Jessi Scharf

Fantasy( Try of Love)-Verlust-




Unglaublich nervös stand Schantal vor einem Mehr Familienhaus, mit jeweils zwei Wohnungen auf jeder Seite. Schantals Gedanken wollten sich lauthals nach draußen schreien, sagen das dies alles wie ein schlechter Scherz erscheint, doch ihre Lippen blieben geschlossen. Mehrere Minuten stand sie nun schon vor der Haustür, der Ort an dem sie vorher fast jeden Tag gewesen war.
Doch diesmal war es was anderes, sie traute sich nicht an zu schellen, nicht wo sie nun wusste das Alex die sagen umwobene Nymphe aus dieser Liebesgeschichte sein sollte, oder auch nur die Möglichkeit dazu bestand!
-Oh mein Gott, meine beste Freundin ist ein Fabelwesen!- ließ Schantal den Kopf fallen. Das Ganze war ihr nun sichtbar unangenehm. Tolle Freundin! Tolle Freundin! Machte sie sich selber nieder. Sie hätte so etwas doch erahnen müssen, oder? Immer mehr wurde ihr nun bewusst wie wenig sie von ihrer Freundin wirklich wusste.
Wie viel Zeit muss vergehen bis man jemanden wirklich kennen? Reicht ein Leben dazu aus?
Mit zittriger Bewegung führte Schantal ihre Hand zur Schelle, -Alex Diwan- stand dort mit goldener Schrift geschrieben, in verschnörkelt Form.
Einen Moment musste sie noch inne halten, bevor sie über ihren eigenen Schatten springen konnte und wirklich anschellte.
„Piep „ bestätigte ein leises Geräusch das betätigen der Klingel, wonach ein Summen zeigte das aufgedrückt wurde.
Ohne zu zögern hatte Schantal gegen die Tür gedrückt, für den Moment dem gewohnten Gefühl wieder unterliegend, blieb sie vor den Treppen jedoch wieder stehen.
Alles in ihr versuchte sich plötzlich zu wehren, wollte so schnell wie möglich wieder umdrehen. Der Blick auf die Teppich befassten Stufen des weißen Hausflures, der Sauberkeit definierte, ließ ihr einen eiskalten Schauer über den Rücken gehen.
Stufe für Stufe ging Schantal hoch, jede einzelne viel ihr sichtbar schwer. Das leise Geräusch was jeder Fußtritt auf den weichen Teppich von sich gab, war genauestens an Schantals Ohr gedrungen. Genauso wie ihr eigener Herzschlag, der sich fast zu überschlagen wusste und keinen normalen Takt mehr fand.
"Hallo, Schantal! " war ein sanftes Lächeln auf Alex ihrem Gesicht. Sie stand oben vor der offenen Tür, wo nur noch wenige stufen Schantal von ihr trenten und wie die Unendlichkeit vorkam.
Ihr Herz schrie, was Schantal versuchte in ihrem Blick zu Berbergen. Doch all dies, die sanften tief blauen Augen, das Lächeln! All dies zeichnete nun immer mehr nur aus wer sie wirklich sein könnte.
"Ja, hallo Alex" lachte Schantal zurück, den Griff um den Regenschirm verkrampft, während sie Alex in die Wohnung folgte.
Alex konnte an Schantals Stimme eindeutig hören dass etwas nicht in Ordnung war, dieser Vorbehalt im Ton war ihr neu.
Ein langer, aber auch genau so schmaler Flur führte ins Wohnzimmer, viele kleine Spiegel Liesen die Schmalheit des Flures angenehm und spielerisch erscheinen. Wenn man dann anstatt links in Richtung Wohnzimmer ging, die Abzweigung nach Rechts einbog, gelangte man zum Schlafzimmer, Küche und WC.
-Blau, Türkis- gingen Schantals Augen an all den vielen Dingen vorbei, die überall dort zu finden waren. Blaue Rosenblätter, die auf der Kommode mit einer (unechten) Rose preziöse platziert waren. Seidenschals in verschiedenen Blau Tönen, welche die Bilder an den weißen Wänden verzierten. Und kein einziges Staubkörnchen konnte Schantal auswendig machen.
So sehr ihre Augen auch nach etwas in dieser Art suchten, sie fand absolut nichts und blieb verzweifelt wegen der Erkenntnis im Türrahmen vom Wohnzimmer stehen.
"Alles in Ordnung, Schantal?" drehte Alex sich genauso überrascht wie auch besorgt um. Ihr langes blondes Haar, was seidig die Schultern runter ging, ihre blauen Augen, die wie das tiefe Meer erscheinen, ja Alex, sie war wahrhaftig wie aus einem Märchen entsprungen, da gab es für Schantal einfach keinen Zweifel mehr. Ihre Schönheit, die Wärme ihrer Ausstrahlung, wie konnte sie dies bisher nicht mit diesen Augen sehen?
Schantal brannte innerlich vor Nervosität, es faszinierte sie zwar das ihre eigene beste Freundin etwas der Art besonderes war (ein Fabelwesen!!!) Doch schmerzte die Erkenntnis auch dass sie dies nie gesehen hatte. Jeder würde sie wohl für bekloppt halten, wenn sie sagen würde > meine Busenfreundin ist so was wie eine Meerjungfrau und was ist deine?< Doch die innerliche Unruhe ließ dieses Gedanken überhaupt nicht so witzig erscheinen, wie er es wohl unter anderen Umstanden wäre.
Wie sollte sie es nur anstellen? Einfach sagen: >>ich weiß wer du bist?<< Und sie bitten zurück  zu gehen? Schantal wusste nicht einmal wieso Alex gegangen war!
"Alex, ich bin diesmal nicht ohne Grund zu dir gekommen! " zitterte Schantals Stimme, wo sie versuchte mit aller Kraft gegen an zu kämpfen.
"Und was für einen Grund hast du?" lachte Alex sie an, unbekümmert und doch mit einen kleinen Ausdruck von Sorge in den blauen Augen.
Schantal verhielt sich merkwürdig, wenn sie es nicht besser wissen würde, würde Alex meinen sie sei distanziert!
"ich- ich" druckste Schantal, sie fand einfach nicht die richtigen Worte. Gab es für so eine Situation überhaupt die richtigen Worte? Am besten eine Gebrauchsanweisung: wie bitte ich meine beste Freundin zurück zu gehen, ohne auch nur die Gründe ihres Gehens zu kennen? Musste sie die Lächerlichkeit ihrer Gedanken sich ein gestehen.
Es war doch einfach nicht mehr lustig, Ironie des Schicksals, oder doch des Lebens? Ihre Gedanken kreisten in einander, auseinander, um dann gegen einander zu knallen.
wieder schrie ihr Herz und im gleichen Augenblick meldete sich auch ihr Verstand wieder zu Wort, der die ganze Zeit auf stumm geschaltet hatte, mit der Aufschrift dran, bin ausgeschaltet, das ist mir zu viel!
Doch nun stellte ihr Verstand die Frage die für Schantal sich wie ein Schlag ins Gesicht anfüllte und mit noch einer weiteren viel schlimmeren Frage verbunden war!
Denn was ist wenn sie überhaupt nicht diese Alexia war? Dann würde Alex sie doch für total bekloppt, nein besser für verrückt halten. Aber wenn sie es doch ist... ihr Verstand schwieg für einen Augenblick, wurde von dem schmerzenden Stich in ihrem Herzen geblockt, der nicht hören wollte das sie dann ihre beste Freundin wohl möglich verlieren würde!
"Was ist los, Schantal?" fragte Alex mit ruhiger Stimme, als schon mehrere Minuten verstrichen waren und noch immer diese Stille herrschte, in der Schantals Augen irritierungslos auf dem Boden lagen.
"Es regnet die ganze Zeit, seit Tagen nun auch schon hier!" lag Schantals Blick nun auf dem Regenschirm, der sich immer noch in ihrer rechten Hand befand und schon eine kleine Wasserlache auf dem Boden hinterließ.
-Wenn sie zurück geht verliere ich meine beste Freundin - der Gedanke war schmerzlicher für Schantal, als die Tatsache nicht mehr lieben zu können, brannte sich immer tiefer und tiefer in ihre Seele hinein. Alex war doch alles was sie hier noch hatte, der einzige Mensch der wirklich einen Platz in ihrem Herzen besaß (Mutter und Bruder ausgeschlossen)
"Ja, kein schönes Wetter!" viel bei diesem Stichwort auch Alex das Lachen schwer
"Es sind Tränen oder?" schaute Schantal wieder zu Alex auf, die erschüttert nun erst die glitzernden Spuren auf Schantals Wangen wahr nahm
"Wieso weinst du, Schantal?"
"Er weint! Deswegen regnet es die ganze Zeit! " redete Schantal weiter, als ob sie Geistesabwesend eine Geschichte erzählen würde und nicht wahr mimt was zu ihr gesagt wird.
"Wer weint Schantal?"
"Er..., sieh doch, da! (zeigte Schantal aus dem Fenster, wo der Regen nun für sich sprach) Er leidet! Oh Alex, er leidet ohne dich, sein Herz leidet! Ohne dich werden die Tränen niemals auf hören zu fallen, weil sein Herz niemals auf hören wird zu leiden“
„Ich verstehe nicht! Was meinst du, Schantal?“
„ Alex glaube mir, seine Tränen sind echt! Du kannst es doch sehen wie sie runter fallen, in die Leere und eiserne Realität! Ich kann zwar nicht mehr lieben, aber ich kann nachvollziehen wie Sky sich fühlt, er leidet! „
"Was sagtest du da?" bewegten sich wie ungewollt ihre Lieppen, so völlig monoton, wobei sie Schantal immer noch starr anschaute. Sie musste erst einmal innerlich begreifen was dieses Mädchen gerade zu ihr sagte!
