Marlene Remen

Die Nr. 2 Geschichte

" Oh. miau, erinnert ihr euch noch an mich, an meine Geschichten, als ich noch Nr. 1 hieß und mich auf
den Weg zu Julie und ihrer Familie machte ? Ja und nun bin ich schon 1 Jahr hier und ich muß sagen,
es gefällt mir sehr gut in meinem neuen Zuhause. Alle sind sehr lieb zu mir, Mama - Papa und auch ihre
Schwestern, ganz besonders aber Julie. Sie gibt mir jeden Morgen mein Futter, bevor sie zu r  Schule geht.
Mein Schlafkörbchen steht vor ihrer Zimmertür und manchmal läßt sie diese Abends auf und ich darf zu ihr.
Wir spielen und schmusen, sie bürstet mein Fell, bis es schön glänzt. Sie nennt mich Buma, aber ich
glaube, es soll  "Boomer" heissen. Es gibt auch einen Hund in meinem neuen Zuhause, er ist sehr lieb.
Wir spielen of t zusammen im Garten, ja, ich habe es wirklich sehr gut hier.

Vor ein paar Tagen war ich in unserer Strasse unterwegs, wo ich einen älteren Mann besuchte. Er steht
immer in seinem Garten und wartet auf mich. Ich spiele mit ihm, laß mich ein wenig von ihm streicheln
und bekomme dann ein kleines Stückchen Fleischwurst. Plötzlich hörte ich eine mir sehr bekannte,
tiefe Stimme : " He, Kleiner, du hast ja schon viel gelernt und weißt, wo es was zu holen gibt !"
Ich drehte mich um und da stand er, mein Katerfreund, der mir auf meinem Weg so geholfen hatte.
War das eine Freude, ihn wiederzusehen.  "Komm, wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen, denn ich habe
dir eine Menge zu erzählen ", sagte er. Was er mir dann berichtete, war so toll, ihr werdet es kaum glauben.

Vor ein paar Wochen war er unterwegs zu unserem Nachbarort. Nicht zu Fuß, nein, er wußte genau, an
welchem Tag der Fischhändler seine Auslieferungen machte. Er brauchte sich nur auf der Ladefläche
seines Transporters zu verstecken und schon konnte die Reise los gehen. Oft fand er auch einen leckeren
Fisch, der beim Verladen daneben gegangen war, welch ein Festessen für ihn. Im Nachbarort angekommen,
sprang er sofort vom Wagen, als dieser anhielt. Er wollte einen alten Freund besuchen und kam an dem
Kindergarten vorbei, der in dieser Strasse lag.  Und da sah er sie, eine wunderschöne, ganz schwarze Katze,
die auf einer kleinen Mauer neben dem Eingang des Kindergartens saß.

" Miau " sagte er und war ganz verlegen. Sie schaute ihn mit ihrem grünen Augen freundlich an und sagte :
" Auch miau, dich habe ich hier noch nie gesehen, wo kommst du her ?" Er sagte es ihr und fragte, ob sie
auf Jemanden wartet. "Ja, ich komme jeden Tag um diese Zeit hierher, um den kleinen Timo abzuholen,
der hier in den Kindergarten geht. Seine Mama kommt erst in einer Stunde von der Arbeit nach Hause.
Die Nachbarskinder Jonas und Janina gehen auch in diesen Kindergarten und ich begleite dann alle Drei
nach Hause. Timo und ich bleiben bei der Nachbarin, bis seine Mama kommt, er ist noch immer etwas
ängstlich, mußt du wissen !" Mein Katerfreund wurde ganz nachdenklich und er fragte sie : "Sagst du mir
bitte, wie du heißt ?" "Ja, ich hieß Nr. 2, aber jetzt ist mein Name Kessi. " "Das glaub ich ja nicht, rief  er, dann
bist du die Schwester von Nr. 1, meinem Freund?"  "Du kennst wirklich meinen Bruder Nr. 1 und es geht ihm
gut ?" fragte sie. Oh, aber jetzt habe ich keine Zeit mehr, die Kinder kommen.  Sehen wir uns morgen hier
wieder ?" Er versprach es und sah ihnen hinterher.




Hallo, dies ist die Fortsetzung der Nr.1 Geschichten.
Wenn sie euch gefällt, laßt es mich wissen, freue mich
über alles, Dankeschön !!
Marlene Remen, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.06.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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