Christian Scheffel

Airfighter: Facetten / Vorbeben

 

Vorwort:

 

Diese beiden Kurzgeschichten setzen die Handlung aus „Freund oder Feind“ fort, wobei diese von jetzt an zunächst wieder in Green-Stone-Town spielt, dem fiktiven Hauptschauplatz der „Airfighter“-Stories.

Facetten“ zeigt in erster Linie Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren, deren Anzahl zunimmt. Auf einzelne Elemente aus dieser Story wird im späteren Verlauf der Storyline an einigen Stellen zurück verwiesen.

Vorbeben“ dagegen zeigt eine sehr actionreiche Handlung, in deren Verlauf ein erster Angriff auf den Luftraum über Green-Stone-Town erfolgt.

Zu bemerken ist, dass zwischen beiden Kurzgeschichten der Charakter Manuel in Juans Jugendgruppe etabliert worden ist und Juan von nun an auch mit dessen richtigem Namen anspricht.

 

 

 

 

Facetten

 

  • 1 –

  •  

In ihrer vollen Größe überquert Airfighter-Basis den Green-Stone-Forest im Tiefflug. Am blauen Himmel zeigt sich das glühende Morgenrot, und überall steigen dünne Nebelschwaden aus dem Wald auf. Die Luft ist feucht und frisch.

 

In der Computerzentrale der Airfighter-Basis sitzen Chris, Jessica, Bill und Juan, auf ihren Sitzen festgeschnallt, und sehen jetzt durch die Panzerglasscheibe, wie vor ihnen der Green-Stone-Forest endet und inmitten des Green-Stone-Valleys, das sie bereits seit ein paar Minuten überfliegen, Green-Stone-Town auftaucht.

Juan: „Home, sweet home.”

Bill blickt Juan an.

Juan grinst: „Na, ja — ich dachte, einer von uns könnte das jetzt ruhig mal sagen!”

Die Basis überfliegt das gemütliche, und um diese Uhrzeit noch verschlafene Northern-Green-Stone-Town und setzt dann, senkrecht nach unten gleitend, auf dem Berg zur Landung an, der den Blick in die City versperrt. Unter dem Bremsschub der Vertikaldüsen setzt die kuppelartige Airfighter-Basis präzise auf dem Berggipfel auf und wird wieder im Boden verankert. Dann öffnet sich das metallene Kuppeldach und wird in den Boden eingefahren.

In der Computerzentrale werden gerade automatisch die Sicherheitsgurte in den Sitzen deaktiviert.

Chris steht auf und blickt die anderen drei an: „Wie wär's jetzt mit 'nem ordentlichen Frühstück?”

Jessica: „Das Beste, was wir jetzt machen können, wenn ihr mich fragt!”

 

  • 2 –

  •  

Kurze Zeit später — das Morgenrot ist inzwischen vollkommen dem strahlend blauen Himmel gewichen — fährt ein Mann in schickem Anzug mit Krawatte in seinem Auto über die Mainstreet in G.S.T.-City. Er blickt während der Fahrt kurz in den Rückspiegel und streicht sich dabei einmal korrigierend durch sein Haar: es ist noch dunkel, aber schon von vereinzelten weißen Strähnen durchzogen. Durch die Fensterscheibe der Beifahrertür ist zu sehen, wie das Bild dieses Mannes auf großen Plakaten an den Mauern klebt. Es handelt sich um Werbeplakate für die Bürgermeisterwahl, die auch den Namen des Mannes preisgeben: Dirk Grey.

Dirk Grey verlässt mit seinem Auto die Mainstreet und verschwindet in einer Tiefgarage, die sich unter einem vielstöckigen Haus befindet, dem Rathaus von Green-Stone-Town.

 

Im Innern der Tiefgarage hat Grey gerade sein Auto abgeschlossen und geht zum nahegelegenen Aufzug durch die Halbdunkelheit. Auf den Aufzug wartend, blickt Grey starr vor sich hin und verzieht dabei seinen Mund etwas: Offensichtlich hat er einen vollen Tagesplan und ist im Geiste schon darin vertieft — alles in allem macht er einen motivierten Eindruck. Da öffnen sich die Aufzugtüren, und Grey betritt die Kabine.

In einer höheren Etage des Rathauses sitzt eine Angestellte der Stadt hinter ihrem großen Schreibtisch am Ende eines langen Flures: sie ist bereits am Morgen in ihre Arbeit vertieft.

Gleich um die Ecke öffnen sich gerade die Aufzugtüren erneut, und Dirk Grey betritt diese Etage.

Die Frau lächelt ihm kurz zu: „Guten Morgen, Mister Grey.”

Grey erwidert das freundliche Lächeln: „Guten Morgen, Ms. Sutton.”

Grey geht mit zielstrebigen Schritten den Flur entlang und biegt kurz vor dem großen Fenster am Ende in sein Büro ab.

 

  • 3 –

  •  

Chris, Jessica, Bill und Juan sitzen zusammen beim köstlichen Frühstück: aus ihren Tassen steigt aromatisch duftender Kaffeedampf auf.

Juan weist auf die aufgeschlagene Tageszeitung, die auf dem Frühstückstisch liegt. Auf dem Titelblatt steht, dass Dirk Grey zum Bürgermeister von Green-Stone-Town gewählt worden sei.

Juan: „Hey, Leute — wir haben 'nen neuen Bürgermeister!”

Bill: „Ach, ja — wer hat denn das Rennen gemacht?”

Juan: „Dirk Grey.”

Bill: „Wir hätten's schlechter treffen können.”

Jessica: „Das denke ich aber auch — Grey hat bisher immer einen guten Job gemacht.”

Chris, gerade in sein Brötchen beißend: „Ja, das finde ich auch.”

Juan, in etwas ironischem Tonfall: „Hätten wir nicht in Washington ein Meeting mit dem Präsidenten gehabt, hätten wir auch mitstimmen können!”

Bill und Chris sind gerade mit dem Frühstück fertig geworden und stehen auf.

Bill: „Wir fahren sofort mal auf dem Revier vorbei — ich muss mich erst mal wieder in den aktuellen Stand einarbeiten.”

Jessica: „Okay, ich fahre nachher zur Kanzlei und nehme Juan mit nach unten.”

Chris: „Dann bis heute Nachmittag!”

Juan, Jessica: „Ja, bis dann!”

 

Chris und Bill verlassen Chris Haus und gehen in die Einfahrt hinunter: hier stehen die beiden Autos von Chris und Jessica.

Bill: „Was ich immer mal wissen wollte: Ist dein fliegendes Grundstück eigentlich auch gegen abstürzende Autos versichert? Ich meine, wenn die Airfighter-Basis mal in der Luft torpediert wird, und eines der geparkten Autos in die Tiefe stürzt, wird ja bestimmt nicht mehr die Autoversicherung den Schaden übernehmen, oder?!”

Chris verzieht sein Gesicht auf komische Weise. Dann grinsen die beiden albern und steigen in Chris Auto ein. Indem sich das automatische Tor zu Chris Grundstück öffnet, fährt Chris Auto aus der Einfahrt und die Straße nach Green-Stone-Town hinunter. Nachdem zunächst nur Wald um die Straße herum zu sehen ist, die sich mit stetigem Gefälle um den Berg herum nach unten windet, wird dann auf etwa halber Höhe der Blick auf Green-Stone-Town frei. Nachdem die freie Sicht dann erneut durch Sträucher und Dickicht versperrt worden ist, gelangen Bill und Chris am Fuße des Berges auf die Mainstreet, auf der sie in Richtung Northern-Green-Stone-Town abbiegen. Nach ein paar Minuten fahren sie auf dem Parkplatz vor dem Green-Stone-Town Main-Policedepartment vor.

 

Im Innern begegnet den beiden bereits Captain John Carter im Flur.

Carter: „Willkommen zurück in G.S.T.”

Bill: „Danke, Captain. — Wie ist der Stand?”

Carter: „Bis auf die üblichen Vorkommnisse nichts Besorgnis Erregendes.”

John Carter klingt allerdings etwas bedrückt.

Carter: „Aber nach dem, was Sie mir mitgeteilt haben, weiß ich nicht, ob das unbedingt gut ist!”

Bill und Chris erwidern Captain Carters besorgten Blick.

 

  • 4 –

  •  

Irgendwo steht ein zusammengeschweißter Metalltisch. Im Hintergrund befinden sich teilweise ebenfalls aus Blechteilen zusammengeschweißte Wände sowie ein offensichtlicher Ausgang ohne Tür, der auf eine Art von Metallbrücke führt, deren Gestänge ebenfalls aus verschiedenen Metallteilen zusammengeschweißt erscheint. Soweit, wie noch zu erkennen, führt dieser Metallsteg zu einem weiteren aus Blechteilen zusammengeschweißten Häuschen, das sich in einigen Metern Höhe zwischen den Bäumen des Waldes befindet.

Eine Hand legt gerade die Tageszeitung mit dem bekannten Titelblatt auf den Metalltisch.

Die Hand zieht sich wieder zurück.

„Jetzt ist wenigstens klar, wer hier wieder das Sagen hat.”

„Richtig — und wir wissen jetzt, wer unsere zentrale Figur sein wird.”

„Dann lassen wir ihn erst mal von der Bildfläche verschwinden!”