"Wieso bist du gegangen... Alexia?" dieser Name wollte nur sehr schwer Schantal über die Lippen gehen, für sie war sie Alex.
Grausames entsetzen legte den Moment in eine fortwährende Stille, Schock hatte Alex ihre Augen weit aufreißen lassen
"Du weißt wer ich... was ich...?"
Schantal lächelte schwer, ein Anblick der den Moment für Alex still stehen ließ. Dieses unbeholfene Mädchen stand mit dem Regenschirm in der Hand und einem sanften und doch hilflos wirkendem lächeln vor ihr, im Wissen um etwas, was Alex hätte sich nie von Schantal erträumen lassen.
"Ja ich weißt dass du eine Nymphe bist! " erlöste Schantal Alex von den fehlenden Worten.
Wie sehr hatte Alex sich doch immer gewünscht gehabt Schantal einmal, nur einmal ihre Welt zeigen zu können. Ihren Augen einmal was anderes als Leid zu offenbaren.
Ihr die Wunder von längst vergessener Zeit zu zeigen, doch war es den Wesen des magischen Kreises nicht gewehrt ihre wahre Herkunft, das wahre Wesen zu verraten, eine Regel die die schlimmste Strafe mit sich zog, wenn man sie brach
"Woher weißt du es, Schantal?" es war das erste Mal das Alex nicht mehr wie die personifizierte Ruhe wirkte, sondern zitterte
"Wo fange ich an? " lachte sie schnaubend " der Geist der Wälder, Migael, Sky..."
"STOPP, was hast du gesagt, Migael??!" wandelte Alex ihr Lächeln sich in grausamer Ernsthaftigkeit.
Schantal wusste gar nicht wieso Alex plötzlich so aufgeregt und energisch wurde und das nur weil sie den Name von Migael erwähnte!
"Ja?" war Schantals Stimme fiebrig, als ob sie Angst davor habe was Falsches zu sagen. Wie ein Kind was Angst hatte von den Eltern nun getadelt zu werden, weil es etwas angestellt hatte und sich ohne es zu wollen selbst verriet
"Migael?" sprach sie seinen Namen erneut mit bebender Zerknirschung aus.
Sie versuchte sich einen Reim darauf zu machen, Migael? Wieso sollte Migael sich einem Menschen zeigen? Die Regel brechen? Aber auch der Geist der Wälder und... ihr Geliebter...!
Das alles wollte einfach keinen Sinn ergeben, so sehr diese Veränderung ihr auch ein Lächeln abringen wollte, war ihr Misstrauen größer.
Mit aufblitzenden Augen riss sie weit die Lieder auf, als Schantals Worte wieder in ihren Erinnerungen zurück keimten
-Nein!!! Nein.. nein - wollten ihre Gedanken nicht davor resignieren, sich dem nicht fügen
"Du kannst nicht mehr lieben?" waren Alex ihre Worte klagend, als ob sie sagen wollte: das war jetzt doch nur ein schlechter Scherz oder? (und doch wusste dass es kein Scherz war)
"Ich wollte einfach nicht mehr leiden, kein Hunger mehr ertragen müssen, endlich auch leben! " sprach verzweifeltes Flehen, es nicht noch mal erleben zu müssen aus Schantal und dieses Gefühl das noch was ganz anderes damit zu tun hatte ließ sie einfach nicht los
"Was?" legte Alex zaghaft eine Hand auf Schantals Schulter,
" Er hatte gesagt, dass ich dann nie wieder Hunger leiden muss, zu ihnen gehören werde, wenn ich das Amulette anlege. Weißt du das war so ein schönes kleines Schmuckstück!“
"Und wegen diesen Amulette kannst du nun nicht mehr lieben, Schantal " tadelte Alex
"Ich weiß, das wusste ich schon bevor ich es an nahm, er hatte es mir gesagt das es einen hohen Preis hat, das ich dann nie wieder lieben kann“
Unsicher verzog Alex die Miene, er hatte es ihr gesagt? Wieso? Warum das Ganze? Er hatte damit ein Gesetzt gebrochen, was sie eins selbst aufgestellt hatten!
"Er hatte dir das Ganze nur vorgegaukelt, damit du dich ihm fügst! " versuchte sie wenigstens ein kleines bisschen von dem ganzen durcheinander zu entwirren
"Ich weiß, es war ja nur ein Traum!“ - nur ein Traum! - brach Schantal innerlich vollkommen zusammen, wobei sie weinend auf den weißen Fliesen in die Knie ging
„Doch da war noch was, aber ich erinnere mich einfach nicht mehr! Da war was, was wichtiges! ich sollte, nein ich darf es nicht vergessen, doch ich kann mich einfach nicht erinnern was es war. Irrgendwas wenn ich.. nur was? „ weinte sie bitterlich, als auch die Erinnerungen daran zurück kehrten, sie wollte sich die Tränen verbieten, hatte die ganze Zeit so sehr gegen ihre Tränen angekämpft gehabt, doch dieses Gefühl von Verlust, es wucherte we ein schmerz bereitendes Untier in ihrem Inneren.
"Ganz ruhig Schantal, überleg noch mal, was könnte es gewesen sein was du nicht vergessen darfst?" runzelte Alex die Stirn
"Dieser alte Mann, er sagte es wäre wichtig wenn ich, wenn ich... Das Schicksal habe das selbe Ziel, nur ich darf es nicht vergessen, wenn ich...!" Suchte Schantal vergebens nach Satzfetzen, es war so nah sie konnte es spühren, seine unglaubliche Wichtigkeit larg so offenziechtlich vor ihr, doch nichts!
"der Geist der Wälder sagte, niemand erinnert sich mehr, bis auf den Mitwissenden, deswegen durfte ich nicht vergessen... aber!!!"ging ihr Blick an Alex vorbei, als ob hinter ihr jemand stehen würde, jemand der die Antwort wusste und sie flehend in seinem Gesicht nach Antwort suchen würde. In einem Gesicht, einer Gestalt die auf dem Namen Erinnerungen hört.
>niemand weiss nun mehr was, außer den Mitwissenden!< war Alex keine Mitwissende? Suchte Schantal nach einer Erklärung
"Aber was sagtest du da vom Geist der Wälder? Ich kann seinen Zauber an dir spüren!"  
Dieser Zauber sprach eindeutig für den alten Mann, er unterschied sich erheblich von den anderen, war viel weicher und lebendiger. Unwillkürlich gingen Alex Augen zu der kleinen Pflanze herüber, die vereinsamt auf der Fensterbank stand und nun langsam ihre Fühler wieder dem Leben spendendem Licht entgegen wiegte.
Alex hatte noch nie ein gutes Händchen für Pflanzen gehabt, wo diese einsame Pflanze der beste Beweis für war! Was beim Geist der Wälder natürlich anders war.
Der Geist der Wälder war jemand der auf seine ganz eigene persönliche Art außergewöhnlich war, Dinge wusste bevor sie geschahen und an das Gute glaubte ohne naive zu sein, und seine Wälder über alles liebte.
Unsicher sah Alex ihre Freundin an, für alles gab es eine Lösung und diese würde Alex auch für Schantal finden, die Frage war nur wie!
"hat Butan, entschuldige, ich meine den Geist der Wälder, irgendetwas zu dir gesagt?"
"Butan?" blinzelte Schantal irritiert, Alex lächelte
"Butan lautet sein Rufname"
"Ach so… Butan(musste Schantal bei dem Namen etwas schmunzeln) gab mir all die Geheimnisse der Wälder und sagte ich darf nicht mehr über meinen..(war für einen kurzen Augenblick die Tür zu Schantals Erinnerungen geöffnet, um sich gleich wieder ganz zu schliessen) reden, weil nur die Mitwissenden sich noch erinnern!" versuchte Schantal zu lächeln. Sich ganz auf dem kalten Fußboden gesetzt, musste sie wegen den kalten Fliesen zusammen zucken
"Er gab sie dir? Und weiß über die Sache an die du dich nicht erinnerst bescheid?" Sah Alex das junge Mädchen traurig an
"Und er bat dich um Hilfe? Was hat er den gesagt?“
"Ich weiß nicht mehr so genau, irgendwie das ich gegen mich selber, ach ich weiß nicht mehr, ich habe nur noch Bruchteile, so vereinzelte Traumfetzen von ihm Kopf“
"Versuch dich zu erinnern, es ist alles noch immer dort drin! " tippte Alex gegen Schantals Stirn
"Es ist genau so wenig ich, wie ich es doch bin. Ich muss etwas Schlimmes verhindern, er sagte es sei mein Kampf und hatte mir eine Art Bild in der Luft gezeigt! Das musst du dir mal vorstellen, dieser alte Mann hatte nur mit der Hilfe seines Zeigefingers eine Illusion oder so etwas erschaffen " versuchte sie das was sie noch wusste in einem einigermaßen vernünftigen Satz zusammen zu fügen
"Bild? Das musste eine seiner Visionen sein“
"Visionen?" verzog Schantal den Mund, konnte sich mit diesem Wort nicht ganz auseinander setzen, zwar etwas drunter vorstellen, aber es nicht wirklich verstehen
"Ja, er kann Dinge voraus sehen " machte Alex eine kleine Pause bevor sie anfing weiter zu reden
"Doch das ganze ergibt einfach keinen Sinn. Dieses Amulette, wieso hat Migael es dir gegeben? Was bezweckte er damit? Nicht ohne Grund würde er sich einem Menschen in seiner waren Gestallt zeigen. Den damit hat er eins unserer höchsten Gesetze gebrochen"
„Gesetzte?“ zog Schantal ihre Beine eng an sich heran, Alex nickte
„Weist du, die Welt der Magie steht unter der Leitung des magischen Kreises, das ist so was wie eure Regierung... Nein nicht ganz „ korrigierte Alex sich selber, Regierung war nicht ganz das richtige Wort
„Der magische Kreis besteht aus einer Anzahl von Wesen, sie sind in unserer Welt das Gesetzt und sorgen dafür das es auch eingehalten wird „
"Alex?"
