimpfe.

 

Kamp-Lintfort ist eine Stadt am linken Niederrhein. Sie gehört heute zum Kreis Wesel. Auf einer Fläche von 63 Quadratkilometern leben rund 38.000 Einwohner. Im Internet ist die Stadt unter www.kamp-lintfort.de zu erreichen.

 

Die Geschichte der Stadt ist deutlich von dem Kloster geprägt. Kloster Kamp ist das erste Zisterzienser-Kloster im deutschsprachigen Raum überhaupt. Es wurde im Jahre 1123 gegründet. Die Klosteranlage liegt auf einem Hügel, an dem südlich der historische Kanal Fossa Eugeniana liegt.

 

Nach einer langen und wechselvollen Geschichte beendete die Säkularisation 1802 wurde das klösterliche Leben in Kamp beendet. Und erst 1954 für kurze Zeit wiederbelebt. Seit dem Jahre 2003 beherbergt das Kloster ein „Geistliches und Kulturelles Zentrum“. Dort finden diverse kulturelle Veranstaltungen statt.

 

Die politische Gemeinde „Kamp-Lintfort“ gibt es formal seit 1934, als die Ämter Vierquartieren, Camp und Hoerstengen zu der neuen Landgemeinde „Camp-Lintfort“ vereinigt wurden. Die Landgemeinde erhielt im Jahre 1950 die Stadtrechte.

 

Der Kohlebergbau war für rund 100 Jahre der wichtigste Wirtschaftszweig. Das Bergwerk West hieß früher Friedrich-Heinrich. Mit der Schließung dieses Bergwerkes  Ende 2012 gehört der Kohlebergbau am Niederrhein der Vergangenheit an.

 

Vorrübergehende Bekanntheit genoß auch der Mobiltelefon-Hersteller BenQ Mobile, der bis Januar 2007 an Kamp-Lintfort produzierte.

 

Kloster Kamp ist faktisch das einzig nennenswerte Ausflugsziel in Kamp-Lintfort.

 

Der Klostergarten liegt eher am Rande. Wesentlich sehenswerter ist der Terrassengarten, der sehr umfangreich, frei zugänglich und gepflegt ist.

 

Die katholische Abteikirche Liebfrauen ist durchaus einen Besuch wert. Es ist eine helle, freundliche und gotische Hallenkirche mit weiß gestrichenen Wänden. Kreuzweg und  Heiligenstandbilder gibt es allerdings. Die Deckelkanzel mit geschnitzten Heiligenfiguren, 2 Seitenaltäre sowie ein prächtiger Flügelaltar und dezente Glaskunst im Chorraum sind die einzig erwähnenswerte Kirchenkunst.

 

Das der Kirche gegenüberliegende Museum führt filmisch in die Geschichte des Klosters ein. Neben Wechselausstellungen gibt es dort auch den Kirchenschatz (wie liturgische Textilien, Pokale und Handschriften) zu besichtigen. Das Museum gibt es seit dem Jahre 1987.

 

Wer möchte, kann nach einem Besuch im Klostern noch Wandern gehen, beispielsweise im Kamper Wald, Niederkamper Wald oder in der Leucht.

 

Die örtliche Innenstadt von  Kamp-Lintfort bietet zwar eine umfangreiche Fußgängerzone mit kommunaler Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten. Entsprechend kühl-feuchte Wetterlage vorausgesetzt ist dieser Bereich aber abends oder am Wochenende nur sehr schwach belebt. Offensichtlich fehlt hier ein attraktives Umfeld, das die Leute anlockt.

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