„Anschließend müssen wir unseren vorübergehenden strategischen Vorteil ausnutzen – solange, bis sie uns erwischen.“

 

  • 5 –

  •  

Auf dem großen Platz vor der Turnhalle von Juans Jugendgruppe in Green-Stone-Town kommt Jessicas Auto vorgefahren, und Juan steigt aus. Nachdem er sich von Jessica mit einem Kuss verabschiedet hat, fährt diese weiter, und Juan geht zu seinen Schützlingen. Diese unterbrechen ihr Basketball-Match, um Juan freudig zu begrüßen.

„Hey, Juan — korrekt, dass du wieder hier bist!”

„Ja, Mann — aber voll korrekt!”

Juan schlägt mit den beiden ein.

Juan: „Ich konnte euch ja nicht allein den ganzen Mist anstellen lassen!”

Jonathan Franks tritt zu Juan.

Juan: „Und wie läuft´s bei dir?”

Jonathan: „Wirklich okay, Juan! Ich bin zwar momentan in meinem Programm noch dazu verdonnert, Rastplätze und Waldstücke vom Müll zu befreien, aber immerhin tue ich endlich wieder ´was Sinnvolles und bekomme dafür mein Geld. Ich bin wirklich zufrieden, und mein Leben hat jetzt wieder Aussichten — nicht mehr nur Knast!”

Juan freut sich sichtlich für Jonathan.

Jonathan: „Okay, ich meine, irgendwann dürfte dann auch mal ´ne Beförderung ´drin sein — so in etwa zum Obermüllmann!”

Jonathan grinst breit, und Juan legt ihm den Arm um die Schulter.

 

Von etwas abseits tritt ein weiterer Jugendlicher heran, der braun-blondes Haar hat und noch etwas jünger als Juan aussieht. Seine Augen fixieren Juan, und bei Juans Anblick funkelt es in ihnen.

 

Juan will mit seinen Jungs wieder zum Spielfeld aufbrechen.

Juan: „Die schlechte Nachricht für euch ist allerdings die, dass ich mich in Washington auch fit halten konnte!”

Da spricht jemand Juan von hinten an: „Washington — nicht schlecht, das hat Stil!”

Juan dreht sich abrupt um. Als er den Jugendlichen vor sich sieht, der ihn eben noch beobachtet hat, erstarrt Juans Miene und dann ist in seinem Gesicht ein Hauch von Entsetzen zu sehen – sowie noch etwas anderes, schwer zu beschreibendes! Juan scheint nach Worten zu suchen.

Der Jugendliche Juan gegenüber grinst breit, und seine Augen funkeln auf eine bedrohliche, aber auch irgendwie Juan sehr nahe kommende Art und Weise, indem der Junge Juan erneut anspricht: „Hi, Ringo!”

Juan, der schon lange nicht mehr auf seinen alten „Gang-Namen“ hört, bleibt wortlos.

„Hat´s dir die Sprache verschlagen, Ringo?”

Jetzt kann Juan erstmals etwas sagen: „Manuel — was machst du hier?!”

Manuel, immer noch grinsend: „Hey, du hast mich wiedererkannt — du weißt gar nicht, wie glücklich mich das macht, Ringo!”

Das Funkeln in Manuels Blick hat sich noch verstärkt.

Juan: „Aber du bist doch...!”

Manuel: „Im Knast? — Ja, da war ich auch, aber jetzt bin ich wieder draußen! Ich bin wieder da, Leute — nehmt euch in Acht!”

Manuel lacht in einer absichtlich übertriebenen Weise.

Juan: „Was willst du hier?”

Manuel: „Ich will zu dir!”

Juan schluckt: „Was willst du von mir?”

Manuel: „Hey, Ringo, nimm's locker, Kumpel! Ich bin's doch!”

Juan: „Eben das erfüllt mich mit Entsetzen.”

Manuels Grinsen verschwindet abrupt: „Hey, Ringo — du kannst dich auf einmal richtig gut ausdrücken! Schon mal drüber nachgedacht, nicht zu studieren? Ach, so — geht das, wenn man vorbestraft ist?!”

Juan kneift seine Augen etwas zusammen: „Es ist lange her, Manuel.”

Manuel, Juan jetzt noch eindringlicher in die Augen sehend: „Ganz recht, Ringo — und jetzt bin ich wieder hier! Jetzt wird alles wieder so, wie es einmal war — verlass dich drauf, Kumpel!”

Manuel klopft Juan auf die Schulter, der unwillkürlich etwas zurückweicht. Manuel reagiert mit einem herabwürdigenden Grinsen und dreht sich wieder in die andere Richtung.

Manuel: „Wir sehen uns, Ringo — count on me!”

Indem Manuel über den großen Parkplatz wieder in Richtung Straße geht, kehren hinter Juan seine Schützlinge zu ihm zurück.

„Hey, Juan, was ist denn los? — Wollen wir nicht anfangen?!”

Juan dreht sich zu ihnen: „Ja, ja — aber klar doch!”

Jonathan tritt näher an Juan heran: „Alles okay bei dir? — Was war denn das für ´n Typ?”

Juan blickt noch einmal kurz hinter Manuel her, der bereits die Straße erreicht hat.

Dann dreht sich Juan wieder zu Jonathan und den anderen Jugendlichen, die ihn fragend ansehen: „Ja, alles okay — danke. Kommt, lasst uns loslegen!”

Indem sie voller Elan zum Spielfeld laufen, wird Juan noch gefragt: „Ist eigentlich jetzt alles klar mit unserem Adventure-Camp im Green-Stone-Forest?”

Juan: „Wir können die nächsten Tage loslegen — mit Übernachtung natürlich!”

„Obercool!”

 

  • 6 –

  •  

Auf der anderen Seite des vom Green-Stone-Forest umgebenen Parkplatzes vor der Anwaltskanzlei sitzt Jessica hinter dem großen Fenster an ihrem Schreibtisch und kämpft sich durch die Akten. Immer wieder blickt sie auf, um den entspannenden Anblick des blühenden Waldes draußen zu genießen.

Da fährt ein schicker Wagen auf dem Parkplatz vor: Jessica blickt, aufmerksam geworden, neugierig auf. Als Colonel Stevens aussteigt, zeigt Jessicas Blick nicht gerade Begeisterung.

Stevens hat bereits den Flur im Eingangsbereich der Kanzlei betreten und fragt den hier arbeitenden Kollegen Jessicas nach dieser. Da tritt Jessica hinter Stevens bereits aus ihrem Büro am Ende des Ganges.

Jessica: „Colonel Stevens? Ich bin überrascht, dass Sie hierher gekommen sind!”

Stevens dreht sich sofort zu Jessica und lächelt freundlich: „Nun, ich hoffe, dass Ihre Überraschung zumindest von angenehmer Natur ist, Anwältin Ricks.”

Für einen Augenblick schien Jessica in Versuchung gewesen zu sein, ihre Augen zu verdrehen.

Jessica: „Also, Colonel — was kann ich denn für Sie tun?”

Stevens, nach wie vor freundlich lächelnd: „Hätten Sie einen Augenblick Zeit für mich — ich meine, falls Ihr mit Sicherheit voller Terminplan das zulässt, Anwältin?”

Der andere Anwalt, den Stevens zuvor gefragt hatte, zeigt einen nicht ganz verstehenden Blick.

 

Ein paar Minuten später sitzen Colonel Stevens und Jessica zusammen am Schreibtisch in Jessicas Büro.

Colonel Stevens: „Haben Sie noch einmal nachgedacht über das Dilemma, wenn man ausnahmslos mit offenen Karten spielen will?”

Jessica: „Kommen Sie mir nicht wieder damit, Colonel — ich weiß noch genau, was das in unserem Fall neulich in Washington hieß!”

Stevens, der Jessica mit ehrlichem Blick in die Augen sieht: „Seitdem genießen Sie das Vertrauen des CIA. — Das wissen Sie ja!”

Jessica atmet kurz durch: „Ja, das haben Sie uns gesagt — und das wissen wir selbstverständlich auch zu schätzen.”

Colonel Stevens lacht kurz auf eine nette Weise: „Aber darauf kommt es uns nicht an!”

Jessica ist über diese Reaktion etwas überrascht und zieht ihre Augen unwillkürlich etwas zusammen: „Wissen Sie, Colonel...”

Plötzlich revidiert Jessica ihre Absicht und zeigt auf einmal einen offenen und sympathischen Blick, den sie Colonel Stevens entgegen wirft.

Jessica setzt erneut an, in deutlich freundlicherem Tonfall: „Sie verstehen es wirklich, Colonel, Leuten zu imponieren — ich meine, mit Ihrer Mimik und Ihrem Tonfall...”

Stevens unterbricht Jessica mit einem breiten Grinsen: „Aber Sie wissen selbstverständlich, Anwältin Ricks, dass dies lediglich eine der zahlreichen Verhörtaktiken des CIA ist, nicht wahr?!”

Sogleich erstarrt Jessicas Miene wieder, und sie und Colonel Stevens blicken einander ausdruckslos und mit versteinerten Mienen in die Augen. — Ein paar Sekunden verstreichen, die wie eine Ewigkeit vorkommen.

Da beginnt Stevens, offen zu lachen. Jessicas Mund bebt zweimal unterdrückt, und dann beginnt auch sie zu lachen. Die beiden sehen einander an.