"Ja?"
"Du bist eine Nymphe richtig? (Alex nickte) Doch was, also was... ich meine wer ist dann Migael?"
"Wer Migael ist? Das ist schwer zu erklären. Weißt du, Migael ist der Krieger " lächelte Alex erschwert, den so wirklich erklären konnte man Migael nicht, es gab tausende von Namen für ihn, wie Bringer des Todes, die Personifizierung der Arroganz, Höllentreiber. Es kam immer drauf an, in welcher Verbindung die Menschen seine Gestalt erleben mussten.
Doch schaffte keiner dieser Bezeichnungen ihm wirklich gerecht zu werden, das Wort Krieger fand sie wenigstens etwas erklärend
"Und wieso bist du Weg gegangen? Hast Sky verlassen?“ Schantal hatte es sehr vorsichtig gefragt, Schließlich wusste sie nicht in welche Wunde sie dort stocherte
"Ich habe diesen ständigen Krieg, die ständige Angst und diesen Hass gegeneinander nicht mehr ertragen, es war einfach zu viel!" besaß ihr Blick trotz der Chronik im Ton, eine Kummer besetze Verzweiflung.
„Weißt du, der Magische Kreis sollte eigentlich für Harmonie unter meines gleichen sorgen. Natürlich ist es normal das Machtkämpfe immer sein werden, doch es ist außer Kontrolle geraten. Man konnte plötzlich nicht mehr vertrauen und musste in jedem einen potenziellen Feind sehen. Verstehst du was ich meine? Das was einmal ein ganzes war, ist nun in zwei geteilt und kämpft gegeneinander „
„Kann man dagegen nichts tun?“ Schantal wusste selber das ihre Frage naiv war und wusste nicht wirklich wieso sie es fragte.
Alex schüttelte mit dem Kopf, der Zwiespalt war einfach zu groß als das man ihn weg reden könnte und der bevorstehende Krieg war einfach nicht mehr vermeidbar. Es ging um die wenigen die eine freie Unabhängigkeit von dem magischen Kreis haben wollten und den wenigen die die Gesetzte des magischen Kreises bewahren wollten, ein uralter Kampf, der langsam seine Spitze des Berges erreichte
"Er fehlt dir, nicht wahr?!" strich Schantal langsam mit der Hand über Alex ihren Arm, der unter der Berührung zusammen zuckte.
Das glänzen in Alex ihren Augen hatte sie verraten, schon lange hatte sie ihren Geliebten nicht mehr gesehen und ihr Herz brannte so sehr. Doch sie kann doch jetzt nicht einfach zurück gehen, Schantal brauchte sie doch! Dessen glaubte Alex ganz fest. Sie wollte dieses kleine naive Mädchen nicht einfach sich selbst überlassen, Nein sie brauchte doch einen Freund!
"Ja, Liebe ist schön! Doch auch schmerzhaft, Schantal " hielt Alex ihrer Freundin die Hand hin, um mit ihr zusammen auf zu stehen. Der Boden war kalt und trotz der schwere dieses Gesprächs, dachte Alex auch daran das Schantal krank werden könnte, sie war eben nur ein Mensch!
"Deswegen musst du zurück! " es war ein ehrliches Lachen was Schantal Alex entgegen wirkte.
Wahre Freundschaft hieß eben das das Wohl des anderen wichtiger ist, als das was man selber möchte.
„Alex?“
„Ja, Schantal?“ sah Alexia ihre Freundin besorgt an, weil ihre Haltung plötzlich wankte
„Ich bin so müde!“ senkten sich Schantals Augen etwas
„Dann komm, leg dich etwas hin, ich mach dir das Bett fertig“ lächelte Alex sanft.
Schantals Körper war vollkommen ausgelaugt und ihre Augen unendlich schwer.
Kraftlos sang sie aufs Bett und legte sich wie ein kleines Kind, die Beine am Körper gezogen hin.
Behutsam zog Alexia die Decke über Schantals Körper und legte ihr eine Hand auf die Stirn.
Sie wollte Schantal einen schönen und friedlichen Traum verschaffen, das sie wenigstens für kurze Zeit all dies vergessen konnte, es war einer der Fähigkeiten die Nymphen besaßen, Illosionen zu erschaffen.
Die Hand vorsichtig auf Schantals Stirn gelegt, schreckte entsetzt zurück "Sie ist…“
Als sie Schantals Unterbewusstsein beeinflussen wollte, um ihr einen ruhigen Traum zu schenken, hatte sie die gewaltige Kraft in Schantals Inneren gespürt und sank nun verzweifelt an dem Bett herunter.
Schantal war..
„Alex?“ öffnete Schantal wieder die Augen und beugte sich besorgt zu Alex rüber
„Schantal du...“ brach Alex der Satz wieder ab.
Unwissend sah Schantal ihre Freundin an, konnte sich ihre erstarrte Weise nicht erklären
„Es tut mir leid, Schantal!“ erhob Alex sich langsam, sie wusste das Schantal von ihrer wahren Natur noch nichts wissen konnte, weil diese gewaltige Kraft die in Schantal war, immer noch in ihrem Herzen versiegelt war.
„Bitte Alex, geh zurück, er liebt dich!“ sprach Schantal wobei ihr die Augen wieder zu gingen und ein teil von ihr wieder zu vergessen begann...
-Du bist der Seelenrichter?- sah Alex Schantal an, sie war genau so wie sie lag einfach eingeschlafen und lag nun friedlich wie ein Kind unter der Decke.
Es sollte wahrscheinlich einer der letzten Momente sein in denen sie so unbeschwert ruhen konnte. Begriff Alex die Bedeutung ihrer Erkenntnis.
„Geist der Wälder, ich rufe euch!“ murmelte Alexia leise, worauf sich das Grün der Wälder in diesem Raum wieder fand
„Sie schläft?!“ sah  der Geist der Wälder Schantal einen Moment ruhig an, Alexia nickte
"was ist hier los?"
Butan sah bekümmert zu Schantal herunter, wobei seine Schultern ein ganzes Stück nach unten sankten.
"Dieses Mädchen trägt fast die ganze Schwere des Schicksal auf ihren Rücken und scheint dem noch nicht ganz so viel entgegen bringen zu können"
Alex wusste das sie von dem alten Mann momentan keine wirkliche Antwort erwarten konnte, er war nicht nur der Hüter des Waldes, sondern auch ein Visionär und damit ein bewahrer des schicksals! Und diese würden sich niemals einmischen und damit den rechten Weg des Schicksals gefärden.
„Bitte bringe sie nach Hause!“ Alexia wusste sich einfach keinen anderen Weg, sie würde Schantal sonst die Bitte nicht erfüllen können, weil ihr Herz dieses Mädchen einfach nicht alleine lassen wollte.

Weiße Wolken waren von einem düsteren Grau umgeben, die festen Gemäuer des Palastes kaum noch zu sehen. Überall war Nebel der von vielen wütenden und Regen erzeugenden Wolken erzeugt wurde, ein krasses Gegenteil von dem was Alexia noch in Erinnerung hatte.
Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, die weichen Wolken gaben bei jedem Schritt ein gedämpftes Geräusch von sich.
Es war eigenartig für Alexia wieder ihre traditionelle Tracht zu tragen, ein leichtes Gewand, an stand Jeans und Pullover, gläserne Schuhe, anstand ganz normale Stiefel.
"Geliebter!" hielt sie inne, sie konnte all den Kummer ihres Geliebten wie ein Schuss ins Herz, ihm ansehen. Sein Herz war gebrochen und seine Haltung, wie er dort auf seinen Thron aus Wolken, mit geschlossenen Augen saß, völlig unbeweglich, ein Abbild der Sinnlosigkeit abgab. So musste ein Mann aussehen der sich allem und jedem entzogen hatte, dessen Leben in einem langen selbst erlegten Schlaf viel.
Es traf sie tief, nie hätte sie gedacht ihm so viel Leid an zu tun, ihn einmal so vor zu finden
"Geliebter"
Langsam öffnete Sky seine Augen, das tiefe Blau sah müde aus, Leer und fad,
er wagte nicht zu glauben was seine Augen ihn zu zeigen versuchten
-Sollte sie es wirklich... Alexia?-  quellten Tränen der Hoffnung in seinen müden blauen Augen auf.
"Seid ihr es wirklich?" erhob er sich schwer von seinem Thron, dessen Beschaffenheit aus harten dunklen Wolken bestanden, die auch die Härte und Eigenschaft von jeglichen anderem Gestein annehmen konnten.
Der Körper war kraftlos und die Beine zu schwach um ihn eine aufrechte Haltung zu Gewehren.
Leises Rieseln, was von Wasserläufen die der Endlosigkeit der Wolken entkamen, um sich dort und hier mal zu einen Bach oder einer kleinen Art von Wasserfall zusammen zu tragen, in die Tiefe zu fallen und dort seinen Weg weiter zu nehmen, drangen an Alexias Ohren.
Wie sehr hatte sie dieses beruhigende Geräusch vermisst gehabt, was eine Trance artige Weise des Träumens in ihr immer wach rief. Sie hatte es immer das Spiel zwischen Wasser und Wolken genannt und am Ende mit spiel der Wolken abgekürzt.
