Wilhelm Westerkamp

Im stillen Wäldchen

Im stillen Wäldchen traf ich ein junges, hübsches Mädchen. Sie war wohl gerade volljährig, jedenfalls sah sie genau so aus. Sie gefiel mir auf Anhieb, so jung sie auch war. Sie hatte langes braunes Haar und ihren dunklen Augen, lächelten mich freundlich an.
Ich wollte sie schon ansprechen, bekam aber weiche Knie, denn ich hätte ihr Vater sein können, war ich doch bestimmt doppelt so alt wie sie. Aber warum so bescheiden sein, dachte ich so bei mir, denn so ein attraktives Mädchen, mitten im Wäldchen, bei herrlichem Sonnenschein, das müsste es doch sein!

Ich ging aufgeregt auf sie zu, wollte ihre zarte Hand bereits berühren, als hinter ihr, ein junger Bursche auftauchte, der mir so gar nicht ins Konzept zu passen schien. Er lief freudestrahlend auf sie zu, nahm sie in seine kräftigen Arme und drückte ihr ein paar heftige Küsschen auf ihre nasse Stirn.
So gingen sie dann verliebt und freudestrahlend, an mir vorbei, so als würde es mich nicht geben.
Traurig und einsam stand ich nun in diesem Wäldchen. Weinte noch ein paar bittere Tränchen, denn „ meine Liebe“, die gab es nun leider nicht mehr!

(c) Wilhelm Westerkamp, August 2013

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Westerkamp).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Westerkamp auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.08.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Zum Licht - Gedichte und Aphorismen von Huberti Jentsch



Vom Kinderlied

„Hänschen klein ging allein“

bis zu Schillers

„Freude schöner Götterfunken,Tochter aus Elysium“

haben Dichter ihre Gedanken und Gefühle niedergeschrieben und Komponisten die Texte in Töne verwandelt.

Hätten Schiller und Beethoven in ihrem ganzen Leben nur diese zwei Werke erschaffen, die Menschheit hätte sie nie vergessen und immer wieder dankbar dafür verehrt, sind es doch unsterbliche Geschenke aus dem Geiste einer höheren poetischen Welt geboren.

Was ist ein vollkommeneres Kunstwerk, die Rose im Garten oder das Gänseblümchen auf der grünen Frühlingsflur ?

Wer nicht nur mit den irdischen Augen zu sehen versteht, sondern auch mit den geistigen Augen, dem wird die Antwort nicht schwer fallen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Wilhelm Westerkamp

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Liebe und Tod von Wilhelm Westerkamp (Sonstige)
Das Meisenpaar KG von Heino Suess (Liebesgeschichten)
Meine Bergmannsjahre (achter Teil) von Karl-Heinz Fricke (Autobiografisches)