 

  • 7 –

  •  

Durch die große Fensterscheibe gleitet die Ansicht von außen in das Büro des Präsidenten im Weißen Haus hinein.

Vor der großen Fensterscheibe sitzt President Cavanaugh in seinem Büro im Weißen Haus hinter dem Schreibtisch, und ihm gegenüber steht Edward Tanner, mit dem er sich gerade wieder bespricht.

Tanner: „Das Airfighter-Team wird nun ebenfalls mit dem CIA zusammenarbeiten, was die Aufdeckung der befürchteten Verschwörung betrifft, Mister President.”

Cavanaugh nickt.

Tanner ergänzt: „Colonel Stevens hat die Zuverlässigkeit des Airfighter-Teams bestätigt und spricht sich für die volle Miteinbeziehung des Teams in die Operationen des CIA aus.”

Cavanaugh: „Andernfalls wäre ich auch sehr überrascht gewesen, Edward! Ich muss sagen, es gibt mir ein Gefühl der Sicherheit, zu wissen, dass CIA und Airfighter-Team zusammenarbeiten.”

Tanner nickt lächelnd: „Das erklärt sich von selbst, Mister President!”

Cavanaugh: „Beunruhigendes gibt es nämlich zur Genüge, Edward: Gesetzt den Fall, es gibt in der Tat diese vom Sicherheitsdienst befürchtete Verschwörung, dann werden die Verschwörer früher oder später irgendwo zuschlagen. Und je länger sie dafür Zeit haben und wir nicht wissen, um wen es sich dabei handelt, um so detaillierter können sie ihren Schlag — was auch immer dieser sein mag — planen!”

Edward Tanner atmet tief ein und erwidert dabei einen ebenfalls beunruhigten Blick.

Cavanaugh hebt seine Augenbrauen: „Und ich fürchte, Edward, eben das wird ihren Schlag verheerender und gezielter ausfallen lassen, als jeglichen terroristischen Anschlag, den wir in der Vergangenheit jemals erlebt haben!”

Hinter Cavanaugh spiegelt sich der strahlend blaue Sommerhimmel in der großen Fensterscheibe wider.

 

  • 8 –

  •  

Bills Büro im großen Gebäude des Main Policedepartments of Green-Stone-Town:

Bill sitzt an seinem Schreibtisch, allerdings mit seinem Stuhl etwas weggerollt, so dass er ohne den Tisch dazwischen Captain Carter zugewandt ist, der in der Mitte des Büros steht. Chris sitzt neben Bill halb auf dessen Schreibtisch.

Carter: „Wenn der CIA Ihnen vertraut, ist das auf jeden Fall besser, als wenn er das nicht täte!”

Chris, etwas ironisch: „Sehen Sie, Captain, das haben wir uns nämlich auch schon gedacht!”

Bill grinst kurz: „Und nachdem Colonel Stevens unsere Loyalität ja selbst überprüft hat, bin ich mir sicher, dass der CIA kein falsches Spiel mit uns spielt!”

„Das sehen Sie vollkommen richtig, Lieutenant Brown.”

Alle drei drehen sich abrupt zur Tür hin, wo Colonel Stevens steht.

Er lächelt freundlich: „Entschuldigen Sie bitte, aber die Tür stand offen, und ich wollte sowieso zu Ihnen.”

Captain Carter blickt Stevens beinahe strafend an: „Auf diesem Revier hat man sich geeinigt, anzuklopfen, bevor man ein Büro betritt, Colonel Stevens!”

Stevens behält sein freundliches Lächeln bei: „Ich bitte um Entschuldigung, Captain Carter, aber um ehrlich zu sein, war es mir wichtig, das Ende dieses Gespräches mitzubekommen!”

Captain Carter ist sprachlos gegenüber dieser Dreistigkeit.

Stevens´ freundliches Lächeln geht jetzt in ein Grinsen über: „Und ich bitte Sie nochmals um Entschuldigung, Captain Carter!”

Jetzt wendet sich Stevens auch Chris und Bill zu: „Aber Sie haben vollkommen Recht, Lieutenant Brown — der CIA vertraut Ihnen, und Sie gehören nicht mehr zu denen, die im Sinne der Sicherheit getäuscht werden müssen.”

Bill kann nicht umhin, einen kurzen Gesichtsausdruck der Absurdität von sich zu geben.

Chris: „Hört, hört!”

Colonel Stevens tritt jetzt mitten in Bills Büro, so dass er insbesondere zu Bill und Chris eine kürzere Distanz geschaffen hat.

Stevens: „Das hier sind die Ausweise, die Sie benötigen werden, um Zutritt zum CIA-Hauptquartier hier in G.S.T. zu bekommen.”

Stevens legt die beiden Ausweise mit den Fotos von Chris beziehungsweise Bill darauf auf Bills Schreibtisch.

Bill: „Woher Sie die Fotos haben, fragen wir besser gar nicht erst!”

Chris: „… oder unsere genetischen Fingerabdrücke!”

Stevens zeigt ein halbes Grinsen.

Captain Carter blickt Colonel Stevens jetzt ebenfalls erstaunt an.

Stevens: „Wie gesagt, Sie genießen nun das Vertrauen des CIA, und wir möchten gern von Ihrer Unterstützung profitieren!”

Indem Stevens Bills Büro wieder verlässt, wechseln Captain Carter, Bill und Chris fragende Blicke miteinander. Dann ruhen ihre Blicke auf den beiden Ausweisen für Bill und Chris, die jetzt auf Bills Schreibtisch liegen.

 

  • 9 –

  •  

Durch das Fenster am Ende des Ganges ist zu sehen, dass es Abend geworden ist, als Dirk Grey wieder um die Ecke kommt und hinter sich die Tür zum Büro abschließt.

Im Vorbeigehen wünscht er Ms. Sutton noch eine gute Nacht, die offenbar sogar noch länger als Dirk Grey an ihrem Schreibtisch sitzt. Dann betritt Dirk die Aufzugkabine, und die Türen schließen sich hinter ihm.

 

Unten in der halbdunklen Tiefgarage geht Dirk zu seinem Auto, wobei er die komplette Etage einmal durchqueren muss. Der Blick in sein Gesicht zeigt, dass er offenbar im Geiste immer noch mit den Angelegenheiten beschäftigt ist, die er eigentlich auf seinem Schreibtisch zurückgelassen hat. Aber er wirkt in keiner Weise gestresst — offensichtlich ist er auch am Ende seines Arbeitstages noch motiviert. Da hat Dirk sein Auto erreicht und schließt es auf der Fahrerseite auf. Als Dirk gerade eingestiegen ist, wird wieder sichtbar, was sich hinter ihm befindet: die graue Betonwand der Tiefgarage, die ebenfalls nur schwach angeleuchtet wird. Der startende Motor des Autos ist zu hören, und Grey verlässt die Parklücke. Die Rücklichter seines Autos entfernen sich im Halbdunkel immer weiter von der Parklücke, bis Dirk in seinem Auto die Tiefgarageneinfahrt hinauf auf die Straßen von G.S.T.City fährt.

 

  • 10 –

  •  

Jessica verabschiedet sich vor ihrer Kanzlei von dem anderen Anwalt, dem heute auch Colonel Stevens begegnet ist.

Jessica: „Mach´s gut, Marcus — und gute Nacht!”

„Die wünsche ich dir auch, Jessica — bis morgen dann!”

Indem Jessica über den Parkplatz zu ihrem Auto geht, fährt Marcus bereits in seinem Auto davon. Um den Parkplatz herum ist der nächtliche Green-Stone-Forest zu sehen. Bereits während Jessica ihr Auto aufschließt, macht sie einen in Gedanken versunkenen Gesichtsausdruck. Dann steigt sie in ihr Auto ein und steckt den Schlüssel in die Zündung — doch den Motor startet sie noch nicht. Jessica sitzt reglos hinter ihrem Lenkrad, indem um Jessicas Auto herum sonst kein Licht mehr brennt — hin und wieder rauscht es in den Baumwipfeln oder knackt es leise im Unterholz des nachtdunklen Waldes. Im Innern blickt Jessica hoch zum Rückspiegel, in dem ebenfalls nur der dunkle Wald zu sehen ist. Jedoch ist Jessicas Blick auf das kleine Foto im Herzrahmen fixiert, das am Spiegel hängt. Jessica nimmt das Foto in die Hand: Juan lächelt ihr darauf entgegen. Jessica schließt das Foto in ihre Hand — allerdings so, dass sie jetzt nicht mehr darauf sehen kann. Statt dessen blickt sie durch die Windschutzscheibe wieder in den nächtlichen Green-Stone-Forest hinaus. Ihre Augen bewegen sich immer wieder hin und her, und sie scheint mit etwas sehr beschäftigt zu sein. Dann schließlich macht sie auf einmal ihr Handschuhfach auf und legt das Foto Juans dort hinein. Nachdem sie das Fach wieder geschlossen hat, startet Jessica endlich den Motor und fährt langsam vom Parkplatz, um über die kleine Straße in den Ort Green-Stone-Town zu gelangen. Die Kanzlei bleibt in der Dunkelheit des nächtlichen Waldes zurück.