Vorsichtig nickte Alexia, sie fühlte sich beschämt, hatte nur an sich gedacht und die Gefühle ihres Geliebten völlig vergessen. Wie konnte sie nur so etwas tun? Ihr Kummer stieg in verzweifelte Tiefen und sie bereute zu Tiefs was sie getan hatte.
Es war nur wenige Schritte die Sky von Alexia trennten, aber wie eine unüberwindbare Ewigkeit wirkten
„Wieso bist du gegangen?“ war sein Gesicht ernst und voller Vorwürfe geworden
„Bitte „ wollte Alexia dieses Thema fallen lassen, sie hatte schon genug Schuldgefühle und wollte nicht noch mehr auferlegt bekommen
„Nein, verdammt, wieso? War es dir egal das ich leide? „ wurde Sky laut, sein Temperament war schon immer eine untragbare Eigenschaft gewesen die er nie gelernt hatte zu kontrollieren
„Es tut mir leid, okay? „ verdunkelten sich Alexias Augen, Streit zwischen den beiden war vorprogrammiert und eigentlich ganz normaler Alltag
„Eigentlich wollte ich nie wieder zurück kommen! „ schrie Alexia verzweifelt, als sich das böse Gesicht von Sky einfach nicht ersanften wollte
„Und wieso bist du dann wieder gekommen?“ musste Sky sich beherrschen um nicht noch lauter zu werden.
Einen Moment sah Alexia einfach nur stumm auf den Boden, der aus unzähligen glatten Wolken bestand
„Weil eine Freundin mir sagte das Liebe etwas wirklich Wichtiges ist und wie sehr du mich liebst... und genau so sehr liebe ich dich auch „ schaute sie wieder auf, mit Tränen im Gesicht.

Immer noch lagen die Dinge viel zu fern, um wirklich Real wirken zu können, fast wie ein schlechter Traum. Ihren Blick hoch zu Decke bis hin zum Fenster, überlegte Schantal wie das ganze weiter gehen sollte und was überhaupt geschehen war.
Sie hatte ihre Menschlichkeit verloren, hergegeben für etwas was überhaupt nicht real war. Dennoch für eine Kenntnis über Dinge die vorher so weit von der Realität entfernt waren, das die Welt und alles mit ihr verbundene nun in ein ganz anderes Licht rückte. Das Wort Fabelwesen, magischer Kreis, all dies waren nun nicht mehr bloße Geschichten und der Verlust von Alex war immer noch wie eine tiefe klaffende Wunde in ihr, die einfach nicht heilen wollte.
Schantal wusste das es so sein musste, liebende trennt man nicht von einander, trotzdem bereute ein Teil von ihr diese Endscheidung und die Angst ohne Alex in der Schule zu sein wurde immer größer.
„Schantal „
„Schantal!“
Aufgeschreckt saß die junge Dame aufrecht im Bett, den Blick voller Furcht zum Spiegel gerichtet. Dort wo sie sich hätte nun normalerweise sehen müssen, war nur eine dunkle Tiefe.
Ihr Verstand protestierte laut und klar gegen ihr Handeln, welcher normaler Mensch würde jetzt auch aufstehen, auf einen Spiegel zu gehen, dessen Oberfläche nicht mehr dem glich was es eigentlich sein sollte? Niemand! Niemand bis auf Schantal.
„Schantal“ erklang wieder diese Stimme. Aufmerksam klimperte Schantal mit den Augen. Diese Stimme, es war eine Kinder Stimme, ein kleiner Junge. Sie kannte diesen Klang, es war als ob verblasste Erinnerungen an die Oberfläche steigen wollten, jedoch immer noch zu sehr vom Schleier des Vergessens unterdrückt war, der sich wieder sachte in ihre Augen legte
„Schantal“ kam etwas näher, aus der Dunkelheit heraus,
„Aber“ stotterte Schantal, ein kleiner Junge stand nun vor ihr, sie musste bei seinem Anblick an das leere Wunschkinderzimmer ihrer Mutter denken
„Bitte hilf mir! „ bewegten sich die Lippen des kleinen, die dazu passende Stimme erklang, doch der Blick, seine ganze Gesichtsmimik und Haltung, es passte nicht zusammen, machte zu sehr den Eindruck von Passivität.
„Ich kenne dich! Ich kenne dich, nicht wahr?“ berührte sie mit der ganzen Hand die kalte Fläche des Spiegels.
„Hilf mir! „ hob der kleine Junge monoton die Hand und setzte sie gegen die ihre, ebenfalls gegen den Spiegel auf seiner Seite
„Jeff!“ kehrte ein Name in ihr zurück, doch bevor die Erinnerung wirklich zurück kehren konnte, wurde aus dem kleinen Jungen wieder ihr eigenes Spiegelbild, ihre Hand gegen die eigene, wo gerade noch die Hand des kleinen Jungen war.
„Jeff“ glitt ihre Hand am Spiegel herunter.


Unsicher schaute Karin hoch, als die dünne Holztür sich öffnete und ein hoch gewachsener Mann sie schnell wieder hinter sich schloss.
"Der Regen hat endlich aufgehört!" rieb der Mann die Hände aneinander, um so Wärme zu erzeugen und die fast gänzlich kalten Hände wieder auf zu wärmen
"Ja Gemahl, ihr habt recht! Länger hätten die Wälder es auch nicht mehr ertragen!" richteten sich die Augen von Altea Girlan zu dem kleinen in vier Partein geteiltem Fenster, wo die Sonnenstrahlen es nun endlich wieder schafften sich ihren Weg durch die Wolken zu barnen.
"Altea, ich gedenke mich der Sache an zu schließen!" funkelte plötzlich eine unübersehbare Entschlossenheit in den Augen des Mannes auf.
"Paithran, ihr wollt euch gegen den Magischen Kreis stellen?" erstarrte Alteas Blick
"Bitte, Altea, seht mir in die Augen und sagt dann, das ihr es nicht auch endlich leid seit euch immer zu verstecken, zu leugnen was ihr wirklich seid!" hielt Paithran dem Blick seiner Frau stand.
Verzweifelt schüttelte Altea den Kopf, seit einigen Monden war dieses Thema nun schon zwischen den beiden zu einem wirklichen Problem geworden.
Unruhe und ein Aufstand fing an sich unter ihres gleichen, unter den magischen Wesen breit zu machen, unter dennen sich nun eine Gruppe gebildet hatte, die sich gegen die Gesetze des Magischen Kreises auf lehnen wollten.
Natürlich würde Altea gern als das leben was sie auch war, doch unter den Menschen waren sie gezwungen sich an zu passen.
Doch ihr Mann wollte sich nicht länger mehr anpassen und Altea wusste das sie es ihm nicht länger mehr ausreden konnte
"Egal wie ihr entscheidet, meine Loyalität soll euch gewiss sein, eure entscheidung ist auch die meine!"
Dankbar nickte Paithran seiner Frau zu, er wusste das es viel war, was er da von seiner Frau verlangte und auch was für Konsiquenzen es eventuel mit sich bringen könnte.
Fassungslos hatte Karin das ganze Gespräch mit angehört, nach Außen hin wirkte die Szene ganz normal, ihre Mutter wiegte die ganze Zeit das neu gebohrene auf ihrem Arm hin und her, wärend sie mit ihrem geliebten Mann ein Gespräch aufrecht erhielt.
Vom Außen her ein ganz normales Gespräch, ein sogar gewohntes Bild, wenn da nicht der erschrockene und zu tiefs erstarrte Blick ihrer Mutter gewesen wäre und der Inhalt selbst vom diesem Gespräch.
"Vater!" erhob Karin sich, sie hatte ruhig die ganze Zeit am Tisch gesessen, vor der nun leeren Holzschüssel, dessen Völbung bis gerade eben noch mit einer frischen Suppe gefüllt war.
"Ja, Karin?" die Augen des Mannes sahen das Mädchen ernst an, ihr Vater duldete kein Einmischen von Kindern, egal um was es sich auch handelte.
kleinlaut senkte Karin den Kopf, konnte seinem ernsten, warnenden Blick nicht stand halten.
"Gut!" beendete Paithran das Gespräch und setzte sich auf den für ihn vorgesehenden Stuhl, direkt seiner Frau vor Kopf, hin, um sich endlich der Suppe zu witmen.
Das Leben hier war mit den Jahren immer härter geworden, Kreaturen die von Natur aus böse waren wurden immer mehr, Angst breitete sich aus und das Wissen nichts gegen tun zu können ließ alle verzweifeln.
Der Magische Kreis hatte vorher seine Gesetze immer konsequent durch gesetzt gehabt und für Harmonie unter den Menschen und den magischen Wesen gesorgt.
Doch die dunklen Kraturen fingen an die Menschen zu töten, trieben ihr Unwesen und verursachten damit einen zwiespalt zwischen Menschen und magische Wesen.
Was die wenigen magischen Wesen die weiterhin unter den Menschen leben wollten, zwang sich zu verstecken und damit ihre wahre Natur zu leugnen.
Karins Vater war genau diesen Zustand mittlerweile satt geworden, sie konnten nicht mehr auf die Hilfe des Magischen Kreises hoffen, es war einfach offensichtlich das der Magische Kreis mit der Situation, die sich immer weiter verschlimmerte, überfordert war.
Deswegen musste nun jemand anderes dies in die Hand nehmen, jemand der mächtig genug war und in erster Linie die Interessen der magischen Wesen vertrat und nicht die der Menschen, jemand der sie auch beschützen konnte.
Mit einen festen Nicken, was seinen Gedanken galt, legte Paitran den Löffel zur Seite, als ob er sagen wolle, das er nun handeln wolle, wobei sein Blick Karin nun begegnete.
"Okay, Karin, gehen wir mal auf deine Einwände ein!", verwundert sah Karin ihren Vater an und hob fragend die Augenbraue
"Wieso bist du der Meinung das es falsch sei sich der Sache anzuschließen?"
"Weil..." Karins Gedanken überschlugen sich "weil der magische Kreis war immer gut zu uns"
Paithran nickte "Wir haben ja auch nicht vor sie zu töten, sondern ihnen nur die Macht zu entreißen" lächelte Karins Vater einfühlsam.
Karin schüttelte den Kopf "Nein das dürft ihr nicht, der Seelenrichter.." wollte sie gerade erklären, doch Paithran schnitt ihr lachend und genau so enttäuscht das Wort ab
"Karin, niemand glaubt mehr mittlerweile an diese Legende, wenn wir nicht langsam anfangen uns selbst zu helfen, wird es auch kein anderer tun"
"Aber..."
"Nein Karin, wieviele Jahre sind mittlerweile schon an einander vorbei geschritten? Wieviele unschuldige haben schon ihr Leben verloren, weiil das dunkle immer Blutrünstiger wurde und sich immer weiter ausbreitete? Wo war dein Seelenrichter als diese armen Seelen ihr Leben verlor? Wo war da dein Seelenrichter?"
Karin schwieg, den Kopf gesenkt musste sie gegen ihren innerlichen Drang ankämpfen es zu erzählen, zu sagen das der Seelenrichter endlich kommt.
"der Seelenrichter wird niemals kommen!"
"Nein, das stimmt nicht..." erhob Karin sich
"Er ist ..." ein festes Klopfen gegen die dünne Holztür schnitt Karin jedes weitere Wort ab.



Unzählige Minuten hatte Schantal in dem leeren unmöblierten Zimmer verbracht gehabt, bevor sie wieder zurück in ihr Bett gegangen war.
„Es war das Zimmer von...?“ sie wollte gerade den Namen aussprechen, laut und deutlich, als die Erinnerungen verfielen und sie sich fragte wieso sie so lange in diesem leeren Zimmer gewesen war.
Die weißen Tapeten ihres Zimmers schienen wie eine Leinwand zu wirken, wo sie vor ihrem Geistlichen Auge einige Dinge wieder sah, in Form von Erinnerungen, Tagträume...
Der Kuss zwischen ihr und Migael, sie konnte sich noch genau an ihr Herzrasen erinnern, wie nervös sie war. Diese Schmetterlinge, noch nie hatte sie etwas der artiges wegen eines jungen Mannes Gefühlt, selbst als er nur neben ihr gestanden hatte, konnte sie dies schon wahr nehmen.
Obwohl, wenn Schantal genau nach dachte, da war noch irgendwas, oder? ganz wage erinnerte sie sich an irrgendwelche blauen Augen, doch die Erinnerung war nicht stark genug mehr, um sich vor ihrem Geistlichem Auge zu zeigen.
Es spielte aber auch keine Rolle, denn Schantal war sich sicher, sie hätte sich in Migael verlieben können und das einfach so, ohne jegliche Vorwarnung. Doch nun war dies unmöglich, ein Traum nur noch. Der Traum von der großen und ersten Liebe, den sie bis her noch nie erleben durfte, es nur aus Büchern und Erzählungen her kannte und dies sollte sich nun auch nie mehr ändern.

"Wieso?"
"Was?" drehte Migael sich mit der Schulter ein Stück um, der Wind peitschte im scharf ins Gesicht, die Klippe hinaus übers Meer hinweg.
Die Nacht war kalt, doch er brauchte die Ruhe, um sich seiner klar zu werden, die Gedanken zu ordnen.
Der Lichtersee war einer der wenigen Orte die noch über unberührte Magie besaßen. Lichter die aus dem Meer zu kommen schienen, in allen möglichen Farben. Die Menschenwelt würde dieses Schauspiel, das liebkosen der Farben untereinander, wie wellenförmige Regenbogen, wohl mit dem Polarlicht vergleichen. Doch war dieses Machtiger, viel atemberaubender. Es war Magie, von Nixen und Wasserfeen erschaffen, die spielerisch ihre Lichter hinter sich her zogen, durchs Wasser, durch die Luft glitten, um wieder zurück ins Wasser zu gehen. Wie ein Delphin der spielend aus dem Wasser springt um sich wieder seiner hin zu geben und in das kühlende, schützende Nass zurück zu gleitet.
Diese Lichter schafften es schon früher Migaels Gedanken freien Lauf zu geben und die Dinge mit ruhigem Gemüt zu sehen. Er brauchte es einfach um nach denken zu können.  
"Wieso gerade sie? Wieso Schantal?" Alexias Blick war wütend, dieses Mädchen musste ihr viel bedeuten, was Migael sehr schnell bewusst wurde. Alex und Wut, Hass, Verzweiflung? Das sah auch Migael nun zum ersten Mal.
"Regt euch wieder ab, es hat alles seine Gründe!" kehrte er ihr den Rücken zu, das Schauspiel des tobenden Wassers weiterhin genießend, wo die Wellen gegen das Jahrhundert schon bestehende Gestein sich empor hoben
"Gründe? Wohl ehr eure Laune, Migael!"
Nur ein leichtes Schulterzucken war von ihm als Antwort zu vernehmen
"Kümmert euch um eure Angelegenheiten, liebe Schwester, meine gehen euch nichts an, ich weiß schon was ich tue“
"Verdammt, sie ist meine Angelegenheit, sie ist meine Freundin! " schrie Alexia. Ihre Stimme war drohend und ihr Blick finster. Dunkle Schatten hatten sich über das sonst so sanfte Blau gelegt und blitzen nun vor Wut und Zorn bedrohlich auf. Die schlimmsten Dämonen würden wahrscheinlich von diesem durchbohrenden Blick, der keine Gnade mehr versprach, in die Flucht geschlagen werden. Doch hinterließ es in Migaels Gesicht nur ein flüchtiges Grinsen. Seine Überlegenheit war auch ihr gegenüber stark Präsenz.
 Es hatte bis her noch niemanden gegeben in seinen Leben, vor dem er auch nur einen Funken Ehrfurcht oder gar Angst verspürt hatte und seine Schwester würde dies sicherlich auch nicht ändern.
"Ihr müsst ihr helfen! " schrie sie erneut voller Zorn, es war keine Bitte, sondern eine drohende Forderung.
Migael war keine Reaktion an zu merken, was Alexia mit schweren Gemüt aufgeben ließ. Sie schaffte es einfach nicht mehr an ihren Bruder ran zu kommen.
Das Geräusch des Meeres, der Wellen, wie sie gegen die Klippen geschlagen wurden, nicht gegen die Felsen bestehen können, die seid tausenden von Jahren ihr Vermächtnis dort austrugen und allem stand hielten, hatte Migael stets die Ruhe gegeben die er brauchte. Doch diesmal half es ihm nicht über das Gerede seiner ach so werten Schwester hin weg zu hören, die lauthals die ganze Zeit an ihm plädiert hatte, wo eine nun für ihm merkwürdige Stille begann
"Alexia!?"
Die Augen überrascht auf und zu klimpernd, drehte Alexia sich wieder um (sie wollte gerade gehen).
Ein ernster Blick ging von ihm in ihre tief blauen Augen hinein, für einige Sekunden herrschte grausame Stille, nur das Geräusch des Meeres, was noch immer fortwehrend gegen die Klippen schlug war zu hören
"Sie darf nicht lieben, das ist wichtig. Sie darf von nichts beeinflusst werden, nichts was ihr eins wichtiges Urteil lenken könnte. Schantal ist nicht einfach nur ein Mensch, sie ist viel mehr als sie selbst für möglich hält" wand Migael sich wieder dem Lichterspiel des Sees zu
-Sie darf nicht lieben?- fixierte Alexias Augen starr das Spiel der unendlichen Lichterfaden, wie sie quer übereinander hinweg gingen, oder zusammen ihre Wellen schlugen
"Wieso darf sie nicht lieben? Was ist ein Leben ohne Liebe wert?" brach ein Teil ihres Zorns in der Stimme
"Ich werde versuchen ihr bei zu stehen, soweit es mir möglich ist! " gab Migael als Antwort, ihre wirkliche Frage nicht als nötig angesehen zu beantworten.
"Sie ist viel mehr als sie selbst denkt?"  Schantal war doch bis her bloß immer ein einfaches liebes würdiges Mädchen, ein Mensch! Dessen Leben so schon schwer genug war.
Und nun war sie so viel, so endlos viel mehr!
"Meint ihr nicht auch das sie schon genug gelitten hatte?" ein erneuter Kampf mit dem innerlichen Zorn fing an sich in Alexia zu bilden, wie ein Monster was keinen Platz in dieser gütigen Hülle fand und aus zu brechen drohte
"Handelt Schwester, wenn ihr es könnt! Doch kommt mir niemals in die Quere!" drehte Migael sich mit kaltem Blick seiner Schwester zu. Seine Bewegungen erinnerten immer an eine geschmeidige Katze, dessen Bewegungen ungemein flüssig waren.
Präzise setzte er einen Schritt nach hinten, der Klippe entgegen, wo eiserner Wind empor stieß und ließ sich in die Tiefe der Klippe nach hinten fallen, um mit den Schatten wieder zu verschwinden.
Alexia schüttelte wieder nur mit dem Kopf, sie verstand ihren Bruder einfach nicht mehr. Als sie noch klein waren hatte Migael sie immer beschützt gehabt, obwohl sie nur halb Geschwister waren, war er immer für sie da gewesen.