 

  • 11 –

  •  

Juan hat gerade noch einen Schrank in der Turnhalle abgeschlossen, in dem Bälle liegen, mit denen seine Jugendgruppe heute gespielt hat. Als Juan vor die Turnhalle tritt, ist bereits niemand mehr zu sehen, und der Sportplatz ist leer. Juan schließt die Tür ab, als jemand von hinten an ihn herantritt. Indem Juan den Schlüssel aus der Tür zieht, kommt der nicht Erkennbare immer näher an Juan heran.

Juan dreht sich um: „Ich wusste, dass du noch mal auftauchst, Manuel!”

Vor Juan steht der Junge, der heute Nachmittag bereits mit Juan gesprochen hat.

Manuel: „Du machst deinen Job ja richtig ordentlich!”

Er zeigt wieder das funkelnde Grinsen, und in seinen Augen spiegelt sich der Schein der Straßenlaterne wider.

Juan: „So ist das nun mal, wenn man Verantwortung übernimmt, Manuel.”

Manuel grinst noch breiter.

Juan: „Lass uns ´n ander Mal weiter reden, ich bin jetzt wirklich k.o. und muss das heute erst mal verarbeiten, okay?!”

Indem Juan losgeht, folgt ihm Manuel jedoch im gleichen Tempo.

Manuel: „Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob du noch Bock auf 'nen Döner hast, Ringo — ich wollte mir um die Ecke nämlich noch einen ´reinziehen, Kumpel!”

Juan bleibt abrupt stehen: Er und Manuel stehen jetzt unter der Straßenlaterne, so dass beide im künstlichen Licht gut zu erkennen sind.

Manuel zeigt Juan einen auffordernden und irgendwie unverbindlich verführenden Blick.

Juan bläst knapp die Luft durch seine Lippen, dabei einen Laut der Absurdität von sich gebend.

Dann reagiert er spontan: „Okay — ich fass´ das zwar immer noch nicht!”

Manuel grinst über sein ganzes Gesicht, und in der Tat wirkt dies — auf eine noch nicht verständliche Weise — verführerisch: „Na, dann — let´s go!”

 

  • 12 –

  •  

Bill und Chris verlassen das Main Policedepartment und steigen in Bills Auto auf dem Parkplatz ein.

Bill: „Das ist echt ´ne komische Sache! Wir stellen fest, dass wir uns auf einmal mitten in der Höhle des Löwen befinden, und dann kommt der Löwe und teilt mit uns sein Futter!”

Chris, indem beide einsteigen: „Na, ja — nüchtern betrachtet, werden wir dadurch etwas dicker, und der Löwe hat mehr davon, wenn er uns anschließend als Dessert verspeist!”

Bill lässt gerade den Motor an, dreht seinen Kopf aber plötzlich zu Chris und blickt diesen ziemlich komisch an.

Chris, in trockenem Tonfall: „Du musst schon zugeben, dass deine spontan erfundene Metapher irgendwie komisch war, oder?!”

Bill, ebenfalls trocken: „Deshalb musst du sie aber noch lange nicht ins Absurde ziehen!”

Dann grinsen beide, indem Bill rückwärts ausparkt.

Chris: „Apropos: verspeisen! — Hast du auch so 'nen Hunger wie ich?”

Bill: „Ich habe schon mal vorsichtshalber Kurs aufs Green Mountain programmiert!”

Bills Wagen fährt über die Woodstreet davon zum nördlichen Ende von Green-Stone-Town.

 

  • 13 –

  •  

In der bekannten Rückblende, die im großen unterirdischen Komplex von Area 51 unter dem Groom Lake spielt, setzt General Brunt seinen Weg fort, und spricht nach wie vor mit der anderen Person.

Brunt: „Ich vertraue absolut auf das Airfighter-Team. Wenn die erst keine andere Wahl mehr haben, als unserer neuen Regierung zu folgen, dann werden sie ein kostbarer Verbündeter sein!”

Brunt bleibt wieder stehen: „Es wird noch einige Zeit brauchen, bis es soweit ist, aber dann werden Sie sehen, dass wir auf das Airfighter-Team zählen können!”

General Brunts Blick ist fest entschlossen und zeigt absolute Überzeugung, indem sich in seinen Augen die schillernden Wassermassen oberhalb der Panzerglasdecke widerspiegeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbeben

 

  • 14 –

  •  

Eine gemütliche Seitenstraße von Northern-G.S.T.: überall spielen die Kinder und sitzen die Eltern am Straßenrand beim Kaffee zusammen. Ein Vater tobt mit seinen Jungs, die hinter einem Ball her rennen. Ein Junge mit Bobby-Car fährt, lauthals lachend, einmal quer über die Straße. Eine Gruppe von Teenagern albert herum, und einer versucht einem anderen ein Briefchen, das dieser gerade vorlesen will, abzunehmen. Auf einer Anhöhe, in den Wiesen hinter den Häusern, steht ein Zelt, um das ein paar als Indianer verkleidete Kinder herum springen.

 

Einige Kilometer von hier entfernt patrouilliert ein Airforce-Erkundungsjäger hoch über den Green-Stone-Mountains durch den blauen Sommerhimmel. Der Pilot setzt gerade einen Funkspruch ab:

„Hier ist alles ruhig — sowohl in der Luft als auch auf dem Boden.”

 

Police-Airbase_002 schwebt hoch über Green-Stone-Town.

In der Einsatzzentrale blickt der taktische Offizier gerade von seinen Kontrollen auf:

„Passen Sie auf — ich habe da etwas in der Ortung, dass sich Ihren Koordinaten nähert!”

 

Im Cockpit blickt der Pilot auf seine Ortungsanzeige:

„Bestätige — verdammt es hat genauen Kurs auf mich!”

 

In der Einsatzzentrale von 002 ist Captain Towers ebenfalls zur taktischen Station getreten:

„Es handelt ich um ein kleines Objekt. Versuchen Sie ein Ausweichmanöver!”

 

Der Pilot bestätigt den Funkspruch.

Von weiter hinten schießt ein metallenes Objekt durch die Luft, das wie eine silberne Kugel mit langen Stacheln aussieht und sich rasendschnell dem Airforce-Jäger nähert. In der Sekunde, in der die Metallkugel in den Jäger eingeschlagen wäre, zieht dieser plötzlich nach links weg. Indem das kleine metallene Flugobjekt vorbei zischt, überschlägt sich der Flugjäger einmal präzise und nimmt sofort erneute Position am blauen Himmel ein.

Der Pilot setzt einen weiteren Funkspruch an 002 ab: „Ausweichmanöver erfolgreich durchgeführt.”

In diesem Augenblick zeigt die Computeranzeige im Cockpit das Ergebnis der Feindabtastung.

Der Pilot ergänzt in seinem Funkspruch: „Es ist ein programmierter Zerstörer!”

Seine Stimme klingt panisch.

 

In der Einsatzzentrale von 002 fahren die Blicke der diensthabenden Offiziere entsetzt auf.

 

In einer weiten Schleife hat der metallene Zerstörer seinen Vernichtungskurs korrigiert und kommt jetzt wieder rasendschnell auf den Airforce-Jäger zugeschossen.

Im Cockpit ist Captain Towers´ Stimme über Funk zu hören:

„Unternehmen Sie ein erneutes Ausweichmanöver — wir schicken sofort Verstärkung!”

Im Cockpit betätigt der Pilot erneut seine Steuer- und Positionskontrollen — doch nichts geschieht. Der Pilot blickt sogleich auf die Systemkontrolle.

Der Bildschirm zeigt an:

MALFUNCTION

Durch die Cockpitscheibe ist zu sehen, wie der kugelartige Zerstörer in dieser Sekunde frontal auf den Piloten zugeschossen kommt.

„Scheiße!”

Der Zerstörer schlägt frontal in die Flugmaschine ein, woraufhin die Trümmerbrocken in einem Feuerball auseinander fliegen und die Cockpitscheibe in unzählige Glassplitter zerbirst, die das Sonnenlicht wie ein Regenbogen in schillernden Farben brechen.

  • 15 –

  •  

Auf dem Sportfeld von Juans Jugendgruppe tragen Chris und Juan mit den Kids ein Basketball-Match aus.

Chris prellt mit dem Ball an Jonathan vorbei und wirft den Ball dann über den auf ihn zu springenden Manuel hinweg. Indem Manuel Chris unter sich begräbt, fängt Juan den Ball auf und legt einen Korb hin — vorzeigereif!

Jonathan lässt Dampf ab: „Verdammt! Ihr seid einfach zu gut für uns!”

Juan baut sich vor Jonathan auf: „Na, wie fühlst du dich jetzt, du kleiner Loser?!”

Sofort stellt Jonathan Juan ein Bein und geht auf diesen los — zwischen beiden bricht zum Spaß eine Prügelei aus.

Chris und Manuel rappeln sich wieder auf.

Chris klopft Manuel auf die Schulter: „So was nenne ich echten Körpereinsatz, Kumpel!”

Manuel: „Tja, leider kam der nur zu spät, Alter!”

Manuel boxt Chris zum Spaß in den Bauch.

Da piepen Chris´ und Juans Watchcomms synchron, die am Rande des Spielfeldes bei ein paar Kleidungsstücken liegen.