Früh hatte das Schicksal die beiden hart auf die Probe gestellt, in dem es ihnen die Eltern nahm, nie würde Alexia diesen Tag vergessen. Es regnete und der Nebel war dicht, plötzlich waren Schreie zu hören, viele Schritte, Getöse, es mussten hunderte Mann gewesen sein, wenn nicht noch mehr, den Alexia war zu jung um es genau abschätzen zu können. An diesen Tag verloren ihre Eltern ihr Leben und Migael musste sich um seine Schwester kümmern, die Damals gerade vier jährige Alexia, die zwei Jahre jünger war als ihr Bruder.
Doch Migael änderte sich mit der Zeit, er wurde immer verschlossener, immer gefährlicher. Jeder achtete ihn und niemand vermochte es mehr durch seine Versarde hindurch zu dringen, zu sehen was er vorhat oder denkt, bis er eines Tages einfach seinen Weg alleine weiter ging.
"Wasserfeen ich rufe euch! " trat Alexia bedrohlich nah an die Klippe heran. Der Wind zischte ihr scharf ins Gesicht und riss das lange blonde Haar zurück.
Vereinzelte Lichter, wie viele kleine Glühwürmchen, die ein unendlich langen Fadenband aus pures Licht hinter sich her zogen, erfüllten nun die Luft. Wo eine von ihnen vor Alexias Augen die wahr Größe an nahm(ihre Hautfarben ist die selbe wie das Licht )
"Ihr habt uns gerufen?" berührte ein Fuß nach dem anderen elegant das Gestein der Klippe. Ihr Körper wirkte zerbrechlich, so rein und unschuldig. Doch umgab ihre Gestalt auch etwas unbehagliches, etwas der Art gefährliches, das es keinen Nenner mehr besaß.
Die Haut war vollkommen von einem blauen Schimmer überzogen und die Farbe der großen Augen sah aus wie Schnee. Genau wie das hauchdünn Kleid was sich spielerisch an ihren Armen in Wellen entlang zog, etwas weiter um die Teilie enger wurde und wie Wellen sich nach unten schlug und dem Körper verführerisch betonte.
Alexia wusste ganz genau wer diese Frau war, diese ungewöhnlich hohen Wangenknochen, die schneeweissen Augen, genau wie diesen kalte Blick. Es war Schirien die Königen der Wasserfeen
"Ja, ich habe euch gerufen! Mein Name ist.:"
"Ich weiß sehr wohl wer ihr seid, Nymphe! " schnitt die Wasserfeen-Königen Alexia das Wort mit dunkler Stimme ab. Die Stimme der Wasserfeen erklangen wie verlockende Melodien. Man sagte ihnen nach das sie die Männer auf See zu sich locken, um in die Tiefe des Sees zu reißen und dort dem sicheren Tod zu übergeben, getrieben von Uralter Rache.
Doch ob es wirklich so war, das vermochte keiner so wirklich sagen zu können, den die Wasserfeen waren eigensinnige Wesen, von anmutiger Eleganz und genau so undurchdringlicher Art. Sie spielten mit einem und verrieten nie so wirklich das was man wissen wollte (oder sollte )
"Ich weiß um eure Magie, das ihr Gedanken lesen und beeinflussen könnt!" wurde Alexias Blick stechend. Ernst und gefährlich den Kopf geneigt Blickte sie direkt in die Augen der Wasserfeen-Königen hinein.
"Ihr denkt zu wissen! Ihr glaubt "sprach Schirien mit sicherem Ton.
Alexia schüttelte den Kopf, sie wusste es, ein Mann hatte es ihr eins mal berichtet, welcher der Tiefe entkommen war und somit auch dem sicheren Tode
"Nein, ich widerhohle mich, ich weiß und wenn ihr wollt das meine Lippen versiegelt bleiben, dann müsst ihr mir helfen! "
Die Augen der Wasserfeen-Königin verengten sich
"Was verlangt ihr?" blieb ihr einfach keine andere Wahl, den dieses Geheimnis war zu groß, zu wichtig um ihr überleben zu sichern, als das sie es riskieren würde. Sie waren darauf angewiesen harmlos zu wirken, die Menschen durfte nicht wissen wesen sie wirklich fähig waren, denn was sie fürchten, vernichten sie und die Wasserfeen hatten keine derartig Magie um sich im Krieg zu wehren, ihnen war nur die Magie der Illusion und Gedanken mächtig.
"Ich nehme mal an das wenn ihr wisst wer ich bin, dann wisst ihr auch wer mein Bruder ist (die Wasserfeen-Königen nickte widerwillig ). Er kommt immer hierher um nach zu denken, meint das er nur hier richtig nach denken könne. Woran das liegt wissen wir ja jetzt! Ich möchte wissen an was er gerade gedacht hatte, was ihr über ihn wisst und in wie fern ihr seine Gedanken gelenkt habt"
Das toben des Wassers drang wieder an Alexias Ohr, Schirien Blickte Alexia ernst an, sie hatte keine andere Wahl als es zu sagen
"Ihr habt Angst?" stellte Alexia den bedrückten Blick der Wasserfeen-Königin fest
"Eurer Bruder lag im Konflikt mit sich selbst, richtig oder falsch, Realität oder Fiktion, manchmal ist es sich so unendlich ähnlich, das nur eine kleine Grenze von einem zum anderen führt!" sie hatte nun ihre Schuldigkeit getan.
"Ich habe eure Forderung erfüllt, nun ist es an euch, eure Schuldigkeit zu erfüllen! " erhob sich die Wasserfeen-Königin zurück in die Lüfte um im Schutz des Sees zurück zu gleiten.
Sauer wollte Alexia erst hinter her schreien, sie hatte um Antwort gebeten und nicht um ein Rätsel.
Zu mindestens wusste sie jetzt so viel, das Migael im Konflikt mit sich selber war
-Wer weiß vielleicht traf dies ja auf Schantal zu, das er nicht wusste ob er sie jetzt schützen sollte oder nicht – überlegte Alexia
„Ich hoffe er tut es! „


Tief hing die Sonne am Himmel, die Mittagszeit näherte sich langsam ihrem Ende zu und die Menschen hatten sich schon im Schutz ihrer Häuser zurück gezogen.
Die Nacht hier galt Als gefährlich, noch immer war für sie das Geheimnis der verschwundenen Frauen nicht geklärt und viele zusammen getragene Ängste lies die Fantasie der Menschen sich auf beängstigter Weise beflügeln.
Aufmerksam streiften Schantals braune Augen an der großen Wiese entlang, sie verlief um die ganze linke Seite des Marktplatzes, wo sich weißer Marmorn drum herum rekelte und zu einem atemberaubendem Schloss in die Höhe empor stieß, um den Marktplatz mit seinen unzähligen kleinen Blockhäusern in seine Mitte ein zu schließen, wo Imposante Drachen aus Stein auf beiden Seiten der Mauer verweilten.
Doch so schön dieser Anblick auch war, standen in Schantals Augen mehr Irritiertheit und Panik, als Erstaunen dessen gegenüber.
Denn sie Stand gerade noch vor ihrer Haustür! Hatte nur kurz aus Müdigkeit beim Gähnen die Augen geschlossen und sich dabei wieder an ein Bild aus ihrem Traum erinnert, was sich nun direkt vor ihren Füßen ausstreckte.
Trotz der Angst und der Frage wie sie nun hier her gekommen war, erschien jedoch auch ein unsagbares Lächeln auf ihren Lippen, es war mal was anderes all dies zu sehen, ohne durch irrgendeinen Traum hinein gesetzt worden zu sein.
Langsam lief sie nun auf die Wiese zu. In ihren Traum hatte sie offt dieses Bild gesehen, war jedoch nie dort gewesen.
Um so näher sie dem daran heftenden Wald kam, um so mehr wurde ihr dieser Hauch von Kälte bewusst, der sich immer mehr auf ihre Haut nieder legte, was ihren ganzen Körper sich schütteln ließ.
-Hab ich mich selber hier her gebracht? Durch meine Gedanken?- runzelte sich Schantals Stirn, weil es war ja genau der Anblick den sie nun vor sich hatte, an den sie vor ihrer Haustür noch gedacht hatte und nun war sie plötzlich hier! Wirklich hier!
Besinnungslos schreckte Schantal aus ihren Gedanken heraus, ein greller Schrei hatte die Stille der Luft durchbrochen. Suchend flog Schantals Blick über die Wiese hinweg, wo dieser kleine Wald sich der Wiese anschloss und dunkle Schatten über sich gelegt hatte. Obwohl dieser dunkle Schleier bedrohlich wirkte, rannte Schantal ohne zu zögern drauf zu, in der gleichen Richtung aus der auch gerade der Schrei entkommen war und genau so schnell wie er kam auch wieder verhallte.
Mit dem ersten Schritt den sie beim Rennen in diesen kleinen Wald hinein setzte, wurde alles vor ihren Augen etwas unscharf, ihre Augen brauchten ein paar Sekunden der Orientierung bis sie sich an diese verschleierte Dunkelheit gewöhnt hatten.
Vorsichtig ließ Schantal ihren Schritt langsamer werden, das dichte Blätterdach ließ kaum noch Licht hindurch dringen und alles in einem unheimlichen Schatten eintauchen.
Noch nie zuvor hatte Schantal diesen Wald betreten, dabei war der Finkelwald wirklich eine Augenweide, zumindestens am Tage! Korigierte Schantal sich.
Ängstlich streifen ihre Augen an alles vorbei, das dunkle rufen einer Eulenähnlichen Gestallt ließ Schantal zusammen zucken.
Es war ein unglaublich hoher Baum, mit braun-grünlicher Rinde und dichter Blattkrone, dessen glockenförmigen, blauen und innen rosa gesprenkelten Blüten wie Glocken nach unten zeigten.
zwischen den vielen Bäumen entlang suchte Schantal fieberhaft nach etwas auffälligem.