Sofort eilen Chris und Juan dorthin, indem die übrigen Kids sie ansehen

Jessica, über Watchcomm: „Wir haben Nachricht von 002 erhalten, dass vor wenigen Minuten ein Überwachungs-Jäger der Airforce über den Green-Stone-Mountains abgeschossen worden ist — es handelte sich wohl um einen programmierten Zerstörer!”

Chris: „Okay, Jessie — wir sind klar!”

Jessica: „Airfighter holt euch ab.”

In diesem Moment taucht Airfighter schon im Tiefflug über dem Sportfeld auf und landet unweit von Chris und Juan, die sich gerade wieder ihre Kleidung über die Sporthemden anziehen.

Jonathan und Manuel sind an der Spitze der Jugendlichen zu Chris und Juan hergekommen.

Juan: „Ihr stellt ja nichts an!”

Die Kids grinsen.

Jonathan: „Ihr braucht nicht zufällig wieder Verstärkung?!”

Manuel grinst breit und herausfordernd.

Juan blickt zu Chris.

Chris: „Wenn du schon so fragst — aber ihr wisst, wie das mit Vorschriften ist!”

Jonathan: „Aye, Commander.”

Manuel nickt knapp.

Chris: „Dann kommt, los!”

Schon donnert Airfighter wieder davon.

 

Gerade hat sich das metallene Kuppeldach über der Airfighter-Basis geschlossen, und diese startet senkrecht in den blauen Himmel.

In einer Schleife passiert Airfighter zeitgleich die abhebende Basis, während sich Chris und Jessica über Funk austauschen.

Jessica: „Die Koordinaten in den Mountains sind bereits in Airfighters Kurscomputer überspielt.”

Chris: „Okay, wir sind auf dem Weg.”

Nur eine Sekunde später ist Airfighter am Horizont über dem Forest verschwunden.

 

  • 16 –

  •  

Auf dem Parkplatz vor dem G.S.T. Main Policedepartment hat gerade ein schicker Wagen eingeparkt.

In Captain John Carters Büro blicken der Captain selbst sowie Bill, der gerade bei ihm ist, zur Tür hin, als Colonel Stevens an der halb offenen Tür anklopft.

Bill, angenehm überrascht: „Sie sind ja lernfähig, Colonel!”

Colonel Stevens lächelt: „Unbedingte Voraussetzung für den Dienst beim CIA.”

Carter winkt Stevens hereinzukommen, indem er ansetzt: „Es geht um den Anschlag auf den Erkundungs-Jäger — nicht wahr, Colonel Stevens?”

Stevens: „So ist es, Captain Carter. Der CIA geht vom Ernstfall aus.”

Bei diesen Worten treffen sich wieder die Blicke von Bill und Colonel Stevens.

Stevens: „Eine Vorsichtsmaßnahme, wenn Sie so wollen.”

Bill: „Was heißt ,Ernstfall´ konkret?”

Captain Carter wendet seinen Blick auch wieder Colonel Stevens zu.

Stevens: „Das heißt, wir rechnen jetzt mit einem terroristischen Anschlag auf Green-Stone-Town.”

Bill und Carter wirken wie schlagartig versteinert.

 

  • 17 –

  •  

Das große Start- und Landefeld des Airforce-Hauptquartiers in G.S.T.:

Mehrere Piloten rennen zu ihren startklaren Maschinen, die zuvor durch ihren Einsatzleiter instruiert worden sind:

„Der Feindkontakt ereignete sich um 14:25 über den Mountains. Ihr Auftrag ist es, den Luftraum G.S.T. verstärkt abzusichern und dem Team an der Absturzstelle den Rücken frei zu halten! Aber Sie machen das schon!”

Schon ist das Jagdgeschwader gestartet, das von Commander Ned Burton angeführt wird.

Hinter der großen Glasscheibe des Hauptgebäudes mit Blick auf das Landefeld steht der Einsatzleiter und blickt dem startenden Geschwader hinterher: „Viel Glück, Jungs!”

 

  • 18 –

  •  

Das Weiße Haus in Washington D.C.:

In seinem Büro sitzt Präsident Cavanaugh hinter seinem Schreibtisch: durch das große Fenster hinter Cavanaugh ist zu sehen, dass es auch in Washington ein strahlender Sommertag ist.

Edward Tanner steht unweit des Schreibtisches und zeigt eine besorgte Miene, indem er Cavanaugh mustert. Dieser erhält auf seinem Bildschirm, der auf dem Schreibtisch steht, gerade die Mitteilung von einem hochdekorierten Offizier der Army:

„Die Airforce in G.S.T. sowie die zuständige Sicherheitsabteilung des CIA haben umgehend reagiert, Sir. Doch wir müssen vom Ernstfall ausgehen, Mister President.”

Cavanaugh nickt dem Offizier zu und sieht dann mit zutiefst besorgtem Blick auf: über den Bildschirm hinweg blicken Cavanaugh und Tanner einander jetzt genau in die Augen.

 

  • 19 –

  •  

Über den Green-Stone-Mountains bezieht Airfighter unter vollem Gegenschub seiner Manövriertriebwerke eine feste Position.

Juan: „Koordinaten bestätigt, Chris.”

Manuel und Jonathan blicken nach vorn zu Juan und Chris.

Chris: „Okay, dann landen wir mit der Haupteinheit. Ihr beiden bleibt mit der Beigondel hier auf Position. Für den Fall eines weiteren Angriffs seid ihr an Bord sicher.”

Jonathan nickt Chris zu: „Alles klar, Chris.”

Manuel und Juan wechseln einen Blick miteinander.

Manuel: „Viel Erfolg!”

Chris nickt knapp, dann wird die Trennung von Airfighter-Haupteinheit und -Beigondel initiiert, und während die Beigondel auf der eingenommenen Position verbleibt, senkt sich die Haupteinheit in die Mountains hinab.

 

Hier ist ein Trupp von Sicherheitsoffizieren der Airforce mit der Spurensicherung beschäftigt: Überall zwischen den Felsen liegen die teilweise zerfetzten Trümmer der Airforce-Maschine verstreut.

Indem Airfighter einen eigenen Umgebungsscan durchführt, verlassen Juan und Chris das Cockpit und treten zum Leiter des Trupps.

Dieser zeigt den beiden die verstreuten Trümmer, indem sie einige Schritte durch die Felsen gehen.

„Soweit sich bisher sagen lässt, ist der programmierte Zerstörer frontal ins Cockpit eingeschlagen.”

Die drei sehen gerade den völlig zertrümmerten Rest des Cockpits in einer Felsspalte: er weist dunkle Rußspuren auf.

Der Einsatzleiter fährt fort: „Unser Pilot war sofort tot — sein Leichnam ist bereits abtransportiert worden.”

Chris: „Ja, tut mir Leid.”

Juan nickt: „Ja, mir ebenso.”

Der Einsatzleiter antwortet mit einem knappen, anerkennenden Nicken.

Chris: „Haben Sie unter den Trümmern schon Reste des Zerstörers ausmachen können?”

Einsatzleiter: „Bisher haben wir nur Spuren auf nicht zur Flugmaschine gehörende Komponenten sichergestellt — folgen Sie mir bitte!”

 

Das von Ned kommandierte Airforce-Geschwader passiert gerade die Airfighter-Basis.

Jessica: „Bisher ist der Luftraum frei, Ned.”

Vor Jessica donnert das Airforce-Geschwader durch den blauen Himmel.

Ned: „Alles klar.”

 

Unten in den Felsen kniet sich Chris gerade zwischen die Metalltrümmer, auf die der Einsatzleiter weist.

Juan: „Ich mache einen Detailscan per Watchcomm.”

Chris nimmt einen der Metallsplitter in die Hand.

Da ertönt Jessicas Stimme aus den Watchcomms:

„Achtung, die Ortung hat soeben neue Energieechos erfasst!”

Sofort blicken Chris und Juan einander in die Augen.

 

In seinem Cockpit blickt Ned von den Anzeigen auf, indem er eine Schleife über den Absturzkoordinaten durchfliegt: „Bestätige — sie kommen auf uns zu!”

 

An Bord der Beigondel blicken Manuel und Jonathan durch die Scheibe nach draußen: am blauen Himmel ist außer dem Airforce-Geschwader noch nichts zu sehen.

 

Chris und Juan gehen eiligen Schrittes durch die Felsen zurück zur Haupteinheit.

Chris betätigt seinen Watchcomm:

„Wir kommen wieder zu euch hoch — wir müssen den Trupp hier am Boden absichern!”

Ned: „Bestätige, Chris.”

 

In der Computerzentrale blickt Jessica gerade wieder von der Scanabtastung auf:

„Ned, die Scanauswertung ergibt, dass es sich um Sprengkörper handelt!”

 

Im Cockpit blickt Ned sogleich auf: „Verstanden, Jessica — danke. Jungs, was da auf uns zu kommt, sind definitiv keine Spaßartikel!”

 

Beinahe senkrecht schießt von unten aus den Mountains die Airfighter-Haupteinheit auf gleiche Höhe zu Neds Airforce-Geschwader hinzu.

Manuel und Jonathan blicken durch die Scheibe nach draußen zur vorbeischießenden Haupteinheit.

Chris, über Funk: „Ihr seid dort auf jeden Fall sicher.”

Manuel und Juan blicken einander im Vorbeiflug fest in die Augen.