Der Schrei war auf jedenfall aus dieser RIchtung gekommen, also muss es irrgedwo hier... für den Moment meinte Schantal das rauschen eines Wasserfalles zu vernehmen,
-Kann das sein? Ein Wasserfall? das ist doch...-
"Oh Gott… OH GOOOOT!!" blieb sie stockend stehen, den innerlichen Monolog gestoppt und beide Hände fest vor ihren Mund gepresst.
„OH GOTT, OHHH GOOOOOTTT“ schrie sie lauter, vor erschütterter Entsetztheit.
Eine junge Dame mit vor Schreck weit auf gerissenen Augen lag regungslos dort auf dem Boden, direkt zwischen zwei hohen Bäumen, die schützend ihre Äste über sie in die Höhe ragten.
-Renn weg, los renn weg! - riet Schantals Verstand ihr unmissverständlich zu, doch Schantal lief langsam mit zögernden Bewegungen auf die auf dem Boden liegende Frau zu. Es war als ob ihre Augen Bände erzählen würden, von Qualen in Form von Angst. Dunkel roter Lippenstift glitzerte auf ihren Lippen, wo der Mund noch immer weit geöffnet war, als ob sie selbst im Tode noch fürchterlich schreien würde
"Was muss ein Mensch sehen, was kann so schrecklich sein um ihn so einen Blick auf zu erlegen?" starrte Schantal diese Frau an, ohne auch nur ein einziges Mal den Blick zu entziehen. Von weiten wirkte es als ob sie liegen würde, doch sie saß zusammengekauert, mit dem Rücken vor einer dieser beiden Bäume gelehnt
-Sie muss was in der Hand gehalten haben?- fiel Schantals Blick auf die rechte Hand dieser Frau. Sie war etwas vom Körper entfernt und trug die Haltung immer noch bei, die man besitzt wenn man etwas mit aller Kraft versucht fest zu halten.
Langsam aber sicher schlich sich unbändige Panik in Schantal hinein, ihr Herz raste unaufhörlich und ihr Körper schlotterte, als sie begriff das diese Frau wirklich tot war.
Nie zuvor hatte Schantal einen toten Körper gesehen und nun musste sie in die weit aufgerissenen leeren Augen dieser Frau hinein sehen, welche glatt und Ausdruckslos erschienen, einfach Leblos.
Unbemerkt für Schantal zogen sich von überall her leichte Nebelschwaden nach oben, über den Erdigen Boden hinweg und an den Stämmen der Bäume hoch
"Ein Wächter!" erklang eine mit Unbehagen besetzte Männer Stimme. Nun bemerkte Schantal denn eisig wirkenden Nebel, der sich durch die kalte Luft hoch zog, jetzt wo sie den Nebel sah machte sich auch diese eisige Kälte auf ihren Körper bemerkbar
"Sie sehen mich?" Blickten eisblaue Augen Schantal auf Grund ihres neugierigen (noch immer auch verstörten und panischen ) Blick verwundert an. Ein Mann  trat nun aus dem mittlerweile zu dichten Nebel geworden blauen Dunst hervor. Eingehüllt in einem schwarzen Gewand, die Kapuze des Gewandes bis kurz über die Augen gezogen und einen schwarzen Stab, der sich wie schwarze Äste um eine goldene Sanduhr rekelte, in der Hand, umgab seine Person eine Unheimliche Gefahr die man in den Knochen deutlich spüren konnte. Stumm nickte Schantal und wich als er ein paar Schritte auf sie zu machte resignierend immer weiter zurück, bis sie sich hinter den leblosen Körper dieser Frau befand.
Seit dem sie Migael kannte und einsehen musste das es Dinge gab die sie sich noch immer nicht ganz so real vorstellen konnte, war sie vor jedem und allem auf der Hut und rechnete mit allem möglichen, woher auch die nun vorhandene Vorsicht rührte (davon abgesehen das diese Gestallt für sie unheimliche Ähnlichkeit mit dem Bildern von Gevatter Tod hatte, auch wenn die dazu gehörige Sense fehlte!).
Prüfend blieb die Gestalt vor der Toten Frau stehen. Die Kapuze bewegte sich einmal kurz zu beiden Seiten, was auf ein seiner sei’s kommendes Kopfschütteln hinwies.
"Wer sind sie?" stotterte Schantal, die Finger tief in ihrem roten Kleid vergraben.
"Neugier ist gefährlich! Und wenn ihr sie nicht zu bändigen wisst, wird sie irgendwann eurer Verhängnis werden ", wand die Gestalt ihr Gesicht Schantal zu. Die stechend blauen Augen zeigten eindeutig die Ernsthaftigkeit seiner Worte.
Behutsam hielt die Gestalt eine Hand über den leblosen Körper der Frau, ein gleißendes Licht, was von ihnen nach außen sich entfaltete, hüllte den Brustkorb des Leblosen Körpers vollkommen in sich ein.
"Nein... was tun sie da…? Aufhören! ", wollte Schantal auf diese Gestalt zu, ihn an dem was er tat hindern, wurde aber von einer Bewegung seiner anderen Hand gestoppt, was ihren Körper stichartig lähmte.
Schantals Augen weiterten sich, sie sah es, aber konnte einfach nicht glauben was sie sah. Licht formte sich zu einer Gestalt, formte eine Hülle, mit dem identischen Abbild dieser Frau, nur das es aus gleißendem Licht bestand.
Es sah wunderschön aus, weißes Licht was so unendlich hell leuchtete und doch seine Form hielt, ohne seine Strahlen weit gehen zu lassen, oder jemanden zu blenden
"Sie sehen es, nicht wahr?" dieser Mann stellte die Frage mehr wie eine Feststellung, denn Schantals Reaktion war schon die Antwort bevor er die Frage stellte.
Die Lichtgestalt schaute Schantal nun auch an, die Gesichtszüge waren zu einem sanften und zufriedenen Lächeln geformt, ganz anders als dieser Schreckensausdruck der dem leblosen Körper auferlegt war, es wirkte erlöst, fast schon glücklich.
"Bitte, bitte sagen sie mir doch was der Grund ihres so erschrockenem Blickes war?!", rannte Schantal auf diese aus Licht bestehende Gestalt zu, ohne zu bemerken das ihre Starre erlöst war, hatte völlig vergessen das sie sich bis gerade eben noch nicht bewegen konnte.
Kurz vor der Gestalt zwang Schantal sich wieder zu stoppen, sie wusste nicht was geschehen würde wenn sie ihr zu nah käme oder sie gar sogar berührt.
"Ein Mann, ich sah einen Mann, nein kein Mann, jemanden, es war etwas!"
"Was hat er, es... Was ist passiert?"
"Er… seine Augen, alles Rot, ein glühendes Rot, Feuer... überall war Feuer, doch es brannte nicht, ich fühlte den Schmerz, ich verbrannte, doch es sah nicht danach aus, es fühlte sich nur so an! Der Schlüssel..." die Frau verstummte, der eben noch so entsetzte Blick, dessen Starrheit und Hysterie von ungeheurem wichtigen versuchte zu erzählen, war plötzlich ruhig, sanft und völlig Teilnahmslos.
"Durch das Verlassen des Körpers schwinden die Erinnerungen, alles was sie je gesehen, gefühlt oder gewusst hatte, existiert nun in ihr nicht mehr. Den der Tod war auch ein Neuanfang, wo man sich von dem bisherigem da sein und seinem Leben abkapselt"
"Aber..." wollte Schantal mit beiden Händen schützend nach ihr greifen, als das Licht immer schwächer wurde, doch griffen ihre Hände nur ins Leere, das einzige was von der eben noch anmutigen Lichtgestalt dieser Frau übrig blieb, waren kleine glitzernde Lichtkörnchen, die langsam ausglühten
"was ist geschehen, was ist passiert, nein... wo ist sie... was ist mit ihr passiert?", umfasste Schantal mit den Armen um sich, als ob sie versuchen wollte diese einzelnen Lichtkörnchen zusammen zu nehmen und hofft die Frau so zu retten.
"Sie wird nun zu einer neuen Seele, ein neues Leben beginnen "
-Es war ihre Seele?- ließ Schantal die Arme wieder sinken und Blickte ein letztes Mal auf die glitzernden Funken, die nun auch ihr Licht erlöschen ließen.
"Ihr seid kein Mensch, ein Rätsel. Wisst ihr wer ihr seid?"
-was ich bin? Ich bin kein Mensch?-
"ich verstehe nicht, was meint ihr? " versuchte Schantal zu lächeln, ein Armseeliger Versuch dessen, die Gestalt nickte
„Wie ich sehe habt ihr fast vergessen! Wisst ihr was man sagt! Ein Mensch der ein geliebten an den Tod verliert, dessen Herz vergisst mit der Zeit um sich zu heilen.
Erinnert euch, wenn ihr euer Ziel nicht aus den Augen lassen wollt.
Nur weil ihr kein Mensch seid, heißt es noch lange nicht das ihr nicht ein Teil eurer Familie seid „
Schantals Ausdruck im Gesicht war entsetzt, sie hatte das Gefühl etwas vergessen zu haben, sie erinnerte sich noch daran das sie irgendetwas nicht vergessen durfte, es lag ihr auf der Zunge, zum greifen nah und doch zu weit entfernt
„Bitte sagt mir doch was ich nicht vergessen darf „
„Erinnert euch, etwas wurde euch genommen, ein geliebter Mensch „
Schantal versuchte sich zu erinnern, die Gedanken waren so sehr vernebelt.
Für den Moment musste sie einfach die Augen schließen, innerlich einmal ganz ruhig werden.
Sie spürte das etwas fehlte, etwas wichtiges
-Mama- musste sie an das leere Wunschkinderzimmer denken, sie sah es genau vor sich, genauso wie den traurigen Blick ihrer Mutter als sie davon erzählte das sie sich doch so sehr einen kleinen Jungen gewünscht hatten
-Jungen?- wollte das Unterbewusstsein ihr etwas sagen, fuchtelte wild mit der Hand herum, um zu signalisieren das es wichtig sei
-Einen kleinen Jungen…- arbeiteten ihre Erinnerungen
„Jeff“ knallte die Erinnerung dann plötzlich mit einem Schlag ins Gesicht zurück
„Mein Bruder, sie haben mir meinen Bruder genommen! Wieso? Wisst ihr etwas? Wisst ihr wer und wieso er mir genommen wurde?“
"Ich darf euch eigentlich nicht einmal helfen die Erinnerung zu finden, es tut mir leid, aber irgendwann werdet ihr es ganz bestimmt wissen " kehrte er ihr den Rücken zu, trostlos konnte Schantal ihm nur nach sehen, wie er in mitten des Nebels verschwand und der Wald langsam wieder anfing sich zu lichten.
"AHHH!" schrie sie panisch auf als sie eine Berührung an ihrem linken Bein spürte. Ein kleines Wesen, wie ein Kind, was auf winziger Größe geschrumpft wurde, hatte vorsichtig eines seiner kleinen Hände auf ihr Bein abgelegt und lächelte sie ermunternd an
"Eine Waldfee!?" murmelte Schantal bedacht, etwas tief in ihr hatte diese Antwort wie in ihren Erinnerungen hinein gelegt, als ob sie es schon immer gewusst hätte nur vergaß
"Wie ich sehe seid ihr dem Gevatter Tod gerade begegnet!" (lag sie ja gar nicht so verkehrt)
"Geist der Wälder!" schaffte Schantal es nun ein wenig zu lächeln und drehte sich dem alten Mann zu, wobei die kleine Waldfee leichtfüßig hin und her sprang, um damit aus zu drücken das sie große Freude besaß den Geist der Wälder zu sehen.
Waldfeen besaßen nicht die Eigenschaft sich mit Menschen oder des gleichen verständigen zu können, das einzige dessen ihre Stimmenbäder fähig waren, war der Klang einer Melodie, was einer Harfe gleich kam.
"Ist es so besser Schantal?" hob der Geist der Wälder die Hand hoch, was den Wald in leichtes Licht hüllte und den dunklen Schleier auf löste. Helles Grün und anmutiges Braun umgab die beiden nun und die Lebendigkeit der Wälder zeigte seine prachtvolle Vielfalt. Blumen und Pflanzen die Schantal bis her noch nie gesehen hatte!
"Wie schön!" wollte Schantal sich gerade runter in die Knie beugen, um eine großen Pflanze zu berühren. Sie sah anders aus als die anderen, rote große Blütenblätter, mit Tropfen ähnlicher Form
"halt" zog der alte Mann sie an ihrem Kleid zurück und die kleine Fee fing Hektisch an auf und hab zu springen, wobei sie die Hände warnend hin und her wank
"Sie ist gefährlich! Das ist die Denronaros, sieht wunderschön aus und verströmt einen himmlischen Geruch, doch ist sie auch genau so Todbringend. Dort seht hier (zeigte er mit der Hand auf tausende von kleinen Nadeln) sie sind giftig, ein einziger dieser Stacheln reicht schon aus um dich zu töten und bei einer Berührung schießt diese Pflanze Unmengen von diesen winzigen Stacheln ab"
"Oh je " ließ sie sich zurück auf das Hinterteil fallen, was die kleine Waldfee ihr gleich tat und ließ erleichtert die Schultern sinken
-Ein Stachel!!- lachten Schantals Gedanken sie aus, sie hätte beinahe tausende von ihnen abbekommen!
"Dieser Mann..."
"Ihr meint den Gevatter Tod?"
Schantal nickte, kreide bleich, weil sie nun begreifen musste dass es sich wirklich um den Gevatter Tod  handelte
"Er hatte etwas von einem Wächter gesagt und von meinen Bruder, er sagte genau wie ihr das ich nicht vergessen darf. Ich verstehe das Ganze nicht, kann mir nicht endlich mal jemand sagen was los ist? Wo er ist? Verdammt und von was für einen Ziel habt ihr geredet. Bitte gebt mir doch endlich eine richtige Erklärung" kam Schantal von der Frau zu dem Schlüssel und vom Gevatter Tod wieder auf ihren Bruder, als der Geist der Wälder mit bedrücktem Blick den leblosen Körper der Frau sah.
Der alte Mann schwieg, selbst auf Schantals fragendem Blick hin sagte er nichts drauf bezüglich.
„Bitte „ versuchte sie es erneut, der Alte nickte, es war eigentlich verboten in den Lauf des Lebens ein zu greifen. Das Schicksal ist ein zerbrechliches Netz, wenn man sich einmischt kann man mit einer kleinen Handlung alle Schicksalswege ändern und fatale Fehler begehen
„Ich kann euch nicht genau sagen wo eurer Bruder ist, dies ist meiner Kenntnis leider auch verwehrt.
Doch ich kann euch sagen was das Ziel ist „, Schantal nickte, es war ein Anfang und schon mehr als sie wirklich erwartet hatte
„Es geht hierbei um eine Uralte Legende, das was ich euch gezeigt habe, dies wird eurer Kampf sein, um es zu verhindern müsst ihr diesen Kampf gewinnen und mächtig genug werden um euren Bruder zu retten.
Es tut mir leid das meine Erklärung so Lückenhaft ist, ich sehe die Dinge die im möglichen des geschehen liegen. Es gibt für jeden Schicksalsweg zwei Richtungen, das müsst ihr euch wie eine Weggablung vorstellen, welche Weggablungen es sind entscheidet das Schicksal! Doch welchen der beiden Wege man geht, das entscheidet man selbst. Ich sehe immer nur einen der möglichen Wege und weiß dass durch die Endscheidung und den Willen, es geändert werden kann! doch nicht um welche Endscheidungen es sich Handelt „
„Ihr seht in die Zukunft?“
„Nein, so würde ich es nicht nennen, ich habe Visionen, Schantal „ berichtigte der Alte sie
„Kommt begleitet mich ein Stück! „, nickend folgte Schantal ihm und ging mit dem Alten weiter in den kleinen Wald hinein, der sich zu einem großen vielfältigen Wald entpuppte.
„Wieso vergesse ich meinen Bruder?“ durchbrach Schantals Stimme die erdrückende Ruhe zwischen den beiden
„Es ist ein Schutzzauber! „
„Schutzzauber? Wofür? „
„Dies hat eure Seele selbst auf eurer Person erlegt „
„Ich?“ blieb Schantal stehen, der Alte sah sie bedrückt an
„Wie konnte ich dies selber tun? Und wieso?“
„Deine Seele ahnt Dinge, nein ich meine, sie weiß Dinge die man normalerweise nicht wissen kann.
Und dein Bruder könnte ein Druckmittel sein, versteht ihr? Deswegen will sie vergessen „
„Nein so hart und erbarmungslos kann meine Seele doch gar nicht sein „
„Es hat nichts mit hart oder kalt zu tun, es ist nur für die Dauer bis ihr Handeln könnt „
„Wieso sagtet ihr mir dann dass ich nicht vergessen darf? Wenn ich mich zu gegebener Zeit doch sowieso erinnern werde „ Schantals Worte taten ihr selber weh, es ging hier nicht um irgendeinen Menschen, es ging um das Leben ihres Bruders
„Und wieso haben alle anderen ihn auch vergessen?“
„Das habt auch ihr bewirkt, ich kann euch keine wirkliche Antwort geben, wenn ich euch das sagen würde, wäre es ein Eingriff in das Schicksal und dies darf ich nicht, das müsst ihr verstehen! „ , Schantal nickte, so musste es wohl sein
„Es ist schon spät, ich denke mal das ihr Morgen Schule habt und noch etwas Schlaf braucht „ ließ der Geist der Wälder die Lichter erlöschen und demonstrierte die wahre Dunkelheit
„Geist der Wälder?"
"Ja, Schantal?"
"Wieso kam mir der Traum, in dem Migael mich zu sich rief so real vor?"
"Weil es real war", nicht verstehend sah Schantal den alten Mann überfordert an
"Er hatte eure Seele in diese Welt matrealisiert, euch ein Leben hier gegeben, womit er auch in die Erinnerungen vieler hier lebender Menschen eingriff"
"So etwas kann er?", der Geist der Wälder schüttelte den Kopf
"Nein, aber es gibt andere Wesen die diesem befähigt sind, dessen Hilfe Migael sich wahrscheinlich bedient hatte!" versuchte der Geist der Wälder es zu erklären, auch wenn ihm direkt kein Wesen einfallen wollte, was mächtig genug war um dies zu bewerkstelligen.
Es war ein schweres aber auch dankbares Lächeln für die Antwort, womit Schantal die Augen wieder schloss um zurück in ihre Welt zu kehren.
Einen Moment sah der alte Mann hoch zum Himmel und schüttelte lächelnd den Kopf, das Wandeln zwischen den beiden Welten forderte sehr viel Kraft und konnte nur von wenigen praktiziert werden.
Enorme Konzentration war nicht die einzige vorraussetzung die man besitzen musste um diesen Zauber ausführen zu können.
Es forderte auch gewisse von der Natur ausgelegte Eigenschaften, große Macht und Jahrelanges Training.
Musste der alte Mann über die Tatsache schmunseln das es Schantal überhaupt nicht bewusst zu sein schien, bei ihr wirkte es wie eine routinierte Leichtigkeit.



Ende von Kapitel 3

Kapitel 4 folgt^^...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.07.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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