Jonathan: „Können wir irgendwie helfen?”

Chris: „Wir geben euch Bescheid!”

Jonathan: „Okay.”

 

Da tauchen mehrere Objekte am Horizont auf und kommen rasendschnell näher: es handelt sich um die bereits bekannten kugelförmigen Zerstörer mit den Metallstacheln!

Chris und Juan machen sich im Airfighter-Cockpit kampfbereit.

Juan: „Es geht los.”

In dieser Sekunde fahren die dunklen Helmvisiere vor Chris´ und Juans Augen herunter.

 

Ned macht sich im Cockpit seines Airforce-Jägers ebenfalls kampfbereit:

„Jeder Treffer 10 Punkte, Jungs — holen wir die Dinger vom Himmel!”

 

  • 20 –

  •  

Bürgermeister Dirk Greys Büro in einer der höheren Etagen des Rathauses von G.S.T.:

Dirk telefoniert gerade mit lauter Stimme: „Wenn eine Bedrohung solchen Ausmaßes für Green-Stone-Town besteht, müssen wir unsere Bürger evakuieren!”

Dirk wartet einen Moment die Antwort seines Gesprächspartners ab.

Dann fährt Dirk energisch fort: „Aber wenn es sich doch zu einer ernsten Bedrohung entwickelt, reagieren wir vielleicht erst zu spät!”

 

  • 21 –

  •  

Die Airfighter-Haupteinheit umrundet gerade in einer Spirale drei der herbeifliegenden stachelkugeligen Sprengkörper und bringt unmittelbar nacheinander alle drei mit gezielten Laser-Schüssen zur Explosion.

In der Beigondel hält sich Jonathan, leicht geblendet, die Hand vor sein Gesicht, während Manuel das Kampfgeschehen fasziniert beobachtet und dabei seine funkelnden Augen leicht zusammenkneift.

Ned hat gerade einen der Sprengkörper abgeschossen, als er schon dem nächsten von hinten kommenden haarscharf ausweicht und diesen ebenfalls abschießt. Da fallen plötzlich einige der Systeme in Neds Cockpit aus.

Ned: „Hey, Leute — ich denke, ich hab hier ein Problem!”

Im Airfighter-Cockpit blicken Juan und Chris unter ihren abgedunkelten Helmvisieren abrupt auf: durch die Cockpitscheibe hindurch ist Neds Maschine zu sehen.

 

In der Computerzentrale blickt Jessica erneut von der Scanauswertung auf: „Die programmierten Zerstörer senden ein Hochfrequenz-EM-Feld aus, das eure Bordsysteme lahmlegt!”

 

Airfighter: „Ich könnte mit einem eigenen EM-Impuls die Strahlung der Zerstörer kompensieren.”

Chris: „Okay.”

Juan: „Ned, passt auf — Airfighter geht jetzt auch mal auf Sendung!”

Ned: „Verstanden, Juan — Jungs, fahrt mal für 'nen Moment eure Systeme runter!”

Die Airforce-Piloten starten noch einmal ihre Maschinen durch und schalten dann ihre elektronischen Bordsysteme aus.

Im Airfighter-Cockpit haben Chris und Juan die Statusanzeigen der Airforce-Maschinen genau im Auge behalten, und aktivieren in dieser Sekunde den EM-Impuls.

Um Manuel und Jonathan erlischt automatisch in der Beigondel das Licht, indem sich die beiden fest in die Augen sehen.

Das einzige, was vom emittierten EM-Impuls zu sehen ist, ist ein kurzes Aufblitzen der kugelförmigen Zerstörer.

Sogleich werden in sämtlichen Flugmaschinen die elektronischen Bordsysteme reaktiviert, und das Geschwader vollendet sein Ausweich- und Kampfmanöver gegen die verbleibenden heran schießenden Zerstörer.

 

  • 22 –

  •  

President Cavanaugh spricht gerade über sein Bildtelefon mit Colonel Stevens.

Cavanaugh: „Wir können es uns nicht leisten, länger im Dunkeln zu tappen!”

Stevens: „Ich habe das Airfighter-Team erneut kontaktet, Mister President — ich gehe von einer vollen Kooperation aus.”

Cavanaugh nickt, indem er sich wieder etwas in seinen Schreibtischstuhl zurück sinken lässt.

 

  • 23 –

  •  

Eine letzte Explosion erhellt den blauen Himmel über den Green-Stone-Mountains, und heraus kommen Neds Maschine sowie die Airfighter-Haupteinheit geschossen.

Zeitgleich gibt Jessica über Funk durch:

„Die Sensoren können keine weiteren Zerstörer mehr im Luftraum registrieren.”

Ned: „Okay. Bodentrupp, bringen Sie die Sache zu Ende — und dann schleunigst weg hier!”

 

Nach dem Wiederankoppeln von Airfighter-Haupteinheit und -Beigondel landet Airfighter in der Basis.

In der Computerzentrale treten Juan, Chris, Manuel und Jonathan gerade aus der automatischen Schleuse zu Jessica, die an der metallenen Kontrollwand steht. Auf einem der Bildschirme ist Bill im Policedepartment zu sehen.

Bill: „Colonel Stevens würde uns gern im CIA-Hauptquartier zur Lagebesprechung sehen, Chris.”

Jessica blickt zu Chris.

Chris nickt: „Kann ja auf keinen Fall schaden — ich hole dich ab.”

Bill: „Alles klar, bis gleich!”

Indem der Bildschirm mit Bill darauf erlischt, dreht sich Chris zu den anderen zurück.

Jessica: „Wir sondieren weiterhin den Luftraum — möglicherweise lässt sich aufgrund der beiden Angriffe der Abschussort der Zerstörer anpeilen.”

Chris blickt zu Jonathan und Manuel.

Jonathan: „Können wir uns auch nützlich machen — irgendwie?”

Chris grinst kurz: „Ihr könnt bei der Dateneingabe helfen.”

Juan: „Das ist ´ne Menge Zeug.”

Manuel: „Na, dann mal los, Leute!”

 

  • 24 –

  •  

Airfighter landet auf dem Parkplatz vor dem Polizeirevier, wo Bill sogleich aus dem Gebäude kommt und zu Chris ins Cockpit steigt. Dann zieht Airfighter wieder hoch und überfliegt die Häuser von G.S.T. im Tiefflug in Richtung City. Dabei passiert er den Berg, dessen Gipfel normalerweise die Airfighter-Basis markiert.

 

In der City landet Airfighter vor dem großen CIA-Hauptquartier.

Bill und Chris gehen auf den Eingang zu — sichtlich abwartend, was da kommen mag.

Bereits im Eingang werden die beiden von einem der Agenten in Empfang genommen und zielstrebig in das Gebäude hinein geführt. Überall sind Kameras platziert, und wenn die drei von einem der Überwachungsmonitore verschwunden sind, tauchen sie bereits wieder auf einem anderen auf.

Durch das Treppenhaus gelangen sie in eine der höheren Etagen, wo Bill und Chris direkt zu einem der Büros geführt werden.

Hier erwartet sie Colonel Stevens, der vor seinem Schreibtisch steht und sofort sein beinahe schon charismatisches Lächeln zeigt.

 

Chris und Bill haben auf zwei Stühlen vor dem Schreibtisch Platz genommen, während Stevens sich, den beiden zugewandt, halb auf die Schreibtischkante gesetzt hat.

Stevens: „Natürlich hat der CIA sich auf einen Anschlag auf G.S.T. eingestellt — das ist Ihnen ja auch nichts Neues.”

Chris zieht eine Augenbraue hoch.

Stevens: „Allerdings hatten unsere Untersuchungen schon länger den Verdacht nahegelegt, dass Entwicklungen der Airforce von potentiellen Mitverschwörern General Brunts gegen uns eingesetzt werden könnten.”

Bill blickt auf.

Stevens: „Mit dem hier haben Sie ja eben Bekanntschaft gemacht.”

Stevens dreht den Flatscreen seines Computers auf dem Schreibtisch zu Bill und Chris: Darauf ist einer der programmierten Zerstörer zu sehen, der wie eine silberne Metallkugel mit langen Stacheln aussieht.

Chris kneift die Augen ein wenig zusammen.

Stevens: „Was ich Ihnen jetzt sage, unterliegt höchster Geheimhaltungspflicht.”

Chris: „Ich bitte Sie!”

Stevens: „Schon gut.”

Er fixiert Bill und Chris jetzt abwechselnd mit seinem Blick: „Es existieren Unterlagen, die die Entwicklung baugleicher Waffensysteme durch eine Spezialeinheit der Airforce betreffen.”

Chris und Bill merken auf.

Stevens: „Allerdings ist der Auftrag zum Bau dieser Waffen niemals erteilt worden.”

Stevens grinst jetzt wieder: „Und das liegt nicht nur an der Geheimhaltung!”

 

  • 25 –

  •  

In steilem Anflug lässt Airfighter die Silhouette von G.S.T. unter sich zurück.

In der Computerzentrale sind Chris und Bill im Airfighter-Cockpit auf den Hauptschirm projiziert.

Jessica und Juan stehen mittig in der Zentrale, während Jonathan und Manuel an der Computerauswertung sitzen.

Chris: „Ihr erhaltet gerade die Konstruktionspläne der Zerstörer auf Airfighter-Funkfrequenz.”

Juan dreht sich zu Jonathan und Manuel.

Jonathan erwidert Juans Blick: „Bestätige.”

Manuel grinst begeistert.

Jessica: „Police-Airbase_002 errichtet in diesen Minuten einen Verteidigungsperimeter.”

 

In der Einsatzzentrale von Police-Airbase_002 bestätigt der taktische Offizier gerade: „Abwehrgeschosse sind startklar, Captain.”

Captain Towers: „Feuer.”

In Außenansicht werden mehrere metallene Objekte mit eigenen Düsenantrieben ringförmig von 002 abgefeuert, die wie ein sich öffnender Regenschirm nach oben auseinander fliegen. Sogleich wird eine weitere Salve dieser Objekte von 002 aus abgefeuert und dann noch eine dritte:

die abgeschossenen Objekte positionieren sich in drei Schichten, die dicht übereinanderliegende Abwehrwälle in der freien Luft ausbilden.

Der taktische Offizier gibt den Status durch: „Erster, zweiter und dritter Verteidigungsperimeter sind errichtet, Sir.”

Captain Towers: „In Ordnung. Geben Sie dem Airforce-Hauptquartier die Bestätigung durch, Lieutenant!”

 

Im Airforce-Hauptquartier bestätigt der Missionskontroll-Offizier die Errichtung des Abwehrwalls.

 

  • 26 –

  •  

Chris und Bill betreten die Computerzentrale durch die automatische Luftschleuse und treffen hier auf Jessica, Juan, Manuel und Jonathan.

Jonathan und Manuel blicken Chris erwartungsvoll an.

Jonathan, strahlend: „Melden Erfolg, Commander — wir haben sämtliche Daten in den Airfighter-Computer eingegeben, und es hat ,klick´ gemacht!”

Manuel, grinsend: „War besser als Sudoku!”

Chris erwidert ein Grinsen, indem er sich zum Hauptschirm dreht:

„Computer, Datenauswertung auf den Hauptschirm projizieren!”

Computer: „Aye, Commander.”

Indem sich die Projektion auf der Panzerglasscheibe aufbaut, kommentiert Jessica: „Aufgrund der beiden Angriffe, die bisher stattgefunden haben, haben wir eine Anpeilung vorgenommen.”

Juan tritt an den Hauptschirm heran, wo sich jetzt beide Kurslinien kreuzen: „Und hier könnte sich der Abschussort der Zerstörer befinden — sofern es beidemal derselbe gewesen ist.”

Bill zieht die Augenbrauen hoch.

Chris blickt den anderen fest entschlossen entgegen: „Finden wir's doch mal heraus!”

Sofort betätigt Jessica den Funk:

„Airforce-Geschwader, wir übermitteln die Zielkoordinaten der Anpeilung.”

Ned, über Funk: „Verstanden, Jessica — wir setzen Kurs.”

Chris: „Computer, Code Blau — taktische Systeme online bringen!”

Juan: „Kurs auf berechnete Koordinaten setzen!”

Jessica: „Waffen- und Verteidigungssysteme sind online.”

Bill: „Airfighter ist wieder startklar.”

Chris wendet sich wieder zu Jonathan und Manuel:

„Hier an Bord seid ihr sicher — es sei denn, ihr wollt nicht mehr!”

Jonathan schüttelt begeistert den Kopf.

Manuels Augen funkeln: „Krass, Mann!”

 

Während die kuppelartige Airfighter-Basis vor dem Hintergrund des blauen Sommerhimmels hoch über den Green-Stone-Forest hinweg fliegt, schießen links und rechts die Airforce-Maschinen an ihr vorbei.

Ned erhält in seinem Cockpit gerade den Funkspruch eines der anderen Piloten: „Wir haben erneut Zerstörer in der Ortung, Commander!”

Ned: „Ausweichmanöver — die interessieren uns nicht mehr! Bleibt nur außerhalb ihres EM-Störfeldes!”

 

In der Computerzentrale ist Neds Stimme über Funk zu hören:

„Können wir die Scherzartikel euch überlassen?”

Jessica: „Bestätige, Ned — wir halten euch den Rücken frei!”

Ned: „Alles klar, danke euch!”

 

Die Airforce-Jäger weichen den frontal auf das Geschwader zu schießenden Zerstörern gekonnt aus. Sogleich setzen die silbernen Metallkugeln erneuten Kurs auf das verfehlte Geschwader, doch schon werden sie von den Bordgeschützen der großen Airfighter-Basis präzise getroffen und zur Explosion gebracht: dabei entsteht in Folge einer Kettenreaktion ein Feuerball, in dem die übrigen Zerstörer ebenfalls explodieren.

 

Von G.S.T. aus blicken gerade die Mitglieder aus Juans Jugendgruppe zum Himmel über dem Forest empor und sehen dort das einem Schockstoß gleichkommende Flammeninferno am blauen Sommerhimmel.

 

Indem die Airfighter-Basis als einzige wieder aus dem Trümmerbrocken speienden Feuerball auftaucht, bezieht Neds Geschwader auf einer anderen Position hoch über dem Forest Stellung, indem das Gebiet in präzisen Schleifen umflogen wird.

In Neds Cockpit bestätigen seine Anzeigen die eingenommene Position.

Ned: „Wir sind jetzt auf den Zielkoordinaten angekommen.”

 

In der Airfighter-Computerzentrale blickt Jonathan Juan über die Schulter, als dieser aufblickt:

„Die Sensoren registrieren dort einen deutlichen Energieanstieg!”

Manuel folgt Juans Blick zu Chris, der gerade zu ihnen tritt.

Chris: „Wir registrieren Energiespitzen auf eurer Position, Ned.”

Gerade dreht sich Bill von der großen Computerwand weg:

„Die letzte Staffel der Zerstörer ist ebenfalls aus dieser Richtung gestartet worden.”

 

Plötzlich beginnt unweit vor Neds Flugjäger die Luft zu flimmern, und eine riesige Flugmaschine gewinnt zunehmend an Form.

Im Cockpit reißt Ned seine Augen unwillkürlich weiter auf, indem er reaktionsschnell zu einem Ausweichmanöver ansetzt.

 

In der Computerzentrale bestätigt Jessica: „Ein unidentifiziertes Flugobjekt enttarnt sich auf 2 Uhr!”

Alle blicken abrupt auf den Hauptschirm, wo aus dem Flimmern allmählich eine schwarze Metallhülle auftaucht.

Chris: „Computer, Sektor D-2 auf dem Hauptschirm vergrößern!”

In der sofort erfolgten Vergrößerung gewinnt das Flugobjekt jetzt vollends an Form: Es handelt sich um ein gewaltiges Flugschiff aus dick gepanzertem, in der Sommersonne schwarz schimmernden Metall. Es sieht aus wie eine gigantische Spinne mit angsteinflößenden Waffenarmen!

 

Neds Geschwader hat bereits dazu angesetzt, das Flugschiff einzukesseln.

 

Jonathan zeigt sprachlose Entgeisterung.

Manuel dreht seinen gebannten Blick in die Vollansicht: „Yo, ey — geht's noch?!”

Chris blickt zu Bill und Juan: „Wir starten mit Airfighter!”

Bill und Juan nicken Chris sofort zu.

Chris dreht sich zu Jessica.

Jessica: „Ich halte mit der Basis die Stellung.”

Chris nickt ihr zu und blickt zu Manuel und Jonathan. Diese erwidern ein bestätigendes Nicken.

 

In Außenansicht kommt Airfighter aus der Basis herausgeschossen und zieht schräg nach hinten über das Kuppeldach hinweg: Dahinter taucht sofort das Kampfszenario auf, in dem das Airforce-Geschwader das Feuer auf das große Flugschiff eröffnet und umgekehrt von diesem beschossen wird. Airfighter stürzt sich mitten in das Gefecht hinein.

 

In der Computerzentrale verfolgen Jessica, Jonathan und Manuel von den Kontrollen aus das Kampfgeschehen mit.

Jonathan: „Die Scanauswertung zeigt an, dass sich um das Flugschiff da draußen noch eine Art von Schutzfeld befindet, Jessica.”

Jessica wirft nur einen kurzen Blick auf die Auswertung vor Jonathan, dann aktiviert sie die Funkfrequenz zu Airfighter und dem Geschwader: „Die Quantenschilde des Flugschiffes sind weiterhin aktiviert.”

Manuel verzieht den Mund etwas: „Quantenschilde — klingt nicht schlecht!”

 

  • 27 –

  •  

President Cavanaugh sitzt hinter seinem Schreibtisch: er sieht sehr nachdenklich aus.

Da tritt seitlich Edward Tanner an ihn heran.

Cavanaugh: „In diesen Minuten kämpft ein Geschwader der Airforce gegen eine Waffe, die unseren eigenen Konstruktionsplänen entstammt!”

Tanner: „Aber wenigstens wissen wir danach, wie unsere Abwehrchancen stehen — denn das nächste Angriffsziel könnte bereits...”

Cavanaugh fährt fort: „Washington sein?!”

Tanner nickt stumm.

Cavanaugh: „Die Hiobsbotschaft vom Angriff auf Green-Stone-Town hat mich gleichermaßen getroffen, Edward.”

Tanner: „Darf ich Sie ganz ehrlich fragen, Mister President, ob Sie mal mit dem Gedanken gespielt haben, mit den Verschwörern in Verhandlungen zu treten?”

Cavanaughs Blick ändert sich überraschenderweise gar nicht.

Tanner blickt Cavanaugh unentwegt fragend an.

Cavanaugh sieht Tanner jetzt fest in die Augen:

„Wissen Sie, Edward, alles was sie fordern, oder was zumindest General Brunt forderte, ist die Übergabe der Weltmächte in ihre Hände, um eine eigene Regierung zu etablieren.”

Cavanaugh grinst ironisch: „Wenn sie erst einmal an der Regierung wären, dann wären sie nicht mehr ,die Bösen´, sondern unsere offiziellen Gesetzgeber!”

Tanner erwidert jetzt Cavanaughs ironisches Grinsen:

„Da ist sie wieder, die Frage: Repräsentieren Sie unser Land, oder streben Sie globale Ziele an?”

 

  • 28 –

  •  

Indem Airfighter und einer der Airforce-Jäger sich in ihren Kampfmanövern überkreuzen, schießt ein Plasmastrahl von einem der Waffenarme des spinnenförmigen Flugschiffes durch die Sicht und zerfetzt gleich drei Airforce-Jäger auf einmal in einem grellen Blitz!

 

In der Computerzentrale blicken Manuel und Jonathan einander in die Augen.

Manuel weist auf die Computernanzeige vor den beiden:

„Hey, Mann — könnte das eine Schwachstelle sein?!”

Jonathan: „Jessica, sieh dir das hier mal an!”

Jessica blickt den beiden über die Schultern: „Ihr habt Recht!”

 

Im Airfighter-Cockpit ist das Bild von Jessica, Jonathan und Manuel auf die Cockpitscheibe projiziert.

Jessica: „Der Plasmakonverter des Flugschiffes befindet sich auf den übermittelten Koordinaten!”

Chris: „Verstanden, Jessie — wir versuchen´s mit 'ner Dosis Positronen aus der Antigrav-Vorrichtung der Airfighter-Basis!”

Jessica: „Geht klar, Chris.”

Chris ergänzt: „Die Positronen werden genau wie der elektrische Strom vom Plasma weitergeleitet in die bordinternen Systeme des Flugschiffes — allerdings wird das Resultat weitaus verheerender sein!”

In der Computerzentrale fällt Jonathan ein: „Materie und Antimaterie, nicht wahr?!”

Manuels Augen beginnen zu glänzen: „Kawuum!”

Chris: „Auf den Punkt gebracht!”

 

Airfighter setzt direkten Kurs auf das große Luftschiff und feuert dann einen gezielten Positronenblitz auf die durchgegebenen Koordinaten ab: Dort zerplatzt sogleich die Außenhülle des Luftschiffes, und während die Metallsplitter im Luftstrom weg gewirbelt werden, setzen im Innern heftige Kurzschlussreaktionen ein, und eine Stichflamme jagt aus dem Leck heraus.

 

Airfighter: „Meine Sensoren können jetzt in das Luftschiff eindringen — aber ich kann keinerlei Biosignaturen registrieren!”

Juan: „Das Luftschiff wird automatisch gesteuert!”

Chris: „Wir fliegen rein!”

Ned: „Wir halten hier draußen die Stellung, Chris — aber lange können wir das wohl nicht mehr!”

Chris: „Dann beeilen wir uns besser, Ned!”

 

Als Airfighter in einem gekonnten Ausweichmanöver zwischen den ihm entgegen schießenden Plasmablitzen hindurch durch das in die Außenhülle gesprengte Loch in das Innere des Flugschiffes eingedrungen ist, bietet sich der Anblick eines langen, dunklen Ganges mit zahlreichen futuristisch aussehenden Computerkontrollen; überall zucken in durchsichtigen Leitungen und um den Gang herum pulsierende Plasmaladungen, die offensichtlich durch das gesamte Schiff geleitet werden.

Auf der Cockpitscheibe wird die große Apparatur am Ende des Ganges markiert, in der sich das gesamte Plasma zu konzentrieren scheint.

Airfighter: „Das ist der Hauptenergie-Plasmakern.”

Nun werden auch noch drei weitere Punkte in dem langen Gang auf der Cockpitscheibe markiert.

Airfighter: „Und dies sind die zentralen Verteilerknoten für das Antriebsplasma.”

Gerade geht ein weiterer Funkspruch von Ned ein:

„Wir können die Stellung hier draußen nicht mehr lange halten, Leute!”

 

Draußen werden gerade weitere Airforce-Jäger von den gleißenden Plasmablitzen des großen Flugschiffes zerfetzt. Ned blickt seitlich durch die Cockpitscheibe nach draußen, als er auch schon dem nächsten todbringenden Plasmablitz nur um Haaresbreite ausweichen kann.

 

Mit aktiviertem Hovercraft schwebt Airfighter durch den futuristischen Gang, der nach allen Seiten hin von den blitzenden Plasmaleitungen umgeben ist. Dabei springen Bill, Chris und Juan nacheinander heraus und rollen sich auf dem Metallboden ab. Indem Airfighter im Hintergrund den Hauptenergie-Plasmakern am Ende des Ganges einmal umrundet, platzieren Bill, Juan und Chris jeder einen Schockstoß-Sprengsatz an den Plasmaleitungen hinter der Glaswand auf ihrer jeweiligen Position. Sofort drehen sich Bill, Chris und Juan wieder zu Airfighter, der in diesem Augenblick einen gebündelten Laserstrahl genau in den Hauptenergie-Plasmakern feuert. Im Nu entzündet sich das konzentrierte Plasma im Innern, und die Glaswand zerbirst in einem beeindruckenden Schockstoß. Die gewaltige Schockwelle donnert den gesamten Gang entlang, begleitet von gleißenden Plasmablitzen ungeheurer Entladungswucht. Dicht davor schießt Airfighter durch den Gang, in dessen Cockpit Bill, Juan und Chris im Vorbeiflug hinein springen, kurz bevor sie die Schockwelle eingeholt hätte.

In Außenansicht kommt Airfighter wieder aus dem schwarzen Flugschiff heraus gedonnert, als unmittelbar hinter ihm eine ungeheure Stichflamme aus dem Leck hinterher schießt. Sofort drehen Airfighter und die restlichen Airforce-Jäger vom Flugschiff ab, als die drei Schockstoß-Sprengsätze in dessen Innern unmittelbar nacheinander zünden, und das gesamte spinnenförmige Flugschiff in drei gewaltigen Erschütterungen zerbirst. Aus einem donnernden Glutball heraus fliegen die metallenen Trümmer in alle Richtungen auseinander, indem sie lodernde und dunkel rauchende Stichflammen hinter sich her ziehen.

In der Airfighter-Computerzentrale schließen Jessica, Manuel und Jonathan geblendet ihre Augen.

 

Die Mitglieder aus Juans Jugendgruppe sehen die gigantische Explosion hoch oben am blauen Sommerhimmel.

 

Die auseinander schießenden Trümmer schlagen zum Teil in den Forest ein, wo sie die Baumkronen feuerspeiend durchschlagen und brennende Krater in den Waldboden fressen. Eine ganze Salve der Trümmer schießt auf G.S.T. zu, trifft jedoch in sicherer Höhe auf den dreifachen Verteidigungswall aus Abwehrgeschossen, so dass diese zünden und eine glutrote Feuerwand die Perspektive aus Sicht der Jugendgruppe wie ein gigantischer Schutzschirm versperrt.

 

Als das Inferno vorüber ist, beginnen alle wieder zu atmen.

Ned: „Okay, so was würde ich ,perfektes timing´ nennen — Respekt, Leute!”

Chris: „An dem Finale hatten wir auch lange geprobt!”

Chris, Bill und Juan nicken einander, zufrieden lächelnd, zu.

In der Computerzentrale schlagen Manuel, Jonathan und Jessica miteinander ein.

Manuel: „Echt krass!”

 

Die Mitglieder aus Juans Jugendgruppe jubeln laut.

 

Im Airforce-Hauptquartier sinkt der Einsatzleiter, der Neds Geschwader losgeschickt hat, sichtlich erleichtert etwas in sich zusammen: „Gute Arbeit, Jungs — gute Arbeit!”

 

In Green-Stone-Town geht einige Stunden später auf den belebten Straßen das fröhliche Treiben der Einwohner und der spielenden Kinder wieder seinen gewohnten Gang.

 

  • 29 –

  •  

In der bekannten Rückblende unterhält sich General Brunt im großen unterirdischen Komplex von Area 51 weiterhin mit seinem Gesprächspartner.

Gerade verlangsamt Brunt seine Schritte:

Wenn unsere Leute erst einmal an der Regierung sind, und mit dem Airfighter-Team auf unserer Seite werden wir ein weltweites Gleichgewicht der Kräfte zu etablieren imstande sein.”

Jetzt ist General Brunt stehengeblieben: er deutet auf etwas, das sich jetzt genau vor ihm befindet.

Brunt: „Und außerdem habe ich den Bau schon länger geplanter Waffensysteme veranlasst, die sich als sehr effektiv herausstellen werden.”

Vor Brunt sind mehrere der stachelkugeligen programmierten Zerstörer gelagert!

 

 

 

Story by Christian Scheffel –

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